Thailand hat neue Regeln für Lebensmittelwerbung. Es handelt sich um die Kriterien für Lebensmittelwerbung B.E. 2569 (Criteria for Food Advertising B.E. 2569). Herausgegeben hat sie die thailändische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (Thai FDA, auf Thai อย.). Der thailändische Titel lautet ประกาศสำนักงานคณะกรรมการอาหารและยา เรื่อง หลักเกณฑ์การโฆษณาอาหาร พ.ศ. 2569. B.E. steht für den thailändischen buddhistischen Kalender, B.E. 2569 entspricht also dem Jahr 2026. Die Kriterien gelten seit dem 28. Juli 2026.
Die Kriterien legen fest, wie Lebensmittel und Getränke mit Cannabis, Hanf oder Kratom beworben werden dürfen. Sie gelten unabhängig vom Werbeverbot für Cannabisblüten. Die wichtigsten Änderungen:
- Werbung für Lebensmittel mit Cannabis und Hanf darf keine Cartoon-Bilder verwenden.
- Werbung darf nicht mit Schlaf, Entspannung oder anderen bewusstseinsverändernden Wirkungen werben.
- Kratom-Werbung darf nicht behaupten, dass das Produkt beim längeren Arbeiten hilft oder Stress abbaut.
- Der Warnhinweis muss in der Werbung selbst stehen, nicht nur auf der Verpackung.
- Eine Werbegenehmigung gilt höchstens fünf Jahre.
Diese Kriterien betreffen Sie, wenn Sie ein Getränk mit Cannabis oder ein Kratom-Produkt als Lebensmittel verkaufen. Sie bestimmen, was in Ihrer Werbung, Ihren Social-Media-Beiträgen und Ihrem Material im Geschäft stehen darf. Dieser Artikel erklärt jede Regel. Am Ende steht eine Checkliste, die Sie noch in diesem Monat abarbeiten können.
1. Zwei getrennte Regelwerke: Blüte und Lebensmittel
Thailand regelt Cannabiswerbung an mindestens zwei Stellen. Betriebe geraten in Schwierigkeiten, wenn sie nur eines der beiden Regelwerke prüfen.
Blüte. Die Cannabisblüte, also die Knospe (Bud) bzw. der Blütenstand, ist ein kontrolliertes Kraut. Maßgeblich ist die Bekanntmachung des Gesundheitsministeriums über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568 (Notification of the Ministry of Public Health Re: Controlled Herbs (Cannabis) B.E. 2568). Grundlage ist das Gesetz zum Schutz der traditionellen thailändischen Medizin B.E. 2542 (1999) (Thai Traditional Medicine Protection Act). Die Bekanntmachung gilt seit dem 26. Juni 2025.
Nach dieser Bekanntmachung darf Blüte nur gegen ein PT 33-Rezept verkauft werden. PT 33 (ภ.ท.33) ist das Rezeptformular, das eine berechtigte Fachperson ausstellt. Ein Rezept deckt höchstens 30 Tage ab. Werbung für Blüte ist verboten, der Online-Verkauf ebenso.
Für die Regeln zu kontrollierten Kräutern ist das Department of Thai Traditional and Alternative Medicine (DTAM) zuständig, eine Abteilung des Gesundheitsministeriums. Seine Sanktionsstufen für Lizenzinhaber erklärt der Artikel Aussetzung und Widerruf von Lizenzen in Thailand. Die übrigen Regeln zur Blüte finden Sie in Werbe- und Verkaufsregeln für Cannabis in Thailand.
Lebensmittel. Das zweite Regelwerk gilt für Cannabis, Hanf und Kratom als Zutat in Lebensmitteln und Getränken. Die Thai FDA setzt diese Regeln nach dem Lebensmittelrecht durch. Ein Getränk aus Hanfsamen, ein Tee aus Cannabisblättern und ein Nahrungsergänzungsmittel mit Kratom gelten alle als Lebensmittel.
