Dreizehn statt zwölf Stunden Licht in der Blüte: Die Studie von 2024 und was die Tageslänge in Thailand ändert (Teil 1 von 2)

Die meisten Grower lassen Cannabis mit 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit pro Tag blühen. In einer kanadischen Studie von 2024 blühten zwei THC-reiche Kultivare (Sorten) stattdessen unter 13 Stunden Licht. Sie brachten das 1,35- bzw. 1,50-Fache an Blüten. Dieser Teil erklärt die Studie. Außerdem zeigt er, wie Sie die Tageslänge Ihrer Pflanzen in Thailand ermitteln und wie die Dunkelphase wirklich dunkel bleibt.

Durch die zusätzliche Stunde stieg die gesamte Lichtmenge für die Pflanzen nur um etwa 8 %. Der Ertragszuwachs war vier- bis sechsmal so groß. Das Ergebnis lässt sich also nicht einfach mit „mehr Licht, mehr Ertrag“ erklären.

In Thailand spart die zusätzliche Stunde in manchen Monaten Geld, in anderen kostet sie Geld. Von etwa April bis August liegt die natürliche Tageslänge bereits über 12 Stunden. Im Norden sind es im Juni etwa 13 h 20 von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. In diesen Monaten bleibt der Verdunkelungsschirm in einem Gewächshaus mit Lichtdeprivation bei 13 Stunden kürzer geschlossen als bei 12 Stunden. In einem solchen Gewächshaus wird ein Verdunkelungsschirm über den Bestand gezogen, um den Tag zu verkürzen.

Von etwa November bis Februar sinkt die Tageslänge im Norden auf etwa 11 Stunden. Dann braucht man für 13 Stunden zusätzliche Lampen, und diese Variante wird teurer. Teil 2 behandelt drei Themen: wie Sie 13 Stunden auf Ihrem eigenen Betrieb testen, was es kostet, wenn der Test scheitert, und einen Versuch von 2025, bei dem die letzten zwei Lichtstunden durch Dunkelrot-Licht (Far-Red) ersetzt wurden.

1. Was die Studie von 2024 gemacht und herausgefunden hat

Den Versuch führte ein Forschungsteam der University of Guelph in Kanada durch. Die Pflanzen wuchsen in einer Klimakammer. Das ist ein geschlossener Schrank, in dem Licht, Temperatur und Luftfeuchte vollständig gesteuert werden. Verändert wurde nur die Photoperiode, also die Zahl der Lichtstunden pro 24 Stunden.

  • 12 Stunden Licht gegen 13 Stunden Licht während der Blüte.
  • Die Lichtintensität an der Pflanzenspitze lag in beiden Gruppen bei etwa 540 µmol m⁻² s⁻¹. Dieser Wert heißt PPFD. Er gibt an, wie viel für die Photosynthese nutzbares Licht pro Sekunde auf einen Quadratmeter trifft.
  • Die Tagessumme stieg um etwa 8 %. Rechnet man die Lichtintensität über den ganzen Tag hoch, erhält man die DLI (Daily Light Integral, Tageslichtsumme), also das nutzbare Licht pro Quadratmeter und Tag. Sie betrug 23,8 mol m⁻² d⁻¹ bei 12 Stunden und 25,7 mol m⁻² d⁻¹ bei 13 Stunden.

Die Ergebnisse stehen in der Tabelle unten. „Blüte“ meint hier den Blütenstand, also den geernteten Blütencluster (Bud). „Gesamt-THC“ zählt THC und THCA zusammen. THCA ist die Säureform in der rohen Blüte, die sich beim Erhitzen in THC umwandelt.

Kultivar Blütenertrag, 13 h im Vergleich zu 12 h Gesamt-THC-Gehalt (% der Trockenmasse) Blühbeginn bei 13 h
‘Incredible Milk’ ×1,35 +9 % (THC-Ertrag pro Pflanze um mindestens 38 % höher, vor allem weil die Pflanzen mehr Biomasse bildeten) etwa 1,5 Tage später
‘Gorilla Glue’ ×1,50 keine Veränderung nicht verzögert

Warum das Ergebnis wichtig ist. Mit nur 8 % mehr Licht bildeten die Pflanzen 35–50 % mehr Blüten. Die zusätzliche Stunde lieferte also nicht nur mehr Licht. Sie veränderte auch, wie die Pflanze ihr Wachstum auf Blüten, Blätter und Stängel aufteilt.

