Nährlösung selbst aus Einzelsalzen mischen: Ein durchgerechnetes Rezept, A/B-Stammlösungen und eine sichere Mischreihenfolge (Teil 2 von 2)

Dieser Artikel zeigt, wie aus reinen Düngesalzen eine einsatzfähige Nährlösung wird. Er enthält ein vollständig durchgerechnetes Rezept. Außerdem erklärt er, wie Sie die EC vor dem Mischen abschätzen und das Verhältnis von Kalium, Calcium und Magnesium prüfen. Weitere Themen sind chelatierte Mikronährstoffe, konzentrierte A- und B-Stammlösungen, die Mischreihenfolge mit einer Kontrolle nach jedem Schritt und die Reservoirtemperatur in heißem Klima. Jede Menge ergibt sich aus einer einzigen Formel: Gramm pro Liter = Ziel-ppm ÷ (10 × P). P ist der Anteil des Elements im Salz in Prozent, angegeben als reines Element und nicht als P₂O₅ oder K₂O.

Dies ist Teil 2. Teil 1: https://asiannabis.com/t/1428


Ein vollständig durchgerechnetes Rezept

Das folgende Rezept dient nur dazu, die Methode zu zeigen. Es ist eine Allzwecklösung und kein auf Cannabis optimierter Düngeplan. Die Prozentangaben sind typische Analysewerte von Etiketten, umgerechnet auf die Elementbasis. Verwenden Sie die Werte, die auf Ihren eigenen Säcken stehen.

Salz (verwendete Analyse) g/L N P K Ca Mg S
Calciumnitrat (15,5 % N, 19 % Ca) 0,80 124 – – 152 – –
Monokaliumphosphat, MKP (22,7 % P, 28,2 % K) 0,22 – 50 62 – – –
Kaliumnitrat (13 % N, 38 % K) 0,20 26 – 76 – – –
Magnesiumsulfat-Heptahydrat (9,8 % Mg, 13 % S) 0,50 – – – – 49 65
Kaliumsulfat (41,5 % K, 18 % S) 0,15 – – 62 – – 27
Summe (ppm) 1,87 150 50 200 152 49 92

Jeder Tabellenwert ist einfach g/L × 10 × P. MKP liefert zum Beispiel 0,22 × 10 × 22,7 = 50 ppm P. Die Mikronährstoffe (siehe unten) kommen noch dazu.

Was Sie tun sollten: Bauen Sie diese Tabelle in einer Tabellenkalkulation mit der Analyse Ihrer eigenen Säcke nach. Wenn die Tabellenkalkulation das Multiplizieren übernimmt, bemerken Sie einen Tippfehler, bevor er bei den Pflanzen ankommt.

Die EC vor dem Mischen abschätzen

Die EC hängt davon ab, wie viele elektrische Ladungen die gelösten Salze tragen, nicht von ihrem Gewicht. Das Milliäquivalent pro Liter (meq/L) ist eine Einheit, die diese Ladungen zählt. Zur Umrechnung teilen Sie den ppm-Wert durch das Äquivalentgewicht. Das ist das Atomgewicht geteilt durch die Ladung des Ions:

  • Kalium (K, Ladung 1): Äquivalentgewicht 39,1
  • Calcium (Ca, Ladung 2): 40,1 ÷ 2 = 20,0
  • Magnesium (Mg, Ladung 2): 24,3 ÷ 2 = 12,2

Eine weit verbreitete Faustregel lautet: EC (mS/cm) ≈ Summe der positiven Ionen (Kationen) in meq/L ÷ 10.

Für dieses Rezept:

  • K: 200 ÷ 39,1 ≈ 5,1 meq/L
  • Ca: 152 ÷ 20,0 ≈ 7,6 meq/L
  • Mg: 49 ÷ 12,2 ≈ 4,0 meq/L
  • Ammonium: etwa 0,6 meq/L. Calciumnitrat in Düngerqualität enthält einen kleinen Teil seines Stickstoffs als Ammonium.

Die Summe liegt bei etwa 17,3 meq/L. Das Rezept sollte also rund 1,7 mS/cm zusätzlich zu dem Wert liefern, den Ihr Ausgangswasser bereits hat.

Mit den negativen Ionen (Anionen) können Sie gegenrechnen. Nitrat ≈ 10,1, Sulfat ≈ 5,7 und Phosphat ≈ 1,6 meq/L ergeben ungefähr dieselbe Summe wie die Kationen. Wenn beide Summen übereinstimmen, ist die Rechnung wahrscheinlich richtig. Die tatsächliche EC hängt von der Salzmischung ab, nehmen Sie den Wert deshalb nur als Schätzung. Das letzte Wort hat das Messgerät.

