Guano (Vogel- und Fledermauskot), Geflügelmist und anderer Tiermist gehören zu den stärksten organischen Düngern, die Sie mit lebendiger Erde einsetzen können. Sie gehören aber auch zu den gefährlichsten, und zwar aus zwei Gründen. Erstens kann roher, nicht richtig kompostierter Kot Pflanzen verbrennen. Außerdem kann er Krankheitserreger enthalten, also Keime, die Menschen krank machen. Zweitens können trockener Guano und getrockneter Miststaub Pilzsporen enthalten. Das Risiko ist so ernst, dass US-Gesundheitsbehörden für den Umgang damit bestimmte Klassen von Atemschutzmasken nennen.
In Thailand und Südostasien gibt es noch ein drittes Risiko. Nasse Erde und Kompost können ein Bodenbakterium enthalten, das eine schwere Infektion namens Melioidose auslöst.
In diesem Teil geht es darum, wie Heißkompostierung funktioniert. Sie erfahren auch, welche Temperaturen und welche Dauer als ausreichend gelten, um Krankheitserreger zu verringern. Außerdem geht es darum, welcher Mist überhaupt kompostiert werden muss. Teil 2 behandelt die Gefahren durch Staub und Sporen, die Wahl der richtigen Atemschutzmaske und die beiden Krankheiten, die in der Region vorkommen.
1. Wie ein heißer Komposthaufen funktioniert
Kompostierung heißt: Mikroorganismen bauen Material ab. Dichtes, zähes Material bauen meist zuerst Pilze ab. Sobald es teilweise zersetzt ist, übernehmen Bakterien. Holz ist das klassische Beispiel für ein langsames Ausgangsmaterial, an das zuerst die Pilze heranmüssen.
Bei der Heißkompostierung halten Sie den Haufen heiß genug und lange genug, damit thermophile Mikroorganismen die Arbeit übernehmen. „Thermophil“ heißt wärmeliebend. Diese Mikroorganismen gedeihen bei hohen Temperaturen. Ein heißer Haufen braucht zwei Dinge:
- Genug Masse. True Living Organics (in diesem Thema erklärt) ist ein Buch über den organischen Cannabisanbau. Es stammt von einem Autor, der unter dem Namen „The Rev“ schreibt (vollständige Angaben unter Quellen). Das Buch nennt als Mindestgröße für einen Haufen etwa 1 m × 1 m × 1 m. Ein kleinerer Haufen verliert schneller Wärme, als er erzeugt. Deshalb wird er nie heiß genug für thermophile Mikroorganismen.
- Frisches, stickstoffreiches Material, das Mikroorganismen schnell abbauen. Vogel- und Fledermausguano, tierischer Mist, frischer Rasenschnitt, Luzernemehl und Blutmehl lassen einen Haufen heiß werden. Dasselbe Buch berichtet von Haufen mit über 65 °C. Laut dem Buch reichen schon ein paar Tassen Luzernemehl, um sogar einen kleinen Trommelkomposter spürbar zu erwärmen. Das ist eine Komposttrommel, die Sie mit einer Kurbel drehen.
Luft ist wichtiger, als die meisten denken. Mehr Luft ernährt mehr Mikroorganismen, und mehr Mikroorganismen erzeugen mehr Wärme. Luft verhindert außerdem, dass der Haufen anaerob wird, also ohne Sauerstoff fault. Diese anaerobe Fäulnis verursacht den Gestank. Wenn Sie den Haufen oft umsetzen, kommt Luft hinein. So erledigen Sie beide Aufgaben auf einmal.
Merken Sie sich eine Regel: Kompost riecht nicht schlecht. Anaerobe Fäulnis riecht schlecht. Stinkt der Haufen, braucht er Luft.
Es gibt auch eine Methode, die absichtlich anaerob arbeitet und bei der der Haufen nie umgesetzt wird. Sie ist schnell fertig, riecht aber extrem stark. Vor der Verwendung muss das Material einige Wochen lang umgesetzt und aerob (mit Luft) gehalten werden. Wegen des Geruchs eignet sich diese Methode schlecht für die Nähe von Wohnhäusern oder für Betriebe mit Lizenz.
