Dieser Leitfaden zeigt, welchen rechtlichen Status Cannabis, CBD und Hanf in Asien haben. Er deckt auch die Märkte in Übersee ab, die mit Anbauern in Asien handeln. Der Leitfaden besteht aus zwei Teilen. Teil 1 behandelt Thailand und das übrige Südostasien. Teil 2 behandelt Ostasien, Südasien, Israel, Deutschland und Tschechien und endet mit den wichtigsten Trends in der Region.
Vorab
Drei Begriffe tauchen in fast jedem Länderabschnitt auf:
- THC und CBD. THC (Tetrahydrocannabinol) ist der Stoff in Cannabis, der berauscht. CBD (Cannabidiol) berauscht nicht. Viele Gesetze legen einen THC-Grenzwert nach Gewicht fest, zum Beispiel 0,2 % oder 0,3 %.
- Hanf. Hanf ist Cannabis, das für Fasern, Samen oder CBD angebaut wird und dessen THC-Gehalt unter einem gesetzlichen Grenzwert liegt. Manche Länder regeln Hanf getrennt von Cannabis. Andere unterscheiden überhaupt nicht.
- Entkriminalisiert heißt nicht legal. Entkriminalisiert bedeutet meist: Für eine kleine Menge gibt es ein Bußgeld statt eines Strafverfahrens. Kaufen, verkaufen oder anbauen dürfen Sie deshalb noch lange nicht.
Thailändische Gesetze werden nach der buddhistischen Zeitrechnung (B.E.) datiert. Ziehen Sie 543 ab, dann erhalten Sie das westliche Jahr. B.E. 2568 entspricht 2025, B.E. 2569 entspricht 2026.
Jeder Länderabschnitt beginnt mit einer einzeiligen Statusangabe und listet dann die Regeln auf. Am Ende steht eine Anmerkung der Übersetzung mit einem konkreten Schritt, den Sie gehen können.
Thailand
Status: nur medizinische Verwendung – Cannabisblüte ist ein kontrolliertes Kraut
Thailand hat 2018 medizinisches Cannabis legalisiert, als erstes Land in Asien. 2022 wurde der Freizeitkonsum kurzzeitig entkriminalisiert. Ab 2025 kehrte die Regierung Verordnung für Verordnung zu einem rein medizinischen System zurück.
Die Regeländerungen in zeitlicher Reihenfolge
| Datum | Regel (Kurzname) | Was sie bewirkt |
|---|---|---|
| 26. Juni 2025 | Bekanntmachung über kontrollierte Kräuter (Cannabis), B.E. 2568 | Cannabisblüte wird zum kontrollierten Kraut nach dem Gesetz zum Schutz der thailändischen traditionellen Medizin (Thai Traditional Medicine Protection Act) B.E. 2542 (1999) |
| 26. April 2026 | Ministerialverordnung über Cannabis- oder Hanfextrakte, B.E. 2569 | Extrakte mit mehr als 0,2 % THC nach Gewicht bleiben Betäubungsmittel der Kategorie 5 und brauchen eine Lizenz |
| 30. April 2026 | Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2), B.E. 2569 | Verschärft die Lizenzauflagen für Cannabisblüte |
| 22. September 2026 | Entwurf des Cannabis-Kontrollgesetzes (Cannabis Control Act) | Das Kabinett hat den Entwurf (früher „Cannabis- und Hanfgesetz“, Cannabis and Hemp Act) gebilligt und an das Repräsentantenhaus weitergeleitet. Er ist noch kein Gesetz |
Die vollständigen amtlichen Titel finden Sie in der Quellenliste am Ende.
Ein kontrolliertes Kraut ist eine Pflanze, die das Ministerium für öffentliche Gesundheit nach dem Recht der traditionellen Medizin reguliert. Wer die Blüte verkaufen will, braucht eine Lizenz, und der Käufer braucht ein Rezept. Kategorie 5 ist eine der Klassen im thailändischen Betäubungsmittelrecht. Herstellung, Einfuhr, Ausfuhr, Verkauf oder Besitz eines Stoffes der Kategorie 5 erfordern eine Lizenz.
Was die Regeln in der Praxis bedeuten
- Blüten kaufen. Cannabisblüte darf nur gegen ein PT-33-Rezept verkauft werden. PT 33 (ภ.ท.33) ist das amtliche Rezeptformular, ausgestellt von einer zugelassenen medizinischen Fachkraft. Ein Rezept gilt für höchstens 30 Tage.
