Studien aus den 1970er- und frühen 1980er-Jahren zeigten, dass Cannabinoide chemotherapiebedingte Übelkeit und Erbrechen besser kontrollierten als die damaligen Mittel gegen Übelkeit. 1985 wurden in den USA zwei synthetische Cannabinoid-Arzneimittel zugelassen: Nabilon und Dronabinol. Seitdem haben neuere Medikamente die Behandlung von Übelkeit grundlegend verändert. Cannabinoide sind dabei zur Reserveoption geworden.
Dieser Teil erklärt diesen Wandel und zeigt, was aktuelle onkologische Leitlinien empfehlen. Er behandelt außerdem Sicherheitshinweise für Patienten und Angehörige sowie die thailändischen Regeln. Am Ende stehen Hinweise für lizenzierte Anbauer, deren Blüten Patienten erreichen können.
Ändern Sie wegen dieses Artikels kein Medikament gegen Übelkeit. Das onkologische Behandlungsteam plant die Kontrolle der Übelkeit passend zum jeweiligen Chemotherapie-Schema. Der Plan richtet sich danach, wie stark dieses Schema typischerweise Erbrechen auslöst. Ist die Übelkeit nicht unter Kontrolle, informieren Sie das Team. Tauschen Sie nichts eigenmächtig aus. In Thailand ist die Cannabisblüte ein kontrolliertes Kraut. Sie darf nur gegen ein PT-33-Rezept abgegeben werden, für höchstens 30 Tage.
Dies ist Teil 2. Teil 1: https://asiannabis.com/t/1423
1. Wie sich die Behandlung gegen Übelkeit nach den 1980er-Jahren verändert hat
Übelkeit durch Chemotherapie verläuft in drei Phasen. Die akute Phase tritt innerhalb von etwa 24 Stunden auf. Sie wird vor allem durch Serotonin ausgelöst, das im Darm freigesetzt wird. Die verzögerte Phase dauert von etwa 24 Stunden bis zu mehreren Tagen. Sie wird vor allem durch einen Botenstoff im Gehirn ausgelöst, die Substanz P. Die antizipatorische Phase ist eine erlernte Reaktion vor dem nächsten Zyklus. Sie entsteht, wenn die Übelkeit in früheren Zyklen schlecht kontrolliert war.
Nach den Cannabinoid-Studien kamen zwei neue Wirkstoffklassen auf den Markt:
- 5-HT3-Rezeptorantagonisten blockieren das Serotoninsignal aus dem Darm. Ondansetron war der erste dieser Wirkstoffe, weitere folgten.
- NK1-Rezeptorantagonisten blockieren die Substanz P an ihren Neurokinin-1-Rezeptoren (NK1) im Gehirn. Aprepitant war der erste dieser Wirkstoffe, weitere folgten.
Diese Mittel werden meist zusammen mit einem Kortikosteroid gegeben, also einem Steroid-Medikament. Inzwischen ist auch Olanzapin zu einer weiteren Standardoption geworden, ein Medikament aus der Gruppe der Antipsychotika.
Cannabinoide waren also Medikamenten von etwa 1980 überlegen, die ein Patient heute nicht mehr bekommen würde. Damit sind die alten Studien nicht falsch. Ihr Ergebnis bedeutet heute aber etwas anderes. Früher hieß es: Cannabinoide sind „besser als das, was wir haben“. Heute sind sie „eine Option, wenn das, was wir haben, nicht wirkt“.
Was Sie tun sollten: Bevor Sie das Ergebnis einer alten Studie auf heute übertragen, prüfen Sie das Studienjahr und das Vergleichsmedikament.
2. Wo aktuelle Leitlinien Cannabinoide einordnen
Die am häufigsten zitierten onkologischen Leitlinien stammen von zwei US-Organisationen:
- NCCN (National Comprehensive Cancer Network) ist ein Zusammenschluss von US-Krebszentren.
- ASCO (American Society of Clinical Oncology) ist die wichtigste Fachgesellschaft der Krebsärzte in den USA.
Zwei Fachbegriffe beschreiben Übelkeit, die mit den Standardmedikamenten nicht unter Kontrolle ist:
- Durchbruch-Übelkeit und -Erbrechen (breakthrough) treten trotz vorbeugender Medikamente auf.