Anmerkung der Übersetzung: Die Tageshitze von 30–35 °C in Thailand hilft dem Haufen beim Aufheizen, die Regenzeit arbeitet aber gegen Sie. Starker Regen durchnässt einen offenen Haufen. Ein durchnässter Haufen verliert seine Luft, kühlt ab und fängt an zu stinken. Stellen Sie den Haufen deshalb unter ein Dach. Sie können ihn auch locker abdecken, sodass Regen abläuft, aber weiter Luft hineinkommt. In der Trockenzeit kann starke Sonne die äußere Schicht austrocknen, und trockenes Material wird nicht mehr abgebaut. Gießen Sie beim Umsetzen Wasser nach, damit das Innere feucht bleibt.
Was Sie tun sollten: Bauen Sie Ihren ersten heißen Haufen mit mindestens 1 m Seitenlänge. Mischen Sie ein stickstoffreiches Material aus der Liste oben unter. Setzen Sie den Haufen nach einem festen Plan um, und tun Sie es früher, sobald er zu riechen beginnt.
2. Krankheitserreger abtöten: Zeit und Temperatur nach den Vorgaben der Behörden
„Je heißer, desto besser“ ist eine Faustregel, die niemand überprüfen kann. Ein Betrieb, der auf GACP hinarbeitet, braucht einen festgelegten Standard, und das gilt für jeden anderen Betrieb mit Lizenz genauso. GACP steht für Good Agricultural and Collection Practice, also gute Agrar- und Sammelpraxis. Das ist der Qualitätsstandard für Anbau und Ernte von Heilpflanzen (hier erklärt). Die Behauptung, ein Haufen sei „heiß“ gewesen, kann ein Prüfer nicht kontrollieren. Eine protokollierte Temperatur, die eine festgelegte Zahl von Tagen gehalten wurde, kann er dagegen prüfen.
Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) regelt den Umgang mit behandeltem Klärschlamm (in den USA „Biosolids“ genannt). Gemeint ist Klärschlamm, der auf Flächen ausgebracht wird. Ihre Vorschriften in 40 CFR Part 503, Appendix B, legen Kompostierverfahren über Zeit und Temperatur fest. Sie wurden für Klärschlamm geschrieben, nicht für Gartenkompost. Trotzdem sind sie die am häufigsten zitierten Temperaturgrenzen in der Kompostierung. Die meisten Empfehlungen zur Kompostierung auf landwirtschaftlichen Betrieben beruhen auf ihnen.
Die Vorschriften nennen drei Arten der Kompostierung:
- Im Behälter: Kompostierung in einem geschlossenen Behälter oder einer Trommel.
- Statischer belüfteter Haufen: ein Haufen, der nie umgesetzt wird. Stattdessen wird Luft hindurchgepresst.
- Kompostmiete: eine lange, niedrige Reihe aus Kompost, die von Zeit zu Zeit umgesetzt wird.
Außerdem legen die Vorschriften zwei Behandlungsstufen fest. PSRP steht für „process to significantly reduce pathogens“, ein Verfahren, das Krankheitserreger deutlich verringert. Das ist die niedrigere Stufe. PFRP steht für „process to further reduce pathogens“, ein Verfahren, das Krankheitserreger weiter verringert. Das ist die höhere Stufe.
| Behandlungsstufe | Kompostierverfahren | Anforderung |
|---|---|---|
| PSRP (deutliche Verringerung der Krankheitserreger) | Im Behälter, statischer belüfteter Haufen oder Kompostmiete | 40 °C oder mehr über fünf Tage, wobei der Haufen in diesen fünf Tagen vier Stunden lang über 55 °C liegen muss |
| PFRP (weitere Verringerung der Krankheitserreger) | Im Behälter oder statischer belüfteter Haufen | 55 °C oder mehr, drei Tage lang gehalten |
| PFRP | Kompostmiete | 55 °C oder mehr, 15 Tage oder länger gehalten, mit mindestens fünfmaligem Umsetzen in diesem Zeitraum |
Was das für Sie als Grower bedeutet:
- Messen Sie an 55 °C, nicht an 65 °C. Ein Haufen über 65 °C zeigt, was ein guter Haufen leisten kann. Dass Sie 55 °C über die geforderte Zahl von Tagen gehalten haben, können Sie dagegen tatsächlich nachweisen.
