Anfang der 1970er-Jahre untersuchten Forschende mit Geld aus den USA Männer in Jamaika, die fast ihr ganzes Leben lang viel Cannabis konsumiert hatten. Später untersuchte ein anderes Team Langzeitkonsumenten in Costa Rica. Keine der beiden Studien fand gravierende körperliche oder psychische Schäden. Befürworter von Cannabis zitieren beide Studien seither. Spätere Forschung mit besseren Methoden fand spezifischere Schäden in genauer abgegrenzten Gruppen. Dieser Teil zeigt, was die Feldstudien belegen und was sie nicht belegen konnten. Er stellt außerdem fünf Fragen vor, die Sie jedem spektakulären Befund stellen sollten. Und er erklärt, was lokale Daten und das thailändische Recht hinzufügen.
Teil 1 hat die andere Hälfte der Geschichte erzählt. In den 1970er-Jahren berichtete der US-Psychiater Robert Galbraith Heath, Cannabis habe bei Affen dauerhafte Hirnschäden verursacht. In der Öffentlichkeit kam daraus die Botschaft „Cannabis tötet Gehirnzellen“ an. Kein anderes Team konnte sein Ergebnis wiederholen. Zwei größere Affenstudien fanden keine strukturellen Veränderungen im Gehirn. Die Geschichte aus Jamaika ist das Spiegelbild davon: Ein altes Ergebnis passt der anderen Seite, und es wird weiter zitiert, obwohl die Forschung längst weiter ist.
Dieser Artikel ist eine Fallstudie darüber, wie man Forschung und Berichte über Forschung liest. Er behandelt Forschung aus den 1970er- und 1980er-Jahren, die von den USA finanziert wurde. Er behauptet nicht, dass Cannabis harmlos ist, und nichts hier ist medizinische Beratung. Den aktuellen Wissensstand zu den Risiken von Cannabis finden Sie im Bereich Wissenschaft und Forschung. Praktische Fragen zur Dosierung gehören in das Thema Niedrig beginnen, langsam steigern.
Dies ist Teil 2. Teil 1: https://asiannabis.com/t/1470
1. Die Feldstudien in Jamaika und Costa Rica
Die Jamaika-Studie ist ein Buch der Anthropologen Rubin und Comitas: Ganja in Jamaica: A Medical Anthropological Study of Chronic Marihuana Use (1975) [1]. Anthropologen untersuchen, wie Menschen in ihren eigenen Gemeinschaften leben. „Ganja“ ist das örtliche Wort für Cannabis. Durchgeführt hat die Studie das Research Institute for the Study of Man. Finanziert hat sie das US National Institute of Mental Health, eine Behörde der US-Regierung.
Die Feldforschung fand Anfang der 1970er-Jahre statt, etwa 1970–72. Das Buch erschien 1975.
Die Costa-Rica-Studie war ein eigenständiges Projekt. Geleitet wurde das Team von William E. Carter, einem Anthropologen an der University of Florida. Das Team veröffentlichte die Ergebnisse als Cannabis in Costa Rica: A Study of Chronic Marihuana Use (1980) [3].
Beide Studien nutzten einen Aufbau, der bis heute ihre größte Stärke ist. Die Forschenden holten keine Freiwilligen ins Labor. Sie untersuchten langjährige, starke Konsumenten in deren eigenen Gemeinschaften, in denen Cannabis zur örtlichen Kultur gehörte. Dabei kombinierten sie ärztliche Untersuchungen mit ethnografischer Feldforschung, also der Beobachtung des Alltags über lange Zeit.
So erfassten sie den tatsächlichen Konsum über viele Jahre. Eine Laborstudie mit einer Einzeldosis kann das nicht leisten. Ihr Hauptbefund war beruhigend: Sie fanden keine gravierenden körperlichen oder psychischen Schäden durch langjährigen Konsum.
Texte von Befürwortern fügen oft weiterreichende Behauptungen hinzu. Eine davon lautet, es habe keinen „Einstiegseffekt“ gegeben. Gemeint ist die Vorstellung, dass Cannabis zu anderen Drogen führt. Eine andere lautet, Cannabis habe in Costa Rica den Rum ersetzt. Diese weiterreichenden Behauptungen sind schlechter belegt als der Hauptbefund.
Zum Ausprobieren: Wenn jemand diese Studien zitiert, prüfen Sie, welche Aussage gemeint ist. Geht es um den Hauptbefund, also keine groben Schäden in dieser Gruppe? Oder um eine der weiterreichenden Behauptungen?
2. Die Grenzen, über die selten gesprochen wird
Wer diese Studien zitiert, erwähnt die folgenden Grenzen fast nie.
