Nährstoffmangel an Cannabisblättern: Die Anzeichen jedes Nährstoffs, von Stickstoff bis Bor (Teil 2 von 2)

Jeder Nährstoff, der knapp wird, hinterlässt ein eigenes Muster auf den Cannabisblättern. Dasselbe Muster entsteht aber oft durch einen falschen pH-Wert in der Wurzelzone und nicht durch einen echten Mangel. Dieser Leitfaden beschreibt die Anzeichen jedes Mangels von Stickstoff bis Bor, dazu die üblichen Ursachen und Lösungen. Am Ende steht eine Übersichtstabelle.

Für jeden der folgenden Abschnitte gelten zwei Regeln. Die erste betrifft die Position an der Pflanze. Mobile Nährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium) zeigen sich zuerst an alten, unteren Blättern. Die Pflanze zieht sie nämlich aus alten Blättern ab, um damit neue zu versorgen. Immobile Nährstoffe (Calcium, Eisen, Mangan, Zink, Bor und in der Praxis auch Schwefel) bleiben dort, wo sie eingelagert wurden. Deshalb zeigen sie sich zuerst am Neuaustrieb oben an der Pflanze.

Die zweite Regel lautet: erst prüfen, dann düngen. Messen Sie in der Wurzelzone den pH-Wert und die Drainage-EC und sehen Sie sich die Wurzeln an, bevor Sie ein Produkt zugeben. Drainagewasser ist das Wasser, das nach dem Gießen unten aus dem Topf läuft. Die EC (elektrische Leitfähigkeit) gibt an, wie viel gelöstes Salz es enthält, gemessen in mS/cm.

Dies ist Teil 2. Teil 1: https://asiannabis.com/t/1100


1. Stickstoff (N): mobil

Stickstoffmangel an den unteren Cannabisblättern

Stickstoffmangel ist das häufigste Nährstoffproblem bei Cannabis. Am häufigsten tritt er in der vegetativen Phase auf, weil die Pflanze dann viel Stickstoff für den Aufbau von Blättern und Stängeln braucht.

Symptome

  • Die unteren Blätter werden gleichmäßig blass und danach auf der ganzen Blattfläche gelb, ohne grüne Blattadern. Anschließend werden sie hellbraun und fallen ab.
  • Die Vergilbung wandert von unten stetig an der Pflanze nach oben.
  • Die Pflanze wirkt ausgebleicht. Die Stängel bleiben dünn, das Wachstum verlangsamt sich und es bilden sich weniger Blütenansätze.

Die Vergilbung ist über das ganze Blatt gleichmäßig, ohne Muster aus grünen Adern. Genau daran unterscheiden Sie Stickstoffmangel von Magnesium- oder Eisenmangel.

Häufige Ursachen

  • Zu wenig Stickstoff in der Nährlösung. In organischer Erde passiert das oft spät in der Lebensdauer der Mischung, wenn die eingemischten Nährstoffe verbraucht sind.
  • Der pH-Wert liegt außerhalb des Zielbereichs. Die Wurzeln nehmen Stickstoff als Nitrat oder Ammonium auf, und beide Formen reagieren empfindlich auf den pH-Wert.
  • Die Wurzeln sind durch Überwässerung oder verdichtete Erde geschädigt.
  • Es wurde zu viel gespült.

Behebung

  • Prüfen Sie zuerst den pH-Wert.
  • Erhöhen Sie den „Grow“-Anteil (für die vegetative Phase) Ihres Basisdüngers.
  • Als schnelle Stickstoffquelle eignet sich ein CalMag-Produkt mit Calciumnitrat. In organischen Systemen nehmen Sie Fischemulsion, einen Flüssigdünger aus Fisch.

In der späten Blüte ist eine gewisse Vergilbung der unteren Blätter normal. Die Pflanze zieht beim Ausreifen Stickstoff aus alten Blättern ab. Korrigieren Sie das nicht.