Die Warnung der Forschenden. So große Zuwächse pro Pflanze können in kommerziellen Räumen kleiner ausfallen. Dort stehen die Pflanzen dicht und konkurrieren um Platz und Licht. Die Forschenden warnen davor, aus einem Zuwachs pro Pflanze einen Zuwachs pro Quadratmeter abzuleiten. 50 % mehr pro Pflanze in einem Versuch mit weitem Pflanzabstand bedeuten nicht 50 % mehr in einem voll besetzten Raum.

Was Sie damit tun: Messen Sie vor jedem Test die PPFD an der Oberseite Ihres Kronendachs mit einem PAR-Messgerät (ein Messgerät für das von Pflanzen nutzbare Licht). Diesen Wert brauchen Sie, um die DLI jeder Testgruppe zu kennen (Teil 2, Abschnitt 1).

2. Photoperiode und kritische Tageslänge: worauf die Pflanze reagiert

Das meiste Cannabis aus regulären oder feminisierten Samen ist eine Photoperiode-Pflanze. Solange die Tage lang sind, bildet sie weiter Blätter und Stängel. Sie beginnt zu blühen, wenn die tägliche Lichtphase kurz genug wird. Indoor lösen Grower das aus, indem sie die Zeitschaltuhr auf den Blühplan umstellen. Diese Umstellung heißt oft „Flip“ (siehe das Thema über die vegetative Phase und den richtigen Zeitpunkt der Umstellung).

Jeder Kultivar (eine benannte, gezüchtete Sorte) hat eine längste Lichtphase, unter der er noch zuverlässig blüht. Diese Grenze heißt kritische Photoperiode oder kritische Tageslänge. Sie ist von Kultivar zu Kultivar verschieden. Ist die Lichtphase länger als diese Grenze, beginnt die Blüte spät, ungleichmäßig oder gar nicht.

Dasselbe Team aus Guelph hat diese Grenze in einem früheren Versuch gemessen, der 2023 veröffentlicht wurde. Es zog zehn THC-reiche Kultivare unter 12 bis 15 Stunden Licht:

  • Alle zehn begannen bei bis zu 14 Stunden Licht zu blühen.
  • Bei 14 Stunden setzte die Blüte je nach Kultivar zwischen null und etwa vier Tagen später ein.
  • Bei 15 Stunden begannen vier der zehn Kultivare überhaupt nicht zu blühen.
  • Bei mehreren Kultivaren lagen die Erntewerte zwischen etwa 12,6 und 13 Stunden am höchsten. Diese Pflanzen wurden schon nach 3–4 Wochen geerntet, die Zahlen sind also keine endgültigen kommerziellen Erträge.

Die in dieser Region verbreiteten Kultivare wurden so noch nicht getestet. Dazu gehören äquatoriale Linien, südostasiatische Landrassen (alte lokale Sorten) und Haze-Linien.

Was Sie damit tun: Wenn Sie einen längeren Tag testen, bleiben Sie bei 13 Stunden. Diese Zahlen sind kein Grund, 14 oder 15 Stunden auszuprobieren. Die sichere Grenze hängt vom Kultivar ab, und für Ihren kennt sie niemand.

3. Die Tageslänge ermitteln, die Ihre Pflanzen tatsächlich bekommen

Anmerkung der Übersetzung: Dieser Abschnitt wurde für Grower in Thailand und Südostasien ergänzt. Die Studie von 2024 lief in einer geschlossenen Kammer und behandelt die natürliche Tageslänge nicht.

In Thailand schwankt die Tageslänge über das Jahr viel weniger als in gemäßigten Ländern, aber sie schwankt. Die Tabelle zeigt ungefähre Zeiten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Region Breitengrad Kürzester Tag (um Dezember) Längster Tag (um Juni)
Norden (Chiang Mai, Chiang Rai) etwa 18–20° N etwa 11 h 00 etwa 13 h 20
Zentralthailand dazwischen zwischen Norden und Süden zwischen Norden und Süden
Süden etwa 7–8° N etwa 11 h 40 etwa 12 h 35

Pflanzen reagieren auch auf das schwache Licht vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang. Diese Zeit heißt bürgerliche Dämmerung. Sie verlängert jeden Tag um grob 40–50 Minuten. Im Juni nehmen Pflanzen in Nordthailand also einen Tag von etwa 14 Stunden wahr, nicht von 13 h 20.

