Kontrollierte Versuche haben nicht gezeigt, dass Spülen vor der Ernte Geschmack, Milde des Rauchs oder Aschefarbe verbessert. Beim Spülen vor der Ernte (Flushing) geben Sie in den letzten Wochen vor der Ernte nur noch klares Wasser. Laut einer begutachteten Studie aus dem Jahr 2025 kostet längeres Spülen Blütengewicht. „Begutachtet“ (peer-reviewed) heißt: Unabhängige Wissenschaftler haben die Studie vor der Veröffentlichung geprüft. Einen Nutzen hat das Spülen trotzdem. Es behebt Salzansammlungen oder einen Düngefehler. Eine feste Routine vor jeder Ernte sollte es aber nicht sein.
Dieser Artikel zeigt, was jede Studie gemessen hat. Er erklärt auch, warum gelbe Blätter am Ende des Spülens nicht bedeuten, dass die Blüten „sauber“ sind. Außerdem erfahren Sie, wann es sich lohnt, Salze aus dem Topf zu spülen. Der letzte Abschnitt zeigt, wie Sie das Spülen an Ihren eigenen Pflanzen testen.
1. Was Spülen ist
Beim Spülen setzen Sie in den letzten 1–2 Wochen vor der Ernte jeden Dünger ab und gießen nur noch mit klarem Wasser. Die Pflanze soll dann die Nährstoffe verbrauchen, die in ihrem Gewebe gespeichert sind. Viele Grower erwarten davon „sauberere“ Blüten, weiße Asche und einen milderen Rauch.
Grower haben diese Praxis jahrelang untereinander weitergegeben, bevor sie irgendjemand in einem Versuch geprüft hat.
Was Sie tun können: Wenn Sie derzeit spülen, notieren Sie, wie viele Tage Sie spülen und welches Ergebnis Sie erwarten. Diese Notiz vergleichen Sie später mit den Studien unten und mit Ihrem eigenen Test in Abschnitt 10.
2. Warum Grower an das Spülen glauben
- Weiße Asche gilt als Zeichen für „saubere“ Blüten.
- Grower erwarten einen milderen, weniger kratzigen Rauch.
- In den letzten Wochen spart man Dünger.
- Es ist eine Gewohnheit, die Grower untereinander weitergeben.
Was Sie tun können: Markieren Sie, welcher dieser Punkte Ihr eigener Grund für das Spülen ist. Die Abschnitte 4 bis 7 prüfen jeden Punkt anhand gemessener Ergebnisse.
3. Der Stand der Forschung (2017–2025) und wie viel jede Quelle zählt
Es gibt drei Arten von Belegen, und sie haben nicht das gleiche Gewicht.
- Ein Versuch eines Unternehmens. 2019 hat Rx Green Technologies das Spülen in der eigenen Anlage getestet. Das Unternehmen stellt Cannabis-Dünger und Kokossubstrat her. Es hat die Ergebnisse als firmeneigenen Forschungsbericht veröffentlicht. Die Daten sind nützlich, wurden aber von niemandem unabhängig geprüft.
- Begutachtete Studien. Die Forscher M.J. Alden und J.E. Faust haben 2025 eine Studie zum Spülen in HortScience veröffentlicht, einer Fachzeitschrift für Gartenbau. 2024 hat ein Forschungsteam des Volcani-Instituts in Israel (A. Saloner, Y. Sade und N. Bernstein) in der Fachzeitschrift Industrial Crops and Products veröffentlicht. Das Team untersuchte, ob das Spülen des Substrats verändert, wie viel Cannabinoide und Terpenoide die Pflanze bildet. Cannabinoide sind Verbindungen wie THC und CBD. Terpenoide sind die Verbindungen, die der Pflanze ihren Geruch geben. Getestet wurden fünf Kultivare (Sorten) von medizinischem Cannabis. Das Spülen veränderte die Cannabinoid-Konzentration in etwa 30 % der Proben und die Terpenoid-Konzentration in etwa 3 %. Bei zwei Kultivaren stiegen die Cannabinoide, bei einem sanken sie, bei zwei blieben sie gleich.
- Eine Hochschularbeit. 2017 schrieb J. Stemeroff an der University of Guelph in Kanada eine Masterarbeit. Er testete verschiedene Bewässerungsmethoden für medizinisches Cannabis. Außerdem maß er, wie viel an Nährstoffen nach dem Spülen in den getrockneten Blüten verblieb.