Was zu tun ist: Wenn die Vergilbung in der vegetativen Phase von unten nach oben wandert, prüfen Sie zuerst den pH-Wert. Erhöhen Sie danach den Grow-Dünger etwas und beobachten Sie 5–7 Tage lang die nächsten neuen Blätter. In der späten Blüte notieren Sie die Vergilbung als normale Alterung und lassen sie, wie sie ist.


2. Phosphor (P): mobil

Phosphor transportiert Energie durch die Pflanze und treibt das Wurzelwachstum und die Blütenbildung an.

Symptome

  • Ältere Blätter werden zuerst ungewöhnlich dunkelgrün oder blaugrün statt gelb.
  • An den Blattstielen, Stängeln und Blattunterseiten entsteht eine violette, rote oder kastanienbraune Färbung. Sie kommt von einer Anreicherung von Anthocyan, einem natürlichen violetten Farbstoff.
  • In fortgeschrittenen Stadien erscheinen auf alten Blättern dunkle Flecken aus abgestorbenem Gewebe (Nekrose), und die Blätter können sich nach unten einrollen.
  • Das Wachstum ist langsam, die Wurzeln sind schwach, die Blüte setzt verspätet ein, und die Blüten bleiben klein mit wenig Harz.

Häufige Ursachen

  • Ein pH-Wert unter 5,5 oder über 7,0. Bei diesen Extremwerten verbindet sich Phosphor mit Calcium, Eisen oder Aluminium zu festen Verbindungen, die die Wurzeln nicht aufnehmen können.
  • Eine Wurzelzone kälter als etwa 15 °C, denn die Phosphoraufnahme hängt stark von der Temperatur ab.
  • Zu viel Eisen oder Zink, die bei der Aufnahme mit Phosphor konkurrieren.

Behebung: Korrigieren Sie den pH-Wert. Erhöhen Sie danach den Blütedünger oder geben Sie ein PK-Produkt zu, also einen Dünger mit viel Phosphor und Kalium. Organische Quellen sind Knochenmehl, Fledermaus-Guano und Rohphosphat.

Violette Färbung allein beweist keinen Phosphormangel. Viele Kultivare (Sorten) bilden genetisch bedingt Anthocyan, besonders bei kühlen Nächten. Vermuten Sie Phosphormangel nur, wenn die violetten Blattstiele mit gehemmtem Wachstum einhergehen und pH-Wert und EC ansonsten stimmen.

Anmerkung der Übersetzung: Beim Anbau im thailändischen Tiefland ist eine Wurzelzone unter 15 °C meist unwahrscheinlich. Eine Ausnahme können Hochlandstandorte im Norden während der kühlen Jahreszeit sein. Wenn Sie dort anbauen, messen Sie bei Tagesanbruch die Temperatur des Substrats mit einem Thermometer. Dann wissen Sie, ob Kälte als Ursache in Frage kommt.

Was zu tun ist: Bevor Sie violette Stängel dem Phosphor zuschreiben, prüfen Sie, ob auch das Wachstum gehemmt ist und ob pH-Wert und EC im Zielbereich liegen. Wächst die Pflanze normal, notieren Sie die Färbung als Merkmal des Kultivars und geben keinen Phosphor zu.


3. Kalium (K): mobil

Kalium regelt den Wasserdruck in den Zellen. Es steuert außerdem die Stomata (die Blattporen, die sich öffnen und schließen, um Gas und Wasser hinein- und hinauszulassen) und transportiert Zucker durch die Pflanze.

Symptome

  • Ränder und Spitzen älterer Blätter werden gelb, dann braun und verbrannt. Die Blattmitte bleibt noch eine Weile grün.
  • Die Blätter werden trocken und brüchig, und auf der Blattfläche können rostfarbene Flecken erscheinen.
  • Die Blattränder können sich nach oben rollen, bevor das Gewebe abstirbt. Außerdem wird die Pflanze anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.