- Dauer und Umsetzen zählen genauso viel wie die Höchsttemperatur. Angenommen, ein Haufen erreicht einen Nachmittag lang 70 °C und kühlt dann ab. Dann hat er keinen der Standards erfüllt, denn jeder verlangt, dass die Hitze über Tage gehalten wird. Eine Kompostmiete braucht 15 Tage bei dieser Temperatur und fünfmaliges Umsetzen. Der Grund: Die äußere Schicht einer Miete bleibt kühler als ihr Kern. Das äußere Material wird erst dann richtig heiß, wenn es beim Umsetzen in die Mitte gelangt.
- Sie brauchen ein Kompostthermometer. Ein Kompostthermometer mit langem Fühler ist günstig. Nur damit können Sie diese Werte überhaupt prüfen. Wenn Sie auf eine Zertifizierung hinarbeiten, schreiben Sie jeden Messwert auf.
Diese Grenzwerte sind nicht perfekt. Fachleute sind sich immer noch uneinig, welche Kombinationen aus Zeit und Temperatur genau alle relevanten Krankheitserreger abtöten. Veröffentlichte Übersichtsarbeiten stellen außerdem infrage, ob die geltenden Vorschriften in jedem Fall ausreichen. Betrachten Sie die Werte oben als anerkanntes behördliches Minimum, nicht als Garantie.
Anmerkung der Übersetzung: Einige Online-Händler in Thailand bieten Zeigerthermometer mit langem Schaft an. Wenn Sie keins finden, reicht jedes Thermometer, dessen Spitze bis in die Mitte des Haufens reicht und das mindestens bis 70 °C misst. Führen Sie ein einfaches Protokoll mit vier Spalten: Datum, Uhrzeit, Kerntemperatur und ob Sie den Haufen umgesetzt haben. Messen Sie jeden Tag zur gleichen Uhrzeit. Das Protokoll ist Ihr Nachweis, dass der Haufen 55 °C gehalten hat. Ein sinkender Wert warnt Sie außerdem früh, dass der Haufen Luft oder frisches stickstoffreiches Material braucht.
Was Sie tun sollten: Messen Sie bei jedem Haufen mit rohem Mist einmal täglich die Kerntemperatur und schreiben Sie sie auf. Zählen Sie die Tage mit 55 °C oder mehr und halten Sie fest, wie oft Sie umgesetzt haben, bis Sie den Standard für Ihr Verfahren erfüllt haben.
3. Roher Kot oder verarbeiteter Guano: Was kompostiert werden muss
Unter dem Wort „Guano“ laufen zwei sehr unterschiedliche Materialien:
- Roher oder frischer Kot und Mist muss vor der Verwendung kompostiert werden. Gemeint ist alles, was Sie von einem Schlafplatz der Tiere, aus einem Geflügelstall oder vom Boden einer Höhle abkratzen, außerdem frischer Mist von Nutztieren. Er kann Pflanzen verbrennen und Krankheitserreger enthalten. Am besten behandeln Sie ihn durch Heißkompostierung nach den Zeit- und Temperaturstandards aus Abschnitt 2.
- Industriell verarbeiteter Guano wird für die direkte Anwendung verkauft. Er stammt aus gealterten oder versteinerten Ablagerungen, die getrocknet, gesiebt und als Dünger verpackt wurden. Verwenden Sie ihn in der Menge, die auf dem Etikett steht. Er muss nicht durch Ihren Komposthaufen, Sie können ihn aber trotzdem dazugeben.
Einige allgemeine Punkte gelten für beide:
- Mist von gesunden Tieren ist nach der Kompostierung meist unbedenklich, egal nach welcher Methode. Heißkompostierter Mist enthält allerdings deutlich weniger schädliche Organismen.