Der Versuch des Unternehmens fand keinen Vorteil beim Geschmack. Die HortScience-Studie fand, dass Spülen die Mineralstoffe in der Blüte senkt, aber auch den Ertrag. Die Rauchqualität hat diese Studie nicht getestet. Die Studien sind sich also vor allem bei den Kosten uneinig, nicht beim Nutzen: Keine zeigte einen besseren Rauch, und einige fanden einen Verlust an Blüte.
Was Sie tun können: Wenn Sie online eine Behauptung zum Spülen lesen oder von einem anderen Grower hören, fragen Sie, auf welche dieser drei Arten von Belegen sie sich stützt.
4. Der Versuch des Unternehmens: Rx Green Technologies (2019)
- Aufbau: Verglichen wurden vier Spüldauern: 0, 7, 10 und 14 Tage. Verwendet wurde der Kultivar Cherry Diesel, angebaut in Kokossubstrat, mit 12 Pflanzen pro Behandlung. Ein Kultivar ist eine benannte Pflanzensorte.
- Ergebnisse: Beim Blütengewicht, beim THC und beim Terpengehalt gab es keine signifikanten Unterschiede. „Nicht signifikant“ heißt: Jeder Unterschied war zu klein, um ihn von der normalen Streuung zwischen einzelnen Pflanzen zu trennen. Insgesamt änderten sich die Mineralstoffe in der Blüte nicht signifikant. Nach 14 Tagen lag der Stickstoffgehalt um 6,7 % niedriger, Eisen und Zink lagen leicht höher.
- Blindverkostung: Die Verkoster wussten nicht, welche Probe zu welcher Spüldauer gehörte. Die Spüldauer hatte keinen signifikanten Einfluss auf Geschmack, Milde oder Aschefarbe. Die Verkoster bevorzugten tendenziell die ungespülten Blüten (0 Tage).
- Blätter: Vor der Ernte hatten Pflanzen, die 10 oder 14 Tage gespült wurden, deutlich mehr gelbe, trockene Fächerblätter (die großen Blätter an den Stängeln).
In diesem Versuch änderte ein Spülen von bis zu 14 Tagen nichts, was Sie verkaufen oder schmecken können. Es machte nur die Fächerblätter gelber.
Was Sie tun können: Wenn Sie in Kokos anbauen und aus Gewohnheit spülen, lassen Sie im nächsten Durchgang das Spülen bei einer Pflanze weg (siehe Abschnitt 10).
5. Die begutachtete Studie: HortScience (2025)
- Aufbau: Zwei Kultivare mit hohem CBD-Gehalt, ‘THM Jack’ und ‘Southern OG’, wurden in einer kontrollierten Umgebung angebaut. Das ist ein Innenraum, in dem Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit gesteuert werden. Die Spüldauer vor der Ernte reichte von 0 bis zu 3 bzw. 4 Wochen.
- Blütengewicht: Je länger das Spülen, desto geringer die Blüten-Trockenmasse (das Gewicht nach dem Trocknen). Die Trockenmasse des Trims blieb gleich. Als Trim bezeichnet man die kleinen Blätter, die rund um die Blüten abgeschnitten werden.
- Mineralstoffe: Stickstoff, Phosphor und Kalium in der Blüte sanken bei beiden Kultivaren.
- Cannabinoide: Bei ‘THM Jack’ änderten sich die CBD- und THC-Konzentrationen nicht. Bei ‘Southern OG’ stieg die CBD-Konzentration. Der Anstieg war zu klein, um das verlorene Blütengewicht auszugleichen. Dadurch sank die gesamte geerntete CBD-Menge pro Quadratmeter Anbaufläche.
- Wichtigste Ergebnisse: Längeres Spülen senkte Stickstoff, Phosphor und Kalium in der Blüte und senkte den Blütenertrag. Ob sich dieser Tausch lohnt, muss jeder Grower selbst entscheiden.
Für einen Betrieb, der nach Gewicht oder nach CBD pro Quadratmeter verkauft, bedeutet längeres Spülen weniger verkaufbare Ware.
Was Sie tun können: Wenn Sie weiter spülen, wiegen Sie die getrockneten Blüten von gespülten und ungespülten Pflanzen getrennt. Dann wissen Sie in Gramm, was Sie das Spülen kostet.
6. Spült das Spülen etwas aus der Blüte heraus?
Nicht so, wie oft angenommen wird. Klares Wasser an den Wurzeln spült keine Stoffe aus den Blüten. Stattdessen passiert Folgendes: Wenn die Düngung endet, wächst die Pflanze mit ihren Reserven weiter. Sie verlagert mobile Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium aus älteren Blättern in neu wachsendes Gewebe. Deshalb werden die Fächerblätter gelb.
Die drei Quellen kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen:
- HortScience (2025): Gespülte Blüten enthielten weniger Stickstoff, Phosphor und Kalium, und die Pflanzen bildeten weniger Blüte.