Häufige Ursachen

  • Ein pH-Wert unter 5,5 oder über 7,0.
  • Eine Nährlösung mit viel Ammonium. Ammonium konkurriert mit Kalium um dieselben Aufnahmekanäle in der Wurzel.
  • Natrium im Wasser. Natrium verdrängt Kalium von den Bindungsstellen an Erd- oder Kokospartikeln, die Nährstoffe für die Wurzeln bereithalten.

Behebung: Korrigieren Sie den pH-Wert und erhöhen Sie danach die Blüte-/PK-Düngung. Eine weitere Möglichkeit ist Kaliumsilikat, das zusätzlich die Stängel stärkt. Organische Optionen sind Kelpmehl (Algenmehl, also getrockneter Seetang) oder Holzasche. Holzasche hebt den pH-Wert, setzen Sie sie daher vorsichtig ein.

Verbrannte Blattspitzen in der späten Blüte sind oft normale Alterung in Verbindung mit dem hohen Kaliumbedarf der Pflanze in dieser Phase. Das ist kein Mangel, den Sie korrigieren müssen.

Anmerkung der Übersetzung: Wenn Sie mit Brunnenwasser gießen, bitten Sie das Labor bei der Wasseranalyse auch um einen Natriumwert. Kennen Sie den Natriumgehalt, wissen Sie, ob Ihr Wasser Kaliumprobleme verursachen könnte.

Was zu tun ist: Wenn ältere Blätter an den Rändern verbrennen, prüfen Sie zuerst den pH-Wert und die Drainage-EC. In der späten Blüte sollten Sie verbrannte Spitzen nicht mit zusätzlichem Kalium behandeln.


4. Calcium und Magnesium (CalMag)

Calcium- und Magnesiummangel an Cannabisblättern

Calcium- und Magnesiummangel sind in Kokossubstrat sehr häufig. Häufig sind sie auch, wenn Sie mit RO-Wasser oder anderem gefiltertem Wasser gießen. Aus RO-Wasser (Umkehrosmose) wurden fast alle Mineralien entfernt.

Calcium (Ca): immobil

Symptome: braune oder hellbraune Flecken auf neuen Blättern, manchmal „Leopardenflecken“ genannt. Neue Blätter wölben sich schalenförmig, verdrehen sich oder entfalten sich nicht richtig. Die Wurzelspitzen sind schwach, und in der Blütephase können Blütenstände absterben.

Häufige Ursachen

  • Ein pH-Wert unter 5,5.
  • Ungepuffertes Kokossubstrat, also Kokos ohne Vorbehandlung. Es entzieht der Wurzelzone Calcium.
  • Eine Nährlösung mit zu viel Magnesium im Verhältnis zu Calcium. Beide konkurrieren bei der Aufnahme.
  • Geringe Transpiration. Transpiration ist die Verdunstung von Wasser über die Blätter. Sie zieht Wasser und gelöstes Calcium von den Wurzeln nach oben.

Calcium wandert nur mit diesem Transpirationsstrom. Sehr hohe Luftfeuchtigkeit, ein niedriger VPD oder schwache Luftbewegung können die Triebspitzen deshalb unterversorgen, selbst wenn die Wurzelzone genug Calcium enthält. Der VPD (Dampfdruckdefizit) gibt an, wie stark die Luft den Blättern Wasser entzieht. Bei niedrigem VPD ist die Luft so feucht, dass die Blätter kaum transpirieren.

Bei starkem Licht und Hitze kann das Wachstum schneller sein als der Calcium-Nachschub, und die Spitzen verbrennen. Beheben Sie das durch einen besseren VPD und mehr Luftbewegung, nicht durch zusätzliches Calcium.

Anmerkung der Übersetzung: In der thailändischen Regenzeit bleibt die Luftfeuchtigkeit in Anbauräumen und Gewächshäusern wochenlang hoch. Sie steigt weiter, wenn bei einem Stromausfall die Ventilatoren stehen bleiben. Prüfen Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser), bevor Sie Calcium zugeben. Verbessern Sie zuerst Luftbewegung und Entfeuchtung. Im Freiland können Sie die Luftfeuchtigkeit nicht senken. Setzen Sie die Pflanzen dort so weit auseinander, dass die Luft zwischen ihnen zirkulieren kann.

