Aufnahmewege für medizinisches Cannabis: Unter der Zunge, über die Haut, rektal, Darreichungsformen und die thailändischen Regeln (Teil 2 von 2)

Wie ein Cannabis-Arzneimittel in den Körper gelangt, bestimmt drei Dinge: wie viel davon ins Blut kommt, wie schnell es wirkt und wie lange die Wirkung anhält. Inhaliertes Cannabis wirkt nach 5–10 Minuten, und die Wirkung hält 2–4 Stunden an. Eine geschluckte Dosis wirkt erst nach 30 Minuten bis 3 Stunden, und nur 4–20 Prozent davon gelangen ins Blut. Dieser Teil behandelt Produkte, die man unter der Zunge hält, Cremes und Zäpfchen. Außerdem geht es um die Darreichungsformen, aus denen eine verschreibende Fachperson wählen kann, um standardisierte Produkte und um besondere Patientengruppen. Am Ende stehen die thailändischen Regeln.

Anmerkung der Übersetzung: Angehörige und Kranke fragen Growerinnen und Grower in Thailand oft, wie man medizinisches Cannabis „richtig einnimmt“. Dieser Artikel ersetzt keine verschreibende Fachperson. Er erklärt den Stand der Forschung. So können Sie einer zugelassenen Fachperson gezieltere Fragen stellen.

Dies ist Teil 2. Teil 1: https://asiannabis.com/t/1311

Unter der Zunge und Mundsprays

Ein sublinguales Produkt hält man unter der Zunge. Ein oromukosales Produkt wird über die Mundschleimhaut aufgenommen. Am besten untersucht ist Nabiximols. Das ist ein zugelassenes Mundspray aus einem standardisierten Pflanzenextrakt. Jeder Sprühstoß von 100 Mikrolitern enthält 2,7 Milligramm Tetrahydrocannabinol (THC, das wichtigste berauschende Cannabinoid) und 2,5 Milligramm Cannabidiol (CBD).

Für Nabiximols gibt es eine Fachinformation (Summary of Product Characteristics). Das ist das offizielle Dokument, das ein zugelassenes Arzneimittel in Europa und im Vereinigten Königreich beschreibt. Laut diesem Dokument gilt:

  • Cannabinoide sind nach etwa 15 Minuten im Blut nachweisbar.
  • Der höchste Blutspiegel wird nach 45–120 Minuten erreicht.
  • Die Blutspiegel bleiben niedriger als nach dem Inhalieren.
  • Die Variationskoeffizienten liegen bei 57,3 und 64,1 Prozent. Die Werte schwankten also zwischen den Personen um mehr als die Hälfte des Durchschnitts. Das ist eine sehr große Streuung.

Anmerkung der Übersetzung: Fragen Sie Ihre verschreibende Fachperson, ob Nabiximols in Thailand erhältlich ist.

Warum trotzdem viel davon geschluckt wird

Die Schleimhaut unter der Zunge gibt ihr Blut direkt in den allgemeinen Kreislauf ab. Dieser Teil der Dosis umgeht deshalb die Leber. Von jedem Produkt, das man unter die Zunge legt, wird jedoch ein großer Teil verschluckt.

Erin Karschner und ihr Team haben das an neun Teilnehmenden getestet. Die Ergebnisse erschienen 2011 in Clinical Chemistry. Verglichen wurde eine abgemessene geschluckte THC-Dosis mit dem Extrakt als Mundspray. Beim höchsten Blutspiegel, bei der Zeit bis zu diesem Höchstwert und bei der Gesamtmenge im Blut gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede. Die relative Bioverfügbarkeit der geschluckten Form lag bei 92,6 und 98,8 Prozent. Geschluckt kam also fast genauso viel im Blut an wie mit dem Spray.

Was daraus folgt: Ein Teil der Dosis wird tatsächlich unter der Zunge aufgenommen. Deshalb setzt die Wirkung früher ein. Wenn Sie ein Öl unter der Zunge behalten, verhindert das aber nicht, dass der verschluckte Teil zuerst durch die Leber geht.

Was Sie tun können: Behandeln Sie ein Öl unter der Zunge wie ein teilweise geschlucktes Produkt. Warten Sie vor einer weiteren Dosis genauso lange wie bei einem geschluckten Öl. Halten Sie auch dieselbe Routine bei den Mahlzeiten ein.

Cremes und Balsame: Sie wirken örtlich, nicht im ganzen Körper

Ein topisches (äußerliches) Produkt wirkt dort, wo Sie es auftragen. Ein transdermales Produkt ist so entwickelt, dass der Wirkstoff durch die Haut ins Blut gelangt.

