Cannabis-Dispensaries (lizenzierte Abgabestellen für Cannabis) in Thailand müssen inzwischen alle paar Monate mit unangekündigten Kontrollen rechnen. Die meisten Probleme mit der Lizenz haben drei Ursachen. Es ist keine geschulte Person im Dienst, die Adressen stimmen nicht überein oder die Aufzeichnungen sind unvollständig. Dieser Leitfaden behandelt sechs Themen: den Ablauf von Kontrollen, die Personalplanung für Vertretungen, die sichere Verlängerung der Lizenz, die Kosten der Regeltreue, die Regeln für Online-Inhalte und das Protokoll für Beschwerden und unerwünschte Ereignisse.
Seit April 2026 müssen Sie für eine Lizenz zum Verkauf von Cannabisblüten in Thailand vier Voraussetzungen erfüllen. Sie brauchen eine qualifizierende Grundlizenz, etwa eine Krankenhaus-, Apotheken- oder Kräuterproduktlizenz oder eine vergleichbare Lizenz. Während der gesamten Öffnungszeiten muss eine geschulte Person im Dienst sein. Alle Lizenzen müssen dieselbe Adresse ausweisen, und die Bestandsaufzeichnungen müssen aktuell sein. Das DTAM (Department of Thai Traditional and Alternative Medicine, die thailändische Behörde für traditionelle und alternative Medizin) führt die Schulung zum Umgang mit Cannabis durch, die das Personal absolvieren muss. Blüten dürfen nur auf ein Rezept nach Formular PT 33 (ภ.ท.33) abgegeben werden, und zwar für höchstens 30 Tage. Wer gegen diese Regeln verstößt, riskiert die Aussetzung oder den Widerruf der Lizenz.
Dies ist Teil 2. Teil 1: https://asiannabis.com/t/1291
Anmerkung der Übersetzung: Dieser Leitfaden enthält allgemeine Informationen und ist keine Rechtsberatung. Wenn Sie Entscheidungen zu Ihrer eigenen Lizenz treffen müssen, fragen Sie eine thailändische Anwältin oder einen thailändischen Anwalt mit Erfahrung bei Cannabis-Lizenzen.
So laufen Kontrollen ab
Wer kontrolliert und wie oft
Die Kontrolleure kommen von drei Stellen: vom DTAM, von der thailändischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, FDA, อย.) und von den Gesundheitsämtern der Provinzen. Seit der Verschärfung im April 2026 sind die Besuche deutlich häufiger geworden. Betreiber in Bangkok und Chiang Mai berichten für 2026 von Besuchen alle 1–3 Monate. In den Jahren 2023–2024 kamen die Kontrolleure etwa zweimal im Jahr. Diese Zahlen beruhen auf Berichten von Betreibern, die im Originalartikel zitiert werden. Es handelt sich nicht um amtliche Statistiken.
Fast alle Kontrollen finden unangekündigt statt. Keine Vorschrift verlangt eine Vorankündigung. Betreiber, die schon mehrmals kontrolliert wurden, erkennen kein Muster beim Zeitpunkt.
Das sollten Sie tun: Gehen Sie davon aus, dass heute ein Kontrolleur hereinkommen könnte. Bewahren Sie alle Lizenzunterlagen in einem einzigen Ordner an der Theke auf. So kann jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die Unterlagen sofort vorlegen, ohne suchen zu müssen.
Was geprüft wird, und in welcher Reihenfolge
Laut Originalartikel gehen die Kontrolleure jedes Mal in derselben Reihenfolge vor. Diese Reihenfolge stammt aus Berichten von Betreibern. In veröffentlichten Dokumenten des DTAM konnten wir sie nicht finden.
- Lizenz ausgehängt. Die gültige Lizenz muss vom Eingang aus sichtbar sein, ohne dass man das Personal danach fragen muss. Ist sie das nicht, ist das bereits eine Beanstandung.
- Qualifizierte Person anwesend. Der Kontrolleur verlangt das DTAM-Zertifikat oder die Zulassung als Apotheker, Arzt oder Praktiker der traditionellen Medizin. Ist keine qualifizierte Person anwesend, liegt ein Verstoß vor.
