THC bleibt nicht im Blut. Der größte Teil bindet sich an Bluteiweiße oder wandert ins Körperfett. Von dort gelangt er über Tage langsam wieder ins Blut zurück. Abgebaut wird THC von Leberenzymen, die auch viele andere Arzneimittel abbauen. Deshalb kann ein Drogentest noch Tage oder Wochen nach dem Konsum positiv sein. Deshalb steigen die Spiegel auch an, wenn Sie täglich eine Dosis nehmen. Und deshalb kann CBD die Blutspiegel mancher verschreibungspflichtiger Arzneimittel erhöhen.
Dieser Artikel stützt sich auf mehrere veröffentlichte Übersichtsarbeiten und Studien. Sie finden sie am Ende unter „Quellen“. Teil 1 hat die Aufnahme in den Körper erklärt. Kurz zusammengefasst: Eingeatmetes THC gelangt innerhalb von Minuten ins Blut. Geschlucktes THC passiert zuerst die Leber. Deshalb erreichen nur etwa 4–12 % das Blut (in einigen Studien bis zu 20 %). Die Leber wandelt außerdem einen Teil einer geschluckten Dosis in einen zweiten Wirkstoff um, das 11-Hydroxy-THC (11-OH-THC).
Dies ist Teil 2. Teil 1: https://asiannabis.com/t/1411
5. Verteilung: Wohin THC gelangt, wenn es im Blut ist
Im Blut sind 95–99 % des THC an Plasmaproteine gebunden. Der größte Teil hängt an Lipoproteinen, also an den Teilchen, die Fett im Blut transportieren. Nur der kleine freie Anteil von 1–5 % kann zu einem bestimmten Zeitpunkt im Körper wirken.
Huestis (2007) hat Studien am Menschen in einer Übersichtsarbeit zusammengefasst, erschienen in der Fachzeitschrift Chemistry & Biodiversity. Darin wird das Verteilungsvolumen von THC auf etwa 3,4 l/kg geschätzt, sobald sich die Spiegel eingependelt haben (im Fließgleichgewicht). Das Verteilungsvolumen gibt an, in wie viel Flüssigkeit man den Wirkstoff lösen müsste, um den im Blut gemessenen Spiegel zu erhalten. Bei einer Person mit 60 kg ergeben 3,4 l/kg rund 200 Liter. Das ist weit mehr als das gesamte Wasser im Körper. Es zeigt also, dass THC das Blut verlässt und im Gewebe gespeichert wird.
Dieses Gewebe ist vor allem Körperfett (Fettgewebe). THC sammelt sich im Fett an, umso mehr, je häufiger und länger jemand konsumiert. Aus dem Fett gelangt es nur langsam ins Blut zurück. Diese langsame Freisetzung bestimmt, wie schnell THC den Körper verlässt. Langzeitdünger-Granulat im Topf funktioniert ähnlich: Es gibt noch lange nach und nach etwas ab, auch wenn Sie längst keinen Dünger mehr zugeben.
Was Sie tun können: Denken Sie daran, dass THC aus früheren Dosen noch in Ihrem Körper ist, wenn Sie die nächste nehmen. Sagen Sie Ihrer verschreibenden Ärztin oder Ihrem verschreibenden Arzt, wie oft Sie vor Beginn der Behandlung Cannabis konsumiert haben. Wer schon vorher regelmäßig konsumiert hat, hat mehr THC gespeichert und hat außerdem eine Toleranz aufgebaut (Abschnitt 6).
6. Wie lange THC bleibt: im Körper, in Drogentests und in der Muttermilch
Drei Folgen der Fettspeicherung verstehen Patientinnen und Patienten häufig falsch.
THC verlässt den Körper langsam, bei regelmäßigem Konsum noch langsamer. Die Halbwertszeit ist die Zeit, in der der Spiegel im Blut um die Hälfte sinkt. Die terminale Halbwertszeit beschreibt die letzte, langsame Phase. In dieser Phase ist der Blutspiegel niedrig und wird durch THC aus dem Fett immer wieder aufgefüllt. Huestis gibt für THC bei chronischen (langfristigen, regelmäßigen) Konsumierenden eine terminale Plasmahalbwertszeit von etwa 4,1 Tagen an.
