In diesem Board geht es um Fragen zu den Nährstoffen von House & Garden®. Hier können Sie auch berichten, wie Sie damit arbeiten. House & Garden ist eine Düngermarke, die 1990 in den Niederlanden gegründet wurde. Sie bietet getrennte Basisdünger für Hydroponik, Kokossubstrat und Erde an. Dazu kommt eine Reihe von Zusätzen, die Sie ergänzend zur Basis verwenden.
Woraus das Sortiment besteht
Jedes Düngeprogramm von House & Garden beginnt mit einem Basis-Paar. Ein Basis-Paar ist der Hauptdünger. Er wird als zwei Flaschen mit der Kennzeichnung A und B verkauft. Sie wählen das Paar, das zu dem Medium passt, in dem Ihre Wurzeln wachsen.
| Basis-Paar | Gedacht für |
|---|---|
| Aqua Flakes A und B | Hydroponik, bei der die Wurzeln aus einem Wassertank versorgt werden |
| Cocos A und B | Kokossubstrat, die Fasern aus der Kokosnussschale |
| Soil A und B | Blumenerde |
Zusätze sind eigene Produkte, die Sie zusätzlich zum Basis-Paar zugeben. Dazu gehören:
- ein Wurzelstimulator, der das Wurzelwachstum unterstützt;
- Blütestimulatoren, die Sie während der Blüte einsetzen;
- ein Pulver für die späte Blüte, das Sie gegen Ende der Blüte zugeben.
Was Sie tun sollten: Prüfen Sie vor jedem Kauf, welches Basis-Paar zu Ihrem Substrat passt. Eine Basis für ein anderes Medium liefert der Pflanze ein falsches Nährstoffverhältnis.
Warum der Zeitpunkt der Zusätze in diesem Sortiment wichtiger ist
Im Programm von House & Garden machen die Zusätze einen großen Teil der Düngung aus. Manche anderen Marken stecken den Großteil der Nährstoffe in die Basisflaschen. Bei diesen Marken ändert sich wenig, wenn Sie zu spät mit einem Zusatz beginnen oder ihn weglassen.
Bei House & Garden ist das anders. Starten Sie einen Zusatz in der falschen Woche oder lassen Sie ihn weg, verändert das deutlich stärker, was die Pflanze bekommt. Deshalb ist der Zeitpunkt der Zusätze hier wichtiger als bei Sortimenten, die vor allem auf die Basis setzen.
Was Sie tun sollten: Notieren Sie für jeden Zusatz, in welcher Woche Sie mit ihm beginnen und in welcher Woche Sie ihn absetzen. Posten Sie diesen Plan mit jeder Düngefrage. Ohne ihn können andere Grower nicht erkennen, ob ein Problem von der Basis oder von einem Zusatz kommt.
Der Großteil der Kosten steckt in den Zusätzen
Die Zusätze leisten einen großen Teil der Arbeit. Deshalb fließt auch der größte Teil Ihres Geldes in sie. Kaufen Sie nicht gleich jede Flasche des Sortiments. Finden Sie zuerst heraus, was jeder Zusatz bewirkt und in welcher Phase Sie ihn einsetzen. Kaufen Sie dann nur die Zusätze, die Ihr Grow wirklich braucht.
Anmerkung der Übersetzung: In Thailand und Südostasien kosten importierte Düngerreihen deutlich mehr als einheimische Dünger. Günstiger lernen Sie das Sortiment kennen, wenn Sie zuerst das Basis-Paar kaufen. Nehmen Sie danach immer nur einen Zusatz neu dazu. Ziehen Sie einige Pflanzen mit diesem Zusatz und einige ohne ihn, im selben Raum und nach demselben Plan. So sehen Sie, ob der Zusatz unter Ihren Bedingungen Ertrag oder Qualität so weit steigert, dass er sich bezahlt macht.
Anmerkung der Übersetzung: Kaufen Sie beim offiziellen Vertriebspartner in Thailand, oder fragen Sie andere Mitglieder in diesem Board, wo sie kaufen. Flaschen von inoffiziellen Verkäufern können gefälscht sein. Sie können auch monatelang in einem heißen Lager gestanden haben. Prüfen Sie vor dem Bezahlen, ob das Produkt in Thailand legal verkauft werden darf. Wie das geht, erklärt die Forumsanleitung zur Prüfung, ob ein Düngemittel in Thailand legal ist.