Welche Regeln gelten, hängt vom Pflanzenteil ab. Blätter, Stängel und Wurzeln in Lebensmitteln fallen unter die Thai FDA. Die Blüte bleibt dagegen ein kontrolliertes Kraut. Online-Werbung für Blüte bleibt nach beiden Regelwerken verboten. Die neuen Lebensmittelkriterien verbieten außerdem jede Werbung, die die Verwendung von Cannabis- oder Hanfblüten in Lebensmitteln anpreist.[3][4]
Ein Betrieb, der nie für Blüte wirbt, kann also trotzdem gegen die Lebensmittelkriterien verstoßen. Dafür reicht schon die Art, wie er ein Getränk vermarktet. Jedes Produkt braucht deshalb zwei Prüfungen. Erstens: Berührt es die Regeln für Blüte? Zweitens: Erfüllt seine Vermarktung die Lebensmittelkriterien?
Anmerkung der Übersetzung: Diese Kriterien regeln Werbung nur in Thailand. Verkaufen Sie auch in Vietnam, Laos, Kambodscha oder einem anderen Land der Region, gilt dort das jeweilige Landesrecht. Das müssen Sie gesondert prüfen. Andere Länder behandelt dieser Artikel nicht.
Was Sie tun sollten: Listen Sie jedes Produkt auf, das Sie verkaufen, und markieren Sie es als „Blüte“ oder „Lebensmittel“. Notieren Sie bei jedem Lebensmittel, welchen Pflanzenteil es enthält. So sehen Sie, welche Werberegeln für welches Produkt gelten.
2. Was die neuen Kriterien verlangen
Die Kriterien erschienen am 27. Juli 2026 in der Royal Gazette (ราชกิจจานุเบกษา). Das ist das Amtsblatt, in dem thailändische Gesetze veröffentlicht werden. Die Fundstelle lautet Bd. 143, Sonderausgabe 182 ง. Die Kriterien traten am Folgetag in Kraft, dem 28. Juli 2026. Sie ersetzen die früheren Kriterien für Lebensmittelwerbung B.E. 2564 (2021).[1][2][3][4]
Nahrungsergänzungsmittel mit Kratom
- Werbung darf nicht den Eindruck erwecken, das Produkt sei für Kinder, Jugendliche oder Personen unter 18 gedacht. Ebenso wenig darf sie nahelegen, es sei für Schwangere oder Stillende gedacht.
- Models in der Werbung dürfen keiner dieser Gruppen angehören.
- Werbung darf nicht behaupten, dass das Produkt beim längeren Arbeiten hilft, Stress abbaut, gegen Depressionen wirkt oder Schmerzen lindert.
- Werbung darf keine missbräuchliche Verwendung des Produkts zeigen.
- Einer der vorgeschriebenen Warnhinweise lautet „ไม่ควรรับประทานติดต่อกันเกิน 7 วัน“, auf Deutsch: „nicht länger als 7 Tage ununterbrochen einnehmen“.[3][4][5]
Lebensmittel mit Cannabis und Hanf
- Werbung darf nicht den Eindruck erwecken, das Produkt sei für Personen unter 20 oder für Schwangere oder Stillende gedacht.
- Cartoon-Bilder sind verboten.
- Werbung darf keine Wirkungen von Cannabis, Hanf oder THC zeigen, die mit Missbrauch verbunden sind. THC (Tetrahydrocannabinol) ist der wichtigste berauschende Wirkstoff in Cannabis. Presseberichte nennen folgende Beispiele für verbotene Wirkungen: unkontrollierbares Lachen, Hilfe beim Einschlafen, tieferer oder längerer Schlaf, Euphorie (ein starkes Rauschgefühl) und Entspannung.
- Bilder müssen der tatsächlichen Zutat entsprechen. Ein Produkt mit Hanfsamenöl darf zum Beispiel nur Hanfsamen zeigen und keinen anderen Teil der Pflanze.