Drogentests zeigen früheren Konsum, keine Beeinträchtigung. Drogentests suchen nach THC-COOH, dem unwirksamen Abbauprodukt, das in Teil 1 beschrieben wurde. Seine Plasmahalbwertszeit liegt laut Literatur im Mittel bei etwa 5–6 Tagen und schwankt stark von Mensch zu Mensch. Abbauprodukte lassen sich daher noch Tage nach dem Konsum nachweisen, bei häufigem Konsum sogar wochenlang. Ein positiver Test beweist nicht, dass die Person zum Testzeitpunkt unter Einfluss stand.
Wie lange ein Test positiv bleibt, hängt auch von der Probe ab: Urin, Blut, Speichel oder Haare. Die für diesen Artikel genutzten Quellen nennen jedoch keine eigenen Nachweiszeiträume für die einzelnen Testarten.
In Thailand ist das Fahren unter dem Einfluss berauschender Mittel nach dem Straßenverkehrsrecht strafbar.
Bei wiederholter Einnahme steigen die Spiegel an. Bei regelmäßiger Einnahme sammeln sich THC und seine Abbauprodukte über mehrere Tage in Gewebe und Blut an. Durch Toleranz lässt sich schwerer vorhersagen, wie sich dieser Anstieg anfühlt. Toleranz bedeutet: Wer regelmäßig konsumiert, spürt bei gleicher Dosis weniger von der bewusstseinsverändernden Wirkung. MacCallum und Russo haben 2018 einen Praxisleitfaden für Ärztinnen und Ärzte zur Dosierung von medizinischem Cannabis veröffentlicht, erschienen im European Journal of Internal Medicine. Sie raten, die Dosis jedes Cannabispräparats langsam zu steigern, über einen Zeitraum von bis zu zwei Wochen. Diese schrittweise Anpassung nennt man Titration. Wann beurteilt wird, ob ein Behandlungsplan wirkt, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt.
Muttermilch. Weil THC im Fett gespeichert wird, fragen viele Leserinnen und Leser, wie lange es in der Muttermilch bleibt. Die für diesen Artikel genutzten Quellen enthalten dazu keine Zahlen. Was bekannt ist, finden Sie im Forenthema Cannabis, Schwangerschaft und Stillzeit: Was die Evidenz sagt.
Was Sie tun können:
- Fahren Sie nach einer Dosis nicht, solange Sie noch irgendeine Wirkung spüren. Ein Test kann noch lange positiv sein, nachdem die Wirkung abgeklungen ist.
- Bewahren Sie eine Kopie Ihres PT-33-Rezepts und Ihr Dosisprotokoll auf. Am Testergebnis ändern sie nichts. Sie zeigen aber, wann und warum Sie Cannabis genommen haben.
- Wenn Sie täglich Cannabis nehmen, vereinbaren Sie mit Ihrer verschreibenden Ärztin oder Ihrem verschreibenden Arzt einen Termin, an dem die Behandlung überprüft wird. Beurteilen Sie die Behandlung nicht schon nach ein oder zwei Tagen. Blutspiegel und Toleranz verändern sich dann noch.
- Wenn Sie stillen oder es vorhaben, sprechen Sie das vor Beginn der Behandlung bei Ihrer verschreibenden Ärztin oder Ihrem verschreibenden Arzt an.
7. Stoffwechsel: Warum CBD die Spiegel anderer Arzneimittel verändern kann
Eine Familie von Leberenzymen namens Cytochrom P450, kurz CYP, baut die meisten Cannabinoide ab. Dieselben Enzyme bauen auch viele gängige Arzneimittel ab.
- THC wird durch Oxidation abgebaut. Diese chemische Reaktion übernehmen CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4. Den Großteil der Bildung von 11-OH-THC leistet CYP2C9. Danach hängt die Leber Glucuronsäure an die Produkte an. Diese Zucker-Säure-Gruppe macht sie leichter ausscheidbar. Dieser Schritt heißt Konjugation. Huestis weist darauf hin, dass mehr als 100 Abbauprodukte von THC identifiziert wurden.
- CBD wird hauptsächlich von CYP2C19 und CYP3A4 abgebaut, unterstützt von weiteren CYP-Enzymen.
- CBD bremst (hemmt) außerdem mehrere dieser Enzyme, vor allem CYP3A4 und CYP2C19. Ein Arzneimittel, das von einem gebremsten Enzym abgebaut wird, wird langsamer ausgeschieden, und sein Blutspiegel steigt. So entstehen die dokumentierten Wechselwirkungen mit CBD.