Was Sie tun sollten: Erstellen Sie eine Liste der Zusätze, die Sie einsetzen wollen. Schreiben Sie zu jedem Zusatz, in welcher Phase Sie ihn verwenden und welches Ergebnis Sie erwarten. Testen Sie immer nur einen Zusatz an einer kleinen Gruppe von Pflanzen, bevor Sie den Rest kaufen.
Bevor Sie eine Düngefrage posten: zwei Regeln
Regel 1: A und B getrennt ins Wasser geben, nie direkt miteinander mischen
Die Basis wird aus einem chemischen Grund in zwei Flaschen geliefert. Bei den meisten Zweikomponentendüngern enthält Teil A Calcium und Teil B Phosphat und Sulfat. Wenn Sie die beiden Konzentrate direkt mischen, reagiert das Calcium mit Phosphat und Sulfat. Dabei entsteht ein Feststoff, der sich nicht auflöst.
Dieser Feststoff sinkt auf den Boden des Tanks. Die darin gebundenen Nährstoffe kann die Pflanze nicht aufnehmen. Der Feststoff kann außerdem Tropfleitungen und feine Filter verstopfen. Hat er sich einmal gebildet, retten Sie die Mischung auch durch kräftigeres Rühren nicht mehr.
Mischen Sie in dieser Reihenfolge:
- Füllen Sie zuerst den Tank mit Wasser.
- Geben Sie Teil A zu und rühren Sie gut um.
- Geben Sie Teil B zu und rühren Sie gut um.
- Geben Sie eventuelle Zusätze zu.
- Messen Sie pH und EC zum Schluss. Dann zeigt der Messwert die fertige Lösung.
Verwenden Sie für A und für B jeweils einen eigenen Messbecher oder eine eigene Spritze. So kommen die beiden Konzentrate nicht im selben Becher zusammen.
Was Sie tun sollten: Beschriften Sie einen Becher mit „A“ und einen mit „B“. Halten Sie sich bei jedem Mischen an die Reihenfolge oben.
Regel 2: Kokossubstrat muss vor dem Pflanzen mit Calcium gepuffert werden
Cocos A und B ist für Kokos gedacht, das bereits mit Calcium gepuffert wurde. An der Oberfläche der Fasern von rohem Kokos sind Kalium und Natrium gebunden. Kommt es mit einer Nährlösung in Kontakt, nimmt es Calcium und Magnesium auf. Im Gegenzug gibt es Kalium und Natrium ab.
Puffern heißt: Sie weichen das Kokos vor dem Pflanzen in einer Calcium-Magnesium-Lösung ein. Dadurch werden die Bindungsstellen an der Faser schon vorher mit Calcium und Magnesium besetzt. Nach dem Puffern nimmt das Kokos kein Calcium mehr aus Ihrer Nährlösung auf.
Ist das Kokos nicht gepuffert, entzieht es in den ersten Wochen jeder Düngung Calcium. Der Pflanze fehlt dann Calcium, selbst wenn Sie den Dünger genau nach Plan anmischen. Das ist eine Form der Nährstoffblockade: Der Nährstoff ist im Topf, aber die Pflanze kommt nicht an ihn heran. Ein anderes Düngeschema löst das Problem nicht. Zuerst muss das Kokos gepuffert werden.
So prüfen und korrigieren Sie einen Sack Kokos:
- Lesen Sie die Aufschrift. Achten Sie auf das Wort „gepuffert“ (englisch „buffered“). „Gewaschen“ („washed“) ist nicht dasselbe: Waschen entfernt Salz, fügt aber kein Calcium hinzu.
- Steht „gepuffert“ nicht auf dem Sack, behandeln Sie das Kokos als ungepuffert. Fragen Sie im Zweifel den Verkäufer.
- Puffern Sie selbst. Weichen Sie das Kokos in Wasser mit einem Calcium-Magnesium-Produkt (Cal-Mag) ein und lassen Sie es danach abtropfen. Für Konzentration und Einweichzeit gilt die Anleitung des jeweiligen Cal-Mag-Produkts.
- Messen Sie das Drainwasser. Prüfen Sie pH und EC des Wassers, das unten abläuft. So wissen Sie, mit welchen Werten das Kokos startet.