So ermitteln Sie den Wert für Ihren Standort:

  1. Bestimmen Sie Ihren genauen Breiten- und Längengrad, zum Beispiel mit der Karten-App auf Ihrem Handy.
  2. Öffnen Sie einen Rechner für Sonnenauf- und -untergang, der auch die bürgerliche Dämmerung anzeigt, etwa timeanddate.com: https://www.timeanddate.com/sun/ (suchen Sie nach Ihrem Ort). Der NOAA-Rechner zeigt nur Sonnenauf- und -untergang, nicht die bürgerliche Dämmerung.
  3. Notieren Sie für jede Woche Ihrer geplanten Blütezeit den Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung und das Ende der bürgerlichen Abenddämmerung, nicht nur Sonnenauf- und -untergang.
  4. Die Tageslänge, die die Pflanze wahrnimmt, reicht vom Beginn der Morgendämmerung bis zum Ende der Abenddämmerung.
  5. Vergleichen Sie diesen Wert mit Ihrem Ziel (12 oder 13 Stunden) und mit dem Bereich von 12–14 Stunden aus Abschnitt 2.

Damit erfahren Sie drei Dinge. Sie sehen, wie lange ein Verdunkelungsschirm geschlossen bleiben muss und wie viele Stunden Zusatzlicht Sie brauchen. Außerdem sehen Sie, ob Pflanzen im Freiland wahrscheinlich zu früh zu blühen beginnen.

Was Sie damit tun: Erstellen Sie für Ihren Standort eine Tabelle mit einer Zeile pro Kalenderwoche. Jede Zeile enthält Beginn der Morgendämmerung, Ende der Abenddämmerung und Tageslänge. Bewahren Sie sie bei Ihren Anbauaufzeichnungen auf.

4. Warum die Dunkelphase dunkel bleiben muss: Phytochrom und Lichtlecks

Pflanzen erkennen das Tagesende mit Phytochrom, einem Lichtsensor in den Blättern. Er reagiert auf rotes und dunkelrotes Licht. Wenn das Licht am Tagesende ausgeht, ändert das Phytochrom seinen Zustand, und die Pflanze registriert den Beginn der Nacht.

Danach misst die Pflanze, wie lange die Dunkelphase dauert. Cannabis ist eine Kurztagspflanze. Bei solchen Pflanzen ist eine lange, ununterbrochene Nacht das wichtigste Blühsignal. Ein Lichtleck mitten in der Nacht kann eine lange Nacht in zwei kurze teilen. Bei empfindlichen Kultivaren hat schon sehr schwaches Licht, das die ganze Nacht brannte, die Blüte verzögert. Meist beginnt die Blüte dann spät oder ungleichmäßig.

So finden Sie Lichtlecks in einem Indoor-Raum oder Zelt:

  • Gehen Sie hinein, wenn das Licht ausgeht, schließen Sie die Tür und warten Sie 5–10 Minuten, bis sich Ihre Augen angepasst haben.
  • Prüfen Sie Türkanten, Zeltreißverschlüsse, Luftein- und -auslässe, Rohrverbindungen sowie Öffnungen für Kabel und Leitungen.
  • Achten Sie auf kleine Kontrollleuchten an Steuergeräten, Entfeuchtern, Klimaanlagen, Zeitschaltuhren und Steckerleisten.
  • Decken Sie Spalten mit schwarzem Klebeband, Aluklebeband oder Verdunkelungsstoff ab. Kleben Sie Kontrollleuchten mit schwarzem Klebeband ab.
  • Verschließen Sie Luftöffnungen nicht dicht. Bringen Sie ein gebogenes Rohrstück oder eine Lichtfalle an, damit Luft durchkommt, Licht aber nicht.

So finden Sie Lichtlecks in einem Gewächshaus mit Lichtdeprivation:

  • Prüfen Sie den Schirm in der Abend- und in der Morgendämmerung. Zu diesen Zeiten muss er das schwache Dämmerlicht abhalten.
  • Prüfen Sie die Überlappungen der Schirmbahnen, die Ränder an den Wänden und den Spalt am Boden.
  • Achten Sie nachts auf Licht von außen, etwa Straßenlaternen, das Sicherheitslicht eines Nachbarn oder Autoscheinwerfer von einer nahen Straße.

Anmerkung der Übersetzung: In Teilen Thailands und Südostasiens fällt häufig der Strom aus. Ein Stromausfall während der Dunkelphase unterbricht die Dunkelheit nicht. Das Risiko kommt von der Notstromtechnik. Wenn Sie einen Generator oder eine Notbeleuchtung betreiben, sorgen Sie dafür, dass im Blüteraum während der Dunkelstunden nichts aufleuchtet.