Mit derselben Regel können Sie auch jeden Teil einzeln abschätzen. Das hilft bei den Mischkontrollen weiter unten:

  • Teil A (Calciumnitrat): Ca 7,6 + Ammonium 0,6 ≈ 8,2 meq/L, also etwa 0,8 mS/cm.
  • Teil B (die übrigen Salze): K 5,1 + Mg 4,0 ≈ 9,1 meq/L, also etwa 0,9 mS/cm.

Das Verhältnis Kalium : Calcium : Magnesium prüfen

Kalium, Calcium und Magnesium sind positiv geladene Ionen, die alle über die Wurzeln aufgenommen werden. Ein starker Überschuss eines dieser Ionen kann die Aufnahme der anderen verringern. Deshalb lohnt es sich, ihr Verhältnis auf einen Blick zu sehen.

Bei diesem Rezept beträgt das Verhältnis nach ppm 200 : 152 : 49, also etwa 4,1 : 3,1 : 1. Nach meq/L sind es 5,1 : 7,6 : 4,0, also etwa 1,3 : 1,9 : 1. Die Rezeptvorlage, aus der diese Methode stammt, nennt kein Zielverhältnis. Deshalb gibt auch dieser Artikel keines vor.

Was Sie tun sollten: Berechnen Sie dasselbe Verhältnis für ein Fertigprodukt, dem Sie vertrauen, mit der Analyse auf dessen Etikett. Vergleichen Sie es dann mit Ihrem eigenen Rezept. Rechnen Sie das Verhältnis jedes Mal neu, wenn Sie ein Salz durch ein anderes ersetzen. Schon ein einziger Austausch kann alle drei Zahlen verschieben.

Mikronährstoffe und chelatiertes Eisen

Eisen (Fe), Mangan (Mn), Zink (Zn), Bor (B), Kupfer (Cu) und Molybdän (Mo) werden nur in winzigen Mengen benötigt. Als grobe Orientierung enthalten typische Hydroponik-Rezepte etwa:

  • Fe 1–3 ppm
  • Mn 0,3–0,8 ppm
  • Zn 0,05–0,3 ppm
  • B 0,2–0,5 ppm
  • Cu 0,02–0,1 ppm
  • Mo 0,01–0,05 ppm

Bei einer kleinen Charge sind diese Mengen zu gering, um sie ohne Analysenwaage abzuwiegen. Das ist eine Laborwaage, die weit genauer misst als eine Küchen- oder Schmuckwaage. Die meisten, die zu Hause mischen, kaufen eine fertige chelatierte Mikronährstoffmischung und dosieren sie mit derselben Formel.

Eisen muss chelatiert sein. Ein Chelat ist ein organisches Molekül, das das Metallion umschließt. Es hält das Eisen gelöst und für die Wurzeln verfügbar. Eisensalze ohne Chelat fallen aus, wenn der pH-Wert steigt. Wählen Sie das Chelat passend zu Ihrem pH-Wert:

Chelat Hält Eisen verfügbar bis etwa
Fe-EDTA pH 6,5 (ausreichend für Hydroponik bei 5,5–6,0; am günstigsten)
Fe-DTPA pH 7,5
Fe-EDDHA pH 9 (für Substrate mit hohem pH-Wert oder hartes Wasser; am teuersten)

Die veröffentlichten Grenzwerte unterscheiden sich je nach Quelle etwas, die Reihenfolge ist aber immer dieselbe. Ein Beispiel mit der Formel: Ein Fe-EDTA mit 13 %, dosiert auf 2 ppm Fe, erfordert 2 ÷ (10 × 13) = 0,015 g/L.

Licht zersetzt Eisenchelate. Auch deshalb sollte das Reservoir dunkel bleiben.

Was Sie tun sollten: Prüfen Sie den pH-Wert Ihres Ausgangswassers und Ihres Substrats. Wählen Sie dann das günstigste Chelat, das diesen pH-Wert noch abdeckt.

Warum Teil A und Teil B getrennt bleiben

In der fertigen Lösung ist jedes Salz stark verdünnt, deshalb bleibt alles gelöst. In einer 100×-Stammlösung ist jedes Salz 100-mal stärker konzentriert. Bei dieser Konzentration trifft Calcium auf Phosphat oder Sulfat, und es bildet sich festes Calciumphosphat oder Calciumsulfat. Diese Feststoffe setzen sich am Boden ab.