- Freizeitkonsum ist verboten.
- Werbung und Online-Verkauf von Cannabisblüte sind beide verboten.
- Starke Extrakte. Lizenzen für Extrakte über 0,2 % THC erhalten nur drei Gruppen: erstens thailändische juristische Personen (eingetragene Unternehmen und andere Rechtsträger), die nach dem Foreign Business Act (FBA) B.E. 2542 (1999) nicht als „ausländisch“ gelten, zweitens staatliche Stellen und drittens das Thailändische Rote Kreuz.
- Läden schließen. Laut Daten des Ministeriums für öffentliche Gesundheit gab es am 28. Dezember 2025 landesweit 18.433 Cannabis-Läden. Von den 8.636 Läden, deren Lizenz 2025 auslief, haben 7.297 nicht verlängert und geschlossen.
Strafen. Frühere Fassungen dieses Artikels haben darauf hingewiesen, dass veröffentlichte Quellen unterschiedliche Höchststrafen nennen. Paragraf 78 des Gesetzes von 1999 sieht bis zu 1 Jahr Haft, eine Geldstrafe bis 20.000 Baht oder beides vor. Lesen Sie den amtlichen thailändischen Text zu dem Delikt, das Sie betrifft, bevor Sie sich auf diese Zahl verlassen.
CBD und Hanf in Thailand
In der ursprünglichen Fassung dieses Artikels stand, dass Extrakte unter 0,2 % THC keinen Beschränkungen unterliegen und Produkte aus Hanf „frei erhältlich“ sind. Das geht zu weit. Extrakte unter dem Grenzwert brauchen zwar nicht die oben beschriebene Betäubungsmittellizenz. Ein fertiges Produkt kann aber trotzdem eine Zulassung der thailändischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (อย., Thai FDA) benötigen, etwa als Lebensmittel, Kosmetikum oder Gesundheitsprodukt. Auch für den Anbau von Hanf (กัญชง) kann eine Genehmigung nötig sein. Fragen Sie die Behörde schriftlich, welche Zulassung oder Genehmigung für Ihr Produkt oder Ihre Kultur gilt.
Wer welche Lizenz braucht
Anmerkung der Übersetzung: Der ursprüngliche Artikel hat die Regeln aufgezählt, aber nicht gesagt, welche Lizenz ein Anbauer braucht und wen er fragen soll. Nehmen Sie die folgende Tabelle als Ausgangspunkt. Lassen Sie sich jede Zeile von der Behörde bestätigen, bevor Sie investieren.
| Was Sie tun | Was Sie brauchen | Wen Sie fragen |
|---|---|---|
| Cannabisblüte gewerblich anbauen, verarbeiten oder verkaufen | Lizenz für kontrollierte Kräuter; seit 30. April 2026 strengere Auflagen | Amt für thailändische traditionelle und alternative Medizin (Department of Thai Traditional and Alternative Medicine, กรมการแพทย์แผนไทยและการแพทย์ทางเลือก) |
| Cannabis zu Hause anbauen | Hier nicht bestätigt. Fragen Sie vor dem Pflanzen und bewahren Sie die schriftliche Antwort auf | Amt für thailändische traditionelle und alternative Medizin |
| Extrakte über 0,2 % THC herstellen, einführen, ausführen, verkaufen oder besitzen | Lizenz nach der Extrakt-Verordnung B.E. 2569; nur für die drei oben genannten Gruppen | Thai FDA (อย.) |
| Hanf anbauen | Möglicherweise ist eine Genehmigung nötig. Fragen Sie, welche gilt | Fragen Sie die Thai FDA (อย.) schriftlich, welche Behörde zuständig ist |
| CBD- oder Hanfprodukte unter 0,2 % THC verkaufen | Möglicherweise ist eine Produktzulassung oder -registrierung nötig | Thai FDA (อย.) |
| Blüten exportieren | GACP-Zertifizierung für den Anbau, meist GMP für die Verarbeitung, dazu Exportgenehmigungen. Siehe den Exportweg | Fragen Sie schriftlich beim Amt für thailändische traditionelle und alternative Medizin nach |
GACP (Good Agricultural and Collection Practice, gute Praxis für Anbau und Sammlung) ist ein Qualitätsstandard für Anbau und Ernte von Heilpflanzen. GMP (Good Manufacturing Practice, gute Herstellungspraxis) ist ein Qualitätsstandard für Verarbeitung und Verpackung.