Eine Übersichtsarbeit von Caicedo und Kollegen aus dem Jahr 2025 in der Fachzeitschrift Pharmaceutics gibt einen Überblick über diese Wechselwirkungen beim Menschen. Bei Patientinnen und Patienten haben sie bereits echte Probleme verursacht:
- Warfarin (ein Blutverdünner): Fallberichte beschreiben einen erhöhten INR-Wert. Der INR ist der Gerinnungstest, nach dem Ärztinnen und Ärzte die Warfarin-Dosis einstellen. Ein erhöhter INR bedeutet, dass das Blut langsamer gerinnt und das Blutungsrisiko höher ist.
- Clobazam (ein Arzneimittel gegen Epilepsie): Geffrey und Kollegen haben 2015 eine Studie in der Fachzeitschrift Epilepsia veröffentlicht. Sie begleiteten 13 Kinder, deren Epilepsie auf die Standardbehandlung nicht angesprochen hatte. Alle 13 nahmen sowohl CBD als auch Clobazam. Im Durchschnitt stieg der Spiegel von N-Desmethylclobazam, dem wirksamen Abbauprodukt von Clobazam, um etwa 500 %. Der Spiegel von Clobazam selbst stieg um etwa 60 %. Die meisten Kinder brauchten eine niedrigere Clobazam-Dosis.
- Tacrolimus (ein Arzneimittel, das verhindert, dass der Körper ein transplantiertes Organ abstößt): Leino und Kollegen haben 2019 einen Fallbericht im American Journal of Transplantation veröffentlicht. Er beschreibt einen Patienten, der CBD in hoher Dosis nahm. Sein dosisbereinigter Tacrolimus-Spiegel stieg etwa auf das Dreifache.
Auch die Gene sorgen für Unterschiede. Von CYP2C9 und CYP2C19 gibt es häufige genetische Varianten, durch die das Enzym bei manchen Menschen schneller oder langsamer arbeitet. Deshalb kann dieselbe Dosis bei zwei Menschen zu unterschiedlichen Blutspiegeln führen.
Ausführlicher behandelt das Forenthema Wechselwirkungen von Cannabis mit Arzneimitteln: Die Liste für Ihren Arzttermin diese Wechselwirkungen. Bis Sie es gelesen haben, halten Sie sich an das vorsichtige Vorgehen aus Niedrig anfangen, langsam steigern.
Was Sie tun können:
- Schreiben Sie vor Beginn alles auf, was Sie einnehmen: verschreibungspflichtige Arzneimittel, rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke, pflanzliche Mittel, Nahrungsergänzungsmittel und jedes CBD-Produkt. Geben Sie die Liste Ihrer verschreibenden Ärztin oder Ihrem verschreibenden Arzt. So kann jeder Eintrag mit Blick auf die oben genannten Enzyme geprüft werden.
- Wenn Sie Warfarin nehmen, fragen Sie, ob Ihr INR häufiger kontrolliert werden sollte, nachdem Sie ein Cannabis- oder CBD-Produkt beginnen oder wechseln. So soll ein Anstieg erkannt werden, bevor es zu Blutungen kommt.
- Wenn ein Kind Clobazam nimmt und bald mit CBD beginnen soll, fragen Sie die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt des Kindes, wann und wie die Clobazam-Dosis überprüft wird. In der Studie von Geffrey brauchten die meisten Kinder eine niedrigere Dosis.
- Wenn Sie eine Transplantation hatten, informieren Sie Ihr Transplantationsteam, bevor Sie irgendein CBD-Produkt nehmen. Fragen Sie, ob Ihr Tacrolimus-Blutspiegel kontrolliert werden sollte.
Anmerkung der Übersetzung: Bringen Sie zu einem Termin in einem thailändischen Krankenhaus oder einer Klinik die echten Schachteln, Flaschen oder Etiketten von allem mit, was Sie einnehmen. Eine Liste aus dem Gedächtnis ist oft unvollständig. Pflanzliche und traditionelle Mittel werden leicht vergessen, und viele Menschen zählen sie gar nicht zu den Arzneimitteln. Ist ein Etikett in einer Sprache, die Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nicht lesen kann, hilft trotzdem ein scharfes Foto: Damit können Ärztin, Arzt oder Apothekerin bzw. Apotheker das Produkt bestimmen.
