Indoor-Pflanzenlampen 2026: LED vs. HPS vs. CMH — Spektrum, Forschungsergebnisse, UV und Fernrot – so wählen Sie die richtige Leuchte (Teil 2 von 2)

Die Lichtfarbe einer Pflanzenlampe beeinflusst drei Dinge bei Cannabis: wie hoch die Pflanze wächst, wie viel THC oder CBD sie bildet und wie stark sie riecht. Dieser Teil vergleicht die Lichtzusammensetzung von LED-Leuchten, Natriumdampf-Hochdrucklampen (HPS) und Keramik-Metalldampflampen (CMH). Er fasst Studien von 2018 bis 2025 zusammen und nennt Einstellungen für UV- und Fernrot-Zusatzleuchten. Am Ende steht eine Checkliste für die Wahl einer Leuchte. Der Artikel richtet sich an Grower in Thailand und Südostasien, von lizenzierten Farmen bis zu kleinen Indoor-Räumen.

Zwei Begriffe kommen im ganzen Artikel vor. PAR ist das Licht zwischen 400 und 700 nm, das Pflanzen für die Photosynthese nutzen. PPFD gibt an, wie viel dieses Lichts pro Sekunde auf einen Quadratmeter Kronendach trifft, gemessen in µmol/m²/s. Teil 1 behandelt Licht pro Watt, Wärme, Lebensdauer und die Kosten über fünf Jahre.

Dies ist Teil 2. Teil 1: https://asiannabis.com/t/1001

1. Die Lichtzusammensetzung der einzelnen Lampen

Die Farbe des Lichts wird über seine Wellenlänge in Nanometern (nm) beschrieben. Blau liegt bei etwa 450 nm, Rot bei etwa 620–660 nm. UV-A (315–400 nm) und UV-B (280–315 nm) haben kürzere Wellenlängen als sichtbares Licht. Fernrot (um 730 nm) liegt direkt hinter Rot und damit außerhalb des PAR-Bereichs von 400–700 nm. Die Grundlagen finden Sie unter Lichtspektrum und DLI (Tageslichtsumme).

  • LED (weiß, Vollspektrum): deckt 400–700 nm ab, mit Spitzen bei etwa 450 nm (Blau) und 620–660 nm (Rot). Moderne Leuchten haben zusätzlich eigene Kanäle für Fernrot (730 nm) und UV-A (380–400 nm). Die Lichtzusammensetzung lässt sich einstellen.
  • HPS: Der größte Teil des Lichts liegt bei 565–600 nm (Gelb-Orange). Blau macht weniger als 5 % der Lichtleistung aus, UV fehlt ganz. Weil im Verhältnis zu Rot wenig Blau vorhanden ist, strecken sich die Pflanzen: Die Stängel werden länger, und die Abstände zwischen den Blattetagen wachsen.
  • CMH: ein breites, lückenloses Spektrum von 360 bis 780 nm, ähnlich dem Sonnenlicht. Es enthält UV-A und UV-B, einen hohen Blauanteil und ein ausgewogenes Rot. Der Farbwiedergabeindex (CRI, ein Wert von 0–100 dafür, wie naturgetreu Farben wirken) liegt bei etwa 90.

Was Sie tun können: Wenn Sie von HPS auf LED umsteigen, rechnen Sie mit weniger Streckung und passen Sie das Pflanzentraining entsprechend an. Messen Sie die Pflanzenhöhe beim Umschalten auf die Blüte und bei der Ernte. So sehen Sie, wie stark das neue Licht die Höhe Ihres Kultivars (Ihrer Sorte) verändert hat.

2. Was die Lichtzusammensetzung mit THC und Aroma macht

THC und Lichtzusammensetzung

Ob blaureiches Licht den THC-Gehalt erhöht, ist in der Forschung nicht eindeutig belegt. Westmoreland, Kusuma und Bugbee (2021, PLoS ONE) kultivierten medizinischen Hanf unter HPS und unter mehreren LED-Spektren bei gleicher Lichtstärke. Der Blauanteil lag dabei zwischen 4 % und 20 %. Das Spektrum hatte keinen Einfluss auf die THC- oder CBD-Konzentration. Der Ertrag sank um etwa 12 %, als der Blauanteil von 4 % auf 20 % stieg. Die Autoren folgerten daraus: Für eine kosteneffiziente Produktion ist das Licht pro Watt wichtiger als das Spektrum.

