Aufnahmewege für medizinisches Cannabis: Resorption, Wirkungseintritt, Inhalieren und Schlucken (Teil 1 von 2)

Dieselbe Menge desselben Cannabinoids kann sich mild und kurz anfühlen. Sie kann aber auch bis zu zwölf Stunden lang überwältigend wirken. Oft liegt der einzige Unterschied im Aufnahmeweg, also darin, wie der Wirkstoff in den Körper gelangt ist. Dieser Teil behandelt vier Punkte: wie viel einer Dosis auf jedem Weg ins Blut gelangt, wie schnell sie wirkt, warum sich inhaliertes und geschlucktes Cannabis so unterschiedlich verhält und was Patienten mit diesen Zahlen anfangen können.

Anmerkung der Übersetzung: Angehörige und Patienten fragen Anbauer in Thailand oft, wie medizinisches Cannabis „eingenommen werden sollte“. Dieser Artikel ersetzt keine verschreibende Fachkraft. Er erklärt die Zahlen, damit Sie einer zugelassenen Fachkraft bessere Fragen stellen können.

Warum der Aufnahmeweg mehr zählt als die Milligrammzahl

Eine Milligrammangabe sagt Ihnen, was in den Mund genommen, in die Lunge eingeatmet oder auf die Haut aufgetragen wurde. Sie sagt nicht, wie viel davon ins Blut gelangt ist. Sie sagt auch nicht, wie schnell es dort ankam, was die Leber damit gemacht hat oder wie lange es im Blut blieb.

Der Aufnahmeweg ist der Weg, auf dem ein Arzneimittel in den Körper gelangt. Es kann eingeatmet, geschluckt, unter der Zunge behalten, auf die Haut aufgetragen oder in den Enddarm eingeführt werden. Bei Cannabis beeinflusst der Aufnahmeweg das Ergebnis stärker als jeder andere Faktor. Dafür gibt es drei Gründe:

  • Cannabinoide lösen sich gut in Fett und schlecht in Wasser.
  • Die Leber baut einen großen Teil davon ab.
  • Der Darm nimmt sie ungleichmäßig auf.

Was Sie tun können: Wenn Sie zwei Produkte oder zwei Dosen vergleichen, notieren Sie den Aufnahmeweg neben der Milligrammangabe. Dieselbe Milligrammzahl führt inhaliert zu einem anderen Ergebnis als geschluckt.

Vier Begriffe: Bioverfügbarkeit, Wirkungseintritt, Maximum und Wirkdauer

  • Bioverfügbarkeit: der Anteil der eingenommenen Menge, der unverändert in den allgemeinen Blutkreislauf gelangt.
  • Wirkungseintritt: die Zeit, bis eine Wirkung spürbar ist.
  • Maximum: die Zeit, bis der Spiegel im Blut am höchsten ist.
  • Wirkdauer: wie lange die Wirkung anhält.

Marilyn Huestis veröffentlichte 2007 eine viel zitierte Übersichtsarbeit mit dem Titel Human Cannabinoid Pharmacokinetics. Pharmakokinetik ist die Lehre davon, wie der Körper ein Arzneimittel aufnimmt, umwandelt und ausscheidet. In den von ihr ausgewerteten Studien gelangten zwischen 2 und 56 Prozent des gerauchten Tetrahydrocannabinols (THC, des wichtigsten berauschenden Cannabinoids) ins Blut. Die besser kontrollierten Studien ergaben eine engere Spanne von etwa 8 bis 24 Prozent.

Von einer geschluckten Dosis gelangt deutlich weniger ins Blut. Huestis nennt 4 bis 20 Prozent.