8. Ausscheidung: Wie THC und CBD den Körper verlassen
Fast kein THC verlässt den Körper unverändert. Nahezu alles wird in Form von Abbauprodukten ausgeschieden. Laut Huestis werden 80–90 % einer Dosis innerhalb von fünf Tagen ausgeschieden. Mehr als 65 % gehen über den Stuhl und etwa 20 % über den Urin. Das wichtigste Abbauprodukt im Urin ist THC-COOH mit angehängter Glucuronsäure (THC-COOH-Glucuronid). Bei CBD ist es anders: Ein großer Teil einer CBD-Dosis wird unverändert mit dem Stuhl ausgeschieden.
Was Sie tun können: Verstehen Sie „80–90 % innerhalb von fünf Tagen“ nicht als „nach fünf Tagen nichts mehr im Körper“. Die Zahl gilt für eine einzelne Dosis. Bei regelmäßigem Konsum gibt der Fettspeicher weiter THC ab, und Tests können wochenlang positiv bleiben (Abschnitt 6). Rechnen Sie ab Ihrer letzten Dosis und berücksichtigen Sie, wie Sie bisher konsumiert haben, nicht nur, wie Sie sich fühlen.
9. Was das alles in der Praxis bedeutet
| Was Sie bemerken | Der Grund im Körper | Was daraus für Sie folgt |
|---|---|---|
| Eingeatmet setzt die Wirkung innerhalb von Minuten ein | Aufnahme über die Lunge, ohne ersten Durchgang durch die Leber | Die Dosis lässt sich leichter Schritt für Schritt anpassen; die Wirkung ist kurz, deshalb werden Dosen wiederholt |
| Geschluckt setzt die Wirkung viel später ein | Aufnahme über den Darm, ein Teil wird zuerst in der Leber abgebaut; Höchstwert im Blut meist nach 1–2 Std., manchmal nach 4–6 Std. | Warten Sie vor einer zweiten Dosis; zu früh nachzulegen ist eine häufige Ursache für eine viel stärkere Wirkung als beabsichtigt |
| Geschluckt braucht es mehr Wirkstoff für dieselbe Wirkung | Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 4–12 % (in einigen Studien bis zu 20 %), beim Rauchen in einer breiten Spanne von 2–56 % | Ein geschlucktes Milligramm entspricht nicht einem eingeatmeten Milligramm |
| Geschluckt fühlt sich die Wirkung anders an | Anteilig wird mehr 11-OH-THC gebildet | Die Wirkung ist nicht einfach „stärker“, sondern eine andere Mischung von Wirkstoffen |
| Bei regelmäßigem Konsum steigen die Spiegel | Speicherung im Fett und lange terminale Halbwertszeit | Die Blutspiegel steigen über Tage an; beurteilen Sie die Behandlung gemeinsam mit Ihrer verschreibenden Ärztin oder Ihrem verschreibenden Arzt |
| Ein Drogentest ist lange nach dem Konsum positiv | Speicherung im Fett und langsame Freisetzung ins Blut | Ein positiver Test zeigt keine Beeinträchtigung, kann aber trotzdem rechtliche Folgen haben |
| Zwei Patienten nehmen dieselbe Dosis und erleben Unterschiedliches | Breite Spannen der Bioverfügbarkeit, Varianten der CYP-Gene und Unterschiede im Körperbau | Jede Patientin und jeder Patient braucht eine eigene Dosisanpassung; eine Abkürzung gibt es nicht |
10. Die Lage in Thailand (Stand: Oktober 2026)
Nichts in diesem Artikel ist eine Dosierungsempfehlung. In Thailand könnten Sie ohnehin nicht eigenständig danach handeln.
Cannabisblüten (ช่อดอกกัญชา) sind ein kontrolliertes Kraut nach der Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568. Die Bekanntmachung stützt sich auf das Gesetz zum Schutz der traditionellen thailändischen Medizin B.E. 2542 und gilt seit dem 26. Juni 2025. Blüten dürfen nur gegen ein PT-33-Rezept einer dazu berechtigten Fachperson abgegeben werden. Jedes Rezept deckt höchstens 30 Tage ab. Blüten dürfen weder beworben noch online verkauft werden.