- Heißere Haufen mit genug Luft sind schneller fertig und liefern ein feineres Endprodukt.
- Die Verarbeitung beseitigt die Staubgefahr nicht. Trockener, fein gesiebter Guano ist genau das Material, vor dem Teil 2 warnt. Öffnen Sie die Säcke vorsichtig, befeuchten Sie das Material, wo es geht, und tragen Sie eine Atemschutzmaske.
Wenn Sie kompostierten Mist oder Guano kaufen, fragen Sie den Lieferanten, wie er verarbeitet wurde. War es ein Verfahren mit festgelegter Zeit und Temperatur oder Trocknung und Alterung? Ist das Verfahren dokumentiert? Ein Lieferant, der darauf klar antworten kann, ist die bessere Wahl.
Anmerkung der Übersetzung: Viele Grower in Thailand verwenden losen Hühner- oder Kuhmist, den sie günstig bei Höfen in der Nähe kaufen. Behandeln Sie jeden Mist, den Sie selbst sammeln oder lose kaufen, als rohen Mist, es sei denn, der Verkäufer kann nachweisen, wie er verarbeitet wurde. Bei Sackware fragen Sie den offiziellen Vertriebspartner in Thailand nach den Angaben zur Verarbeitung. Prüfen Sie außerdem, ob das Produkt nach Thailands Fertilizer Act B.E. 2518 registriert ist. Die Registrierung zeigt, dass das Produkt das thailändische Zulassungsverfahren durchlaufen hat.
Was Sie tun sollten: Bevor irgendetwas in die Nähe eines Topfs kommt, teilen Sie Ihre Ausgangsmaterialien in zwei Gruppen. Roher Mist und Kot werden zuerst kompostiert. Verarbeitete Produkte mit Etikett verwenden Sie in der Menge, die auf dem Etikett steht.
4. Die Standards in Thailand und für den Export
Die meisten Empfehlungen zur Kompostierung sind für Länder mit gemäßigtem Klima geschrieben. In dieser Region gelten folgende Regeln:
- Dünger, der in Thailand verkauft wird, fällt unter den Fertilizer Act B.E. 2518 (1975) in der Fassung des Fertilizer Act (No. 2) B.E. 2550 (2007).
- Für kompostierten Mist und organischen Dünger legt Thailands Landwirtschaftsbehörde, das Department of Agriculture (กรมวิชาการเกษตร), die Qualitätskriterien fest.
- Der thailändische Agrarstandard TAS 9503-2005 (Compost) regelt die Anforderungen an Kompost und dessen Kennzeichnung. Er wird vom National Bureau of Agricultural Commodity and Food Standards (ACFS, สำนักงานมาตรฐานสินค้าเกษตรและอาหารแห่งชาติ) herausgegeben, dem nationalen Amt für Agrar- und Lebensmittelstandards. Veröffentlicht wurde er am 8. Dezember 2005 im thailändischen Staatsanzeiger (Royal Gazette). Die Rechtsdatenbank UNEP LEAP führt ihn als nicht aufgehoben. Prüfen Sie den aktuellen Text bei dieser Behörde, bevor Sie sich auf einen bestimmten Grenzwert verlassen.
- Wenn Sie Cannabisblüten verkaufen oder exportieren, klären Sie beim Department of Thai Traditional and Alternative Medicine (DTAM), der Behörde für traditionelle thailändische und alternative Medizin, ob Ihr Betrieb eine GACP-Zertifizierung braucht.
- Wenn Sie auf das thailändische GACP hinarbeiten, prüfen Sie die aktuellen GACP-Kriterien für organische Ausgangsmaterialien. Halten Sie für jedes Material auf Mistbasis die Herkunft und die Behandlung fest. Ein tägliches Protokoll von Zeit und Temperatur ist der einfachste Nachweis, den Sie erbringen können.