Eine Übersichtsarbeit von 2022 in Pharmaceutics erklärt, warum das zwei verschiedene Dinge sind. Sie nutzt den log-P-Wert. Diese Skala zeigt, wie stark ein Stoff Fett gegenüber Wasser bevorzugt. Cannabinoide liegen bei etwa 6–7. Wirkstoffe, die in zugelassenen Hautpflastern durch intakte Haut gelangen, liegen bei 1–3. Cannabinoide sind also zu fettliebend, um leicht durch die Haut ins Blut zu gelangen.

Eine Creme oder ein Balsam wirkt deshalb nur örtlich. Es entstehen keine nennenswerten Blutspiegel und kein Rausch. Damit ein Cannabinoid durch die Haut ins Blut kommt, braucht ein Produkt eine spezielle Bauweise. Beispiele dafür sind Penetrationsverstärker (Zusätze, die einem Wirkstoff helfen, die Haut zu durchdringen) und Pflastersysteme.

Was Sie tun können: Verwenden Sie eine Creme nur bei einem örtlichen Problem, zum Beispiel an einer schmerzenden Stelle. Erwarten Sie nicht, dass sie Beschwerden im ganzen Körper lindert. Wird eine Wirkung im ganzen Körper gebraucht, fragen Sie Ihre verschreibende Fachperson nach anderen Aufnahmewegen.

Rektale Zäpfchen: eine oft wiederholte Behauptung, die falsch ist

Viele Quellen behaupten, Zäpfchen (Suppositorien) hätten eine Bioverfügbarkeit von 50–80 Prozent, weil sie die Leber umgehen. Geben Sie diese Behauptung nicht weiter. Sie beruht auf einer falschen Lesart einiger weniger Studien.

Woher die Behauptung stammt

Die Behauptung geht auf Mahmoud ElSohly und sein Team an der University of Mississippi (USA) zurück. Sie veröffentlichten 1991 eine Studie an Javaneraffen im Journal of Pharmaceutical Sciences. Gemessen wurde, wie viel THC aus Zäpfchen ins Blut gelangt. Das Ergebnis war 13,5 Prozent und lag damit weit unter der verbreiteten Zahl.

Diese 13,5 Prozent galten nur für THC-Hemisuccinat. Das ist ein Prodrug: eine veränderte Form eines Wirkstoffs, die der Körper erst in den aktiven Wirkstoff umwandelt. Durch die angehängte chemische Gruppe ist der Stoff teilweise wasserlöslich. Deshalb kann er die Schleimhaut des Enddarms durchdringen.

Dieselbe Arbeit berichtete auch, dass geschlucktes THC nur gering und unregelmäßig aufgenommen wurde. Weiter hieß es, dass „der Wirkstoff aus verschiedenen Zäpfchen-Rezepturen keine Bioverfügbarkeit zeigte“. Normales, unverändertes THC in einer fetthaltigen Zäpfchengrundlage wurde also gar nicht aufgenommen.

Die spätere Studie am Menschen

Eine spätere Studie am Menschen aus demselben Forschungsprogramm erschien 2018 in Medical Cannabis and Cannabinoids. Am Vergleich mit einer geschluckten Kapsel nahmen zwölf Freiwillige teil. Das Hemisuccinat-Zäpfchen brachte 2,44-mal so viel Wirkstoff ins Blut wie die geschluckte Kapsel. Das 90-Prozent-Konfidenzintervall lag bei 1,78 bis 3,35. Der wahre Wert liegt also sehr wahrscheinlich in diesem Bereich.

Diese Zahl vergleicht das Zäpfchen nur mit einer geschluckten Kapsel. Sie zeigt nicht, welcher Anteil der Dosis ins Blut gelangt ist. Außerdem gilt sie für ein patentiertes Prodrug und nicht für normales Cannabisöl.

Was Sie tun können: Stellen Sie zu Hause keine Zäpfchen aus Cannabisöl her, in der Hoffnung auf eine hohe Aufnahme. Keine Studie zeigt, dass das funktioniert. Wenn Erbrechen oder Schluckbeschwerden einen anderen Aufnahmeweg nötig machen, fragen Sie eine verschreibende Fachperson.