Abschnitt 3 zeigt, dass auch UV allein den Gehalt an Cannabinoiden (THC, CBD und verwandte Stoffe) bei modernen Kultivaren mit hohem THC-Gehalt nicht zuverlässig erhöht.

Was Sie tun können: Wenn Sie von HPS auf LED wechseln, behalten Sie für einen Zyklus Kultivar, Düngung und Erntezeitpunkt unverändert bei. Schicken Sie eine Blütenprobe an ein Labor. Vergleichen Sie den THC-Wert mit dem Zertifikat aus Ihrem letzten HPS-Zyklus (Wie man ein Cannabis-Analysezertifikat liest). So sehen Sie, ob das Ergebnis der Studie auch für Ihre Genetik gilt. Prüflabore in Thailand finden Sie, wenn Sie die Community unter B2B-Dienstleistungen fragen.

Aroma

Huebner und Kollegen veröffentlichten 2024 eine Studie in Frontiers in Plant Science. Sie ergänzten das Hauptlicht um verschiedene UV-Behandlungen und maßen, wie die Terpene reagierten. Terpene sind die Stoffe, die das Aroma von Cannabis ausmachen. Eine Behandlung (1,81 W/m² UV, fast nur UV-A mit etwa 1 % UV-B) erhöhte die drei Terpene in der Tabelle unten, verglichen mit Pflanzen ohne UV. Ertrag und Cannabinoidgehalt änderten sich nicht. Keine UV-Behandlung in der Studie veränderte das Cannabinoidprofil.

Terpen Anstieg unter der besten UV-Behandlung im Vergleich zu ohne UV
Linalool +29 %
Limonen +25 %
Myrcen +22 %

Der Originalartikel folgert, dass LED-Leuchten mit zusätzlichem UV ein guter Weg sind, den Terpengehalt zu steigern. Diese Aussage stützt sich aber auf eine einzige Behandlung in einer einzigen Studie. Andere UV-Studien fanden keinen Terpenzuwachs (Abschnitt 3). Terpene prägen das Aroma, nach dem Käufer Blüten beurteilen.

Was Sie tun können: Testen Sie UV zuerst an einer kleinen Charge, mit den Einstellungen aus Abschnitt 4. Beurteilen Sie das Ergebnis anhand von Labor-Terpenwerten oder Blind-Geruchstests, nicht nach Gefühl. So zahlen Sie nicht für UV, das bei Ihrem Kultivar nichts bewirkt.

3. Forschungsergebnisse

Wie viel Licht genügt

  • Hanf und CBD (Hahm und Kollegen, 2025): Eine Studie in Südkorea kultivierte die Hanfsorte ‘Queen Dream’ bei 200, 400 und 600 µmol/m²/s. Die Gesamt-CBD-Konzentration lag bei 600 µmol/m²/s um 36,88 % höher als bei 200 µmol/m²/s. Höhere Werte wurden nicht getestet.
  • Mehr Licht ohne CO2-Zugabe (Rodriguez-Morrison und Kollegen, 2021): Bei normalem CO2-Gehalt der Raumluft stieg der Ertrag an trockenen Blüten mit zunehmendem Licht linear an, bis 1.800 µmol/m²/s. Die Lichtstärke veränderte die Cannabinoidkonzentration nicht. Eine zweite Studie, ebenfalls ohne CO2-Zugabe (Llewellyn und Kollegen, 2022), ergab bei 1.000 µmol/m²/s etwa das 1,6-Fache an Trockenblütengewicht wie bei 600 µmol/m²/s.

In diesen Studien brachte mehr Licht mehr Blüten, aber keine stärkeren Blüten. Jede zusätzliche Lichtstufe kostet außerdem Strom und erzeugt Wärme. Die richtige Lichtstärke für Ihren Raum hängt deshalb von Ihrer Kühlung und Ihren Kosten ab. Die CO2-Anreicherung ist eine eigene Entscheidung mit eigenen Kosten.