Warum die veröffentlichten Spannen so groß sind

  1. Wie die Person inhaliert. Huestis führt die Streuung darauf zurück, wie viele Züge genommen werden und wie lange jeder Zug dauert. Auch der Abstand zwischen den Zügen, die Dauer des Atemanhaltens und die Tiefe des Einatmens spielen eine Rolle.
  2. First-Pass-Metabolismus. Alles, was geschluckt wird, passiert zuerst die Darmwand und dann die Leber, bevor es den übrigen Körper erreicht. Bei diesem ersten Durchgang baut die Leber einen Teil der Dosis ab.
  3. Nahrung. Fett im Magen zum Zeitpunkt der Einnahme verändert, wie viel aus dem Darm aufgenommen wird.
  4. Formulierung, also wie das Produkt hergestellt ist. Ein Öl, eine Kapsel und ein Pflanzenextrakt können laut Etikett denselben Gehalt haben und sich im Körper trotzdem unterschiedlich verhalten.

Was Sie tun können: Wenn Sie beobachten, wie ein Produkt bei Ihnen wirkt, halten Sie das Produkt, den Aufnahmeweg und den zeitlichen Abstand zu den Mahlzeiten jedes Mal gleich. Sonst können Sie nicht erkennen, ob eine veränderte Wirkung von der Dosis kommt oder von einem dieser vier Faktoren.

Die Aufnahmewege im Vergleich

Aufnahmeweg Anteil, der ins Blut gelangt Wirkungseintritt Maximum Wirkdauer Vorteile Risiken und Grenzen
Inhalieren (verdampft oder geraucht) 2–56 % je nach Studie; etwa 8–24 % in besser kontrollierten Studien 5–10 Min. Wirkung: 10–20 Min.; Blutspiegel: etwa 9 Min. nach dem Rauchen 2–4 Std. Wirkung schnell spürbar; leicht in kleinen Schritten anzupassen Belastung der Lunge; Ergebnis hängt von der Inhalationstechnik ab
Geschluckt (Öl, Kapsel, Edible – cannabishaltiges Lebensmittel) 4–20 % 30–60 Min., bis zu 3 Std. 2–4 Std., manchmal mehr als 6 Std. 4–6 Std. oder länger Hält lange an; leicht gleichbleibend herzustellen Später Wirkungseintritt verleitet zum Nachdosieren; Nahrung verändert die Aufnahme
Unter der Zunge / Mundspray Kein verlässlicher Wert; ähnlich wie geschluckt Innerhalb von etwa 15 Min. im Blut 45–120 Min. (zugelassenes Spray) Mehrere Stunden Umgeht teilweise den ersten Durchgang durch die Leber Ein großer Teil wird trotzdem geschluckt; Ergebnisse schwanken stark zwischen Personen
Auf der Haut (Creme, Balsam) Nahezu null bei einem echten topischen (äußerlichen) Produkt Lokal, allmählich Kein Maximum im Blut Nur lokal Kein Rausch Keine Wirkung auf den ganzen Körper; nicht dasselbe wie ein Hautpflaster
Rektal (Zäpfchen [Suppositorium]) Für gewöhnliches THC keine Aufnahme nachgewiesen; 13,5 % für eine veränderte Form von THC bei Affen Langsam, über Stunden 2–8 Std. in Studien zur veränderten Form Verlängert Umgeht den Magen Der verbreitete hohe Wert ist nicht belegt

So lesen Sie die Tabelle:

  • Beim Inhalieren erreicht die Wirkung nach 10–20 Minuten ihr Maximum. Der Blutspiegel nach dem Rauchen erreicht sein Maximum früher, nach etwa 9 Minuten.
  • Das Maximum von 45–120 Minuten beim Weg unter der Zunge stammt von Nabiximols, einem zugelassenen Mundspray.
  • Der rektale Wert von 13,5 Prozent wurde bei Affen gemessen und gilt für eine chemisch veränderte Form von THC. Teil 2 erklärt diese drei Aufnahmewege im Detail.

Wirkungseintritt: die wichtigste Sicherheitsinformation für neue Patienten

Wenn sich neue Patienten nur eine Sache merken, sollte es der Wirkungseintritt sein. Der Grund liegt darin, wie sich Menschen verhalten, während sie auf die Wirkung warten.