Anmerkung der Übersetzung: Die thailändischen Cannabisregeln haben sich zwischen Juni 2025 und April 2026 dreimal geändert, im September 2026 folgte ein Gesetzentwurf. Legen Sie für jeden Anbaudurchgang einen datierten Ordner an. Heften Sie darin Ihre Lizenz ab, die Kaufbelege für Samen oder Klone und jedes Analysezertifikat (den Laborbericht mit dem THC- und CBD-Gehalt). Mit diesem Ordner können Sie bei einer Kontrolle die legale Herkunft und den THC-Gehalt Ihrer Pflanzen belegen.
Anmerkung der Übersetzung: Bevor Sie eine Lizenz beantragen oder Ausrüstung kaufen, laden Sie den aktuellen Text aus der Royal Gazette herunter (ราชกิจจานุเบกษา, das Amtsblatt, in dem thailändische Gesetze veröffentlicht werden). Stellen Sie Ihre Frage dann schriftlich an die Behörde und bewahren Sie die Antwort auf. So zeigen Sie, dass Sie mit der aktuellen Fassung arbeiten, und haben einen Nachweis über die erhaltene Auskunft.
Thailands Nachbarländer: Lesen Sie dies vor Reisen oder Handel
Anmerkung der Übersetzung: Ein PT-33-Rezept und eine thailändische Lizenz sind thailändische Dokumente. Gehen Sie nicht davon aus, dass sie Sie in einem anderen Land schützen. Bevor Sie ein Cannabis-, CBD- oder Hanfprodukt über eine Grenze mitnehmen, verschicken oder verkaufen, lesen Sie den Abschnitt zu diesem Land weiter unten.
Indonesien
Status: striktes Verbot – schwere Strafen
- Cannabis ist nach dem Gesetz Nr. 35 von 2009 ein Betäubungsmittel der Gruppe I. Das ist die strengste Kategorie, dieselbe wie für Heroin.
- Das Gesetz unterscheidet nicht zwischen THC und CBD. Jedes Cannabisderivat ist illegal, auch CBD und Hanf.
- Strafen: Auf Besitz, Anbau und Weitergabe stehen lange Haftstrafen und hohe Geldstrafen. Seit dem 2. Januar 2026 stehen die wichtigsten Betäubungsmitteldelikte im neuen Strafgesetzbuch (Gesetz Nr. 1 von 2023, Artikel 609 und 610), angepasst durch das Gesetz Nr. 1 von 2026. Prüfen Sie die aktuellen Strafmaße in diesen Texten.
- Handel: Auf Drogenhandel in großem Umfang kann weiterhin die Todesstrafe stehen.
- Im Mai 2025 kündigte die BNN (Badan Narkotika Nasional, die nationale Drogenbehörde) Forschung zu medizinischem Cannabis an. An der Politik hat sich nichts geändert.
- Das neue Strafgesetzbuch (KUHP), seit dem 2. Januar 2026 in Kraft, hat Cannabis nicht entkriminalisiert. Es hat die wichtigsten Betäubungsmitteldelikte aus dem Gesetz Nr. 35 von 2009 in das Strafgesetzbuch verschoben.
- Reisende: Medizinisches Cannabis aus Ihrem Heimatland, auch CBD, wird beschlagnahmt. Die Beamten werten es als Beweis für Drogenhandel.
Anmerkung der Übersetzung: Entfernen Sie vor einer Reise nach Indonesien alle Cannabis-, CBD- und Hanfprodukte aus Ihrem Gepäck. Das gilt auch für Produkte, die Sie in Thailand legal gekauft haben. Das indonesische Recht behandelt sie alle als Betäubungsmittel. So vermeiden Sie am Flughafen ein Ermittlungsverfahren wegen Drogenhandels.
Malaysia
Status: verboten – schwere Strafen
- Cannabis ist nach dem Dangerous Drugs Act 1952 eine gefährliche Droge.
- Wer 200 g Cannabis oder mehr besitzt, gilt per gesetzlicher Vermutung als Händler. Auf Drogenhandel stehen die Todesstrafe oder lebenslange Haft, dazu Prügelstrafe, wenn kein Todesurteil verhängt wird. Seit dem Abolition of Mandatory Death Penalty Act 2023 ist die Todesstrafe nicht mehr zwingend. Das Gericht entscheidet.
- 2021 erlaubte die Regierung unter strengen Auflagen die Einfuhr pharmazeutischer Produkte mit medizinischem Cannabis.