- Testen Sie zuerst einen Topf. Bepflanzen Sie einen Topf und beobachten Sie die neuen Blätter ein bis zwei Wochen lang. Erst dann bepflanzen Sie den ganzen Raum.
Anmerkung der Übersetzung: Kokos von lokalen Märkten in Thailand und Vietnam ist oft weder gewaschen noch gepuffert. Es kann außerdem Salz aus der Verarbeitung enthalten. Spülen Sie es mit reichlich Wasser, bis der EC des Drainwassers nicht weiter sinkt. Puffern Sie es erst danach. Lassen Sie das Spülen weg, erhöht das restliche Salz den EC jeder Düngung.
Was Sie tun sollten: Notieren Sie vor dem Pflanzen, ob Ihr Kokos gepuffert, gewaschen oder keines von beiden ist. Geben Sie das in jedem Beitrag über Vergilbung oder Calciumprobleme an.
Thailändisches Wasser und Hitze
Anmerkung der Übersetzung: Leitungswasser und Brunnenwasser in Thailand unterscheiden sich von Ort zu Ort. Manche Quellen liefern hartes Wasser, das bereits Calcium und Magnesium enthält. Messen Sie den EC Ihres reinen Wassers, bevor Sie etwas zugeben. So wissen Sie, wie viele Mineralien schon vorhanden sind. Außerdem können andere Grower dann besser beurteilen, ob ein Calciumproblem vom Wasser oder vom Kokos kommt.
Anmerkung der Übersetzung: Bei 30–35 °C sollten Sie die Flaschen an einem schattigen, kühlen Ort lagern, geschützt vor direkter Sonne. Mischen Sie nur so viel Lösung an, wie Sie bald verbrauchen. Ein warmer Nährstofftank enthält weniger Sauerstoff und begünstigt Wurzelkrankheiten. Welche Möglichkeiten Sie haben, erklärt die Anleitung zum Betrieb eines Hydroponik-Tanks bei 31 °C. In der Regenzeit kann das Pulver für die späte Blüte Feuchtigkeit ziehen und verklumpen. Verschließen Sie die Packung nach jedem Gebrauch fest und entnehmen Sie das Pulver mit einem trockenen Löffel.
Was Sie tun sollten: Notieren Sie den EC Ihres Ausgangswassers und Ihre Raumtemperatur. Geben Sie beides bei jeder Düngefrage an, die Sie posten.
So nutzen Sie dieses Board
Ihre Fragen und Grow-Berichte füllen dieses Board mit Inhalt. Eine Erklärung zu jedem einzelnen Produkt gibt es bereits im Forum: House & Garden: Was jedes Produkt tatsächlich bewirkt und die Mischregeln, auf die es ankommt.
Wenn Sie eine Frage oder einen Grow-Bericht posten, geben Sie Folgendes an:
- Ihr Substrat und ob das Kokos gepuffert wurde;
- das Basis-Paar, das Sie verwenden;
- jeden Zusatz und die Wochen, in denen Sie ihn verwendet haben;
- den EC Ihres Ausgangswassers;
- pH und EC Ihrer fertig angemischten Lösung;
- Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit;
- scharfe Fotos der betroffenen Blätter, und zwar neuer und alter Blätter.
Anmerkung der Übersetzung: Grow-Berichte dienen hier dem Lernen. In Thailand ist die Cannabisblüte ein kontrolliertes Kraut. Grundlage ist die Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568. Werbung für Cannabisblüten und ihr Online-Verkauf sind verboten. Bieten Sie in Ihren Beiträgen keine Blüten zum Verkauf an und machen Sie keine Werbung dafür.
Was Sie tun sollten: Stellen Sie Ihre Frage oder posten Sie Ihren Düngeplan als Antwort unter diesem Thema. Nutzen Sie die Checkliste oben. Dann können andere Ihnen in einer einzigen Antwort helfen.
Verwandte Themen im Forum
Zwei weiter oben verlinkte Anleitungen liefern den Hintergrund für dieses Board. Die Anleitung zu pH und EC erklärt, wie Sie Ihre Nährlösung messen und einstellen. Die Anleitung zu Substraten vergleicht Erde, Kokos, Perlit und Steinwolle.