Anmerkung der Übersetzung: CO2-Anreicherung braucht einen geschlossenen Raum, denn die Belüftung würde das CO2 hinausblasen. In Thailand hängt ein geschlossener Raum bei der Wärmeabfuhr vollständig an der Klimaanlage. Bei einem Stromausfall überhitzt er deshalb schnell. Wenn Sie kein CO2 zuführen, peilen Sie 600–800 µmol/m²/s an und messen Sie auf Höhe des Kronendachs.

Lichtleisten im Kronendach

Bei der Inter-Canopy-Beleuchtung hängen LED-Leisten zwischen den Pflanzen, also zwischen den oberen und den unteren Blüten. Pflanzen, die so angebaut wurden, brachten:

  • 29,95 % mehr Trockenblütengewicht
  • 24,4 % mehr Gesamt-THC pro Pflanze

Diese Zahlen stammen von Garrido und Kollegen (2025, Plants). Sie verglichen bei medizinischem Cannabis reine Beleuchtung von oben mit Beleuchtung von oben plus Leisten im Kronendach. Die unteren Blüten bekommen normalerweise wenig Licht und bleiben klein und locker. Grower nennen sie „Larf“. Das Seitenlicht erreicht diese Blüten, sodass sie sich zu verwertbaren Blüten entwickeln.

  • Was Sie gewinnen: mehr Blütengewicht und mehr Gesamt-THC pro Pflanze. Der Zuwachs zeigt sich am deutlichsten im mittleren und unteren Teil jeder Pflanze.
  • In Thailand: Jede Leiste bringt zusätzliche Watt und Wärme. Prüfen Sie Ihre Kühlung deshalb erneut mit der Methode aus Teil 1. Ein dichtes, gut beleuchtetes Kronendach braucht in der Regenzeit außerdem eine kräftige Luftbewegung, damit keine Blütenfäule (Botrytis) entsteht.
  • Wo Sie anfangen: Hängen Sie eine Leiste in eine Reihe und lassen Sie eine zweite Reihe ohne Leiste. Wiegen Sie bei der Ernte die unteren Blüten jeder Reihe getrennt. So erfahren Sie, ob der Zuwachs die Kosten für die Leiste und die zusätzliche Kühlung deckt.

UV: nicht zuverlässig mehr THC, gemischte Ergebnisse beim Aroma

Viele Grower glauben, dass UV den THC-Gehalt erhöht. Zwei kanadische Studien fanden jedoch, dass UV den Cannabinoidgehalt moderner Kultivare nicht erhöhte (Rodriguez-Morrison und Kollegen, 2021; Llewellyn und Kollegen, 2022). Ältere Studien hatten einen Zusammenhang zwischen UV und Cannabinoiden gefunden. Dieser Zusammenhang könnte an der älteren Genetik liegen. Die Züchtung hat moderne Kultivare möglicherweise über den Punkt hinausgebracht, an dem UV noch etwas bewirkt.

Bei Aroma und Harz sind die Ergebnisse gemischt. Huebner und Kollegen (2024) fanden, dass eine niedrig dosierte UV-Behandlung einige Terpene erhöhte (Abschnitt 2). Andere Studien fanden keine Veränderung der Gesamtterpene (Llewellyn und Kollegen, 2022) oder sogar einen Rückgang der Gesamtterpene bei steigendem UV-B (Rodriguez-Morrison und Kollegen, 2021). Trichome sind die winzigen Harzdrüsen auf den Blüten, in denen Cannabinoide und Terpene entstehen. Eine Studie beobachtete unter UV-A plus UV-B dichtere Trichome auf den Zuckerblättern, maß sie aber nicht (Llewellyn und Kollegen, 2022).

Was Sie tun können: Wenn Sie UV ausprobieren, erwarten Sie kein höheres THC. Ob Aroma oder Harz zunehmen, hängt von der Dosis und vom Kultivar ab. Messen Sie deshalb beides, dann wissen Sie, was UV bei Ihnen tatsächlich bewirkt hat.

Fernrot

Peterswald, Purdy und Kollegen veröffentlichten 2025 eine Studie in Scientific Reports. Sie testeten Fernrot-Licht an drei medizinischen Kultivaren. Bei einem der Kultivare, Northern Lights, brachten 10 Stunden normales Licht und danach 2 Stunden Fernrot zu Beginn der Dunkelphase fast 70 % mehr Gesamtcannabinoide pro Pflanze als ein normaler 12-Stunden-Tag. Die beiden anderen Kultivare reagierten anders.