Inhaliertes Cannabis wirkt innerhalb von Minuten. Die Person bemerkt die Wirkung also und kann aufhören. Ein geschlucktes Produkt zeigt unter Umständen eine Stunde oder länger keine Wirkung. Viele Menschen glauben dann, es „wirke nicht“, und nehmen mehr. So können eine zweite und dritte Dosis bereits im Körper sein, bevor die erste überhaupt zu wirken beginnt.

Was Sie tun können:

  • Notieren Sie bei den ersten Dosen eines neuen Produkts oder Aufnahmewegs die Uhrzeit der Einnahme. Notieren Sie außerdem, wann Sie die Wirkung zum ersten Mal bemerkt haben und wann sie nachließ. So kennen Sie Ihren eigenen Wirkungseintritt, der von den obigen Durchschnittswerten abweichen kann.
  • Fragen Sie vor der ersten geschluckten Dosis die verschreibende Fachkraft, wie lange Sie warten sollen, bevor Sie mehr nehmen. So vermeiden Sie, dass sich mehrere Dosen wie oben beschrieben im Körper anhäufen.
  • Wenn jemand bereits zu viel genommen hat, lesen Sie unser Thema zur THC-Überdosierung. Dort steht, was hilft und wann man ins Krankenhaus gehen sollte.

Inhalieren: Verdampfen versus Rauchen

Verbrennung findet bei etwa 230 °C statt. Beim Verbrennen von Cannabis entstehen dieselben Stoffe wie beim Verbrennen jedes anderen Pflanzenmaterials:

  • Kohlenmonoxid
  • Teer, der klebrige braune Rückstand im Rauch
  • flüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe, eine Gruppe schädlicher Chemikalien, die beim Verbrennen freigesetzt werden

Ein Verdampfer erhitzt das Material auf eine Temperatur unterhalb dieses Punkts. Cannabinoide und Terpene (die Aromastoffe) gehen in Dampf über, doch das Pflanzenmaterial fängt kein Feuer.

Die Studie aus San Francisco: gleicher Blutspiegel, viel weniger Kohlenmonoxid

Donald Abrams und Kollegen von der University of California, San Francisco (USA) führten eine Pilotstudie durch. Sie erschien 2007 in Clinical Pharmacology and Therapeutics. Achtzehn Personen inhalierten Cannabis auf zwei Arten: aus einem auf 180–200 °C eingestellten Verdampfer und durch Rauchen.

Der THC-Spiegel im Blut war bei beiden Methoden ähnlich. Rauchen erhöhte den Kohlenmonoxidgehalt der ausgeatmeten Luft. Der Verdampfer erzeugte dagegen wenig oder gar kein Kohlenmonoxid. Der Grund: Der Verdampfer blieb unter dem Verbrennungspunkt, deshalb entstanden keine Verbrennungsprodukte.

Fazit: In dieser Studie lieferte das Verdampfen dieselbe THC-Menge bei geringerer Belastung durch Verbrennungsprodukte.

Labortests zur Temperatur von Verdampfern

Dale Gieringer testete Verdampfer im Labor, nicht an Menschen. Die Arbeit wurde über die Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS) veröffentlicht, eine gemeinnützige Forschungsorganisation in den USA. Cannabinoide wurden bei etwa 180–190 °C effizient freigesetzt. Benzol trat ab etwa 200 °C auf.

Drei giftige Stoffe, die im Rauch vorkommen, wurden eliminiert: Benzol, Toluol und Naphthalin. Kohlenmonoxid wurde verringert, doch die Tests haben nicht gemessen, um wie viel. Wird das Gerät heißer betrieben, verschiebt sich die Chemie wieder in Richtung Verbrennung.

Was Sie tun können: Wenn die verschreibende Fachkraft das Verdampfen gebilligt hat, verwenden Sie ein Gerät mit Temperaturregelung. Bleiben Sie im Bereich von 180–200 °C, der in diesen Studien verwendet wurde. Oberhalb dieses Bereichs verlieren Sie nach und nach den Vorteil, dass das Material nicht verbrannt wird.