- CBD: nicht ausdrücklich legal. Es fällt unter die Einstufung als gefährliche Droge.
- Die öffentliche Debatte über medizinisches Cannabis hat zugenommen, aber bis 2026 wurde kein Gesetz geändert.
Anmerkung der Übersetzung: Behandeln Sie in Malaysia jede Menge Cannabis oder CBD als schwere Straftat. Patienten dort brauchen einen malaysischen Arzt oder ein malaysisches Krankenhaus, um den pharmazeutischen Einfuhrweg von 2021 zu nutzen. Schicken Sie keine thailändischen Produkte, denn sie fallen nicht unter diesen Weg.
Singapur
Status: Null-Toleranz – eines der strengsten Gesetze der Welt
- Der Misuse of Drugs Act sieht schwere Strafen vor. Auf den Handel mit mehr als 500 g Cannabis kann die Todesstrafe stehen.
- Besitz, Konsum und Anbau sind alle Straftaten.
- Bis 2021 hatten zwei Patienten mit medikamentenresistenter Epilepsie eine Sondergenehmigung für ein Arzneimittel auf Cannabisbasis erhalten. Ein breiteres Programm gibt es nicht.
- CBD: illegal. Es gilt unabhängig vom THC-Gehalt als kontrollierte Substanz.
- 2018 förderte Singapurs National Research Foundation Forschung, um Cannabinoide ohne Anbau der Pflanze herzustellen. Das war Teil eines fünfjährigen Programms für synthetische Biologie. Synthetische Cannabinoide sind im Labor hergestellte Stoffe, die wie die Stoffe aus der Pflanze wirken.
Anmerkung der Übersetzung: Nach Paragraf 8A des Misuse of Drugs Act können singapurische Staatsbürger und Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht (Permanent Residents) für Drogenkonsum im Ausland – auch in Thailand – strafrechtlich verfolgt werden. Wenn Sie singapurische Mitarbeiter oder Partner auf einer thailändischen Farm haben, bitten Sie sie, das zuerst zu prüfen. Ein Urintest bei der Rückkehr kann auch Konsum erfassen, der am Ort des Konsums legal war.
Kambodscha
Status: auf dem Papier illegal – weitgehend geduldet
- Cannabis ist eine kontrollierte Substanz nach dem Drogenkontrollgesetz (Law on Drug Control) von 2012, das das Drogengesetz von 1996 überarbeitete. Cannabis steht in Tabelle I, der gefährlichsten Klasse.
- In der Praxis wird der Konsum in vielen Touristengebieten und traditionellen Gemeinschaften offen geduldet.
- Cannabis wird in der kambodschanischen Küche seit Langem verwendet. In Touristengebieten werden Gerichte wie „Happy Pizza“ verkauft.
- Ein Programm für medizinisches Cannabis gibt es nicht.
- CBD: keine eigenen Regeln.
- Die Polizei konzentriert sich auf den Handel, nicht auf den Eigenkonsum.
Anmerkung der Übersetzung: Duldung ist keine Lizenz. Planen Sie in Kambodscha kein Geschäft, keinen Samenversand und keinen Pflanzentransport auf Grundlage dessen, was die Polizei heute zulässt. Das Gesetz erlaubt weiterhin Festnahmen, und die Durchsetzung kann sich ohne Vorwarnung ändern.
Philippinen
Status: verboten – ein Gesetzentwurf zu medizinischem Cannabis kommt voran
- Cannabis ist nach dem Comprehensive Dangerous Drugs Act (Republic Act 9165) illegal.
- Besitz: 12 Jahre bis lebenslange Haft, dazu Geldstrafen bis 10 Millionen Pesos.
- CBD: Die philippinische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration) erteilt eine Sondergenehmigung aus humanitären Gründen (Compassionate Special Permit, CSP). Sie erlaubt bei bestimmten schweren Erkrankungen die Einfuhr THC-freier Arzneimittel auf Cannabisbasis, zum Beispiel CBD-Öle. Der Zugang ist äußerst begrenzt.
- Hanf: illegal. Das Gesetz trennt Hanf nicht von Cannabis.
- Februar 2026: Die Ausschüsse des Repräsentantenhauses für gefährliche Drogen und für Gesundheit haben gemeinsam einen zusammengeführten Gesetzentwurf zu medizinischem Cannabis gebilligt. Er sieht ein Büro für medizinisches Cannabis (Medical Cannabis Office) im Gesundheitsministerium und lizenzierte Medical Cannabis Compassionate Centers vor. Cannabis bliebe nach Republic Act 9165 auf der Liste der gefährlichen Drogen.