- Kleine Stichproben und keine zufällige Zuteilung. Der klinische Vergleich in Jamaika umfasste 30 Langzeitkonsumenten und 30 passende Kontrollpersonen [2]. Passende Kontrollpersonen sind Nichtkonsumenten, die so ausgewählt werden, dass sie den Konsumenten ähneln. Auch die klinische Arbeit in Costa Rica verglich nur wenige solcher Paare aus Konsumenten und Nichtkonsumenten. Keine der beiden Studien hat per Zufall festgelegt, wer Cannabis konsumiert und wer nicht.
- Was Beobachtungsstudien zeigen können und was nicht. In einer Beobachtungsstudie beobachten und messen die Forschenden, entscheiden aber nicht, wer die Droge nimmt. Dieser Aufbau kann eine Bevölkerungsgruppe beschreiben. Er kann nicht zeigen, was mit denselben Menschen ohne Cannabis geschehen wäre.
- Healthy-User-Effekt und Survivorship-Bias (Überlebenden-Verzerrung). Die Forschenden konnten nur Menschen untersuchen, die noch arbeiteten, noch in ihrer Gemeinschaft lebten und noch zur Teilnahme bereit waren. Menschen, deren Leben schlecht verlaufen war, landeten seltener in der Stichprobe. Deshalb wirkte die Stichprobe gesünder, als alle Langzeitkonsumenten tatsächlich waren. Derselbe Filter macht persönliche Erfahrungsberichte unzuverlässig.
- Das Produkt war ein anderes. Jamaikanisches Ganja um 1970 ist nicht das hochpotente Cannabis von 2026. Eine europäische Studie namens EU-GEI verglich Menschen mit einer psychotischen Störung mit Menschen ohne diese Störung [6]. Eine psychotische Störung ist eine schwere psychische Erkrankung, bei der ein Mensch den Bezug zur Realität verliert. Ein solcher Vergleich zwischen Menschen mit und ohne Erkrankung heißt Fall-Kontroll-Studie.
- Was EU-GEI fand. Täglicher Cannabiskonsum war im Vergleich zu Menschen, die nie konsumiert hatten, mit etwa dreifach erhöhten Odds (statistische Chance) für eine psychotische Störung verbunden. Täglicher Konsum von hochpotentem Cannabis, also mit THC ≥10 %, war mit etwa fünffach erhöhter Chance verbunden [6].
- Gröbere Tests für Gedächtnis und Denken. Die um 1970 verfügbaren Tests waren weniger empfindlich als die heutigen.
- Eine veröffentlichte Kritik. 1985 veröffentlichte der Forscher G. G. Nahas eine formelle Kritik an der Jamaika-Studie. Sie erschien im Bulletin on Narcotics, einer Fachzeitschrift der Vereinten Nationen [4]. Die Kritik richtete sich auf die Methoden der Studie und die geringe Zahl der Teilnehmer. Wer die Ergebnisse aus Jamaika ohne diese Debatte zitiert, lässt die Beweislage gesicherter erscheinen, als sie ist.
Zum Ausprobieren: Wenn Sie die Studien aus Jamaika oder Costa Rica zitieren, nennen Sie im selben Satz die Stichprobengröße und den Zeitraum der Studie. Erwähnen Sie außerdem die Kritik von 1985.
3. Was spätere Forschung herausfand
Die Beweislage ist seit den 1970er-Jahren gewachsen. Sie ist genauer geworden, aber nicht günstiger für Cannabis.
- Gedächtnis und Aufmerksamkeit. Eine Studie von 1996 untersuchte erneut Langzeitkonsumenten in Costa Rica (Fletcher und Kollegen). Ältere Langzeitkonsumenten schnitten bei Tests zu Kurzzeitgedächtnis und Aufmerksamkeit schlechter ab als Nichtkonsumenten [5]. Die früheren Feldmethoden waren nicht darauf ausgelegt, solche spezifischen Defizite zu erkennen.
- Entzug. Das Cannabis-Entzugssyndrom ist eine Reihe unangenehmer Beschwerden, die auftreten können, wenn regelmäßig Konsumierende aufhören. Eine Metaanalyse von 2020 (Bahji und Kollegen) fasste viele Studien zusammen. Sie fand das Syndrom bei etwa 47 % der Menschen mit regelmäßigem oder abhängigem Konsum [7].
- Potenz und Psychose. Der oben beschriebene Zusammenhang zwischen hochpotentem Cannabis und psychotischer Störung aus EU-GEI ist ein weiteres Beispiel.