Wenn Sie exportieren: Die Europäische Union legt Standardbedingungen für die Kompostierung tierischer Nebenprodukte fest. Das ist Material von Tieren, das nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt ist. Die Bedingungen stehen in der Verordnung (EU) Nr. 142/2011, Anhang V: 70 °C über 60 Minuten ohne Unterbrechung, bei einer Teilchengröße von höchstens 12 mm. Das ist strenger als die US-Grenzwerte nach Part 503. Die Temperatur ist höher, und die Größenbegrenzung sorgt dafür, dass keine großen Klumpen bleiben, die innen kühler sind.
Anmerkung der Übersetzung: Die Anforderungen der Importeure unterscheiden sich. Fragen Sie Ihren Importeur deshalb früh, welchen Standard er für Ausgangsmaterialien auf Mistbasis erwartet. So führen Sie von Anfang an das richtige Protokoll und müssen Ihre Unterlagen später nicht neu aufbauen.
Was Sie tun sollten: Legen Sie für jedes Material auf Mistbasis einen eigenen Ordner an. Hinein gehören der Lieferant, die Registrierung oder das Etikett, die Angaben zur Verarbeitung und Ihr Temperaturprotokoll.
5. Ein Hinweis zum Mulch
Mulch auf einem Topf mit lebendiger Erde schützt die Mikroorganismen an der Oberfläche. Er verhindert außerdem, dass Ventilatoren die oberste Schicht austrocknen. Verwenden Sie kompostierte Rinde. Verwenden Sie nie gefärbte oder lackierte Rinde. Meiden Sie Walnussmaterial, denn es enthält Juglon, einen natürlichen Stoff, der das Pflanzenwachstum bremst.
Rinde bindet beim Abbau Stickstoff. Streuen Sie deshalb einen stickstoffreichen Zusatz auf die Erdoberfläche, bevor Sie den Mulch aufbringen, damit der Pflanze nichts fehlt. Mulch gehört eher zur Technik der lebendigen Erde als zur sicheren Kompostierung, deshalb finden Sie die Details im Thema dazu.
Anmerkung der Übersetzung: Wenn kompostierte Rinde bei Ihnen schwer zu bekommen ist, fragen Sie im Bereich Substrate, welche Mulchmaterialien andere Grower in der Region verwenden.
Was Sie tun sollten: Streuen Sie bei Ihrem nächsten Topf mit lebendiger Erde einen stickstoffreichen Zusatz dünn auf die Oberfläche und bringen Sie dann eine Schicht kompostierte Rinde auf.
6. Eine einfache, sichere Ausstattung für die Kompostierung
Diese Ausstattung ist für Grower gedacht, die den Düngewert nutzen wollen, ohne eine Anlage im Industriemaßstab aufzubauen:
- Ein Trommelkomposter. Er fasst eine brauchbare Menge und lässt sich leicht drehen, was Arbeit spart. Sie können darin auch Chargen lebendiger Erde mischen und reifen lassen.
- Ein Kompostthermometer mit langem Fühler. Wenn Sie Mist kompostieren, ist es unverzichtbar.
- Ein eigener heißer Haufen von mindestens 1 m³ für rohen Mist oder Kot. Ein Trommelkomposter kann 55 °C meist nicht drei Tage lang halten.
- Eine schriftliche Schutzregel, die die Atemschutzmaske dem Material zuordnet. Der APF (assigned protection factor, zugewiesener Schutzfaktor) ist eine Zahl, die zeigt, wie stark eine Atemschutzmaske die Schadstoffe in Ihrer Atemluft verringert. Teil 2 erklärt ihn. Kurz gesagt:
- für trockenen Guano in großen Mengen: APF 25 oder höher;
- für getrockneten Mist und Perlit: mindestens eine gut sitzende N95/FFP2-Maske, dazu etwas Wasser in den Perlitsack, wenn Sie ihn öffnen;
- für nasse Erde und Kompost: Handschuhe und Stiefel, dazu alle Schnittwunden abdecken.
- Regelmäßig lüften. Setzen Sie den Haufen regelmäßig um und verschließen Sie nie einen Behälter luftdicht. Ein fauliger Geruch bedeutet, dass der Haufen anaerob geworden ist. Er gehört nicht zur normalen Kompostierung.