Anmerkung der Übersetzung: Bevor Sie in Thailand ein Gerät kaufen, erkundigen Sie sich bei der zuständigen Behörde nach den aktuellen thailändischen Vorschriften zu Verdampfern und Vaping-Geräten.

Was die Evidenz über Schäden an der Lunge sagt

Die US National Academies sind die nationalen wissenschaftlichen Beratungsgremien der USA. Ihr Bericht The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids von 2017 bewertete die Evidenz zu Cannabis und der Lunge wie folgt:

  • Substanzielle Evidenz: Langjähriges Cannabisrauchen hängt mit stärkeren Atembeschwerden zusammen. Es hängt außerdem mit häufigeren Episoden chronischer Bronchitis zusammen, einer lang anhaltenden Entzündung der Atemwege.
  • Moderate Evidenz: Ein Rauchstopp geht mit einer Besserung einher.
  • Begrenzte Evidenz: Gelegentliches Rauchen hängt mit dem Risiko einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zusammen, einer langfristigen Lungenerkrankung, die das Atmen erschwert. Diese Evidenz berücksichtigt den Tabakkonsum.

Was Sie tun können: Informieren Sie die verschreibende Fachkraft über Husten oder Atemprobleme, bevor das Inhalieren als Aufnahmeweg gewählt wird. Die Evidenz zeigt, dass sich die Beschwerden nach dem Rauchstopp meist bessern. Der Aufnahmeweg lässt sich also wechseln.

Was über die Sicherheit von Verdampfern noch nicht bekannt ist

Weniger Belastung durch Verbrennungsprodukte heißt nicht, dass ein Verdampfer sicher ist. Es gibt keine Langzeitstudien am Menschen zu den gesundheitlichen Folgen des Verdampfens getrockneter Blüten. Eine Übersichtsarbeit von 2025 in Frontiers in Toxicology untersucht das Vaping von Cannabiskonzentraten. Sie stellt fest, dass die Forschung zu deren Gesundheitsrisiken weit hinter der tatsächlichen Nutzung zurückliegt.

Ein Ausbruch von Lungenschäden durch Vaping in den USA zeigt, warum diese Lücke wichtig ist. Bis zum 18. Februar 2020 hatten die US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) 2.807 Fälle registriert, die eine Krankenhausbehandlung erforderten oder tödlich endeten. 68 dieser Menschen starben. Für 2.022 Krankenhauspatienten lagen Daten dazu vor (Stand 14. Januar 2020): 82 Prozent von ihnen gaben an, THC-haltige Produkte verwendet zu haben. Die CDC stellten fest, dass Vitamin-E-Acetat eng mit den Schäden zusammenhing. Dieser ölige Zusatzstoff wurde in manchen Flüssigkeiten für Vape-Kartuschen gefunden.

Anmerkung der Übersetzung: Bei einer Kartusche ohne bekannten Hersteller oder Laborzertifikat können Sie nicht wissen, was der Flüssigkeit zugesetzt wurde. Verwenden Sie keine Kartusche, deren Herkunft und Inhalt Sie nicht überprüfen können. Für das Rauchen von Cannabis an Orten, an denen andere Menschen den Rauch einatmen, gelten in Thailand eigene Vorschriften zum Schutz der öffentlichen Gesundheit. Teil 2 behandelt diese Vorschriften.

Geschlucktes Cannabis: Öle, Kapseln und Edibles

Erster Durchgang durch die Leber und das aktive Abbauprodukt

Geschlucktes Cannabis gelangt vom Darm über die Pfortader zur Leber. Die Pfortader ist das Blutgefäß, das Blut direkt vom Darm zur Leber führt. Die Leber verarbeitet das Cannabis, bevor der übrige Körper es erhält. Wegen dieses ersten Durchgangs gelangt nur so wenig von einer geschluckten Dosis ins Blut.

Der erste Durchgang verändert auch, welche Stoffe ins Blut gelangen. Leberenzyme aus der Familie Cytochrom P450 (CYP) wandeln THC in 11-Hydroxy-THC um. Das wichtigste beteiligte Enzym ist CYP2C9. 11-Hydroxy-THC ist ein aktives Abbauprodukt und gelangt ebenfalls ins Gehirn.