- Der vorgeschriebene Warnhinweis lautet „อาจทำให้ง่วงซึมได้ ควรหลีกเลี่ยงการขับขี่ยานพาหนะ หรือทำงานเกี่ยวกับเครื่องจักรกล“, auf Deutsch: „kann Schläfrigkeit verursachen; Führen von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen vermeiden“.[3][4]
Werbegenehmigungen
Eine Werbegenehmigung ist die Erlaubnis der Thai FDA, eine bestimmte Werbung zu veröffentlichen.
- Eine Genehmigung gilt ab dem Tag der Erteilung höchstens 5 Jahre.[3]
- Genehmigungen, die vor dem 28. Juli 2026 erteilt wurden, dürfen bis zu ihrem Ablauf weiter genutzt werden. Das regelt Ziffer 13. Neue Anträge und Verlängerungen werden nach den Kriterien B.E. 2569 beurteilt.[3][5][6]
Was Sie tun sollten: Geben Sie die beiden thailändischen Warnhinweise oben an die Person weiter, die Ihre Werbung gestaltet. Dann stehen die Warnhinweise von Anfang an in jedem neuen Entwurf, und nichts muss in letzter Minute ergänzt werden.
3. Wie die Verbote zu verstehen sind
Für Kratom und Cannabis gelten unterschiedliche Altersgrenzen
Bei Kratom liegt die Altersgrenze bei unter 18 Jahren, bei Cannabis und Hanf bei unter 20 Jahren. Der Unterschied ist gewollt und kein Fehler im Text.
Bei Kratom entspricht die Grenze für Werbung der Regel für den Verkauf. Laut der Zusammenfassung einer Anwaltskanzlei verbietet das Kratompflanzengesetz B.E. 2565 (2022) (Kratom Plant Act) den Verkauf von Kratom an Personen unter 18.[10]
Bei Cannabis erlaubt die Bekanntmachung B.E. 2568 den Verkauf von Blüte nur gegen ein PT 33-Rezept. Ob sie zusätzlich ausdrücklich den Verkauf an Personen unter 20 verbietet, konnte für diesen Artikel nicht bestätigt werden. Der Entwurf des Cannabis-Kontrollgesetzes (Cannabis Control Act) ist eine eigene Sache. Das Kabinett hat ihn am 22. September 2026 gebilligt und an das Repräsentantenhaus weitergeleitet. Gesetz ist er noch nicht.
In jedem Fall gilt die Grenze „unter 20“ in den Werbekriterien schon für sich allein. Eine Werbung für Cannabis oder Hanf, die nur Personen unter 18 ausschließt, erfüllt die Kriterien nicht. Wer die Altersgrenze für Kratom auf ein Cannabisprodukt überträgt, verstößt gegen die Regeln.
Die verbotenen Kratom-Aussagen sind seine traditionellen Verwendungen
In Südthailand ist Kratom vor allem für zwei traditionelle Verwendungen bekannt: Es soll helfen, länger zu arbeiten und Stress abzubauen. Die Kriterien verbieten nicht das Produkt selbst. Sie verbieten aber, es mit diesen Argumenten zu bewerben. Damit bleiben deutlich weniger Möglichkeiten, ein Kratom-Produkt darzustellen.
Bei Cannabis zielt das Verbot auf Missbrauchswirkungen, nicht auf jede Gesundheitsangabe
Laut den Berichten richtet sich der Text gegen Werbung, die Wirkungen von Cannabis, Hanf oder THC zeigt, die mit Missbrauch verbunden sind. Eine ordentlich belegte Nährwertangabe für ein Hanfsamenprodukt ist eine andere Art von Angabe. Wo genau die Grenze verläuft, sollte eine thailändische Anwältin oder ein thailändischer Anwalt klären. Ein Forumsartikel kann das nicht.