Anmerkung der Übersetzung: Betreten Sie den Blüteraum während der Dunkelphase möglichst nicht. Wenn es sein muss, halten Sie den Besuch kurz und nutzen Sie das schwächste Licht, das möglich ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass grünes Arbeitslicht unbedenklich ist; für Cannabis ist das nicht belegt.

Was Sie damit tun: Prüfen Sie den Raum vor jeder Umstellung auf Blüte im Dunkeln, und erneut nach jeder Reparatur an Raum, Schirm oder Lüftungsrohren. Ein Leck, das Sie vor der Umstellung finden, beheben Sie mit einer Rolle Klebeband. Ein Leck, das Sie erst nach Blühbeginn finden, hat die Blüte vielleicht schon verzögert.

5. Was 13 Stunden in Thailand bedeuten, Monat für Monat

Anmerkung der Übersetzung: Dieser Abschnitt wurde für Thailand und Südostasien ergänzt. Die Studie wurde nicht für diese Region geschrieben und behandelt sie nicht. Die folgenden Ratschläge sind die eigenen Überlegungen der Redaktion auf Grundlage der Tageslängen aus Abschnitt 3.

In einem abgeschlossenen Indoor-Raum ist 12/12 nur eine Einstellung der Zeitschaltuhr. Die Tageslänge draußen spielt dort keine Rolle, die Wahl zwischen 12 und 13 Stunden bedeutet also nur eine andere Einstellung. In Thailand ist die Wahl vor allem an zwei Stellen wichtig: in Gewächshäusern mit Lichtdeprivation und im Freilandanbau.

Etwa April bis August

In diesen Monaten liegt die natürliche Tageslänge samt Dämmerung im Norden über 13 Stunden und im Süden nahe bei 13 Stunden. Bei einer Photoperiode von 13 Stunden bleibt der Verdunkelungsschirm etwa eine Stunde pro Tag kürzer geschlossen als bei 12 Stunden. Ein geschlossener Schirm hält Wärme und Feuchtigkeit fest. Jede Stunde, die er offen ist, bedeutet also eine Stunde weniger, in der sich unter dem Schirm Wärme und Feuchte stauen.

Planen Sie die Schirmzeiten nach der Tageslänge, die die Pflanze wahrnimmt (Abschnitt 3), nicht nach Sonnenauf- und -untergang. Der Schirm muss auch das schwache Licht der Abend- und Morgendämmerung abhalten.

Anmerkung der Übersetzung: In diese Monate fallen die heißeste Zeit des Jahres und der Beginn der Regenzeit. Feuchte Luft unter einem geschlossenen Schirm erhöht in dichten Blüten das Risiko für Botrytis (Grauschimmel). Zeichnen Sie Temperatur und Luftfeuchte unter dem Schirm auf, um zu sehen, wie viel eine Stunde weniger geschlossener Schirm ausmacht.

Etwa November bis Februar

Die natürliche Tageslänge liegt überall in Thailand unter 12 Stunden. Im Norden sind es etwa 11 h 00–11 h 40, im Süden etwa 11 h 40–11 h 55. Eine Photoperiode von 13 Stunden braucht deshalb Zusatzbeleuchtung. Sie benötigen etwa 1,5–2 Stunden pro Tag im Norden und etwa 1–1,5 Stunden pro Tag im Süden.

In der Studie lief die zusätzliche Stunde mit voller Lichtintensität. Um es genauso zu machen, muss jede Lampe 1,5–2 Stunden länger mit voller Leistung laufen. Eine 600-W-Lampe würde pro Tag etwa 0,9–1,2 kWh mehr verbrauchen, die zusätzliche Kühlung noch nicht eingerechnet. In diesen Monaten sind 13 Stunden die aufwendigere und teurere Variante, nicht die einfachere.

Was Sie tun: Multiplizieren Sie 0,9–1,2 kWh mit der Zahl Ihrer 600-W-Lampen. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit der Zahl der Blühtage und mit dem Preis pro kWh auf Ihrer Stromrechnung. So erhalten Sie die zusätzlichen Lichtkosten, die Sie gegen den erwarteten Mehrertrag abwägen (Teil 2, Abschnitt 2).

März und September–Oktober

Das sind Übergangsmonate, in denen die Tageslänge nahe bei 12 Stunden liegt.

