FloraFlex®: Tropfbewässerungs-Hardware und Pulverdünger – und zwei Prüfungen vor dem Kauf

In diesem Bereich des Forums geht es um FloraFlex®. Unter diesem Namen laufen zwei verschiedene Produktlinien. Zu beiden können Sie hier Fragen stellen. Unten lesen Sie, was zu jeder Linie gehört und warum die Bewässerungstechnik Ihre Ergebnisse beeinflusst. Außerdem finden Sie zwei Prüfungen, die Sie vor dem Kauf machen sollten. Im letzten Teil steht, welche Angaben in Ihren Beitrag gehören, wenn Sie Ihr Setup vorstellen.

Zwei Produktlinien unter einem Namen

Die erste Linie ist Bewässerungstechnik. Das sind die Teile, die das Wasser von der Pumpe zu jedem Topf bringen:

  • Tropfer: kleine Auslässe, die das Wasser langsam am Fuß der Pflanze abgeben.
  • Matrix-Einheiten: Aufsätze für die Bewässerung von oben, die direkt auf dem Substrat im Topf liegen. Das Wasser läuft aus dem Schlauch durch die Einheit auf eine Matte. Die Matte verteilt es über die Oberfläche des Topfes.
  • Fittings: Verbindungsstücke, die Schläuche und Leitungen miteinander verbinden.

Die zweite Linie ist ein Düngerprogramm in Pulverform. Sie lösen das Pulver in Wasser auf und dosieren es nach EC-Wert.

Auf der FloraFlex-Website stehen 2026 QuickFill-Beutel mit Kokossubstrat und Trockendünger, die oben genannten Bewässerungsteile aber nicht. Einige Wiederverkäufer haben diese Teile noch im Angebot. Schreiben Sie bei Ihrer Frage dazu, um welche Linie es geht. An der Pflanze kann ein Bewässerungsproblem genauso aussehen wie ein Düngeproblem. Mit dieser Angabe wissen die anderen, wo sie zuerst suchen müssen.

Warum die Bewässerungstechnik Ihre Ergebnisse beeinflusst

Wie das Wasser in den Topf gelangt, bestimmt, was bei der Pflanze ankommt. Gute Bewässerungstechnik leistet drei Dinge:

  1. Sie verteilt das Wasser gleichmäßig über die Topfoberfläche. So werden die Wurzeln auf allen Seiten nass und nicht nur an einer Stelle.
  2. Jeder Tropfer gibt bei jeder Bewässerungsgabe dieselbe Menge ab.
  3. Sie können in kurzen, häufigen Gaben gießen statt einmal täglich mit einer großen Menge.

Erst diese drei Punkte machen Crop Steering (Wachstumssteuerung) möglich. Beim Crop Steering verändern Sie, wie viel und wie oft Sie gießen und wie stark das Substrat zwischen den Gaben abtrocknet. Damit lenken Grower die Pflanzen eher in Richtung Blattwachstum oder eher in Richtung Blüte. Geben Ihre Tropfer unterschiedliche Mengen ab, trocknet jeder Topf unterschiedlich schnell ab. Dann können Sie den Bestand nicht als Gruppe steuern.

Deshalb geht es in diesem Bereich genauso um Bewässerung wie um Düngung.

Anmerkung der Übersetzung: Überlegen Sie vor dem ersten Versuch mit Crop Steering, was Sie damit erreichen wollen. Sie müssen für jeden Topf die Wassermenge pro Gabe und die Zeitpunkte kennen. Beginnen Sie mit einer Leitung oder einer kleinen Pflanzengruppe. Der Rest des Raums läuft weiter nach Ihrem gewohnten Plan. Notieren Sie über den gesamten Durchgang die Zahl der Gaben pro Tag, die Menge pro Gabe und die Reaktion der Pflanzen. Danach vergleichen Sie beide Gruppen unter denselben Raumbedingungen in Thailand, bevor Sie den ganzen Bestand umstellen.

Prüfung 1: Den ersten und den letzten Topf jeder Leitung messen

Wählen Sie Tropfer nach zwei Werten aus: der Durchflussmenge (meist in Litern pro Stunde) und dem Druckbereich, für den sie ausgelegt sind. Beide Werte stehen auf der Verpackung oder im technischen Datenblatt des Herstellers.

Ist eine Leitung zu lang oder die Pumpe zu klein, sinkt der Druck entlang der Leitung. Der letzte Topf bekommt dann weniger Wasser als der erste. Die Pflanzen in diesen Töpfen sehen unterversorgt aus. Viele Grower ändern dann die Nährstoffmischung, obwohl das eigentliche Problem die Wasserversorgung ist.

So testen Sie das:

  1. Ziehen Sie den ersten Tropfer einer Leitung aus dem Topf und stellen Sie ihn in einen Messbecher.
  2. Machen Sie dasselbe mit dem letzten Tropfer dieser Leitung.
  3. Lassen Sie eine normale Bewässerungsgabe laufen.
  4. Vergleichen Sie die beiden Mengen in Millilitern. Wiederholen Sie den Test an jeder Leitung.

Der Test zeigt, ob jeder Topf gleich viel Wasser bekommt. Ist im letzten Becher deutlich weniger, korrigieren Sie zuerst die Pumpengröße oder die Leitungslänge. Erst danach ändern Sie die Nährstoffmischung.

Anmerkung der Übersetzung: Unter thailändischen Bedingungen gibt es drei weitere häufige Ursachen für ungleichmäßige Bewässerung.