Gegen das Cartoon-Verbot verstößt man am leichtesten aus Versehen
Das Cartoon-Verbot ist die eindeutigste Regel auf der Liste: Ein Bild ist entweder ein Cartoon oder nicht. Viele thailändische Getränkemarken arbeiten aber mit Maskottchen und verspielten, handgezeichneten Illustrationen. Deshalb erzwingt gerade diese Regel am ehesten eine Neugestaltung bestehender Werbemittel. Sie gilt für Cannabis- und Hanfprodukte, nicht aber für Kratom.
Was Sie tun sollten: Lassen Sie jede neue Werbung vor der Veröffentlichung von einer Person anhand von drei Fragen prüfen. Stimmt die Altersgrenze für dieses Produkt? Enthält die Werbung einen Cartoon? Nennt sie eine verbotene Wirkung oder Aussage? Jede Frage steht für eines der Verbote oben. Lautet die Antwort auf die zweite oder dritte Frage „Ja“ oder auf die erste „Nein“, muss die Werbung geändert werden.
4. Der Ablauf der Genehmigung ist die eigentliche Frist
Die meisten Diskussionen über die neuen Kriterien drehen sich darum, was Werbung sagen darf. Eine echte Frist entsteht aber erst durch die Fünfjahresgrenze für Genehmigungen. Jede Werbegenehmigung läuft jetzt spätestens nach fünf Jahren ab.
Genehmigungen nach den Kriterien von 2021 werden nicht aufgehoben, denn nach Ziffer 13 laufen sie bis zu ihrem Ablauf weiter. Verlängerungen werden jedoch nach den Kriterien B.E. 2569 beurteilt. Gestaltungen und Texte, die nach den alten Regeln genehmigt wurden, lassen sich daher womöglich nicht unverändert verlängern.
Besitzen Sie auch eine Lizenz für kontrollierte Kräuter, finden Sie die aktuellen Lizenzregeln in Thailands zwei Ministerialverordnungen von B.E. 2569. Eine davon ist die Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2) B.E. 2569. Sie gilt seit dem 30. April 2026 und verschärft die Lizenzkriterien für Cannabisblüten. Die Sanktionsstufen des DTAM behandelt Thema 1295, das in Abschnitt 1 verlinkt ist.
Anmerkung der Übersetzung: Manche Betriebe besitzen zusätzlich eine Lizenz nach dem Gesetz von 1999 für den Verkauf oder die Verarbeitung von Blüte. Dieses Gesetz regelt, was ein solcher Lizenzinhaber verlieren kann. Eine einzige Anordnung kann die Lizenz für bis zu 90 Tage aussetzen (§ 52). Wer während der Aussetzung weiter Geschäfte macht, riskiert bis zu 1 Jahr Haft, eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht oder beides (§ 78).
Anmerkung der Übersetzung (Fortsetzung): Wird eine Lizenz widerrufen (§ 54), erhalten Sie zwei Jahre lang keine neue Lizenz nach diesem Gesetz. Danach entscheidet die Lizenzbehörde nach eigenem Ermessen über eine neue Lizenz. Die Ministerialverordnung B.E. 2559 (2016) zur Lizenzvergabe dehnt diese zweijährige Sperre in Ziffer 8(1)(e) aus. Die Sperre gilt dann auch für das Unternehmen sowie für seine Direktoren, Geschäftsführer und anderen verantwortlichen Personen.
Anmerkung der Übersetzung (Fortsetzung): Ein Widerspruch muss innerhalb von 30 Tagen nach der Mitteilung eingelegt werden (§ 70). Zuständig ist das Committee for the Protection and Promotion of Thai Traditional Medicine Knowledge (Ausschuss für den Schutz und die Förderung des Wissens der traditionellen thailändischen Medizin). Der Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung, und die Entscheidung des Ausschusses ist endgültig (§ 71). Ob schon ein Verstoß gegen die Kriterien für Lebensmittelwerbung allein zur Aussetzung oder zum Widerruf einer Lizenz für kontrollierte Kräuter führen kann, konnte für diesen Artikel nicht bestätigt werden. Die Lebensmittelkriterien beruhen auf dem Lebensmittelrecht, nicht auf dem Gesetz von 1999.