- Lagerung. Blüten müssen in einem eigenen, beschrifteten und abgeschlossenen Schrank liegen, nicht auf dem Boden und getrennt von anderen Waren.
- PT 27 und PT 28 aktuell. Das Formular PT 27 (ภ.ท.27) dokumentiert, woher Ihre Blüten stammen. Das Formular PT 28 (ภ.ท.28) dokumentiert, wie sie verwendet oder verkauft wurden. Der Kontrolleur vergleicht beide mit einer Zählung des Bestands im Regal. Jede Abweichung löst eine Untersuchung wegen falscher Angaben aus.
- PT-33-Aufzeichnungen. Zu jedem Verkauf muss ein passendes Rezept vorliegen. Der Kontrolleur kann 10–20 Einträge stichprobenartig prüfen und mit den Verkäufen im PT 28 abgleichen.
- Übereinstimmende Adresse. Alle Unterlagen müssen dieselbe Adresse ausweisen. Der Kontrolleur gleicht sie mit Ihrer Gewerberegistrierung (ทะเบียนพาณิชย์) und Ihrer qualifizierenden Grundlizenz ab.
Keinen dieser sechs Punkte können Sie noch beheben, wenn der Kontrolleur schon im Laden steht.
Das sollten Sie tun: Prüfen Sie diese sechs Punkte jede Woche selbst, und zwar in derselben Reihenfolge. Was Sie selbst entdecken, können Sie noch korrigieren, bevor ein Kontrolleur es findet.
Was nach einer Beanstandung passiert
Stellt ein Kontrolleur einen Verstoß fest, erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid (หนังสือแจ้ง). Darin steht:
- gegen welche Bestimmung Sie verstoßen haben
- die Dauer der Aussetzung (30 oder 90 Tage) oder die Weiterleitung zum Widerruf
- die Frist für Ihren Abhilfebericht, in dem Sie darlegen, wie Sie das Problem behoben haben
Anmerkung der Übersetzung: § 52 des Gesetzes zum Schutz der thailändischen traditionellen Medizin (Thai Traditional Medicine Protection Act) B.E. 2542 (1999) erlaubt eine Aussetzung von bis zu 90 Tagen pro Anordnung.
Während einer Aussetzung dürfen Sie kein Cannabis verkaufen. Ausrüstung und andere Waren ohne Cannabis dürfen Sie weiter verkaufen, wenn das Geschäft dafür eine eigene Lizenz besitzt. Das ist wichtig für Growshops, die zusätzlich eine Registrierung für den Verkauf von Cannabis-Zubehör haben.
Anmerkung der Übersetzung: § 78 des Gesetzes von 1999 regelt die Weiterführung des Geschäfts während einer Aussetzung (§ 52 Absatz 2). Die Strafe beträgt bis zu 1 Jahr Haft, eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht oder beides. Schließen Sie am ersten Tag der Aussetzung den Cannabis-Schrank ab und dokumentieren Sie den gezählten Bestand. Diese Aufzeichnung belegt, dass während der Aussetzung kein Cannabis verkauft wurde.
Droht Ihnen ein Widerruf, reichen Sie Ihre Unterlagen und Ihre Stellungnahme schriftlich ein, mit Unterstützung einer Anwältin oder eines Anwalts. Laut der DTAM-Leitlinie vom Juni 2026 führt ein wiederholter gleicher Verstoß nach einer Aussetzung zum Widerruf. Viel Ermessensspielraum gibt es also nicht.
Anmerkung der Übersetzung: Nach § 70 des Gesetzes von 1999 können Sie innerhalb von 30 Tagen nach Zustellung Widerspruch gegen eine Anordnung einlegen. Zuständig ist der Ausschuss für den Schutz und die Förderung des Wissens der thailändischen traditionellen Medizin. Der Widerspruch setzt die Anordnung nicht aus, und nach § 71 ist die Entscheidung des Ausschusses endgültig. § 54 regelt den Widerruf. Nach einem Widerruf können Sie zwei Jahre lang keine neue Lizenz nach diesem Gesetz erhalten. Danach liegt eine neue Lizenz im Ermessen der Genehmigungsbehörde. Die Lizenzverordnung von 2016 wendet in Ziffer 8(1)(e) dieselbe zweijährige Sperre auf das Unternehmen an. Sie gilt außerdem für dessen Direktoren, Geschäftsführer und andere verantwortliche Personen. Wer mit denselben Personen eine neue Firma gründet, umgeht die Sperre also nicht.