Die Einleitung der Studie beschreibt den Emerson-Effekt (Emerson enhancement effect): Die Photosynthese läuft schneller, wenn rotes Licht durch Fernrot ergänzt wird, als es die Summe beider Lichtarten bei getrennter Bestrahlung ergeben würde. Fernrot hat aber Nachteile:

  • Es löst eine Schattenflucht-Streckung aus. Die Pflanze deutet Fernrot als Schatten durch Nachbarpflanzen und wächst in die Höhe. In dieser Studie wurden die Pflanzen aller drei Kultivare unter Fernrot höher.
  • Die Studie hat keine Terpene gemessen. Über das Aroma sagt sie daher nichts aus.
  • Die Wirkung hängt stark von der Sorte ab.

Was Sie tun können: Betrachten Sie Fernrot als Abwägung zwischen Ertrag, Pflanzenhöhe und Aroma. Testen Sie es an einem Kultivar, bevor Sie es im ganzen Raum einsetzen (Abschnitt 4).

4. Einstellungen für UV- und Fernrot-Zusatzleuchten

Die UV-Stärke wird in Watt pro Quadratmeter (W/m²) angegeben, nicht in Photonen. Ein normales PAR-Messgerät erfasst kein UV. Sie brauchen ein UV-Messgerät oder die Herstellertabelle zur UV-Intensität bei Ihrer Aufhänghöhe.

UV

Einstellung Empfehlung
Beginn Woche 2–3 der Blüte
Startstärke 25 % der maximalen Leistung
Stunden pro Tag 2–4 Stunden, in der Mitte der Lichtphase
Beste Stärke 1,81 W/m² UV-A und UV-B zusammen (fast nur UV-A; die Behandlung, die bei Huebner und Kollegen, 2024, die Terpene erhöhte)
Steigerung 25 % pro Woche mehr, bis zur vollen Leistung
Sicherheit UV-Schutzbrille ist Pflicht; UV von der Haut fernhalten

Risiken: Zu viel UV bleicht die Blätter aus, bremst die Photosynthese und stresst die Pflanzen.

Bei einem 12-Stunden-Blütetag bedeutet „Mitte der Lichtphase“ zum Beispiel die 5. bis 8. Stunde nach dem Einschalten des Lichts.

Fernrot

Einstellung Empfehlung
Sicherste Methode Behandlung am Tagesende (End-of-Day, EOD)
Dauer am Tagesende Kurze Zeit (Minuten, nicht Stunden) nach dem Ausschalten des Hauptlichts
Einsatz über den ganzen Tag Riskant; Streckung genau beobachten
Obergrenze Fernrot nur als kleinen Anteil am gesamten PPF halten; erst nach Tests erhöhen

Die Methode am Tagesende ist am sichersten, weil das Fernrot nur Minuten statt Stunden läuft. Die Pflanzen bekommen so viel weniger Fernrot ab als beim Einsatz über den ganzen Tag.

Risiken: Zu viel Fernrot führt zu extremer Streckung zwischen den Blattetagen, einem dünneren Kronendach und möglicherweise niedrigerem Terpengehalt. Testen Sie es an jeder Sorte, bevor Sie es im ganzen Raum einsetzen.

Anmerkung der Übersetzung: UV trifft jeden, der im Raum arbeitet, nicht nur den Betreiber. Geben Sie allen Mitarbeitern eine UV-Schutzbrille, und schalten Sie das UV aus, bevor jemand zwischen den Pflanzen arbeitet. Beginnen Sie mit einem Kultivar in einem Zelt oder einer Reihe, und führen Sie eine vergleichbare Charge ohne Zusatzleuchte mit. Notieren Sie die Höhe beim Umschalten auf die Blüte und bei der Ernte, das Trockengewicht sowie die Laborwerte für THC und Terpene. Diese Aufzeichnungen zeigen Ihnen, ob sich die Zusatzleuchte für Ihre Genetik in Ihrem Raum lohnt.