Anmerkung der Übersetzung: Legen Sie für jede Genehmigung einen Eintrag an: Genehmigungsnummer, Genehmigungsdatum und Ablaufdatum sowie eine Kopie der genehmigten Gestaltung und des genehmigten Textes. Beginnen Sie mehrere Monate vor dem Ablaufdatum damit, die Gestaltung zu überprüfen. Sowohl die Neugestaltung als auch die Genehmigung der neuen Fassung brauchen Zeit.
Was Sie tun sollten: Listen Sie noch diese Woche jede Werbegenehmigung, die Sie besitzen, mit ihrem Ablaufdatum auf. Dann sehen Sie, welche Genehmigungen als Erste nach den neuen Kriterien verlängert werden müssen.
5. Wer handeln muss
Hersteller von Lebensmitteln und Getränken mit Cannabis und Hanf sind direkt betroffen. Ein Großteil ihrer Werbemittel und Texte entstand vor Juli 2026. Die thailändischen Kennzeichnungsregeln für diese Produkte erklärt der Artikel Kennzeichnung von Cannabisprodukten in Thailand.
Hersteller von Kratom-Produkten sind direkt betroffen. Recht und Kennzeichnung für Kratom behandelt Kratom-Recht in Thailand nach 2021. Laut der Zusammenfassung einer Anwaltskanzlei müssen Etiketten vor zwei Dingen warnen: Kratom länger als sieben Tage ununterbrochen einzunehmen und es mit Alkohol zu kombinieren.[10] Der Warnhinweis zu den sieben Tagen muss jetzt auch in der Werbung stehen, nicht nur auf dem Etikett.
Hersteller von Hanflebensmitteln. Produkte aus Hanfsamen, Hanfsamenöl und Hanfsamenprotein sind regulierte Lebensmittel. Grundlage ist die Bekanntmachung des Gesundheitsministeriums Nr. 425 B.E. 2564 (2021), geändert durch Nr. 437 B.E. 2565 (2022). Diese Produkte brauchen eine Zulassung der Thai FDA.[7] Einzelheiten finden Sie in Hanfsamen: Alle neun essenziellen Aminosäuren. Wird Ihr Produkt als Lebensmittel verkauft, fällt seine Werbung unter diese Kriterien.
Händler, die Produkte mit diesen Zutaten verkaufen. Alles, was Sie im Geschäft zeigen oder online über diese Produkte veröffentlichen, gilt als Werbung.
Anmerkung der Übersetzung: In Thailand wird viel über Facebook-Seiten, LINE Official Accounts und TikTok verkauft. Beiträge, Broadcast-Nachrichten und Kurzvideos auf diesen Kanälen sind ebenfalls Online-Material. Prüfen Sie sie deshalb nach denselben Regeln wie gedruckte Werbung.
Alle, die in diesem Forum werbliche Inhalte veröffentlichen. Die Werbe- und Verkaufsregeln des Forums berücksichtigen bereits das Werbeverbot für kontrollierte Kräuter. Die Lebensmittelkriterien ziehen für Inhalte über Produkte mit Cannabis-, Hanf- oder Kratom-Zutaten eine zweite Grenze.
Anmerkung der Übersetzung: Auf Asiannabis darf Blüte nirgends beworben werden, auch nicht auf dem Marktplatz oder in den eigenen Unterforen von Mitgliedern. Beiträge über Produkte mit diesen Zutaten müssen außerdem die oben genannten Lebensmittelkriterien erfüllen.
Was Sie tun sollten: Gehören Sie zu einer der oben genannten Gruppen, machen Sie eine Person dafür verantwortlich, dass die Werbung für Ihre Produkte die Regeln einhält. Geben Sie dieser Person diesen Artikel und den thailändischen Text der Kriterien.