- Refraktäre Übelkeit und refraktäres Erbrechen sprechen nicht auf die Standardbehandlung an.
Die NCCN Clinical Practice Guidelines in Oncology: Antiemesis führen Dronabinol als eine der Optionen bei Durchbruch- oder refraktärer Übelkeit und Erbrechen auf. Das NCCN überarbeitet diese Leitlinien häufig. Prüfen Sie daher die aktuelle Fassung.
Die ASCO hat ihre Leitlinie gegen Übelkeit 2017 aktualisiert. Sie empfiehlt die von der FDA zugelassenen Cannabinoide Dronabinol oder Nabilon bei Übelkeit und Erbrechen, die auf Standardmedikamente nicht ansprechen. Für medizinisches Marihuana hielt sie die Evidenz in diesem Bereich für zu schwach, um es zu empfehlen. Mit „medizinischem Marihuana“ sind hier Produkte aus der Cannabispflanze gemeint. 2020 hat die ASCO die Leitlinie gegen Übelkeit erneut aktualisiert.
Alle diese Empfehlungen gelten erst ab der zweiten Behandlungslinie. Sie greifen erst, wenn die vorbeugende Standardbehandlung nicht ausgereicht hat. Sie ersetzen diese Behandlung nicht.
Die Änderung von 2024
2024 veröffentlichte die ASCO eine eigene Leitlinie zu Cannabis und Cannabinoiden bei Erwachsenen mit Krebs. Sie betrifft Erwachsene mit refraktärer Übelkeit und refraktärem Erbrechen unter Chemotherapie, deren vorbeugende Behandlung bereits den Leitlinien entspricht. Diese Patienten können ihre Behandlung um eine von drei Optionen ergänzen:
- Dronabinol;
- Nabilon;
- einen qualitätskontrollierten Extrakt zum Einnehmen mit THC und CBD im Verhältnis 1:1.
THC (Tetrahydrocannabinol) ist der wichtigste berauschende Wirkstoff in Cannabis. CBD (Cannabidiol) ist ein nicht berauschendes Cannabinoid. Jede dieser Optionen wird zusätzlich zu den regulären Medikamenten gegen Übelkeit gegeben, nicht stattdessen. Die ASCO stuft die Stärke dieser Empfehlung als schwach ein.
Die wichtigste Studie hinter der Extrakt-Option veröffentlichten Grimison und Kollegen 2020 in den Annals of Oncology. Es war eine randomisierte, placebokontrollierte Crossover-Studie der frühen Phase II. Alle Teilnehmenden hatten refraktäre Übelkeit und refraktäres Erbrechen unter Chemotherapie. In manchen Zyklen nahmen sie Kapseln mit 2,5 mg THC und 2,5 mg CBD ein. In anderen Zyklen bekamen sie eine Scheinkapsel (Placebo).
- Das vollständige Ansprechen stieg von 14 % unter Placebo auf 25 % unter THC:CBD. Das vollständige Ansprechen war das wichtigste Erfolgsmaß der Studie: kein Erbrechen und keine Bedarfsmedikation (Rescue-Medikation) in den 0 bis 120 Stunden nach der Chemotherapie.
- 31 % der Teilnehmenden berichteten über mittelschwere oder schwere Nebenwirkungen durch die Cannabinoide, etwa Sedierung (Schläfrigkeit), Schwindel oder Desorientierung.
- Die meisten Teilnehmenden zogen THC:CBD dem Placebo vor.
Was Sie tun sollten: Hält die Übelkeit trotz der Standardmedikamente an, fragen Sie das onkologische Team, ob eine der Zusatzoptionen aus den Leitlinien für den Patienten infrage kommt. Diese Zusatzoptionen sind Dronabinol, Nabilon oder ein qualitätskontrollierter THC:CBD-Extrakt im Verhältnis 1:1 zum Einnehmen. Das Team kann die Option mit den anderen Medikamenten des Patienten und dem Chemotherapieplan abgleichen.
3. Welche Produkte die Evidenz abdeckt
Die Rangfolge der Evidenz nach Produktart hat sich nicht verändert. Die Evidenz stützt pharmazeutische Cannabinoide. Sie stützt außerdem qualitätskontrollierte Extrakte zum Einnehmen mit einer festgelegten, gemessenen Zusammensetzung.