Dann geht dreierlei schief:

  • Calcium, Phosphor und Schwefel liegen am Boden des Behälters, statt die Pflanzen zu erreichen.
  • Die End-EC fällt niedriger aus als erwartet, weil die Feststoffe keinen Strom mehr leiten.
  • Feste Partikel können sich in Leitungen und Tropfern ansammeln.

Deshalb kommt das Calciumnitrat in Teil A, die Phosphat- und Sulfatsalze kommen in Teil B.

So prüfen Sie eine Stammlösung:

  1. Ansehen. Eine gute Stammlösung ist klar, ohne Trübung und ohne Bodensatz. Schütteln Sie sie und sehen Sie noch einmal hin.
  2. Testverdünnung machen. Geben Sie 10 ml A in 1 Liter Ihres Ausgangswassers und rühren Sie um. Geben Sie dann 10 ml B dazu und rühren Sie erneut. Die EC sollte etwa 1,7 mS/cm über der EC des reinen Ausgangswassers liegen.
  3. Ergebnis deuten. Ein deutlich niedrigerer Wert weist auf eine von drei Ursachen hin: Ausfällung, ein Wiegefehler oder Salz, das sich nie gelöst hat. Setzen Sie die Stammlösung neu an, statt das Reservoir zu korrigieren.

Was Sie tun sollten: Machen Sie diese Testverdünnung bei jeder neuen Stammlösung. Notieren Sie das Ergebnis auf dem Etikett des Behälters.

100×-Stammlösungen A und B ansetzen

Für jeden Reservoirwechsel die Salze grammweise abzuwiegen, kostet Zeit. Außerdem ist der Wiegefehler bei kleinen Chargen am größten. Die übliche Lösung: Sie setzen einmal zwei konzentrierte Stammlösungen an.

  • Teil A: das Calciumnitrat, meist zusammen mit dem Eisenchelat.
  • Teil B: die Phosphat- und Sulfatsalze (MKP, Kaliumnitrat, Magnesiumsulfat, Kaliumsulfat) und die übrigen Mikronährstoffe.

Für eine 100×-Stammlösung des obigen Rezepts multiplizieren Sie jeden g/L-Wert mit 100 und lösen die Menge in 1 Liter Stammlösung:

  • Teil A: 80 g Calciumnitrat (+ 1,5 g Fe-EDTA)
  • Teil B: 22 g MKP, 20 g Kaliumnitrat, 50 g Magnesiumsulfat, 15 g Kaliumsulfat

Zur Anwendung geben Sie 10 ml A und 10 ml B pro Liter fertiger Lösung zu. Das sind je 1 Liter pro 100 Liter. Kaliumsulfat löst sich von den Salzen in Teil B am schlechtesten. Prüfen Sie deshalb seine Löslichkeit, bevor Sie die Stammlösung stärker als 100× ansetzen.

Beschriften Sie beide Behälter deutlich und lagern Sie sie dunkel und kühl. Mischen Sie A und B niemals unverdünnt.

Anmerkung der Übersetzung: In einem Raum mit 30–35 °C bedeutet „kühl“ den kühlsten schattigen Platz, den Sie haben. Lagern Sie Stammlösungen nicht in der Sonne oder in der Nähe von Pflanzenlampen. Verwenden Sie lichtundurchlässige Behälter, denn Licht zersetzt auch das Eisenchelat in Teil A.

Mischreihenfolge und was Sie nach jedem Schritt prüfen

Gehen Sie die Schritte in dieser Reihenfolge durch. Jede Kontrolle zeigt Ihnen sofort, ob der Schritt geklappt hat. So finden Sie ein Problem, bevor die Lösung an die Wurzeln gelangt.