5. Eine Leuchte auswählen: Checkliste

Vergleichen Sie Leuchten anhand dieser Punkte, nicht anhand einer Markenliste:

  • Effizienz: Vergleichen Sie die PPE der ganzen Leuchte (µmol/J) aus dem Datenblatt oder der DLC Qualified Products List, nicht die Werte der Chips. Die DLC-Liste wird vom DesignLights Consortium herausgegeben, einer Organisation, die die geprüften Werte qualifizierter Leuchten veröffentlicht. Die PPE bestimmt Ihren Stromverbrauch und Ihre Wärmelast.
  • Leistung und Abdeckung: Stimmen Sie PPF und PPFD-Karte auf die Größe Ihres Kronendachs und Ihren Ziel-PPFD-Wert ab. So stellen Sie sicher, dass die Pflanzen das Licht, für das Sie bezahlen, auch wirklich bekommen.
  • Spektrum: Vollspektrum-Weiß mit zusätzlichem Rot ist heute der Standard. UV und Fernrot sind optional und müssen getestet werden (Abschnitte 3 und 4).
  • Wärme und Betriebskosten: Schätzen Sie Strom und Kühlung für Ihren eigenen Raum ab, mit den Methoden aus Teil 1.
  • Garantie und Service: Prüfen Sie, wie lange die Garantie läuft und ob Treiber (Vorschaltgeräte) vor Ort repariert werden können.

Anmerkung der Übersetzung: In Thailand sollten Sie drei weitere Punkte prüfen. Erstens die IP-Schutzart (der Code für den Schutz gegen Staub und Wasser), denn die Luftfeuchtigkeit der Regenzeit schadet der Elektronik. Zweitens: Planen Sie einen Überspannungsschutz ein, der den Treiber vor Spannungsspitzen schützt. Drittens: Fragen Sie den offiziellen Vertriebspartner in Thailand, wer die Garantie übernimmt und ob Ersatztreiber vorrätig sind. Echte Erfahrungen mit einer Leuchte können Sie mit der Community unter Ausrüstung und Zubehör austauschen.

6. Fazit

  • LED ist 2025–2026 insgesamt die beste Wahl für neue Räume. Die besten Leuchten liegen über 3,0 µmol/J, kommen ohne Leuchtmittelwechsel aus, geben weniger Wärme auf das Kronendach ab und lassen sich im Spektrum einstellen. Das ergibt die beste Mischung aus Leistung, Betriebskosten und Flexibilität.
  • CMH hat weiterhin seinen Platz. Es passt zu Growern, denen natürliches UV-B, sehr naturgetreue Farben (CRI 90+) und ein niedriger Anschaffungspreis wichtig sind. Zwei CMH-Leuchten mit je 315 W sind eine echte Option für kleine Grows mit Fokus auf Aroma und kleinem Budget. Über fünf Jahre kostet das laut der Tabelle im Original etwa so viel wie LED, liefert aber deutlich weniger Licht (Teil 1, Abschnitt 5).
  • HPS läuft aus. Double-Ended-HPS liefert zwar noch einen hohen PPF. Mit 1,95–2,0 µmol/J, starker Wärmeabgabe und wiederkehrenden Kosten für Leuchtmittel ist es für eine Neuanlage aber keine vernünftige Wahl mehr.
  • Setzen Sie UV und Fernrot mit Vorsicht ein. Die Forschung ist vielversprechend, doch die Wirkung schwankt. Wer sie ohne Tests an jeder Sorte und ohne die empfohlenen Einstellungen einsetzt, kann die Qualität senken statt steigern. Beginnen Sie niedrig, messen Sie die Ergebnisse und passen Sie an.

Was Sie tun können: Notieren Sie vor dem Austausch Ihrer Lampen vier Werte: aufgenommene Leistung in Watt, PPFD-Messwerte, Stromkosten pro Zyklus und Trockenertrag pro Zyklus. Vergleichen Sie dieselben vier Werte nach einem Zyklus unter den neuen Lampen. So sehen Sie, was der Wechsel Ihnen tatsächlich gebracht hat.

Haben Sie Ergebnisse aus Ihrem eigenen Raum? Posten Sie sie unter diesem Thema: Leuchte, aufgenommene Leistung in Watt, PPFD, Kultivar und eventuelle Laborergebnisse. Fragen zu den Studien oder den Einstellungen sind ebenfalls willkommen.