Das sollten Sie tun: Notieren Sie das Datum, an dem Sie einen Bescheid erhalten. An diesem Tag beginnt Ihre 30-tägige Widerspruchsfrist. Nehmen Sie noch in derselben Woche Kontakt zu einer thailändischen Anwältin oder einem thailändischen Anwalt auf und beginnen Sie sofort mit dem Abhilfebericht.
Personalplanung für die Regeltreue
Das DTAM-Zertifikat und seine Grenzen
Das DTAM-Zertifikat für den Umgang mit Cannabis hat klare Grenzen:
- Das Zertifikat gehört der Person, nicht dem Laden, und ist nicht übertragbar.
- Kündigt eine zertifizierte Mitarbeiterin oder ein zertifizierter Mitarbeiter, muss eine andere zertifizierte Person eingestellt und im Dienst sein, bevor der Laden wieder öffnet. Die Vorschrift sieht keine Übergangsfrist vor.
- Das Zertifikat deckt den Umgang mit Cannabis, die Abgabe und die Beratung ab. Es macht die Inhaberin oder den Inhaber weder zur Apothekerin bzw. zum Apotheker noch berechtigt es zum Ausstellen von Rezepten.
Vertretung so planen, dass der Laden nie ohne zertifizierte Person öffnet
Am größten ist das Risiko in kleinen Läden, in denen nur eine Person das Zertifikat besitzt. Der Originalartikel schlägt drei Schritte vor.
- Zwei oder mehr Mitarbeitende schulen. Schicken Sie mindestens zwei Beschäftigte zur DTAM-Schulung. Dann müssen Sie bei Krankheit, Urlaub oder Kündigung nicht schließen. Die Schulungskosten sind gering im Vergleich zu einer Aussetzung von 30 Tagen.
- Eine Vertretungsregel schriftlich festlegen. Darin sollte stehen: Fehlt die zertifizierte Hauptperson, muss die zweite Person kommen, sonst bleibt der Laden geschlossen. Bewahren Sie einen Nachweis auf, dass diese schriftliche Regel existiert. Angenommen, es kommt trotzdem zu einem Verstoß. Eine schriftliche Vorgabe, die eine einzelne Person nicht befolgt hat, spricht für einen individuellen Fehler. Sie spricht nicht dafür, dass der ganze Laden die Regeln missachtet.
- Kopien der Zertifikate vor Ort aufbewahren. Halten Sie beglaubigte Kopien aller Zertifikate des Personals in einem Ordner für die Kontrolle bereit. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass ein Kontrolleur ein Foto auf dem Handy akzeptiert.
Das sollten Sie tun: Benennen Sie noch in diesem Monat für jeden Öffnungstag eine zertifizierte Vertretung und tragen Sie beide Namen in den Dienstplan ein.
Lizenzverlängerung: die riskanteste Phase
Nach den Regeln ab 2026 ist die Verlängerung keine Formsache. Die Behörde prüft Ihren Laden erneut nach den heute geltenden Kriterien. Läden, die ihre erste Lizenz unter den lockereren Regeln von 2022–2024 erhalten haben, tragen bei der ersten Verlängerung das höchste Risiko. Sie müssen die aktuellen vier Voraussetzungen erfüllen und nicht die, die bei der ersten Lizenzvergabe galten.
Checkliste für die Verlängerung
60 Tage vor Ablauf:
- Prüfen Sie, ob Ihre qualifizierende Grundlizenz gültig ist. Gemeint ist eine Lizenz für ein Krankenhaus, für Kräuterprodukte, Arzneimittel, Extraktion, als Volksheiler oder für den Anbau. Stellen Sie sicher, dass sie nicht vor oder kurz nach der Verlängerung der Cannabis-Lizenz abläuft.