- Rx Green (2019): insgesamt keine signifikante Veränderung der Mineralstoffe in der Blüte.
- Guelph-Masterarbeit (2017): Das Spülen war „unwirksam, um eine nennenswerte Menge an Nährstoffen aus der Blüte zu entfernen“.
Keine der Studien zeigte, dass ein geringerer Mineralstoffgehalt einen milderen Rauch oder weißere Asche ergibt.
Was Sie tun können: Werten Sie gelbe Fächerblätter nicht als Beweis, dass das Spülen „funktioniert“ hat. Sie zeigen nur, dass die Pflanze auf ihre eigenen Reserven zurückgreift.
7. Was wirklich über die Qualität entscheidet
Nach der Erfahrung von Growern entscheiden Erntezeitpunkt, Trocknung und Curing über die Qualität, nicht die Düngung der letzten zwei Wochen. Die folgenden Werte sind gängige Praxis, keine Ergebnisse aus kontrollierten Versuchen.
- Langsame Trocknung: 10–14 Tage in einem kühlen, mäßig feuchten Raum. Eine weit verbreitete Faustregel lautet etwa 15 °C und 60 % rF. Die rF, also die relative Luftfeuchtigkeit, gibt an, wie viel Feuchtigkeit die Luft enthält, verglichen mit dem Maximum, das sie bei dieser Temperatur aufnehmen kann.
- Richtiges Curing: Lagern Sie die getrockneten Blüten 2–8 Wochen in luftdicht verschlossenen Gläsern. Grower sagen, dass der Rauch dadurch milder wird. Mehr Details finden Sie unter Trocknung und Curing.
- Erntezeitpunkt: Beurteilen Sie ihn an der Farbe der Trichome. Das sind die winzigen Harzdrüsen auf den Blüten. Sie färben sich von klar über milchig zu bernsteinfarben. Begutachtete Quellen beschreiben diesen Wechsel, nennen aber keinen festen Anteil bernsteinfarbener Köpfe, ab dem geerntet werden sollte.
- Genetik: Die Sorte legt fest, welches Aroma, welche Potenz und welche Blütenstruktur bestenfalls möglich sind. Guter Anbau und gute Verarbeitung sorgen nur dafür, dass die Pflanze dieses Niveau auch erreicht.
- Aschefarbe ist ein schlechter Test: In der Blindverkostung von Rx Green hatte die Spüldauer keinen signifikanten Einfluss auf die Aschefarbe.
Anmerkung der Übersetzung: Die meisten Grower in Thailand erreichen 15 °C und 60 % rF nicht ohne Technik, denn die Außenluft hat oft 30–35 °C. In der Regenzeit ist die Luft meist weit feuchter als 60 %. In der Praxis brauchen Sie einen geschlossenen Raum mit Klimaanlage und Entfeuchter. In einem offenen Raum mit Ventilatoren trocknen die Blüten viel schneller als in den 10–14 Tagen, die diese Praxis anstrebt. Bei feuchtem Wetter können die Blüten so lange nass bleiben, dass Schimmel wächst. Bei einem Stromausfall stehen Klimaanlage und Entfeuchter still. Die Luftfeuchtigkeit in einem geschlossenen Trockenraum steigt dann schnell an. Prüfen Sie nach jedem Ausfall den Raum am Hygrometer. Ist die Luftfeuchtigkeit hoch geblieben, untersuchen Sie die Blüten auf Schimmel. Thailändische Setups mit Kosten vergleichen die Artikel Trocknung bei 85–95 % Umgebungsluftfeuchtigkeit und Dimensionierung von Entfeuchter und Klimaanlage. Schimmel in der Regenzeit und seine Giftstoffe behandelt der Artikel Mykotoxine auf Cannabisblüten.
Was Sie tun können: Stellen Sie vor Ihrer nächsten Ernte ein Hygrometer (ein Messgerät für Temperatur und Luftfeuchtigkeit) in Ihren Trockenraum. Notieren Sie die Werte während der gesamten Trocknung zweimal täglich. So sehen Sie, ob Ihr Raum langsam und ohne Schimmel trocknen kann, und Sie wissen, was Sie zuerst verbessern müssen.
8. Spülen vor der Ernte oder Auswaschung des Topfes: Wann es hilft und wann es unnötig ist
Zwei verschiedene Praktiken heißen beide „Spülen“:
- Spülen vor der Ernte: in den letzten 1–2 Wochen nur klares Wasser, als Routine, um die Blüte zu „reinigen“. Die Studien oben zeigen keinen Qualitätsvorteil, und längeres Spülen kann Blütengewicht kosten.