Literatur

Wissenschaftliche Arbeiten

  1. Westmoreland, F. M., Kusuma, P. & Bugbee, B. (2021). Cannabis lighting: Decreasing blue photon fraction increases yield but efficacy is more important for cost effective production of cannabinoids. PLoS ONE, 16(3), e0248988.
  2. Huebner, D. et al. (2024). Influence of different UV spectra and intensities on yield and quality of cannabis inflorescences. Frontiers in Plant Science, 15, 1480876.
  3. Hahm, S. et al. (2025). High light intensity enhances cannabinoid biosynthesis through concerted gene expression in hemp (Cannabis sativa) flowers. Frontiers in Plant Science, 16, 1687794.
  4. Llewellyn, D. et al. (2022). Indoor grown cannabis yield increased proportionally with light intensity, but ultraviolet radiation did not affect yield or cannabinoid content. Frontiers in Plant Science, 13, 974018.
  5. Peterswald, T. J., Mieog, J. C., Kretzschmar, T. & Purdy, S. J. (2025). The effects of far-red light on medicinal Cannabis. Scientific Reports, 15, 17435.
  6. Rodriguez-Morrison, V., Llewellyn, D. & Zheng, Y. (2021). Cannabis yield, potency, and leaf photosynthesis respond differently to increasing light levels in an indoor environment. Frontiers in Plant Science, 12, 646020.
  7. Rodriguez-Morrison, V., Llewellyn, D. & Zheng, Y. (2021). Cannabis inflorescence yield and cannabinoid concentration are not increased with exposure to short-wavelength ultraviolet-B radiation. Frontiers in Plant Science, 12, 725078.
  8. Eichhorn Bilodeau, S. et al. (2019). An update on plant photobiology and implications for cannabis production. Frontiers in Plant Science, 10, 296.
  9. Garrido, J. et al. (2025). Subcanopy and inter-canopy supplemental light enhances and standardizes yields in medicinal cannabis (Cannabis sativa L.). Plants, 14(10), 1469.
  10. Magagnini, G., Grassi, G. & Kotiranta, S. (2018). The effect of light spectrum on the morphology and cannabinoid content of Cannabis sativa L. Medical Cannabis and Cannabinoids, 1(1), 19-27.

Technische Quellen

  • DLC Horticultural Qualified Products List (V4.0, 2025).
  • Samsung LED Horticulture Solutions Datasheet (2025).
  • ams-OSRAM OSCONIQ P 3737 Gen 2 Datasheet (2024).

Im Original genannte Hersteller

  • Spider Farmer, HLG, Gavita (Signify), Lumatek, Fluence (Signify), Growers Choice, Sun System, Phlizon, Mammoth Lighting.

Community

Rechtlicher Hinweis

Cannabisblüten sind ein kontrolliertes Kraut gemäß der Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568. Die Bekanntmachung wurde auf Grundlage des Gesetzes zum Schutz der traditionellen thailändischen Medizin B.E. 2542 (Thai Traditional Medicine Protection Act) erlassen und ist seit dem 26. Juni 2025 in Kraft. Blüten dürfen nur auf ein Rezept nach Formular PT 33 abgegeben werden, und zwar höchstens für einen Bedarf von 30 Tagen. Werbung für Blüten und ihr Online-Verkauf sind verboten.

Danach folgten zwei Ministerialverordnungen von B.E. 2569. Die Ministerialverordnung über Cannabis- oder Hanfextrakte trat am 26. April 2026 in Kraft. Die Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2) trat am 30. April 2026 in Kraft und verschärft die Lizenzkriterien für Cannabisblüten.

Forschung, Export, Verkauf und Verarbeitung von Cannabisblüten erfordern eine Lizenz (Lizenzen und Compliance in Thailand). Dieser Artikel dient der Bildung und Information innerhalb der Asiannabis-Community. Er ist keine Rechtsberatung und ermutigt nicht zum Anbau ohne Lizenz. Sie sind selbst dafür verantwortlich, die Gesetze an Ihrem Wohnort einzuhalten. Die aktuellen Anforderungen erfahren Sie beim Department of Thai Traditional and Alternative Medicine (Abteilung für traditionelle thailändische und alternative Medizin; zuständig für Cannabisblüten), bei der thailändischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde Thai FDA (zuständig für Cannabisextrakte) oder bei einer qualifizierten Anwältin bzw. einem qualifizierten Anwalt.