6. Die Lebensmittelregeln von 2021 hinter den neuen Kriterien und was noch unklar ist
Seit 2021 regeln Bekanntmachungen des Gesundheitsministeriums Lebensmittel mit Cannabis oder Hanf. Sie beruhen auf dem Lebensmittelgesetz B.E. 2522 (1979) (Food Act):
- Nr. 425 B.E. 2564 gilt für Produkte aus Hanfsamen, Hanfsamenöl und Hanfsamenprotein.[7] Sie wurde später durch Nr. 437 B.E. 2565 (2022) geändert.
- Nr. 427 B.E. 2564 gilt für Lebensmittel mit Teilen von Cannabis oder Hanf außer der Blüte, etwa Blättern, Stängeln und Wurzeln. Sie wurde später durch Nr. 438 B.E. 2565 (2022) geändert.[8]
- Nr. 429 B.E. 2564 gilt für Lebensmittel mit Cannabidiol-Extrakt (CBD).[9] Sie wurde später durch Nr. 439 B.E. 2565 (2022) geändert. CBD ist ein Cannabis-Wirkstoff, der nicht berauscht.
Diese Bekanntmachungen legen Grenzwerte für THC und CBD fest und schreiben Warnhinweise auf dem Etikett vor. Die Kriterien B.E. 2569 verlangen jetzt zusätzlich, dass der Warnhinweis zur Schläfrigkeit in der Werbung selbst steht. Die Grenzwerte werden hier nicht wiedergegeben, weil sie geändert wurden. Lesen Sie den aktuellen Text auf der Website der Thai FDA.
Drei Fragen sind noch offen:
- Der genaue Wortlaut in der Gazette. Das PDF der Gazette wurde gefunden[1]. Die Bestimmungen in Abschnitt 2 stammen aber aus thailändischen Presseberichten und Zusammenfassungen aus zweiter Hand. Sie wurden nicht Zeile für Zeile mit dem Text der Gazette abgeglichen.
- Wie weit die Kratom-Regeln reichen. Laut den Berichten gelten sie für Nahrungsergänzungsmittel mit Kratom. Unklar ist, ob andere Lebensmittelkategorien mit Kratom genauso behandelt werden.
- Die Höhe der Strafen, die speziell nach diesem Regelwerk drohen.
Was Sie tun sollten: Laden Sie den aktuellen thailändischen Text der Bekanntmachungen Nr. 425 (mit Nr. 437), Nr. 427 (mit Nr. 438) und Nr. 429 (mit Nr. 439) von der Website der Thai FDA herunter. Legen Sie ihn zu Ihren Produktunterlagen. So prüfen Sie gegen die aktuellen Grenzwerte und nicht gegen veraltete Zahlen.
7. Checkliste für diesen Monat
- Prüfen Sie alle Werbemittel auf Cartoons. Das ist eine schnelle Ja-Nein-Prüfung. Sie findet zugleich das Problem, das am ehesten eine Neugestaltung erzwingt.
- Gleichen Sie jede Aussage mit den Verbotslisten ab. Achten Sie bei Cannabis und Hanf auf Schlaf, Entspannung, Euphorie und andere Missbrauchswirkungen. Achten Sie auch auf jeden Hinweis, dass das Lebensmittel Blüte enthält. Achten Sie bei Kratom auf längeres Arbeiten, Stressabbau, Schmerzlinderung und Wirkung gegen Depressionen. So finden Sie Formulierungen, die vor der Verlängerung verschwinden müssen.
- Prüfen Sie die Altersgrenze für jede Produktlinie einzeln. Bei Kratom liegt sie bei unter 18, bei Cannabis und Hanf bei unter 20. So wird die Grenze für Kratom nicht auf ein Cannabisprodukt übertragen.
- Setzen Sie den Warnhinweis in die Werbung, nicht nur auf die Verpackung. Das ist eine neue Pflicht für jede Werbung.
- Notieren Sie das Ablaufdatum jeder Werbegenehmigung, die Sie besitzen. Bei der Verlängerung gelten die neuen Kriterien auch für Ihre bestehende Werbung.