  1. Füllen Sie das Reservoir zuerst bis zum vollen Volumen mit Wasser. Messen Sie EC und Temperatur des Wassers und notieren Sie beide Werte. Das ist Ihr Ausgangswert für alle weiteren Kontrollen.
  2. Wenn Sie aus trockenem Salz mischen, lösen Sie jeden Feststoff vollständig auf. Warmes Wasser beschleunigt das Lösen. Ungelöstes Salz am Tankboden macht den Messwert bedeutungslos.
  3. Geben Sie den ersten Teil (zum Beispiel Teil A) hinzu und rühren Sie um. Eine Tauchpumpe hält das Reservoir während der Arbeit in Bewegung. Kontrolle: Das Wasser ist noch klar, und die EC ist bei diesem Rezept um etwa 0,8 mS/cm gestiegen.
  4. Geben Sie den zweiten Teil (Teil B) hinzu und rühren Sie um. Mischen Sie die Konzentrate nie vorher miteinander, vor allem nicht Calcium mit Phosphat oder Sulfat. Kontrolle: Das Wasser ist noch klar, und die EC liegt etwa 1,7 mS/cm über dem Ausgangswert.
  5. Geben Sie Zusätze ganz zum Schluss hinzu. Organische Zusätze machen EC-Messungen unzuverlässig. Fügen Sie sie deshalb erst hinzu, wenn die Werte der Salze stimmen.
  6. Stellen Sie zuerst die EC ein, dann den pH-Wert. Der pH-Wert braucht länger als die EC, um sich einzupendeln. Mischen Sie deshalb gründlich, bevor Sie ihn ablesen. Peilen Sie in der Hydroponik etwa 5,5–6,0 an (Details in pH und EC). Laufen Sie nicht jeder Änderung um 0,1 hinterher.
  7. Verdünnen Sie das pH-Plus- oder pH-Minus-Mittel zuerst und geben Sie es dann langsam unter Rühren zu. Schon eine kleine Stelle mit hohem pH-Wert im Tank kann Calciumphosphat und Eisen ausfällen. Kontrolle: Nach gründlichem Durchmischen ist die Lösung noch klar und der pH-Wert stabil.
  8. Halten Sie alles schriftlich fest. Notieren Sie Charge, Datum, Ziel-EC und Ziel-pH, gemessene EC und gemessenen pH-Wert sowie die Wassertemperatur.

Für jede Charge gelten vier allgemeine Regeln:

  • Niedrig beginnen und schrittweise steigern. Jeder Kultivar (Sorte) reagiert etwas anders.
  • Das Rezept einfach halten. Versuchen Sie nicht, alles Mögliche hinzuzufügen.
  • Die Lösung lieber erneuern, statt einem Mangel hinterherzulaufen. Nach einigen Tagen Düngung verschiebt sich das Nährstoffgleichgewicht im Reservoir. Wenn Sie ein Nährstoffproblem vermuten, ist eine frische Lösung meist die richtige Antwort, nicht weitere Zusätze. Siehe Nährstoffblockade bei Cannabis.
  • Wenn eine Kontrolle fehlschlägt, halten Sie an und suchen Sie die Ursache. Mehr von irgendetwas nachzugeben, behebt einen trüben Tank oder einen zu niedrigen Messwert nur selten.

Reservoirtemperatur in heißem Klima

Halten Sie das Reservoir bei 20–22 °C und schützen Sie es vor Licht. Dann werden Algen viel seltener zum Problem. Wärmeres Wasser enthält weniger gelösten Sauerstoff. Eine Luftpumpe kann den Sauerstoff nur bis zur Sättigung anheben, also bis zu der Höchstmenge, die das Wasser bei dieser Temperatur aufnehmen kann. Mehr geht nicht.

Anmerkung der Übersetzung: Dieser Punkt ist in Südostasien am wichtigsten. In einem Raum ohne Klimaanlage mit 30–35 °C bleibt ein Reservoir nie von selbst bei 20–22 °C. Warme Nährlösung enthält weniger Sauerstoff. Genau unter diesen Bedingungen breiten sich Pythium, ein Eipilz (Oomycet), der Wurzeln befällt, und Wurzelfäule aus. Hier ist das Kühlen des Reservoirs keine Option, sondern Pflicht. Das ist der größte einzelne Unterschied zwischen Hydroponik in gemäßigtem und in tropischem Klima.

Die Möglichkeiten, von der günstigsten bis zur teuersten:

  • Das Minimum: Isolieren Sie das Reservoir, stellen Sie es vom warmen Boden hoch und halten Sie Licht fern. So erwärmt der Raum das Wasser langsamer.
  • Kühleren Platz nutzen: Stellen Sie das Reservoir in einen klimatisierten Raum oder in die kühlste schattige Ecke, die Sie haben.
  • Für heiße Tage und Stromausfälle: Legen Sie verschlossene Flaschen mit gefrorenem Wasser ins Reservoir. Geben Sie kein loses Eis hinein. Schmelzendes Eis verdünnt die Lösung und senkt die EC.
  • Ein Wasserkühler (Chiller) hält die Temperatur konstant. Im Oktober 2026 boten thailändische Online-Aquaristikshops kleine Kühler für etwa 100–160 Liter zu rund 6.500–10.000 Baht an. Die Preise ändern sich. In einem heißen Raum sollten Sie ein Gerät wählen, das für mehr als Ihr Reservoirvolumen ausgelegt ist.
  • Das System wechseln, wenn die Kühlung zu teuer wird. Die Möglichkeiten werden in Hydroponik bei 31 °C Reservoirtemperatur verglichen.