Darreichungsformen, aus denen eine verschreibende Fachperson wählen kann

Form Üblicher Aufnahmeweg Vorteile Schwierigkeiten
Getrocknete Blüten Inhalieren Schneller Wirkungseintritt; viele verschiedene Pflanzenstoffe Gehalt schwankt von Charge zu Charge
Öl oder Tinktur Geschluckt oder unter der Zunge Gehalt pro Milliliter angegeben; schnell abzumessen Essen verändert die Aufnahme; alkoholhaltige Tinkturen eignen sich nicht für alle Patientinnen und Patienten
Kapsel Geschluckt Die am besten reproduzierbare Einzeldosis Langsamster Wirkungseintritt; lässt sich nicht in kleinere Dosen teilen
Standardisierter Extrakt Geschluckt, unter der Zunge, Mundspray Festgelegter, gleichbleibender Gehalt Weniger Produkte erhältlich; teurer

Warum Standardisierung für Patientinnen und Patienten wichtig ist

Bei einem standardisierten Produkt wird der Cannabinoidgehalt gemessen, auf dem Etikett angegeben und von Charge zu Charge gleich gehalten. Ohne Standardisierung kann Folgendes passieren: Eine Patientin findet mit der verschreibenden Fachperson eine passende Dosis. Mit jeder neuen Charge geht diese Stabilität wieder verloren.

Eine Studie von 2025 in Scientific Reports prüfte den angegebenen THC-Gehalt in Colorado (USA). Von 178 Blütenprodukten wichen 43,3 Prozent um mehr als 15 Prozent vom Etikett ab. Die meisten falschen Etiketten gaben zu viel THC an.

Was Sie tun können: Verlangen Sie bei jeder neuen Charge das Analysezertifikat, also den Laborbericht für genau diese Charge. Vergleichen Sie THC und CBD pro Gramm oder pro Milliliter mit der vorherigen Charge. Hat sich der Gehalt geändert, kann Ihre verschreibende Fachperson die Dosis anpassen, bevor sich die Wirkung unerwartet verändert.

Titration und Aufnahmeweg

Titration (Dosisanpassung) bedeutet, die Dosis Schritt für Schritt zu verändern, bis die kleinste wirksame Menge erreicht ist. Die verschreibende Fachperson sollte diesen Prozess leiten. Der Aufnahmeweg bestimmt, was jeder Schritt tatsächlich liefert:

  • Inhaliert: Etwa 8–24 Prozent gelangen innerhalb von Minuten ins Blut, überwiegend als THC selbst.
  • Geschluckt: Etwa 4–20 Prozent kommen über Stunden an, mit deutlich mehr 11-Hydroxy-THC. Dieses wirksame Abbauprodukt entsteht in der Leber.
  • Unter der Zunge gehalten: Ein Teil kommt früher an. Der Rest verhält sich wie der geschluckte Anteil.

Was Sie tun können: Ändern Sie immer nur eine Sache auf einmal, also entweder die Dosis, den Aufnahmeweg oder den zeitlichen Abstand zu den Mahlzeiten. Führen Sie ein schriftliches Protokoll mit Einnahmezeit, Wirkungseintritt und Wirkdauer. Daran sieht Ihre verschreibende Fachperson, welche Änderung welche Wirkung hatte.

Besondere Patientengruppen und die Wahl des Aufnahmewegs

Übelkeit, Erbrechen und Schluckbeschwerden

Wer erbricht, kann eine geschluckte Dosis nicht zuverlässig bei sich behalten. Dann weiß niemand, wie viel aufgenommen wurde. Für solche Fälle gibt es Aufnahmewege, die nicht vom Schlucken abhängen. Die verschreibende Fachperson wählt zwischen ihnen, je nachdem, was legal erhältlich ist.

Wer Schluckbeschwerden hat, kann keine Kapseln nehmen. Flüssigkeiten und Mundsprays sind die üblichen Alternativen.

Kinder, ältere Menschen und bestehende Lungenerkrankungen

Für Kinder ist das Cannabinoid-Arzneimittel mit der stärksten behördlichen Zulassung eine Lösung zum Einnehmen, also eine Flüssigkeit zum Schlucken. Sie lässt sich genau nach Körpergewicht abmessen. Man setzt sie dort ein, wo Inhalieren nicht infrage kommt.

Ältere Menschen gehören zu den Patientengruppen, die besondere Sorgfalt brauchen. Mehrere Gründe sprechen bei ihnen für Aufnahmewege mit mäßigen, vorhersehbaren Spitzenwerten:

  • Die Leber verarbeitet Arzneimittel anders.
  • Herz und Kreislauf reagieren empfindlicher.
  • Oft werden mehrere Arzneimittel gleichzeitig eingenommen.
  • Es kann zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln über Cytochrom P450 (CYP) kommen. Das ist die Familie von Leberenzymen, die auch THC abbaut.