Huestis berichtet, dass der Spiegel von 11-Hydroxy-THC nach dem Rauchen nur etwa 6–10 Prozent des THC-Spiegels beträgt. Nach dem Schlucken liegt er weit höher. Sie zitiert eine Forschungsgruppe um Nadulski. In deren Arbeit zeigte ein 11-Hydroxy-THC-Spiegel, der innerhalb von zwei Stunden über dem THC-Spiegel lag, dass das Cannabis geschluckt worden war.

11-Hydroxy-THC wird seit Langem als mindestens so berauschend wie THC selbst beschrieben. Wie genau sich die beiden Stoffe im Vergleich verhalten, ist in der Forschung noch nicht geklärt.

Fazit: Eine geschluckte Dosis ist nicht einfach eine schwächere Version einer inhalierten Dosis. Sie liefert eine andere Mischung aktiver Stoffe, deshalb fühlt sich die Wirkung anders an.

Später Wirkungseintritt und Notaufnahmen: die Studie aus Colorado

Andrew Monte und Kollegen untersuchten Besuche in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Colorado, einem US-Bundesstaat, in dem Cannabis legal verkauft wird. Sie verglichen die Erkrankungen nach Art der Aufnahme. Die Studie erschien 2019 in den Annals of Internal Medicine.

Edibles standen mit 238 der 2.567 cannabisbedingten Besuche in Verbindung, also mit etwa 9 Prozent. Dabei machten Edibles nach Gewicht nur etwa 0,32 Prozent des im Bundesstaat verkauften THC aus. Bei Besuchen im Zusammenhang mit Edibles ging es häufiger um akute psychiatrische Symptome sowie um Herz- oder Kreislaufsymptome. Bei Besuchen im Zusammenhang mit Inhalieren ging es häufiger um das Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom, ein Krankheitsbild mit wiederholtem, heftigem Erbrechen.

Fazit: Edibles verursachten weit mehr Notfälle, als ihr Anteil am Verkauf erwarten ließe. Das passt zum Muster des späten Wirkungseintritts: Menschen nehmen mehr, bevor die erste Dosis zu wirken begonnen hat.

Was Sie tun können: Behandeln Sie ein Edible als langsam wirkendes Produkt. Nehmen Sie eine abgemessene Menge und notieren Sie die Uhrzeit. Warten Sie dann die volle Zeitspanne ab, die Ihnen die verschreibende Fachkraft genannt hat, bevor Sie irgendetwas entscheiden.

Nahrung, Fett und Aufnahme

Cannabinoide lösen sich in Fett. Deshalb verändert Fett im Darm zum Zeitpunkt der Einnahme die Aufnahme stark. Das steht in offiziellen Arzneimittelinformationen und ist keine Vermutung.

Die US-Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) veröffentlicht die Verschreibungsinformationen für die zugelassene Cannabidiol-(CBD-)Lösung zum Einnehmen. Nach einer fettreichen, kalorienreichen Mahlzeit stieg der maximale Blutspiegel im Vergleich zum nüchternen Magen etwa auf das Fünffache. Die Gesamtexposition, also die Gesamtmenge im Blut über die Zeit, stieg etwa auf das Vierfache. Die Arzneimittelinformation empfiehlt, das Medikament jedes Mal im gleichen zeitlichen Bezug zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Nabiximols ist ein zugelassenes Mundspray aus einem standardisierten Cannabisextrakt; Teil 2 behandelt es ausführlich. Ein Teil jedes Sprühstoßes wird geschluckt. Die Arzneimittelinformation zu Nabiximols nennt folgende Anstiege bei Einnahme mit Nahrung:

  • THC: maximaler Spiegel etwa 1,6-fach, Gesamtexposition etwa 2,8-fach
  • CBD: maximaler Spiegel 3,3-fach, Gesamtexposition 5,1-fach

Was Sie tun können: Nehmen Sie ein geschlucktes Produkt jedes Mal auf dieselbe Weise ein, so wie es Ihnen die verschreibende Fachkraft rät. Das heißt: immer mit einer ähnlichen Mahlzeit oder immer auf nüchternen Magen. Dann bleibt die Aufnahme vorhersehbar, und eine veränderte Wirkung geht tatsächlich auf eine veränderte Dosis zurück.