- Auswaschung des Substrats: Sie lassen klares Wasser durch den Topf laufen, um überschüssige Düngesalze herauszuwaschen. Überschüssige Salze mit klarem Wasser aus dem Substrat zu spülen, ist gängige Praxis im Gartenbau.
Eine Auswaschung ist nötig, wenn Sie ein Problem messen können. Der wichtigste Messwert ist die EC, die elektrische Leitfähigkeit. Sie zeigt, wie viel gelöstes Salz, meist Dünger, im Wasser ist. Vergleichen Sie die EC der Nährlösung, die Sie geben, mit der EC des Ablaufwassers. Ablaufwasser ist das Wasser, das unten aus dem Topf herausläuft.
- Auswaschung hilft, wenn: die Ablauf-EC immer weiter deutlich über Ihre Gieß-EC steigt, der pH-Wert in der Wurzelzone abgewandert ist oder Sie in der falschen Stärke gedüngt haben.
- Auswaschung ist unnötig, wenn: die Ablauf-EC nahe an Ihrer Gieß-EC bleibt und die Pflanzen gesund aussehen. Dann nimmt ein Spülen der Pflanze nur Nahrung weg, die sie noch nutzen könnte.
Wenn Sie in lebendiger Erde anbauen, haben Salzprobleme andere Ursachen. Siehe Fehlerbehebung bei lebendiger Erde.
Was Sie tun können: Messen Sie einmal pro Woche am selben Tag die EC Ihrer Nährlösung und Ihres Ablaufwassers. Nur wenn Sie beide Werte notieren, wissen Sie, ob Sie überhaupt auswaschen müssen.
9. Wann Spülen trotzdem nützlich ist: Vier Probleme und was zu tun ist
In jedem dieser Fälle ist Spülen eine Fehlerbehebung, kein Standardschritt.
Bevor Sie anfangen: Messen Sie EC und pH Ihres reinen Ausgangswassers. Das ist Ihr Ausgangswert. Dann wissen Sie, welcher Teil der Ablauf-EC aus Ihrem Wasser stammt und welcher aus dem Dünger.
Anmerkung der Übersetzung: Leitungs- und Brunnenwasser in Thailand unterscheiden sich von Gegend zu Gegend. Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Wasser eine EC nahe null hat. Messen Sie selbst. Bei heißem Wetter trocknen die Töpfe schneller aus, und die Pflanzen müssen häufiger gegossen werden. Prüfen Sie die Ablauf-EC in der heißen Jahreszeit öfter, damit Sie eine Ansammlung früh erkennen.
A. Salzansammlung oder Überdüngung
Anzeichen: Die Ablauf-EC steigt immer weiter deutlich über die EC, die Sie geben. Manche Grower sehen eine Ablauf-EC von etwa 3,0 als Warnsignal. Das ist eine Faustregel, kein Grenzwert aus der Forschung. Blattschäden durch zu viel Dünger beschreibt der Artikel Nährstoffverbrennung.
- Gießen Sie langsam mit klarem Wasser bei Ihrem normalen Gieß-pH, bis unten Wasser herausläuft. So wird überschüssiges Salz nach und nach aus dem Topf gespült.
- Fangen Sie das Ablaufwasser auf und messen Sie seine EC. So sehen Sie, wie viel Salz noch herauskommt.
- Wiederholen Sie das, bis die Ablauf-EC nahe an Ihrer normalen Gieß-EC liegt. Die University of Maryland Extension rät, jedes Mal mindestens ein Topfvolumen Wasser zu verwenden und dies mehrmals zu wiederholen. So wissen Sie, dass das überschüssige Salz weg ist.
- Lassen Sie den Topf abtropfen. Düngen Sie danach wieder in der richtigen Stärke. Wenn Sie weiter nur klares Wasser geben, hungert die Pflanze.
- Messen Sie bei den nächsten Wassergaben die Ablauf-EC. So bestätigen Sie, dass sich das Salz nicht wieder ansammelt.
B. Nährstoffblockade durch abgedrifteten pH-Wert
Bei einer Nährstoffblockade können die Wurzeln Nährstoffe nicht aufnehmen, die im Topf vorhanden sind, meist weil der pH-Wert in der Wurzelzone abgedriftet ist. Sie sehen Mangelsymptome, obwohl Sie richtig düngen.
- Messen Sie den pH-Wert Ihrer Nährlösung und Ihres Ablaufwassers. Liegen die beiden Werte weit auseinander, hat sich der pH-Wert in der Wurzelzone verschoben.