Für diese Anwendung ist die Evidenz bei gerauchtem oder inhaliertem Cannabis und bei unregulierten Blüten am schwächsten. Keine Leitlinienempfehlung stützt sich auf diese Produkte.
Was Sie tun sollten: Bevor Sie einer Produktaussage zu Übelkeit bei Chemotherapie vertrauen, prüfen Sie, um welches Produkt es geht. Die Evidenz deckt Dronabinol, Nabilon oder einen Extrakt zum Einnehmen mit angegebenem THC:CBD-Gehalt und einem Prüfzertifikat der Charge ab. Keine Leitlinie stützt Blüten zum Rauchen.
4. Zwei entgegengesetzte Fehler beim Lesen dieser Evidenz
Zu viel behaupten: Man behauptet, Cannabis sei ein erwiesenes Mittel gegen Übelkeit für Chemotherapie-Patienten im Allgemeinen. Die Evidenz stützt aber nur bestimmte Cannabinoid-Produkte als Zusatz in refraktären Fällen. Das sind die beiden zugelassenen synthetischen Wirkstoffe und, seit der ASCO-Leitlinie 2024, qualitätskontrollierte THC:CBD-Extrakte zum Einnehmen.
Zu wenig behaupten: Man behauptet, Cannabinoide hätten in der Krebsbehandlung keine evidenzbasierte Rolle. Hier haben sie eine, und zwar in Leitlinien als Option der zweiten Linie. Kaum eine andere Aussage über Cannabis ist so gut belegt.
Beide Fehler sind verbreitet. Den zweiten machen viele als Gegenreaktion auf den ersten.
Was Sie tun sollten: Wenn Sie im Forum dazu schreiben oder eine Frage beantworten, nennen Sie das genaue Produkt und die genaue Patientengruppe. Schreiben Sie zum Beispiel „Dronabinol als Zusatz bei refraktärer Übelkeit unter Chemotherapie“ statt „Cannabis hilft Chemo-Patienten“.
5. Praktische Hinweise für Patienten und Angehörige
Informieren Sie das onkologische Team, wenn die Übelkeit nicht unter Kontrolle ist
Unkontrollierte Übelkeit lässt sich behandeln, und das Team hat noch mehrere Optionen. Es kann aber nur handeln, wenn es Bescheid weiß. Schlechte Kontrolle in einem Zyklus erschwert den nächsten, weil sie zu antizipatorischer Übelkeit führen kann.
Was Sie tun sollten: Notieren Sie für jeden Zyklus täglich kurz die Episoden von Übelkeit und Erbrechen. Zeigen Sie die Notizen beim nächsten Termin dem Team. So erkennt das Team, welche Phase nicht abgedeckt ist.
Ersetzen oder ergänzen Sie nichts eigenmächtig
Wer eigenmächtig ein Produkt ergänzt oder austauscht, geht zwei Risiken ein. Der Patient kann die bereits erreichte Kontrolle der Übelkeit verlieren. Außerdem kann das neue Produkt mit anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten. Die Leber baut Cannabinoide mit einer Gruppe von Enzymen ab, dem Cytochrom P450. Krebspatienten nehmen meist mehrere Medikamente, die über dieselben Enzyme abgebaut werden. Siehe Wechselwirkungen von Cannabis mit Arzneimitteln: Die Liste für Ihren Arzttermin.
Ein konkreter Grund, warum das Team Bescheid wissen muss, ist die Immuntherapie. Diese Medikamente helfen dem Immunsystem, den Krebs anzugreifen. Taha und Kollegen (The Oncologist, 2019) werteten rückblickend die Akten von 140 Patienten aus, die mit dem Immuntherapie-Medikament Nivolumab behandelt wurden. Eine solche rückblickende Auswertung von Akten (retrospektiv und beobachtend) kann einen Zusammenhang zeigen, aber keine Ursache beweisen.
- Die Ansprechrate lag bei Cannabiskonsumenten bei 15,9 % und bei Nichtkonsumenten bei 37,5 %. Die Ansprechrate ist der Anteil der Patienten, deren Tumoren geschrumpft sind.
- Beim progressionsfreien Überleben gab es keinen signifikanten Unterschied, also bei der Zeit, bis der Krebs wieder wächst. Auch beim Gesamtüberleben gab es keinen signifikanten Unterschied.