Magnesium (Mg): mobil

Symptome: Interkostalchlorose an älteren Blättern. Das Gewebe zwischen den Adern wird gelb, während die Adern deutlich grün bleiben, in einem scharfen Fischgrätenmuster. Später werden die gelben Bereiche hellbraun mit Flecken aus abgestorbenem Gewebe. Danach werden die Blätter brüchig, rollen sich ein und fallen ab. Der Schaden wandert von unten nach oben an der Pflanze.

Häufige Ursachen

  • Ein pH-Wert unter 6,0 in Erde oder unter 5,5 in Kokos. Das ist die häufigste Ursache.
  • Starke Kaliumdüngung, weil Kalium und Magnesium konkurrieren.
  • RO-Wasser oder sehr weiches Wasser ohne CalMag.
  • Häufiges Gießen von Kokos mit zu wenig Magnesium in der Nährlösung.

Behebung

  • Geben Sie ein CalMag-Präparat in der Dosierung laut Etikett zu. Beginnen Sie niedrig und steigern Sie allmählich.
  • In Kokos und bei RO-Wasser geben die meisten Grower CalMag ab der ersten Düngung zu.
  • Prüfen Sie das Calcium-Magnesium-Verhältnis Ihres Basisdüngers sowie Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung im Raum.

Anmerkung der Übersetzung: Auch gesammeltes Regenwasser enthält sehr wenig Mineralien. Messen Sie seine EC. Liegt der Wert nahe null, behandeln Sie es wie RO-Wasser und geben CalMag zu.

Anmerkung der Übersetzung: CalMag-Produkte und chelatiertes Eisen (siehe Abschnitt 5) werden von vielen Düngermarken hergestellt. Fragen Sie den offiziellen thailändischen Vertriebspartner Ihrer Düngermarke, welche davon importiert und in Thailand zum Verkauf registriert sind. Das Düngemittelgesetz B.E. 2518 wurde durch das Düngemittelgesetz (Nr. 2) B.E. 2550 geändert. Thema 1464 erklärt, wie Sie prüfen, ob ein Dünger in Thailand legal verkauft wird.

Was zu tun ist: Wenn Sie in Kokos anbauen oder mit RO-Wasser oder Regenwasser gießen, beginnen Sie ab der ersten Düngung mit CalMag in einer niedrigen Dosierung laut Etikett. Verbrennen unter starkem Licht nur die Spitzen neuer Blätter, prüfen Sie Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung, bevor Sie mehr Calcium zugeben.


5. Mikronährstoffe und Schwefel: Eisen, Zink, Mangan und Bor

Mikronährstoffe werden nur in winzigen Mengen gebraucht, doch ein Mangel richtet trotzdem echten Schaden an. Alle Nährstoffe in diesem Abschnitt zeigen ihre Symptome am Neuaustrieb.

Eisen (Fe). Die jüngsten Blätter werden zwischen den Adern gelb, während die Adern grün bleiben. In schweren Fällen werden neue Blätter fast weiß. Ein einzelnes betroffenes Blatt sieht genauso aus wie eines mit Magnesiummangel. Unterscheiden lassen sich beide deshalb nur über die Position an der Pflanze: Eisenmangel zeigt sich oben, Magnesiummangel unten.

Ursachen für Eisenmangel:

  • ein pH-Wert in der Wurzelzone über etwa 6,5;
  • bicarbonatreiches Wasser, das den pH-Wert langsam anhebt;
  • viel Phosphor, der Eisenphosphat bildet, das die Wurzeln nicht aufnehmen können;
  • staunasse Wurzeln.

Zink (Zn). Neue Blätter sind klein, schmal, gewellt oder runzlig. Die Internodien (Stängelabschnitte zwischen den Blattansätzen) sind ungewöhnlich kurz, sodass die Pflanze gestaucht und zusammengedrückt wirkt. Am Neuaustrieb tritt etwas Vergilbung zwischen den Adern auf. Ursachen: ein pH-Wert über 6,5–7,0 oder zu viel Phosphor.