Abgeschlossene Indoor-Räume

Anmerkung der Übersetzung: Die Außentemperaturen in Thailand erreichen oft 30–35 °C. In einem abgeschlossenen Raum bringt die 13. Stunde jeden Tag eine weitere Stunde Lampenwärme. Viele Grower legen die Lichtphase in die Nacht, wenn die Außenluft kühler ist und die Klimaanlage weniger arbeiten muss. Zur nötigen Kühlleistung siehe Dimensionierung von Klimaanlage und Entfeuchter für einen thailändischen Blüteraum.

Freiland und Halbfreiland

Einen großen Teil des Jahres liegt die natürliche Tageslänge hier im Bereich, in dem viele THC-reiche Kultivare zu blühen beginnen, oder darunter. Photoperiode-Pflanzen im Freiland können deshalb früh in die Blüte gehen (siehe warum Photoperiode-Pflanzen in Südthailand nach sechs Wochen blühen). Das Pflanzdatum könnte zum Teil bestimmen, ob eine Pflanze unter effektiv 12 oder 13 Stunden blüht. Ein anderes Pflanzdatum kostet nichts, aber das ist nur eine Überlegung. Keine Feldstudie hat es getestet.

Was Sie tun: Notieren Sie für jede Freilandkultur Ihren Breitengrad, das Pflanzdatum und das Datum, an dem die ersten Blüten erscheinen. Nach zwei oder drei Saisons zeigen diese Aufzeichnungen, mit welchen Pflanzmonaten Sie die gewünschte Tageslänge in der Blüte erreichen.

6. Was die Studie nicht beweist

  • Nur zwei Kultivare wurden getestet. Beide reagierten, das ist ermutigend. Aber zwei Kultivare sagen Ihnen nicht, wie Ihrer reagiert.
  • Die Studie testete einen Schritt, keine Bandbreite. Sie verglich nur 12 mit 13 Stunden. Übertragen Sie das Ergebnis nicht auf 14 Stunden oder mehr (Abschnitt 2).
  • Räume im kommerziellen Maßstab wurden nicht getestet. Das sagen die Forschenden selbst.
  • Terpene wurden nicht gemessen. Die Studie maß nur Cannabinoide. Terpene sind die Verbindungen, die Cannabis sein Aroma geben.
  • Die Studie wurde in den Tropen nicht wiederholt. Der Versuch lief in einer Klimakammer, nicht in einem heißen, feuchten Raum. Eine Studie aus Wageningen von 2025 fand, dass hohe Lufttemperatur den Cannabinoidgehalt senkt (behandelt in Teil 2). Niemand weiß, ob der Zuwachs durch 13 Stunden in einem thailändischen Raum ohne Klimaanlage erhalten bleibt.

Was Sie damit tun: Behandeln Sie 13 Stunden als Versuch in einem Raum oder Zelt, nicht als neuen Standard für den ganzen Betrieb. Teil 2 nennt die Regeln für einen fairen Test.

Wenn Sie die Tageslänge gemessen haben, die Ihre Pflanzen an Ihrem Standort wahrnehmen, posten Sie Ihren Breitengrad, den Monat und den Wert unter diesem Thema. Andere Grower können mit diesen Zahlen ihre Verdunkelungs- und Lichtzeiten planen.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Artikel liefert technische Anbauinformationen für Leserinnen und Leser, die an ihrem Wohnort legal tätig sind. Jedes Land regelt den Cannabisanbau anders. In Thailand ist die Cannabisblüte (ช่อดอกกัญชา) ein kontrolliertes Kraut nach der Bekanntmachung über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568 des Gesundheitsministeriums, in Kraft seit dem 26. Juni 2025. Forschung, Export, Verkauf und Verarbeitung von Cannabisblüten erfordern eine Lizenz.

Die Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2) B.E. 2569, in Kraft seit dem 30. April 2026, verschärft die Lizenzkriterien für Cannabisblüten. Nichts in diesem Artikel ist eine Rechtsberatung.

Literatur

  1. Ahrens A., Llewellyn D., Zheng Y. (2024). Longer Photoperiod Substantially Increases Indoor-Grown Cannabis’ Yield and Quality: A Study of Two High-THC Cultivars Grown under 12 h vs. 13 h Days. Plants 13(3):433. University of Guelph, Kanada. https://www.mdpi.com/2223-7747/13/3/433
  2. Ahrens A., Llewellyn D., Zheng Y. (2023). Plants 12(14):2605. https://doi.org/10.3390/plants12142605
  3. Holweg et al. (2025). Environmental and Experimental Botany 230:106085. Redirecting

Weiter in Teil 2: Einen 13-Stunden-Blühplan auf dem eigenen Betrieb testen, und der Dunkelrot-Versuch von 2025 (Teil 2 von 2)