- Prüfen Sie, ob die Grundlizenz genau dieselbe Adresse ausweist wie Ihre Cannabis-Lizenz.
- Weichen die Adressen ab, beantragen Sie die Adressänderung jetzt bei der ausstellenden Behörde. Warten Sie damit nicht bis zum Verlängerungstermin.
30 Tage vor Ablauf:
- Reichen Sie den Verlängerungsantrag mit allen Nachweisen ein.
- Legen Sie die aktuelle Grundlizenz und einen Eigentumsnachweis für das Gebäude bei. Wenn Sie mieten, legen Sie den Mietvertrag und die schriftliche Zustimmung des Eigentümers bei. Fügen Sie außerdem ein Foto des eigenen Lagerschranks und die DTAM-Zertifikate aller qualifizierten Mitarbeitenden bei.
- Bewahren Sie eine vollständige Kopie des Antrags zusammen mit der Eingangsbestätigung auf.
Nach der Verlängerung:
- Hängen Sie die neue Lizenz sofort aus.
- Aktualisieren Sie die Kopie am Eingang, die Kopfzeilen Ihrer PT-27- und PT-28-Aufzeichnungen und Ihre Standardarbeitsanweisungen (die schriftlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen für das Personal).
- Ändert sich die Lizenznummer, aktualisieren Sie sie auf allen öffentlichen Materialien, auf denen sie steht.
Warum Verlängerungen abgelehnt werden
Der 2026 am häufigsten dokumentierte Ablehnungsgrund ist eine abweichende Adresse zwischen Cannabis-Lizenz und Grundlizenz. An zweiter Stelle steht das völlige Fehlen einer Grundlizenz. Läden, die 2022 ihre Lizenz nur mit einer allgemeinen Gewerberegistrierung beantragt haben, können bei der Verlängerung nichts vorlegen.
Das sollten Sie tun: Tragen Sie noch heute zwei Erinnerungen in Ihren Kalender ein, 60 Tage und 30 Tage vor Ablauf Ihrer Lizenz.
Was Regeltreue kostet
Eine Dispensary, die die Regeln von 2026 einhält, hat Kosten, die es 2022 noch nicht gab. Für konkrete Beträge haben wir keine verlässliche Quelle gefunden. Die Liste unten nennt deshalb nur die Kostenposten. Holen Sie für jeden Posten echte Angebote ein.
| Kostenposten | Hinweise |
|---|---|
| DTAM-Schulung (erstmalig) | Einmalig, pro geschulter Person |
| Aufrechterhaltung der Grundlizenz | Abhängig von der Art der Lizenz |
| Zertifizierte Vertretung | Kosten für eine zertifizierte Teilzeitkraft, abgewogen gegen das Risiko einer Schließung |
| Dokumentation | Software oder manuelles System, plus Arbeitszeit des Personals |
| Rechtliche Prüfung bei der Verlängerung | Einmal pro Verlängerungszyklus, wenn Sie eine Beratung nutzen |
Das sind echte Betriebskosten. Läden, die sie in ihrem Budget für 2026 nicht eingeplant haben, sparen am ehesten an der falschen Stelle. Sie sparen bei der Dokumentation und bei der Vertretung, also genau bei den zwei häufigsten Beanstandungen in Kontrollen.
Das sollten Sie tun: Nehmen Sie jeden dieser Posten in Ihr Budget für die nächsten 12 Monate auf. Rechnen Sie mit echten Angeboten, zum Beispiel der tatsächlichen DTAM-Schulungsgebühr und dem Honorar Ihrer Beraterin oder Ihres Beraters.
Online-Verkauf und soziale Medien
Die Bekanntmachung über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568 des Gesundheitsministeriums verbietet den Online-Verkauf von Cannabisblüten eindeutig. Das Verbot gilt für jede Plattform:
- Bestellabläufe in einem LINE Official Account (LINE OA, ein Geschäftskonto in der Chat-App LINE)
- Angebote auf Facebook Marketplace
- Shop-Links auf Instagram
- Produktseiten auf Lazada oder Shopee
- jede LINE-Gruppe, in der ein Preis genannt und eine Zahlung verlangt wird
Die rechtliche Grenze hängt nicht davon ab, wo bezahlt wird. Entscheidend ist, wo das Verkaufsangebot gemacht wird.