Stromausfälle verschärfen das Problem. Fällt der Strom aus, stehen Luftpumpe und ein eventueller Kühler gleichzeitig still. Das warme Wasser verliert dann Sauerstoff, und nichts liefert ihn nach. Eine batteriebetriebene Luftpumpe oder eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung, ein Akkugerät, das Geräte für kurze Zeit weiterlaufen lässt) hält die Belüftung in Gang.

Was Sie tun sollten: Hängen Sie ein Thermometer in Ihr Reservoir. Notieren Sie eine Woche lang die Wassertemperatur zur heißesten Tageszeit. Wählen Sie dann die günstigste der oben genannten Möglichkeiten, mit der das Wasser bei 20–22 °C bleibt. Prüfen Sie die Temperatur jedes Mal erneut, wenn nach einem Ausfall der Strom zurückkommt.

Checkliste, wenn Sie es richtig machen wollen

  1. Ein kalibriertes EC-Messgerät, dessen Umrechnungsfaktor Sie kennen. Ohne diesen Faktor ist jeder ppm-Wert in Ihren Aufzeichnungen mehrdeutig.
  2. Ein kalibriertes pH-Messgerät. Ohne dieses Gerät können Sie nicht beurteilen, ob Eisenchelat und Calcium gelöst bleiben.
  3. Eine Waage mit 0,01 g Genauigkeit für die Hauptsalze. Verwenden Sie eine fertige Mikronährstoffmischung, außer Sie haben eine Analysenwaage.
  4. Salze mit angegebener garantierter Analyse, von einem Lieferanten, der diese Angaben auch vorlegt. Die Formel ist nur so gut wie der Prozentwert, den Sie eingeben.
  5. Getrennte A- und B-Stammlösungen, die nie unverdünnt zusammenkommen. Das verhindert Ausfällungen.
  6. Ein schriftliches Rezept mit nachvollziehbarer Rechnung. So können Sie es überprüfen, und jemand anderes kann es nachmischen.
  7. Aufzeichnungen: Charge, Datum, Ziel- und Messwerte für EC und pH sowie die Reaktion der Pflanzen. Über mehrere Ernten zeigen diese Aufzeichnungen, welche Änderungen tatsächlich geholfen haben.

Wer zu Hause Salze mischt, scheitert selten an der Rechnung. Die üblichen Ursachen sind ungelöstes Salz, ausgefallenes Calcium, ein Messgerät mit falscher Skala und ein falsch beschrifteter Sack.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

Wenn Sie in Thailand, Vietnam oder anderswo in der Region schon aus Einzelsalzen gemischt haben, schreiben Sie bitte unten einen Beitrag. Nennen Sie, welche Salze Sie kaufen konnten und welche Analyse auf dem Sack stand. Am hilfreichsten ist ein Vergleich Ihrer gemessenen EC mit der Schätzung nach der Methode oben. Die Rechnung auf dieser Seite ist einfach. Offen bleibt, ob ein hier gekaufter Sack Calciumnitrat wirklich das enthält, was auf dem Etikett steht. Beantworten können das nur Grower, die es gemessen haben.

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Sicherheits- und Rechtshinweis: Dies sind technische Informationen zum Gartenbau für Leserinnen und Leser, die an ihrem Wohnort legal handeln. Düngesalze sind Chemikalien. Lagern Sie sie sicher und außer Reichweite von Kindern, und befolgen Sie das Sicherheitsdatenblatt (SDB) des Lieferanten. Cannabis ist in jedem Land anders geregelt. In Thailand ist Cannabisblüte ein kontrolliertes Kraut gemäß der Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568, die seit dem 26. Juni 2025 in Kraft ist. Sie darf nur gegen ein PT-33-Rezept und für höchstens 30 Tage abgegeben werden. Online darf sie weder verkauft noch beworben werden. Forschung, Export, Verkauf und Verarbeitung eines kontrollierten Krauts erfordern eine Lizenz nach dem thailändischen Gesetz zum Schutz der traditionellen thailändischen Medizin B.E. 2542 (Thai Traditional Medicine Protection Act). Das Cannabis-Kontrollgesetz ist noch ein Entwurf und kein geltendes Recht. Nichts hiervon ist eine Rechts- oder medizinische Beratung.