- Besorgen Sie sich den thailändischen Text, bevor Sie handeln. Dieser Artikel fasst die Bekanntmachung so zusammen, wie die Presse über sie berichtet hat. Er ersetzt nicht die Royal Gazette.
Besitzen Sie eine Werbegenehmigung der Thai FDA für ein Produkt mit Cannabis, Hanf oder Kratom? Stand bei Ihnen schon eine Verlängerung nach den Kriterien B.E. 2569 an? Schreiben Sie bitte unten, was die Thai FDA tatsächlich verlangt hat. Ein echter Erfahrungsbericht hilft anderen Mitgliedern mehr als jede Zusammenfassung.
Dieser Artikel fasst veröffentlichte Berichte zusammen und ist keine Rechts- oder Regulierungsberatung. Die Bestimmungen stammen aus thailändischen Presseberichten und Zusammenfassungen aus zweiter Hand zu einer Bekanntmachung in der Royal Gazette. Die Bekanntmachung wurde gefunden, aber nicht direkt zitiert. In Thailand regeln das Gesundheitsministerium, das Department of Thai Traditional and Alternative Medicine und die Thai FDA die Werbung für kontrollierte Kräuter und für Lebensmittel. Gleichen Sie alles hier mit dem thailändischen Originaltext ab, bevor Sie danach handeln.
Quellen
Primär = Royal Gazette oder Text der thailändischen Regierung. Sekundär = Presse, Beratungsunternehmen oder Anwaltskanzlei.
- Primär. Royal Gazette, Bd. 143, Sonderausgabe 182 ง (27. Juli 2026), ประกาศสำนักงานคณะกรรมการอาหารและยา เรื่อง หลักเกณฑ์การโฆษณาอาหาร พ.ศ. 2569: https://ratchakitcha.soc.go.th/documents/123102.pdf
- Primär. Thai FDA, Food Division, Seite zur Bekanntmachung der Kriterien B.E. 2569: กองอาหาร
- Sekundär (thailändische Presse). Thansettakij: อย. คลอดเกณฑ์โฆษณาอาหารฉบับใหม่ คุมเข้ม "กระท่อม-กัญชา-กัญชง" ห้ามสื่อถึงเด็ก-เยาวชน
- Sekundär (thailändische Presse). Bangkok Biznews: อย.คลอดเกณฑ์ใหม่ คุมโฆษณา ‘ผลิตภัณฑ์เสริมอาหาร’- ‘กระท่อม’
- Sekundär (Website mit Zusammenfassungen). Kelomn: เกณฑ์โฆษณาอาหาร อย. 2569: 3 กลุ่ม + คำเตือน — Kelomn
- Sekundär (Beratungsunternehmen). DeeMED Consulting: Thailand's New Food Advertising Rules Restrict How Kratom and Cannabis Can Be Marketed | DeeMED
- Primär (Kopie, bereitgestellt von der Prince of Songkla University). Bekanntmachung des Gesundheitsministeriums (MOPH) Nr. 425 B.E. 2564: https://research.psu.ac.th/wp-content/uploads/2023/11/03-ประกาศกระทรวงสาธารณสุข-ฉบับที่-425-พ.ศ.-2564.pdf
- Primär (Kopie, bereitgestellt vom Department of Thai Traditional and Alternative Medicine). Bekanntmachung des Gesundheitsministeriums (MOPH) Nr. 427 B.E. 2564: https://ockt.dtam.moph.go.th/images/กฎหมาย/34._พรบ_อาหาร_ฉ427.PDF
- Primär (englische Übersetzung der Thai FDA). Bekanntmachung des Gesundheitsministeriums (MOPH) Nr. 429 B.E. 2564: https://exfood.fda.moph.go.th/law/data/announ_moph/P429_E.pdf
- Sekundär (Anwaltskanzlei). FOSR Law: https://fosrlaw.com/2026/thailand-kratom-law-2026/
Weiterlesen auf Asiannabis
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