Manche Patientinnen und Patienten haben Asthma, eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (eine dauerhafte Lungenkrankheit, die das Atmen erschwert) oder eine akute Atemwegsinfektion. Bei ihnen braucht Inhalieren von allen Aufnahmewegen die stärkste Begründung.

Was Sie tun können: Bringen Sie eine vollständige Liste aller Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel zur verschreibenden Fachperson mit. So kann sie Wechselwirkungen über die Leberenzyme prüfen, bevor sie Aufnahmeweg und Dosis festlegt.

Die thailändischen Regeln

Cannabisblüten (ช่อดอกกัญชา) sind ein kontrolliertes Kraut nach der Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568. Diese Bekanntmachung wurde auf Grundlage des Gesetzes zum Schutz der traditionellen thailändischen Medizin B.E. 2542 erlassen und gilt seit dem 26. Juni 2025. Blüten dürfen nur gegen ein PT-33-Rezept (ภ.ท.33) verkauft werden. Ein solches Rezept deckt höchstens 30 Tage ab. Werbung für Blüten und ihr Online-Verkauf sind verboten.

Tilleke & Gibbins, eine thailändische Anwaltskanzlei, ergänzt in ihrer Analyse zwei Punkte. Ein Rezept gilt nur einmal und lässt sich nicht erneut einlösen. Außerdem dürfen sieben Gruppen von Fachpersonen verschreiben. Sie reichen von moderner und traditioneller thailändischer Medizin bis zu Pharmazie und Zahnmedizin.

Was Patientinnen und Patienten in Thailand tatsächlich bekamen

Eine landesweite Studie untersuchte, was Patientinnen und Patienten in Thailand erhielten. Sie erschien 2024 in Medical Cannabis and Cannabinoids und begleitete 21.284 Teilnehmende in 30 Krankenhäusern von September 2019 bis Oktober 2020. Das wichtigste Präparat war ein Cannabisextrakt in 10-prozentigem Kokosöl. Es enthielt 1,701 Milligramm THC pro Milliliter und fast kein CBD. Etwa 93 Prozent der Teilnehmenden bekamen es als Tropfen zum Einnehmen.

Die Studie fand vor den Regeln von 2025 statt, die Kernaussage gilt aber weiterhin. In Thailand ist die häufigste Form ein Öl, das man als Tropfen einnimmt, und nicht inhalierte Blüten. Deshalb betreffen die Probleme geschluckter Produkte aus Teil 1 die meisten Patientinnen und Patienten in Thailand: später Wirkungseintritt, der Einfluss von Essen und der erste Durchgang durch die Leber.

Rauchen, wo andere den Rauch einatmen

Eine Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit wurde am 14. Juni 2022 im Königlichen Staatsanzeiger (Royal Gazette) veröffentlicht und trat am 15. Juni 2022 in Kraft. Sie stützt sich auf Abschnitt 25(5) des Gesetzes über die öffentliche Gesundheit (Public Health Act) B.E. 2535. Sie erklärt Rauch oder Geruch von Cannabis oder Hanf, der die Gesundheit anderer schädigen kann, zur öffentlichen Belästigung. Wer eine solche Belästigung nach behördlicher Anordnung nicht beendet, riskiert bis zu drei Monate Gefängnis, eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Baht oder beides.

Ein Rezept erlaubt es, ein Arzneimittel anzuwenden. Es erlaubt nicht, es dort zu rauchen, wo andere den Rauch einatmen müssen.

Was Sie tun können: Wenn Ihre verschreibende Fachperson das Inhalieren erlaubt, tun Sie es an einem privaten Ort. Halten Sie Abstand zu Nachbarn und zu Familienmitgliedern, die kein Cannabis verwenden.

Anmerkung der Übersetzung: Wenn Angehörige oder Kranke eine Growerin oder einen Grower um Öl bitten, sind mehrere Regeln wichtig.

  • Seit dem 26. April 2026 gilt die Ministerialverordnung über Cannabis- oder Hanfextrakte B.E. 2569. Lizenzen für Extrakte mit mehr als 0,2 Prozent THC erhalten nur drei Gruppen: thailändische juristische Personen, die nach dem Gesetz über die Geschäftstätigkeit von Ausländern (Foreign Business Act) B.E. 2542 nicht als „ausländisch“ gelten, staatliche Stellen und das Thailändische Rote Kreuz. Mehr dazu in unserem Topic über die zwei Verordnungen von B.E. 2569.
  • Wer ein kontrolliertes Kraut ohne Lizenz verarbeitet oder verkauft, verstößt gegen Abschnitt 46 des Gesetzes von 1999. Nach Abschnitt 78 drohen bis zu einem Jahr Gefängnis, eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht oder beides.
  • Bei Öl, das Sie zu Hause aus eigenen Blüten herstellen, ist der THC-Gehalt pro Milliliter unbekannt. Selbst mit den besten Absichten kann niemand es standardisiert dosieren.