Mangan (Mn). Vergilbung zwischen den Adern mit kleinen hellbraunen oder braunen Flecken erscheint an jungen bis mittelalten Blättern. Sie wird leicht mit Magnesiummangel verwechselt, zeigt sich aber an jüngerem Gewebe. Bei Pflanzen, die handelsüblichen Dünger bekommen, ist Manganmangel eher selten. Ursachen: ein pH-Wert über 6,5 oder zu viel Eisen.

Bor (B). Die Triebspitzen verformen sich. Neue Blätter sind dick und brüchig und öffnen sich nicht, und die Spitzen sterben ab. Die Stängel können hohl oder korkig werden. Bormangel gehört zu den am leichtesten erkennbaren Mängeln, weil er die Form der Pflanze verändert und nicht ihre Farbe. Ursachen: ein pH-Wert außerhalb von 6,0–7,0 oder ungleichmäßiges Gießen, weil Bor mit dem Transpirationsstrom wandert.

Schwefel (S). Der Neuaustrieb wird gleichmäßig blass gelbgrün, ohne das Adernmuster von Eisen- oder Magnesiummangel. Mit mineralischen Düngern ist das selten, weil ihre Sulfatsalze nebenbei Schwefel liefern. Schwefelmangel sieht man vor allem in organischen Systemen, die auf langsame Mineralisierung angewiesen sind. Dabei zerlegt das Bodenleben organisches Material langsam in Nährstoffe, die die Wurzeln aufnehmen können. Er tritt auch in kühler Erde auf oder dort, wo der Kompost noch nicht ausgereift ist.

Behebung: Prüfen Sie zuerst den pH-Wert. Die meisten Mikronährstoff-Symptome kommen von einer pH-bedingten Nährstoffblockade und nicht vom tatsächlichen Fehlen des Nährstoffs. Stimmt der pH-Wert und bleiben die Symptome, geben Sie ein Präparat in niedriger Dosierung zu. Für Eisen nehmen Sie chelatiertes Eisen, also Eisen, das an ein Molekül gebunden ist, das es gelöst hält. Die Form EDDHA-Fe bleibt bei höherem pH-Wert am besten verfügbar. Für Zink nehmen Sie Zinksulfat.

Anmerkung der Übersetzung: Manches Brunnen- und Leitungswasser in Thailand ist hart, also reich an gelösten Mineralien wie Bicarbonat. Solches Wasser treibt den pH-Wert der Wurzelzone Woche für Woche langsam nach oben, deshalb treten Eisenprobleme schleichend auf. Messen Sie jede Woche den pH-Wert des Drainagewassers. So bemerken Sie den Anstieg, bevor die neuen Blätter blass werden.

Was zu tun ist: Wenn neue Blätter zwischen den Adern vergilben, messen Sie den pH-Wert des Drainagewassers, bevor Sie einen Mikronährstoff kaufen. Geben Sie chelatiertes Eisen in niedriger Dosierung nur zu, wenn der pH-Wert im Zielbereich liegt. Beurteilen Sie das Ergebnis danach an den Blättern, die anschließend nachwachsen.