- Der Entwurf muss noch im Plenum des Repräsentantenhauses und im Senat verabschiedet werden. Ähnliche Entwürfe haben 2019 und 2024 das Repräsentantenhaus passiert, wurden aber nie Gesetz.
- Wird er verabschiedet, erwartet der ursprüngliche Artikel, dass die Philippinen zu einem der größten Märkte für medizinisches Cannabis in Südostasien werden.
Anmerkung der Übersetzung: Wenn Sie auf Exporte auf die Philippinen hoffen, verfolgen Sie den Gesetzentwurf, planen Sie aber noch keine Verkäufe. Ein Markt öffnet sich erst, wenn das Gesetz verabschiedet ist und die Durchführungsbestimmungen festlegen, wer nach welchem Standard einführen darf.
Laos
Status: Cannabis illegal – Hanf-Aktivitäten genehmigt
- Cannabis ist nach dem Betäubungsmittelgesetz (Law on Narcotics, 2007) und dem Strafgesetzbuch (2017) illegal.
- Mit der Entscheidung Nr. 3789/MOH vom 28. Dezember 2022 hat das Gesundheitsministerium regulierte Hanf-Aktivitäten genehmigt. Dazu gehören Anbau, Extraktion, Herstellung, Verarbeitung, Lagerung, Vertrieb, Einfuhr und Ausfuhr.
- Unternehmen brauchen die Zustimmung des Gesundheitsministeriums und des Ministeriums für Planung und Investitionen.
- Das Betäubungsmittelgesetz und die Hanf-Entscheidung von 2022 widersprechen sich. Die Angleichung beider Regelungen steht noch aus.
- CBD und Hanf: Hanf-Aktivitäten sind nach der Entscheidung von 2022 erlaubt, die Rechtslage ist aber unklar.
- Freizeitkonsum wird in manchen Touristengebieten inoffiziell geduldet, bleibt aber illegal.
Anmerkung der Übersetzung: Bevor Sie in ein Hanfprojekt in Laos investieren, holen Sie ein schriftliches Rechtsgutachten von einem in Laos zugelassenen Anwalt ein. Es sollte sowohl die Entscheidung von 2022 als auch das Betäubungsmittelgesetz abdecken. Weil sich beide widersprechen, müssen Sie wissen, welche Regelung ein Beamter voraussichtlich anwendet.
Myanmar
Status: striktes Verbot
- Cannabis ist in Myanmar sowohl als Genussmittel als auch für medizinische Zwecke illegal. Rechtsgrundlage ist das Gesetz über Betäubungsmittel und psychotrope Substanzen von 1993 (Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Law), geändert am 14. Februar 2018.
- Anbau, Verkauf, Transport, Einfuhr oder Ausfuhr: lange Haftstrafen. Die genauen Strafrahmen nach der Änderung von 2018 konnten hier nicht bestätigt werden.
- Ein Programm für medizinisches Cannabis gibt es nicht.
- Chinesische Unternehmen haben geprüft, in Myanmar nicht berauschendes Cannabis für industrielle Zwecke anzubauen. Dafür müsste das Drogengesetz geändert werden.
- CBD und Hanf: kein rechtlicher Rahmen.
Anmerkung der Übersetzung: Schicken Sie keine Samen, Klone, Pflanzen oder Produkte über die thailändisch-myanmarische Grenze. Selbst Hanf ohne psychoaktive Wirkung gilt dort als illegale Droge, und auf Transportdelikte stehen lange Haftstrafen.
Vietnam
Anmerkung der Übersetzung: Der ursprüngliche Artikel hat Vietnam nicht behandelt. Cannabis ist nach dem Gesetz zur Drogenprävention und -bekämpfung (2021) und dem Strafgesetzbuch von 2015 (geändert 2017) illegal. Der Anbau von 500 oder mehr Cannabispflanzen ist nach Artikel 247 eine Straftat, mit bis zu 7 Jahren Haft. Nach Artikel 251 kann der Handel mit 75 kg oder mehr Cannabisblättern, -blüten oder anderen Pflanzenteilen 20 Jahre Haft, lebenslange Haft oder die Todesstrafe nach sich ziehen. Ein Programm für medizinisches Cannabis oder ein rechtlicher Rahmen für CBD wurde nicht gefunden. Die Regeln für den traditionellen Hanfanbau konnten nicht bestätigt werden. Bis das geklärt ist, bringen Sie keine Cannabis-, CBD- oder Hanfprodukte nach Vietnam. Bauen Sie dort keine einzige Cannabispflanze an.