Zwei Beispiele zeigen, wie das in der Praxis aussieht:
- Ein Chatbot im LINE OA, der schreibt „Antworten Sie mit ‚1‘, um 10 g zu bestellen“, ist ein Online-Verkaufsangebot, auch wenn die Kundschaft die Ware im Laden abholt.
- Ein Facebook-Beitrag mit „Preis per Direktnachricht“, auf den der Preis per privater Nachricht folgt, wird genauso behandelt.
Kontrolleure des DTAM können öffentliche Social-Media-Inhalte sehen. Sie prüfen sie, wenn sie Beschwerden nachgehen.
Erlaubt: Bildungsinhalte, Standort und Öffnungszeiten, Produktfotos ohne Preise und allgemeine, informative Beschreibungen der Eigenschaften von Sorten. Diese Grenzen entsprechen weitgehend den Regeln für verschreibungspflichtige Arzneimittel in Thailand.
Führt sofort zu genauer Prüfung:
- Preislisten in jedem öffentlichen oder halböffentlichen Kanal
- „Aktionen“ oder Rabattcodes
- die Wörter „kaufen“, „bestellen“, „Lieferung“ oder „THC%“ in Bildunterschriften oder Beiträgen
- bezahlte Werbung für Cannabisprodukte auf Meta, Google oder TikTok
All das ist auch nach der Bestimmung der Bekanntmachung über Werbung verboten.
Manche Unternehmen betreiben eine Dispensary und ein Geschäft für Anbaubedarf nebeneinander. Wenn das bei Ihnen so ist, führen Sie zwei vollständig getrennte LINE-OA-Konten. Nutzen Sie eines für landwirtschaftlichen Bedarf, für den andere Werberegeln gelten. Nutzen Sie das andere ausschließlich für die Betreuung von Patientinnen und Patienten. Wenn Sie beide Zielgruppen vermischen, schaffen Sie Beweise dafür, dass Sie Cannabis an Freizeitkonsumenten vermarkten.
Anmerkung der Übersetzung: Dasselbe Gesetz gilt auch in diesem Forum. Blüten dürfen hier weder beworben noch zum Verkauf angeboten werden, auch nicht in den Marketplace-Bereichen.
Das sollten Sie tun: Gehen Sie diese Woche Ihren LINE OA, Ihre Facebook- und Instagram-Seiten und Ihre Online-Shop-Seiten durch. Entfernen Sie Preise, Bestellbuttons, Chatbots, die Bestellungen annehmen, sowie die Wörter „kaufen“, „bestellen“, „Lieferung“ und „THC%“.
Das Protokoll für Beschwerden und unerwünschte Ereignisse
Ein unerwünschtes Ereignis ist eine ungewollte Reaktion nach der Anwendung eines Produkts. Laut Originalartikel verlangen die DTAM-Regeln von Dispensaries, die Blüten auf PT-33-Rezepte abgeben, jede gemeldete Beschwerde und jede unerwünschte Reaktion von Kundinnen und Kunden zu protokollieren. Das Protokoll sei bei Kontrollen vorzulegen. In den veröffentlichten Vorschriften konnten wir diese Pflicht nicht finden. Ein Protokoll ist trotzdem gute Praxis.
Ein datiertes Protokoll auf Papier genügt. Notieren Sie bei jedem Eintrag das Beschwerdebild der Kundin oder des Kunden, das abgegebene Produkt und die gemeldete Reaktion. Lassen Sie den Namen aus Datenschutzgründen weg.
Ein leeres Protokoll beweist wenig. Angenommen, Sie geben seit drei Monaten Blüten auf PT-33-Rezepte ab und das Protokoll enthält keinen einzigen Eintrag. Das zeigt nicht, dass Ihre Produkte keine Probleme verursacht haben.