- Die Autoren betonten, dass vorausschauende (prospektive) Studien nötig sind.
Ein Schaden ist damit nicht bewiesen. Es ist aber Grund genug, das Team zu informieren, statt zu raten.
Was Sie tun sollten: Bringen Sie zu jedem onkologischen Termin eine schriftliche Liste aller Mittel mit, die der Patient verwendet. Führen Sie auch Cannabisprodukte und pflanzliche Arzneimittel auf. So kann das Team Wechselwirkungen prüfen, bevor sie zum Problem werden.
Verunreinigungen sind für diese Patienten wichtiger als für fast alle anderen
Chemotherapie schwächt oft das Immunsystem. Ärzte sprechen dann von Immunsuppression. Unreguliertes Cannabis birgt nachgewiesene Risiken durch Schimmelpilze und Bakterien. Am bedenklichsten ist das Inhalieren.
Was Sie tun sollten: Verwenden Sie nur Produkte aus einem regulierten Vertriebsweg mit Prüfung jeder Charge. Lassen Sie sich das Prüfzertifikat zeigen.
Kennen Sie das Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom
Bei diesem Krankheitsbild löst regelmäßiger Cannabiskonsum selbst wiederkehrende Brechattacken aus. Heißes Duschen bringt typischerweise vorübergehend Linderung. Mehr Cannabis hilft nicht. Das Syndrom verschwindet erst, wenn der Cannabiskonsum aufhört.
Bei einem Patienten, der wegen der Chemotherapie ohnehin erbricht, wird dieses Syndrom leicht übersehen. Naheliegend ist dann, mehr Cannabis zu nehmen, und das verschlimmert es.
Was Sie tun sollten: Hat jemand, der regelmäßig Cannabis konsumiert, wiederholt Brechattacken, die unter einer heißen Dusche nachlassen, informieren Sie den Arzt über den Cannabiskonsum.
6. In Thailand
Das Department of Medical Services (DMS), die Abteilung für medizinische Dienste des Ministeriums für öffentliche Gesundheit, veröffentlicht einen Leitfaden zur medizinischen Verwendung von Cannabis. Die 4. überarbeitete Ausgabe (Januar 2021) zählt Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie zu den Erkrankungen, bei denen Cannabisprodukte als nützlich gelten. Der Leitfaden wurde seitdem überarbeitet. Die neueste Ausgabe, die wir gefunden haben, ist die 6. Überarbeitung (2024). Prüfen Sie daher die aktuelle Ausgabe.
Diese Gruppe von Erkrankungen hat in dem Leitfaden die höchste Evidenzstufe. Dazu gehören auch Erkrankungen wie refraktäre Epilepsie, Spastik (Muskelsteifigkeit) bei Multipler Sklerose und neuropathische Schmerzen (Nervenschmerzen). Diese Einordnung passt zu den oben genannten internationalen Leitlinien. Sie macht Cannabis aber nicht zum Mittel der ersten Wahl gegen Übelkeit. Jede Anwendung gehört in den Plan des onkologischen Teams.
Die Cannabisblüte selbst ist ein kontrolliertes Kraut nach der Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568, in Kraft seit dem 26. Juni 2025. Sie darf nur gegen ein PT-33-Rezept abgegeben werden, für höchstens 30 Tage. Werbung für Blüten und ihr Online-Verkauf sind verboten. Zu den Rezeptregeln siehe Medizinisches Cannabis: Was der Begriff bedeutet, was die Evidenz stützt und Thailands PT 33.
Ob Blüten verschrieben werden dürfen, ist die eine Frage. Ob Dronabinol oder Nabilon in Thailand registriert und erhältlich sind, ist eine andere. Wir konnten nicht bestätigen, ob eines der beiden Medikamente bei der thailändischen Arzneimittelbehörde (Thai FDA) registriert ist. Eine ausländische Zulassung ist keine thailändische Registrierung.
Was Sie tun sollten: Verlassen Sie sich nicht auf Vermutungen. Fragen Sie den behandelnden Onkologen oder die Krankenhausapotheke, ob Dronabinol oder Nabilon erhältlich ist. Ist keines von beiden erhältlich, fragen Sie, welche Zusatzoption das Team bei anhaltender Übelkeit einsetzt.