Brunei
Anmerkung der Übersetzung: Auch Brunei hat der ursprüngliche Artikel nicht behandelt. Nach dem Misuse of Drugs Act (Chapter 27) sind Besitz, Konsum und Handel von Cannabis Straftaten, und auf den Handel mit großen Mengen kann die Todesstrafe stehen. Die genaue Mengengrenze und die Behandlung von CBD konnten hier nicht bestätigt werden. Bis das geklärt ist, behandeln Sie Brunei wie Singapur. Nehmen Sie nichts mit, und schicken Sie nichts hin.
Südostasien im Überblick
erlaubt ·
eingeschränkt oder unter Auflagen ·
verboten
| Land | Medizinisch | Freizeit | CBD | Hanf | Risiko Todesstrafe |
|---|---|---|---|---|---|
| Thailand | Nein | ||||
| Indonesien | |||||
| Malaysia | |||||
| Singapur | |||||
| Kambodscha | Nein | ||||
| Philippinen | Nein | ||||
| Laos | Nein | ||||
| Myanmar | |||||
| Vietnam | |||||
| Brunei |
Anmerkung der Übersetzung: Speichern oder drucken Sie diese Tabelle und prüfen Sie sie vor jeder Reise und jeder Sendung erneut. Die Regeln in der Region haben sich 2025–2026 mehrfach geändert. Schon eine einzige veraltete Zeile kann dazu führen, dass Sie an einer Grenze gegen das Gesetz verstoßen.
Fragen und Aktualisierungen
Hat sich in Ihrem Land eine Regel geändert? Posten Sie die Änderung in diesem Thema, mit Datum und Link zur amtlichen Quelle, damit andere Anbauer sie prüfen können. Fragen zu Lizenzen in Thailand sind hier ebenfalls willkommen.
Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und Bildung. Cannabisgesetze ändern sich häufig. Prüfen Sie die aktuellen Regeln immer bei den amtlichen Stellen Ihres Landes, bevor Sie handeln. Dieses Forum bietet keine Rechtsberatung.
Quellen
- Thailand: Bekanntmachung über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568 (2025) des Ministeriums für öffentliche Gesundheit (Notification of the Ministry of Public Health Re: Controlled Herbs (Cannabis), B.E. 2568); Ministerialverordnung über die Erlaubnis zur Herstellung, Einfuhr, Ausfuhr, zum Verkauf oder Besitz von Betäubungsmitteln der Kategorie 5, insbesondere Cannabis- oder Hanfextrakten, B.E. 2569 (2026) (Ministerial Regulation on Permission to Produce, Import, Export, Sell or Possess Category 5 Narcotics, Specifically Cannabis or Hemp Extracts); Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2), B.E. 2569 (2026) (Ministerial Regulation on Controlled Herbs (No. 2)); Thai Traditional Medicine Protection Act B.E. 2542 (1999), Paragraf 78. Amtliche Texte: Royal Gazette (ratchakitcha.soc.go.th).
- Indonesien: Gesetz Nr. 35 von 2009 über Betäubungsmittel (Law 35 of 2009 on Narcotics); Strafgesetzbuch (Gesetz Nr. 1 von 2023, in Kraft seit 2. Januar 2026), Artikel 609–610; Gesetz Nr. 1 von 2026 zur Strafrechtsanpassung (Law 1 of 2026 on Penal Adjustment)
- Malaysia: Dangerous Drugs Act 1952
- Singapur: Misuse of Drugs Act
- Kambodscha: Law on Drug Control 2012
- Philippinen: Republic Act 9165; zusammengeführter Gesetzentwurf zu medizinischem Cannabis, gebilligt von den Ausschüssen des Repräsentantenhauses für gefährliche Drogen und für Gesundheit (Februar 2026)
- Laos: Entscheidung von 2022 über Hanf-Aktivitäten (2022 Decision on Hemp Activities); Analyse von Tilleke & Gibbins
- Myanmar: Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Law 1993, geändert durch das Gesetz Nr. 6 von 2018
- Allgemein: Cannigma Asia Cannabis Legal Map 2026
Weiter in Teil 2: Cannabisgesetze in Asien und wichtigen globalen Märkten 2026: Ostasien, Südasien, Israel und Europa (Teil 2 von 2)