Was Sie tun können: Wenn Sie jemand um Öl bittet, verweisen Sie die Person an eine zugelassene Fachperson, die ein PT-33-Rezept ausstellen kann. Weisen Sie außerdem auf lizenzierte Produkte mit Laborzertifikat hin.

Was die Forschung noch nicht beantworten kann

Es gibt drei Lücken:

  • Es fehlen Langzeitdaten am Menschen zu den gesundheitlichen Folgen des Verdampfens getrockneter Blüten.
  • Für den Weg unter der Zunge fehlen verlässliche Daten zur Aufnahme, die ihn vom geschluckten Anteil trennen.
  • Für normale rektale Cannabiszubereitungen gibt es überhaupt keine Daten zur Aufnahme.

Das heißt nicht, dass die Wahl des Aufnahmewegs beliebig ist. Es heißt, dass sie eine klinische Entscheidung ist. Treffen Sie sie gemeinsam mit einer zugelassenen Fachperson, die die Patientin oder den Patienten und die Rechtslage kennt.

Was Sie tun können: Bringen Sie Ihr schriftliches Protokoll mit Einnahmezeiten, Wirkungseintritt und Wirkdauer zu diesem Termin mit. Damit hat die Fachperson Ihre eigenen Daten statt Durchschnittswerten.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

Schreiben Sie uns unter diesem Topic, mit welchem Aufnahmeweg Sie begonnen haben. Hat Ihnen jemand vor der ersten Dosis den Wirkungseintritt erklärt? Was hat sich geändert, als Sie die Darreichungsform gewechselt haben? Gab es bei Ihnen geprüfte, standardisierte Produkte? Wir freuen uns über Beiträge von Mitgliedern aus Thailand und der ganzen Region. Bleiben Sie bei allgemeinen Informationen und überlassen Sie klinische Entscheidungen Ihrer verschreibenden Fachperson.

Literatur

  • Nabiximols, Spray zur Anwendung in der Mundhöhle. Fachinformation (Summary of Product Characteristics).
  • Karschner EL und Team. Geschlucktes THC im Vergleich zu oromukosalem Cannabisextrakt. Clinical Chemistry, 2011.
  • Übersichtsarbeit zur Aufnahme von Cannabinoiden über die Haut. Pharmaceutics, 2022.
  • ElSohly MA und Team, University of Mississippi. Rectal bioavailability of delta-9-THC from the hemisuccinate ester in cynomolgus monkeys. Journal of Pharmaceutical Sciences, 1991.
  • Studie am Menschen zum THC-Hemisuccinat-Zäpfchen im Vergleich zu einer geschluckten Kapsel (zwölf Freiwillige). Medical Cannabis and Cannabinoids, 2018.
  • Angegebener und gemessener THC-Gehalt von Blütenprodukten in Colorado. Scientific Reports, 2025.
  • Canadian Pharmacists Association und Health Canada: Material zu Wirkungseintritt und Wirkdauer.
  • Tilleke & Gibbins. Analyse der thailändischen Regeln für Cannabis als kontrolliertes Kraut.
  • Landesweite thailändische Kohorte mit 21.284 Teilnehmenden, September 2019 bis Oktober 2020. Medical Cannabis and Cannabinoids, 2024.
  • Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568; Gesetz zum Schutz der traditionellen thailändischen Medizin B.E. 2542.
  • Ministerialverordnung über Cannabis- oder Hanfextrakte B.E. 2569.
  • Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit nach Abschnitt 25(5) des Gesetzes über die öffentliche Gesundheit B.E. 2535, Königlicher Staatsanzeiger, 14. Juni 2022.

Dieser Artikel gehört zur Bildungsreihe der Asiannabis Community über medizinisches Cannabis. Er bietet allgemeine Informationen und ist keine medizinische Beratung. Entscheidungen über eine Behandlung trifft eine zugelassene Fachperson. Die Inhalte dienen der Bildung in Rechtsräumen, in denen medizinisches Cannabis gesetzlich erlaubt ist.