- Die Einstiegsfrage. 2017 veröffentlichten die US National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine eine große Übersichtsarbeit [8]. Diese Einrichtung erstellt Expertenberichte zur wissenschaftlichen Beweislage. Sie fand mäßige Belege dafür, dass Cannabiskonsum statistisch mit späterer Abhängigkeit von anderen Substanzen zusammenhängt. Sie zeigte nicht, dass Cannabis diese Abhängigkeit verursacht.
- Kriminalität. Über den Zusammenhang zwischen Cannabis und Kriminalität streitet die Forschung weiter. Ungeklärt ist, wie viel davon auf die Droge selbst zurückgeht. Ebenso ungeklärt ist, wie viel auf das Verbot (Prohibition) und gemeinsame soziale Risikofaktoren zurückgeht.
Die ehrliche Zusammenfassung lautet also weder „Die Jamaika-Studie hat bewiesen, dass Cannabis sicher ist“ noch „Die Jamaika-Studie ist widerlegt“. Sorgfältige Beobachtungsstudien an bestimmten Gruppen in einer bestimmten Zeit fanden keine groben Schäden. Spätere Forschung mit besseren Methoden fand spezifischere Schäden in genauer abgegrenzten Gruppen. Beide Aussagen stimmen, und sie widersprechen sich nicht.
Was weiterhin gilt. Der Studienaufbau war richtig. Echten Konsum in echten Lebensumständen zu untersuchen, ist eine gültige Methode, die die Forschung zu selten nutzt. Die Studien fanden nicht die katastrophalen Schäden, die politische Reden der damaligen Zeit vorhergesagt hatten. Das ist aber nicht dasselbe wie der Nachweis, dass starker täglicher Konsum sicher ist.
Die Ersatzfrage. Der Costa-Rica-Arbeit wird oft diese Frage zugeschrieben: Nutzen Menschen Cannabis anstelle von Alkohol? Einige Umfragen sprechen dafür. Keine randomisierte Studie hat es getestet, daher bleibt es eine Hypothese. Mehr dazu steht im Thema Cannabis als Ersatz für Alkohol und Opioide.
Beide Fehler sind derselbe Fehler. Wer Ergebnisse von 1975 zitiert, als sei seitdem nichts erschienen, macht spiegelbildlich dasselbe wie jemand, der die Behauptung mit den toten Affen weiterträgt. Ein verwandter Fehler ist es, Ergebnisse von erwachsenen Männern im ländlichen Jamaika um 1970 auf Jugendliche im Jahr 2026 zu übertragen.
Die jamaikanischen Männer hatten ihr Leben lang Cannabis mit geringer Potenz konsumiert, nach den Regeln ihrer Gemeinschaft. Jugendliche konsumieren heute hochpotente Produkte auf unregulierten Märkten. Die beiden Gruppen unterscheiden sich genau in den Faktoren, die sich in späterer Forschung als entscheidend erwiesen haben. Beide Seiten müssen die gesamte Forschung bis heute lesen, nicht nur das Jahrzehnt, das ihnen passt.
Zum Ausprobieren: Bevor Sie eine alte Studie zitieren, prüfen Sie zwei Dinge. Gibt es neuere Forschung zur selben Frage? Ähneln die Menschen in der Studie denen, über die Sie gerade sprechen?
4. Fünf Fragen an jeden spektakulären Befund
Diese Fragen gelten für jeden spektakulären Befund, auch für die, die Sie gern für wahr halten würden.
| Frage | Warum |
|---|---|
| Wurde das Ergebnis wiederholt? | Eine einzelne Studie ist eine Hypothese, so auffällig sie auch sein mag. Erst die Wiederholung macht daraus gesichertes Wissen |
| Von wem? | Die Wiederholung sollte von unabhängigen Gruppen kommen, nicht aus dem ursprünglichen Labor |
| Wie sah die tatsächliche Exposition aus? | Dosis, Aufnahmeweg und Dauer entscheiden, ob das Experiment dem Konsum im echten Leben ähnelt |
| Wie groß ist die Stichprobe? | Kleine Stichproben können eine Frage aufwerfen, beantworten sie aber allein nur selten |
| Was geschah danach? | Bei einer Behauptung aus den 1970er-Jahren ist die nützlichste Information, was die Forschung in den folgenden fünfzig Jahren daraus gemacht hat |
Die letzte Frage ist die nützlichste, und sie wird am seltensten gestellt. Die Geschichte der Epilepsie-Forschung verlief umgekehrt zu der von Heath. 1980 führten Cunha und Kollegen eine kleine Studie mit Cannabidiol (CBD) an gesunden Freiwilligen und an Menschen mit Epilepsie durch [9]. Die Forschung verfolgte dieses Ergebnis weiter, bis Cannabidiol ein zugelassenes Arzneimittel wurde. Der Vergleich der beiden Fälle zeigt am deutlichsten den Unterschied zwischen einem Ergebnis, das hält, und einem, das nicht hält.