Anmerkung der Übersetzung: Wenn Sie keinen großen Kompostbehälter kaufen können, lässt sich ein heißer Haufen von 1 m³ in einem einfachen Rahmen aus Holzpaletten oder Drahtgitter bauen. Stellen Sie ihn in der Regenzeit unter ein Dach (siehe Abschnitt 1). Halten Sie den Haufen mit rohem Mist von dem Bereich fern, in dem Sie Ihre Topferde mischen.
Was Sie tun sollten: Schreiben Sie die Schutzregel auf eine Karte und hängen Sie sie dort auf, wo Sie Mist und Guano lagern. Stecken Sie eine Fläche von 1 m × 1 m für Ihren Haufen mit rohem Mist ab.
7. Was belegt ist und was nicht
Belegt:
- Die Zeit- und Temperaturgrenzen der EPA nach Part 503:
- PSRP: 40 °C über fünf Tage, davon vier Stunden über 55 °C.
- PFRP: 55 °C über drei Tage im Behälter oder im statischen belüfteten Haufen, oder 55 °C über 15 Tage mit fünfmaligem Umsetzen in einer Kompostmiete.
- Die EU-Grenzwerte von 70 °C, 60 Minuten und 12 mm.
Aus True Living Organics, nicht unabhängig belegt:
- Die Mindestgröße von 1 m³ für einen Haufen. Diese Faustregel wird oft wiederholt und ist physikalisch nachvollziehbar. Bei der Prüfung dieses Artikels wurde jedoch keine kontrollierte Studie gefunden, die sie als Schwellenwert festlegt.
- Die wärmende Wirkung von Luzernemehl.
In der Forschung umstritten: ob die geltenden Zeit- und Temperaturvorschriften alle relevanten Krankheitserreger zuverlässig abtöten. Veröffentlichte Übersichtsarbeiten haben diese Frage aufgeworfen. Betrachten Sie 55 °C, über die volle Dauer gehalten, als Arbeitsstandard, nicht als Gewissheit.
Wenn Sie einen heißen Haufen betreiben, posten Sie Ihren Aufbau und die Kerntemperaturen einer Woche unter diesem Thema. Andere Grower können sie mit ihren eigenen Werten vergleichen und Sie früh auf Probleme hinweisen.
Quellen
- The Rev. True Living Organics: The Ultimate Guide to Growing All-Natural Marijuana Indoors. Green Candy Press, 1. Aufl. 2012; 2. Aufl. 2016. Dritte Auflage: True Living Organics: The Artisan All-Natural Style of Growing Cannabis, Druid’s Edition, Green Candy Press, 2024.
- US EPA, 40 CFR Part 503, Appendix B: Pathogen Treatment Processes.
- Verordnung (EU) Nr. 142/2011, Anhang V (Standardparameter für die Kompostierung tierischer Nebenprodukte).
- Thailändischer Agrarstandard TAS 9503-2005: Compost. Thai Agricultural Standard TAS 9503 – 2005 Compost. | UNEP Law and Environment Assistance Platform
Dieser Artikel enthält technische Informationen zu Gartenbau und Arbeitssicherheit für Leserinnen und Leser, die nach dem Recht ihres Wohnorts legal arbeiten. Er ist keine medizinische Beratung. Wenn Sie stärker mit Vogel- oder Fledermauskot in Kontakt gekommen sind und Atembeschwerden bekommen, suchen Sie ärztliche Hilfe und weisen Sie auf den Kontakt hin. Jedes Land regelt den Cannabisanbau anders. In Thailand ist die Cannabisblüte nach den Vorschriften des Ministeriums für öffentliche Gesundheit ein kontrolliertes Kraut. Verkauf, Verarbeitung, Forschung und Export erfordern eine Lizenz. Prüfen Sie Ihre örtlichen Gesetze, bevor Sie anbauen. Nichts in diesem Artikel ist eine Rechtsberatung.
Weiter in Teil 2: Heißkompostierung sicher durchführen: Guano-Staub, Histoplasmose, Melioidose und die Wahl der Atemschutzmaske (Teil 2 von 2)