Anmerkung der Übersetzung: Thailändische Mahlzeiten unterscheiden sich stark im Fettgehalt. Ein Curry mit Kokosmilch enthält viel mehr Fett als eine Schale einfache Reissuppe. Dasselbe Öl kann nach diesen beiden Mahlzeiten sehr unterschiedlich aufgenommen werden. Wenn Sie den Zeitpunkt der Einnahme im Bezug zu den Mahlzeiten ändern, sagen Sie es Ihrer verschreibenden Fachkraft.

Anmerkung der Übersetzung: In Thailand werden Öle und Kapseln oft bei 30–35 °C aufbewahrt, und die Regenzeit bringt hohe Luftfeuchtigkeit. Befolgen Sie die Lagerhinweise auf dem Etikett. Halten Sie die Produkte von Sonnenlicht fern und lassen Sie sie nie im geparkten Auto liegen. Bewahren Sie Kapseln in einem verschlossenen Behälter auf, damit sie trocken bleiben. Steht auf dem Etikett, dass das Produkt gekühlt werden muss, treffen Sie Vorsorge für Stromausfälle. Fragen Sie in der Apotheke, was zu tun ist, wenn der Kühlschrank ausfällt. Ein durch Hitze oder Feuchtigkeit beschädigtes Produkt enthält möglicherweise nicht mehr das, was auf dem Etikett steht.

Fragen zu diesem Teil

Wenn hier etwas unklar ist oder Sie selbst Zeiten bis zum Wirkungseintritt gemessen haben, schreiben Sie unter dieses Thema. Bleiben Sie bei allgemeinen Informationen. Entscheidungen über die Behandlung trifft Ihre verschreibende Fachkraft.

Literatur

  • Huestis MA. Human Cannabinoid Pharmacokinetics. Übersichtsarbeit, 2007. (Zitiert außerdem Nadulski und Kollegen zum Verhältnis von 11-Hydroxy-THC zu THC.)
  • Canadian Pharmacists Association und Health Canada: Material zu Bioverfügbarkeit, Wirkungseintritt und Wirkdauer von Cannabis.
  • Abrams DI und Kollegen, University of California, San Francisco. Verdampfen versus Rauchen, Pilotstudie. Clinical Pharmacology and Therapeutics, 2007.
  • Gieringer D. Labortests von Cannabis-Verdampfern, über die Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies.
  • US National Academies. The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids, 2017.
  • Munger und Kollegen. Chemie des Vapings von Cannabiskonzentraten. Frontiers in Toxicology, 2025.
  • US Centers for Disease Control and Prevention. Daten zu Lungenschäden im Zusammenhang mit Vaping, Stand 18. Februar 2020.
  • Monte AA und Kollegen. Akute Erkrankungen nach Art der Cannabisaufnahme, Colorado. Annals of Internal Medicine, 2019.
  • US-Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA). Verschreibungsinformationen, Cannabidiol-Lösung zum Einnehmen.
  • Nabiximols, oromukosales Spray. Fachinformation (Summary of Product Characteristics).

Dieser Artikel gehört zur Bildungsreihe der Asiannabis Community über medizinisches Cannabis. Er enthält allgemeine Informationen und ist keine medizinische Beratung. Entscheidungen über die Behandlung trifft eine zugelassene Fachkraft. Der Inhalt dient der Bildung in Rechtsordnungen, in denen medizinisches Cannabis gesetzlich erlaubt ist.

Weiter in Teil 2: Aufnahmewege für medizinisches Cannabis: Unter der Zunge, Haut, rektal, Darreichungsformen und die thailändischen Regeln (Teil 2 von 2)

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