Zum Ausprobieren: Übertragen Sie diese fünf Fragen in Ihre Notizen. Nutzen Sie sie, wenn das nächste Mal ein Lieferant, ein Forenbeitrag oder eine Nachricht eine Studie zitiert, und schreiben Sie die Antworten auf.
5. Eine ausgewogene Position
Heaths konkrete Behauptung ist nicht haltbar. Niemand hat gezeigt, dass Cannabis Gehirnzellen so abtötet, wie er es beschrieben hat.
Das heißt nicht, dass Cannabis keine Wirkung auf das Gehirn hat. Denken und Gedächtnis sind während des Rauschs eindeutig beeinträchtigt [8]. In der Nachuntersuchung in Costa Rica schnitten ältere Langzeitkonsumenten bei Gedächtnis und Aufmerksamkeit schlechter ab [5]. Häufiger Konsum von hochpotentem Cannabis hängt mit einer höheren Chance auf eine psychotische Störung zusammen [6]. All das beruht auf größeren und besseren Daten, als Heath sie je hatte.
Auch die Ergebnisse aus Jamaika stützen nicht den umgekehrten Schluss. Sie beschreiben eine Bevölkerungsgruppe, eine Zeit und ein Produkt.
Die richtige Lehre aus beiden Episoden lautet weder „Cannabis ist sicher“ noch „Cannabis ist gefährlich“. Die Lehre lautet: Eine einzelne Studie ist kein Beweis, egal in welche Richtung sie zeigt. Jahrzehntelanger Streit über eine alte Tierstudie oder eine alte Feldstudie kann größere, besser aufgebaute Studien am Menschen nicht ersetzen. Nur solche Studien können die Frage tatsächlich beantworten.
Zum Ausprobieren: Wenn Sie eine der beiden Geschichten weitergeben, geben Sie ihre Grenzen mit. Heaths Ergebnis wurde von anderen nie wiederholt. Die Ergebnisse aus Jamaika gelten für eine Bevölkerungsgruppe, eine Zeit und ein Produkt.
6. Warum das in Thailand und Südostasien bis heute wichtig ist
Beide Geschichten stammen aus den USA, doch die Botschaft, die sie hervorgebracht haben, hat sie überdauert. Varianten von „Cannabis tötet Gehirnzellen“ tauchen in vielen Ländern noch in Materialien zur Drogenprävention und zur öffentlichen Aufklärung auf. Teile dieser Region gehören vielleicht dazu. Ein wahrscheinlicher Grund: Präventionsbotschaften bevorzugen einfache Warnungen, die man sich leicht merkt. Einfache Behauptungen überleben oft die Daten, auf denen sie beruhten.
Dieser Artikel macht keine Aussage über einen bestimmten nationalen Lehrplan. Wenn Sie diese Behauptung in lokalen Materialien gesehen haben, schreiben Sie, wo Sie sie gefunden haben.
Thailand hat außerdem eigene, passendere Daten. Cannabis wurde 2022 von der Betäubungsmittelliste gestrichen. Seitdem haben thailändische Forschende Daten aus der Zeit veröffentlicht, in der Cannabis breit verfügbar war. Dazu gehören national repräsentative Umfragen zum Cannabiskonsum Erwachsener [10]. Solche Umfragen sind so angelegt, dass die Befragten die erwachsene Bevölkerung des ganzen Landes abbilden.
Die aktuelle Rechtslage. Cannabisblüte ist eine kontrollierte Heilpflanze nach der Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Heilpflanzen (Cannabis) B.E. 2568 nach der Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568. Die Bekanntmachung wurde auf Grundlage des Gesetzes zum Schutz der traditionellen thailändischen Medizin (Thai Traditional Medicine Protection Act) B.E. 2542 (1999) erlassen und gilt seit dem 26. Juni 2025.
Blüten dürfen nur gegen ein PT-33-Rezept (ภ.ท.33) einer dazu berechtigten Fachperson verkauft werden. Jedes Rezept deckt höchstens 30 Tage ab.
Jede verkaufte Blüte muss von einem nach GACP (Good Agricultural and Collection Practice) zertifizierten Betrieb stammen. GACP ist ein Standard dafür, wie Arzneipflanzen angebaut, geerntet und dokumentiert werden. Werbung für Cannabisblüten und ihr Online-Verkauf sind verboten.