7. Hinweise für lizenzierte Anbauer, deren Blüten Patienten erreichen können
Anmerkung der Übersetzung: Chemotherapie-Patienten gehören zu den verletzlichsten Menschen, die Ihr Produkt erreichen kann, weil ihr Immunsystem oft geschwächt ist. Die Bedingungen in Thailand erhöhen das Schimmelrisiko. Räume erreichen 30–35 °C, in der Regenzeit ist die Luftfeuchtigkeit hoch, und Stromausfälle können während der Trocknung Entfeuchter und Klimaanlagen lahmlegen.
- Lassen Sie jede Charge in einem Labor auf Schimmelpilze, Bakterien und Mykotoxine prüfen, bevor sie den Betrieb verlässt. Dann wissen Sie, ob die Charge für Menschen mit geschwächtem Immunsystem sicher ist, und Sie haben einen Nachweis für den Käufer. Fragen Sie das Labor, welche Akkreditierung es für jeden einzelnen Test hat.
- Protokollieren Sie täglich Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Trocknungs- und Lagerraum, und notieren Sie jeden Stromausfall mit seiner Dauer. Geht etwas schief, können Sie nachverfolgen, welche Charge betroffen war, und sie erneut prüfen lassen.
- Führen Sie Ihre Aufzeichnungen nach dem GACP-Standard (Gute Agrar- und Sammelpraxis). So lässt sich jede Charge von der Pflanzung bis zum Verkauf zurückverfolgen.
- Bewerben Sie Blüten nicht als Behandlung gegen Übelkeit bei Chemotherapie. Werbung für Blüten ist in Thailand verboten. Außerdem stützt keine Leitlinie Blüten für diese Anwendung.
Wenn Sie selbst oder ein Angehöriger, den Sie betreuen, in Thailand eine Chemotherapie hinter sich haben, teilen Sie Ihre Erfahrungen bitte unter diesem Thema. Wurde die Kontrolle der Übelkeit schon vor dem ersten Zyklus besprochen oder erst, als sie zum Problem wurde? Die Studienlage zeigt, dass der erste Zyklus den Verlauf der weiteren prägt. Die Berichte der Mitglieder zeigen, wie oft dieses Gespräch in thailändischen Krankenhäusern stattfindet.
Literatur (Teil 2)
- US FDA. Marinol (Dronabinol) Kapseln, Fachinformation. https://www.accessdata.fda.gov/drugsatfda_docs/label/2026/018651s036lbl.pdf
- US FDA. Cesamet (Nabilon) Kapseln, Fachinformation.
- Hesketh PJ et al. Antiemetics: American Society of Clinical Oncology Clinical Practice Guideline Update. J Clin Oncol 2017.
- Hesketh PJ et al. Antiemetics: ASCO Guideline Update. J Clin Oncol 2020;38(24):2782-2797. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32658626/
- Braun IM et al. Cannabis and Cannabinoids in Adults With Cancer: ASCO Guideline. J Clin Oncol 2024;42(13):1575-1593. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38478773/
- NCCN Clinical Practice Guidelines in Oncology: Antiemesis (aktuelle Fassung prüfen). https://www.nccn.org/guidelines/guidelines-detail?category=3&id=1415
- Grimison P et al. Oral THC:CBD cannabis extract for refractory chemotherapy-induced nausea and vomiting: a randomised, placebo-controlled, phase II crossover trial. Ann Oncol 2020;31(11):1553-1560. doi:10.1016/j.annonc.2020.07.020
- Taha T et al. Cannabis Impacts Tumor Response Rate to Nivolumab in Patients with Advanced Malignancies. Oncologist 2019;24(4):549-554. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30670598/
- Department of Medical Services, Ministerium für öffentliche Gesundheit. คำแนะนำการใช้กัญชาทางการแพทย์ (Leitfaden zur medizinischen Verwendung von Cannabis). https://cpg.dms.go.th
Die historischen Studien (Chan 1987, Dalzell 1986) sind in Teil 1 aufgeführt.
Bildungsartikel der Asiannabis Community. Er enthält allgemeine Informationen und ist keine medizinische Beratung. Er ist kein Grund, eine Behandlung gegen Übelkeit zu ändern. Die Kontrolle der Übelkeit während der Chemotherapie plant das behandelnde onkologische Team.