  • Verstopfte Tropfer. Leitungs- und Brunnenwasser können Schwebstoffe und Mineralien enthalten, besonders viele Mineralien hat hartes Wasser. Diese lagern sich in den kleinen Tropfern ab und verstopfen sie teilweise. Ein teilweise verstopfter Tropfer wirkt genau wie eine zu lange Leitung: Ein Topf bekommt weniger. Bauen Sie vor der Tropfleitung einen Filter ein. Wiederholen Sie den Bechertest zu Beginn jedes Durchgangs. So finden Sie verstopfte Tropfer, bevor die Pflanzen Symptome zeigen.
  • Stromausfälle. Kurze Ausfälle kommen in vielen Gegenden häufig vor, besonders in der Regenzeit. Ein System mit kurzen, häufigen Gaben ist darauf angewiesen, dass Pumpe und Steuerung pünktlich laufen. Manche Zeitschaltuhren setzen ihre Uhrzeit nach einem Stromausfall zurück. Prüfen Sie nach jedem Ausfall die Uhrzeit der Steuerung und wann die letzte Gabe gelaufen ist. So wissen Sie, ob Pflanzen Wasser verpasst haben, und können nachgießen, bevor es zur Welke kommt. Fällt der Strom an Ihrem Standort oft aus, denken Sie über eine Notstromversorgung mit Akku nach (USV, unterbrechungsfreie Stromversorgung, engl. UPS), zumindest für die Steuerung.
  • Zu warme Lösung. In Räumen oder Gewächshäusern mit 30–35 °C erwärmen Tank und Schläuche die Nährlösung. Warme Lösung enthält weniger Sauerstoff und begünstigt Wurzelfäule. Beschatten Sie den Tank und halten Sie die Schläuche aus der direkten Sonne. Messen Sie gegen Mittag die Temperatur der Lösung an einem Tropfer. Daran sehen Sie, wie warm das Wasser tatsächlich an den Wurzeln ankommt. Was Sie tun können, wenn der Tank dauerhaft warm bleibt, lesen Sie unter Hydroponik bei 31 °C Reservoirtemperatur.

Prüfung 2: Vor dem Einsatz von Pulverdünger eine zuverlässige Waage und ein kalibriertes EC-Messgerät besorgen

Pulverdünger mischen Sie nach Gewicht in eine bekannte Wassermenge. Danach prüfen Sie die Stärke anhand einer Ziel-Leitfähigkeit. Die Leitfähigkeit wird als EC (elektrische Leitfähigkeit) angegeben. Sie zeigt, wie viel gelöstes Düngesalz im Wasser ist.

Vor der ersten Mischung brauchen Sie also zwei Werkzeuge: eine Waage, die kleine Mengen zuverlässig wiegt, und ein kalibriertes EC-Messgerät. Ohne diese beiden können Sie nicht wissen, ob eine Mischung zu stark oder zu schwach ist.

So gehen Sie vor:

  1. Prüfen Sie die Waage vor jedem Mischen mit einem Gegenstand, dessen Gewicht Sie kennen. So stellen Sie sicher, dass die abgewogene Pulvermenge der geplanten Dosis entspricht.
  2. Messen Sie die Wassermenge im Tank, statt sie zu schätzen. Dieselbe Pulvermenge ergibt in einer anderen Wassermenge eine andere Stärke.
  3. Kalibrieren Sie das EC-Messgerät nach der Anleitung des Herstellers mit einer Kalibrierlösung, deren Wert bekannt ist. So ist der angezeigte Wert die tatsächliche Stärke. Ein nicht kalibriertes Gerät kann dazu führen, dass Sie den ganzen Raum über- oder unterdüngen.
  4. Notieren Sie für jede Charge das Pulvergewicht, die Wassermenge und den End-EC-Wert. Reagieren die Pflanzen, können Sie die Ursache auf eine bestimmte Charge zurückführen.

Anmerkung der Übersetzung: EC-Werte verändern sich mit der Wassertemperatur. Achten Sie darauf, dass Ihr Messgerät eine automatische Temperaturkompensation hat, denn das Tankwasser ist in Thailand oft warm. Wenn Sie FloraFlex-Produkte in Thailand kaufen möchten, fragen Sie beim offiziellen Vertriebspartner in Thailand nach (siehe die Shops unter GrowShops in Thailand) oder fragen Sie andere Mitglieder im Bereich Ausrüstung und Zubehör. Sind die Produkte schwer zu bekommen, funktionieren die beiden Prüfungen oben trotzdem mit jedem Tropfsystem und jedem Pulverdünger, auch mit üblichen Tropfbewässerungsteilen aus dem Landwirtschaftsbedarf. Bevor Sie einen importierten Dünger verwenden, lesen Sie Überprüfung, ob ein Düngemittel in Thailand legal ist.

Was dieser Bereich zuerst braucht: Ihre Setups und Fragen

In diesem Bereich gibt es noch keine Grundlagenartikel. Zuerst braucht er Fotos von Setups und Fragen zur Bewässerung aus der Praxis.

Geben Sie in Ihrem Beitrag folgende Punkte an, damit andere die Ursache schnell finden:

  • Ein Foto der ganzen Leitung, von der Pumpe bis zum letzten Topf.
  • Pumpenmodell und dessen Nenndurchfluss, Leitungslänge und Anzahl der Töpfe pro Leitung.
  • Tropfertyp und dessen Nenndurchfluss.
  • Topfgröße und Substrat.
  • Gaben pro Tag und Menge pro Gabe.
  • EC der zugeführten Lösung und, falls Sie ihn messen, EC des Drainagewassers.
  • Wasserquelle (Leitungs-, Brunnen- oder Regenwasser, gefiltert oder ungefiltert) und Temperatur der Lösung.
  • Die Ergebnisse Ihres Bechertests aus Prüfung 1.

Posten Sie Ihr Setup oder Ihre Frage als Antwort unter diesem Thema. Wenn Sie zum ersten Mal posten, lesen Sie vorher, wie Sie eine Anbaufrage stellen.

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