Der Entwurf des Cannabis-Kontrollgesetzes (Cannabis Control Act) ist noch kein Gesetz. Das Kabinett hat den Entwurf am 22. September 2026 gebilligt und an das Repräsentantenhaus weitergeleitet.
Anmerkung der Übersetzung: Als Anbauer oder als Mitarbeiter in einem Geschäft hören Sie vielleicht, wie Kunden oder Besucher die Behauptung mit den toten Affen wiederholen oder sagen: „Jamaika hat bewiesen, dass es sicher ist.“ Antworten Sie nicht mit einer Gesundheitsaussage – weder in die eine noch in die andere Richtung. Verweisen Sie Gesundheitsfragen an eine zugelassene Fachperson, zumal Blüten ohnehin nur auf PT-33-Rezept verkauft werden. Verweisen Sie auf die Themen zur Beweislage hier im Forum. So bleibt das Gespräch sachlich, und Sie machen keine medizinischen Aussagen, die Sie nicht belegen können.
Anmerkung der Übersetzung: Wenden Sie die fünf Fragen auch auf Behauptungen zum Anbau an. Beispiele sind ein Zusatz, der „den Ertrag steigert“, eine Sorte, die angeblich „schimmelresistent“ ist, oder eine geänderte Beleuchtung, die angeblich „die Potenz erhöht“. Fragen Sie nach der Quelle und prüfen Sie, ob jemand das Ergebnis wiederholt hat. Testen Sie die Behauptung dann an einer kleinen Charge neben einer unveränderten Charge, unter Ihren eigenen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen, bevor Sie sie im großen Maßstab einsetzen.
Teilen Sie Ihr Wissen. Wenn Sie thailändische oder regionale Forschung zu Cannabiskonsum und seinen Folgen seit 2022 kennen, posten Sie sie im Bereich Wissenschaft und Forschung mit vollständiger Quellenangabe. Wenn Ihnen jemand die Behauptung mit den toten Affen beigebracht hat oder eine andere Cannabis-„Tatsache“, die sich später als falsch herausstellte, schreiben Sie, wo Sie sie gehört haben.
Studien aus anderen Ländern können keine Fragen über Menschen in dieser Region beantworten, lokale Forschung schon. Nachzuverfolgen, woher vermeintlich gesichertes Wissen stammt, ist eine Fähigkeit. Sie können sie bei jeder anderen Gesundheitsbehauptung einsetzen, die Ihnen begegnet. Sie können auch direkt unter diesem Thema Fragen stellen oder die Diskussion beginnen.
Quellen
- Rubin V, Comitas L. Ganja in Jamaica: A Medical Anthropological Study of Chronic Marihuana Use. The Hague: Mouton; 1975.
- Beaubrun MH, Knight F. Psychiatric assessment of 30 chronic users of cannabis and 30 matched controls. American Journal of Psychiatry. 1973;130(3):309. https://doi.org/10.1176/ajp.130.3.309
- Carter WE, ed. Cannabis in Costa Rica: A Study of Chronic Marihuana Use. Philadelphia: Institute for the Study of Human Issues; 1980.
- Nahas GG. Critique of a study on ganja in Jamaica. Bulletin on Narcotics. 1985;37(4):15–29. https://ojp.gov/pdffiles1/Digitization/119741NCJRS.pdf
- Fletcher JM, Page JB, Francis DJ, et al. Cognitive correlates of long-term cannabis use in Costa Rican men. Archives of General Psychiatry. 1996;53(11):1051–1057. https://scholarworks.gsu.edu/psych_facpub/169
- Di Forti M, et al. The contribution of cannabis use to variation in the incidence of psychotic disorder across Europe (EU-GEI). Lancet Psychiatry. 2019;6(5):427–436.
- Bahji A, et al. Prevalence of cannabis withdrawal symptoms among people with regular or dependent use of cannabinoids: a systematic review and meta-analysis. JAMA Network Open. 2020;3(4):e202370.
- National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids. Washington, DC: National Academies Press; 2017.
- Cunha JM, et al. Chronic administration of cannabidiol to healthy volunteers and epileptic patients. Pharmacology. 1980;21(3):175–185.
- Wichaidit W, et al. Density of cannabis outlets vs. cannabis use behaviors and prevalent cannabis use disorder: findings from a nationally-representative survey. PeerJ. 2024;12:e17317. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC11064851/
Allgemeine Bildungsinformation zur Bewertung wissenschaftlicher Aussagen. Keine medizinische Beratung.