2026 haben zwei Ministerialverordnungen B.E. 2569 die Lizenzvergabe verschärft. Die Ministerialverordnung über Cannabis- oder Hanfextrakte trat am 26. April 2026 in Kraft. Lizenzen für Extrakte mit mehr als 0,2 % THC erhalten danach nur drei Gruppen: thailändische juristische Personen, die nach dem Gesetz über die Geschäftstätigkeit von Ausländern (Foreign Business Act) B.E. 2542 nicht als „ausländisch“ gelten, staatliche Stellen und das Thailändische Rote Kreuz. Die Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2) trat am 30. April 2026 mit der Veröffentlichung im Königlichen Staatsanzeiger (Royal Gazette) in Kraft. Sie verschärft die Lizenzkriterien für Cannabisblüten. Den Hintergrund zu diesen Änderungen liefert die Forenreihe Thailands Cannabis-Regeln 2022 bis 2026.
Das Cannabis-Kontrollgesetz ist noch ein Entwurf und kein geltendes Recht. Das Kabinett hat den Entwurf am 22. September 2026 gebilligt und an das Repräsentantenhaus weitergeleitet.
Produkt, Dosis und den Plan für die Steigerung legt die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt fest, denn sie oder er kennt die anderen Arzneimittel und Erkrankungen der Patientin oder des Patienten. Die Pharmakokinetik liefert Patientinnen und Patienten keine Dosis. Sie hilft ihnen aber, ein ergiebigeres Gespräch mit der verschreibenden Person zu führen. Sie können beschreiben, was wann passiert ist. Und sie verstehen, warum die verschreibende Person sie vielleicht bittet abzuwarten, bevor entschieden wird, ob eine Behandlung wirkt.
Was Sie tun können: Bringen Sie Ihr Dosisprotokoll (Teil 1, Abschnitt 1) und Ihre Arzneimittelliste (Abschnitt 7) zu jedem Kontrolltermin mit. Statt nur „Es hat nicht gewirkt“ hat Ihre verschreibende Ärztin oder Ihr verschreibender Arzt dann Zeiten und Mengen, mit denen sie oder er arbeiten kann.
Anmerkung der Übersetzung: Wenn Sie auf einer lizenzierten Farm oder in einem lizenzierten Geschäft arbeiten, fragen Kundinnen und Kunden Sie vielleicht, wie viel sie nehmen oder wie lange sie warten sollen. Verweisen Sie Fragen zur Dosis an die verschreibende Fachperson. Mit den Zeitangaben aus diesem Artikel können Sie erklären, warum Abwarten wichtig ist. Über die Dosis selbst entscheidet aber weiterhin die verschreibende Person.
Wenn Sie unter Aufsicht der verschreibenden Fachperson eine eingeatmete und eine geschluckte Form desselben Produkts verglichen haben, posten Sie bitte direkt unter diesem Thema, welche Zeiten Sie beobachtet haben. Schreiben Sie dazu, wie lange es bis zum Wirkungseintritt dauerte, wie lange die Wirkung anhielt und ob der Unterschied dem entsprach, was man Ihnen vorher gesagt hatte. Der Bericht einer einzelnen Person beweist nicht, dass eine Behandlung wirkt. Solche Berichte helfen aber zu prüfen, ob die üblichen Zeitangaben auf echte Patientinnen und Patienten zutreffen.
Quellen
- MacCallum CA, Russo EB. Practical considerations in medical cannabis administration and dosing. Eur J Intern Med. 2018;49:12–19. doi:10.1016/j.ejim.2018.01.004
- Huestis MA. Human cannabinoid pharmacokinetics. Chem Biodivers. 2007;4(8):1770–1804. doi:10.1002/cbdv.200790152
- Caicedo DA, Pérez-Mañá C, Farré M, Papaseit E. An Overview of the Potential for Pharmacokinetic Interactions Between Drugs and Cannabis Products in Humans. Pharmaceutics. 2025;17(3):319. doi:10.3390/pharmaceutics17030319
- Geffrey AL, Pollack SF, Bruno PL, Thiele EA. Drug-drug interaction between clobazam and cannabidiol in children with refractory epilepsy. Epilepsia. 2015;56(8):1246–1251.
- Leino AD, Emoto C, Fukuda T, Privitera M, Vinks AA, Alloway RR. Evidence of a clinically significant drug-drug interaction between cannabidiol and tacrolimus. Am J Transplant. 2019;19(10):2944–2948.
Dieser Artikel gehört zur Bildungsreihe der Asiannabis Community über die Wissenschaft hinter medizinischem Cannabis. Er enthält allgemeine Informationen und ist keine medizinische Beratung. Entscheidungen über die Dosis trifft eine verschreibende Ärztin oder ein verschreibender Arzt, die oder der Ihren Fall und Ihre anderen Arzneimittel kennt.