Der Aufwand ist geringer, als die meisten Betreiber erwarten. Legen Sie ein gebundenes Notizbuch an die Theke und schreiben Sie pro Kundenkontakt eine Zeile:
- Datum
- Produktname
- Chargennummer, sofern nachvollziehbar
- die Beschwerde oder „keine unerwünschte Reaktion festgestellt“
Kurze Einträge reichen aus. Wenn Sie das Protokoll konsequent führen, belegt es auch Ihre Sorgfalt (dass Sie angemessen vorsichtig gehandelt haben), falls später jemand eine Beschwerde gegen Ihre Lizenz einreicht.
Schwere unerwünschte Ereignisse. Beispiele sind starke Angst, Brustschmerzen und Bewusstlosigkeit. Laut Originalartikel müssen solche Ereignisse innerhalb von 72 Stunden an das DTAM gemeldet werden. Diese Regel und ihre Rechtsgrundlage konnten wir nicht bestätigen. Fragen Sie beim DTAM oder beim Gesundheitsamt Ihrer Provinz nach, wie eine schwere Reaktion zu melden ist, und bewahren Sie eine Kopie Ihrer Meldung auf.
Anmerkung der Übersetzung: Wenn eine Kundin oder ein Kunde im Laden Brustschmerzen bekommt oder das Bewusstsein verliert, rufen Sie zuerst die 1669 an, die medizinische Notrufnummer in Thailand. Für leichtere Reaktionen lesen Sie den Forumsleitfaden zur THC-Überdosierung.
Das sollten Sie tun: Legen Sie das Notizbuch noch heute an und schreiben Sie für jeden Verkauf eine Zeile.
Bei Regeländerungen auf dem Laufenden bleiben
Anmerkung der Übersetzung: Der Entwurf des Cannabis-Kontrollgesetzes (Cannabis Control Act) ist noch kein Gesetz. Das Kabinett hat den Entwurf am 22. September 2026 gebilligt und an das Repräsentantenhaus weitergeleitet. Bis er verabschiedet ist, gelten die Regeln in diesem Leitfaden weiter. Wird er Gesetz, können sich die Anforderungen ändern. Den aktuellen Stand verfolgt das Forumsthema zum Entwurf des Cannabis-Kontrollgesetzes.
Das sollten Sie tun: Prüfen Sie vor jeder Verlängerung den aktuellen Stand des Gesetzentwurfs und der Verordnungen von B.E. 2569. Wenn Sie Fragen zu Kontrollen, zur Verlängerung oder zum Protokoll haben, stellen Sie sie in den Antworten unter diesem Thema.
Quellen
- Department of Thai Traditional and Alternative Medicine. (2026, 22. Juni). แนวทางการออกคำสั่งทางปกครองในการเพิ่มโทษพักใช้และเพิกถอนใบอนุญาต [Leitlinie zu Verwaltungsanordnungen, die die Sanktionen Aussetzung und Widerruf von Lizenzen verschärfen]. Bekanntgegeben vom Gesundheitsministerium: https://pr.moph.go.th/online/index/news/343199
- Ministry of Public Health Thailand. (2025). Notification of the Ministry of Public Health Re: Controlled Herbs (Cannabis), B.E. 2568. Royal Gazette, veröffentlicht am 25. Juni 2025, in Kraft seit 26. Juni 2025. https://www.dtam.moph.go.th/sub-law/42864/
- Ministry of Public Health Thailand. (2026). Ministerial Regulation on Permission to Study, Research or Export Controlled Herbs, or to Sell or Process Controlled Herbs for Commercial Purposes (No. 2) B.E. 2569 (2026) (inoffizieller englischer Titel). Royal Gazette, in Kraft seit 30. April 2026. https://ratchakitcha.soc.go.th/documents/114061.pdf
- Thai Traditional Medicine Protection Act B.E. 2542 (1999), §§ 52, 54, 70, 71 und 78 (zitiert in den Anmerkungen der Übersetzung).
- Ministerial Regulation on licensing for research, export, sale and processing of controlled herbs, B.E. 2559 (2016). Royal Gazette, Bd. 133, Teil 103 Kor, 9. Dezember 2016, Ziffer 8(1)(e) (zitiert in den Anmerkungen der Übersetzung).