6. Übersichtstabelle der Mängel

Nährstoff Mobil? Hauptsymptom Zeigt sich zuerst an Häufigste Ursache
Stickstoff (N) Ja Gleichmäßige Vergilbung, von unten nach oben Ältesten Blättern Zu wenig N; pH außerhalb des Zielbereichs
Phosphor (P) Ja Dunkelgrün, dann violette Blattstiele und Blattunterseiten Älteren Blättern pH unter 5,5 oder über 7,0; kalte Wurzelzone
Kalium (K) Ja Braune, verbrannte Ränder und Spitzen Ältesten Blättern pH-Ungleichgewicht; viel Ammonium oder Natrium
Magnesium (Mg) Ja Gelb zwischen den Adern, Adern grün Älteren Blättern pH unter 6,0 in Erde; kaliumreiche Düngung; weiches Wasser
Calcium (Ca) Nein Braune Flecken; verformte neue Blätter Jüngsten Blättern pH unter 5,5; geringe Transpiration; ungepuffertes Kokos
Eisen (Fe) Nein Gelb zwischen den Adern Jüngsten Blättern pH über 6,5; Bicarbonat; Staunässe
Zink (Zn) Nein Kleine, verformte Blätter; kurze Internodien Neuaustrieb pH über 7,0; zu viel Phosphor
Mangan (Mn) Nein Gelb zwischen den Adern mit abgestorbenen Flecken Jungen bis mittleren Blättern pH über 6,5; zu viel Eisen
Bor (B) Nein Dicker, brüchiger, verformter Neuaustrieb Triebspitzen pH außerhalb des Zielbereichs; ungleichmäßiges Gießen
Schwefel (S) Teilweise Gleichmäßige Vergilbung des Neuaustriebs Jüngstem Austrieb Organische Systeme mit langsamer Mineralisierung

Was zu tun ist: Nutzen Sie diese Tabelle erst, nachdem Sie pH-Wert, Drainage-EC und Wurzeln geprüft haben. Wählen Sie die ein oder zwei Zeilen, die am besten zu Ihrem Befund passen. Korrigieren Sie zuerst den pH-Wert und warten Sie 5–7 Tage, bevor Sie den vermuteten Nährstoff in niedriger Dosierung zugeben.


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Passt ein Symptom zu keiner Zeile der Tabelle, schreiben Sie unter dieses Thema. Nennen Sie das Substrat, pH-Wert und EC der Nährlösung und des Drainagewassers und welche Blätter zuerst betroffen waren. Fügen Sie ein bei Tageslicht aufgenommenes Foto hinzu. Mit diesen Angaben können andere Grower Ihre Pflanze mit den oben beschriebenen Mustern vergleichen und den nächsten Prüfschritt vorschlagen.


Rechtlicher Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich der Bildung. Der Anbau von Cannabis muss den Gesetzen an Ihrem Wohnort entsprechen. In Thailand ist Cannabisblüte ein kontrolliertes Kraut gemäß der Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568. Die Bekanntmachung wurde auf Grundlage des Gesetzes zum Schutz der traditionellen thailändischen Medizin B.E. 2542 erlassen und ist seit dem 26. Juni 2025 in Kraft.

Forschung, Export, Verkauf und Verarbeitung eines kontrollierten Krauts erfordern eine Lizenz nach dem Gesetz von 1999. Zu den Lizenzvorschriften gehört die Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2) B.E. 2569. Sie ist seit dem 30. April 2026 in Kraft und verschärft die Lizenzkriterien für Cannabisblüte.


Quellen

  1. Weedmaps Editors. “Nutrient deficiencies in cannabis: How to spot and address them.”
  2. Leafly. “Cannabis nutrient deficiencies & leaf symptoms.”
  3. Sensi Seeds (2021). “How to Spot the 7 Most Common Cannabis Plant Deficiencies by Leaf Symptoms.”
  4. Organitek (2025). “11 Common Cannabis Nutrient Deficiencies.”
  5. Hey Abby (2025). “Cannabis Calcium & Magnesium Deficiency.”
  6. La Huerta Grow Shop. “How to Identify and Fix Nutrient Toxicity in Cannabis Plants.”

Links: (1) https://weedmaps.com/learn/the-plant/nutrient-deficiencies-in-cannabis (2) https://www.leafly.com/learn/growing/troubleshooting/nutrient-deficiencies (3) https://sensiseeds.com/en/blog/how-to-spot-the-7-most-common-cannabis-plant-deficiencies-by-leaf-symptoms/ (4) https://organitek.com/cannabis-nutrient-deficiencies/ (5) https://heyabby.com/blogs/articles/cannabis-calcium-magnesium-deficiency (6) https://www.lahuertagrowshop.com/blog/en/identify-fix-cannabis-nutrient-toxicity/