- Waschen Sie mit klarem Wasser aus, das auf den passenden pH-Wert für Ihr Substrat eingestellt ist. So kommt die Wurzelzone zurück in einen Bereich, in dem die Wurzeln Nährstoffe aufnehmen können.
- Düngen Sie danach wieder normal beim richtigen pH-Wert. Geben Sie keinen zusätzlichen Dünger, um den Mangel zu „beheben“. Das bringt nur mehr Salz und löst das pH-Problem nicht.
C. Falsche Düngerdosierung
- Prüfen Sie Ihre Mischung anhand des Düngeschemas oder des Etiketts des Herstellers. So bestätigen Sie, dass der Fehler in der Dosis liegt.
- Spülen Sie mit klarem Wasser nach derselben Methode wie in A, bis die Ablauf-EC nahe an der EC liegt, die Sie eigentlich geben wollten.
- Düngen Sie danach wieder in der richtigen Stärke. Messen Sie bei der nächsten Wassergabe die Ablauf-EC, um das zu bestätigen.
D. Auswaschung von Töpfen
Überschüssige Salze mit klarem Wasser aus dem Substrat zu spülen, ist gängige Praxis. Wenden Sie dieselbe Methode wie in A an, sobald die Ablauf-EC eine Ansammlung zeigt.
Was Sie tun können: Führen Sie ein einfaches Protokoll mit Datum, Gieß-EC, Gieß-pH, Ablauf-EC und Ablauf-pH. Spülen Sie nur, wenn das Protokoll eines der oben genannten Probleme zeigt.
10. Testen Sie es an Ihren eigenen Pflanzen
- Wählen Sie 2 Pflanzen derselben Sorte. Am besten sind Stecklinge von derselben Mutterpflanze, denn dann kann die Genetik keinen Unterschied erklären.
- Ziehen Sie beide nebeneinander im selben Raum mit derselben Nährlösung.
- Spülen Sie während Ihrer üblichen Spüldauer eine Pflanze und düngen Sie die andere weiter.
- Ernten Sie beide am selben Tag. Trocknen und curen Sie sie auf dieselbe Weise im selben Raum. Sonst könnte die Trocknung statt des Spülens einen Unterschied verursachen.
- Wiegen Sie die getrockneten Blüten jeder Pflanze. So sehen Sie, was das Spülen in Gramm kostet.
- Bitten Sie eine andere Person, die beiden Proben in Gläser mit der Aufschrift A und B zu füllen und die Zuordnung für sich zu behalten. Probieren Sie beide und notieren Sie Milde und Aschefarbe, bevor Sie erfahren, welche welche ist. Dieser Blindtest verhindert, dass Ihre Erwartungen das Ergebnis bestimmen.
Was Sie tun können: Posten Sie Ihre Gewichte und Notizen aus dem Blindtest als Antwort unter diesem Thema. Ergebnisse aus vielen Anbauräumen in Thailand sagen mehr aus als die Meinung eines einzelnen Growers.
11. Zusammenfassung
- Es ist nicht belegt, dass Spülen Geschmack, Milde oder Aschefarbe verbessert.
- Längeres Spülen kann Blütengewicht und Mineralstoffgehalt der Blüte senken (HortScience 2025). Im Versuch des Unternehmens machte ein Spülen von bis zu 14 Tagen keinen signifikanten Unterschied.
- Spülen ist nützlich, um Salzansammlungen und Düngefehler zu beheben, gestützt auf Ihre Messwerte für Ablauf-EC und Ablauf-pH.
- Investieren Sie Ihre Mühe in langsame Trocknung, richtiges Curing und den richtigen Erntezeitpunkt. In Thailand bedeutet das: die Luftfeuchtigkeit im Trockenraum kontrollieren.
- Testen Sie es selbst: Spülen Sie eine von zwei Pflanzen derselben Sorte, trocknen und curen Sie beide gleich, wiegen Sie sie und vergleichen Sie sie blind.
Quellen
- Rx Green Technologies (2019). Flushing Times Trial Report. Forschungsbericht des Unternehmens (nicht begutachtet). rxgreentechnologies.com/rxgt_trials/flushing-trial/
- Alden MJ & Faust JE (2025). Exploring the Legacy Practice of Flushing in Controlled-environment Production of High-CBD Cannabis (Cannabis sativa). HortScience 60(10):1818-1825. doi:10.21273/HORTSCI18752-25
- Saloner A, Sade Y & Bernstein N (2024). To flush or not to flush: Does flushing the growing media affect cannabinoid and terpenoid production in cannabis? Industrial Crops and Products 220:119157. doi:10.1016/j.indcrop.2024.119157
- Stemeroff J (2017). Irrigation Management Strategies for Medical Cannabis in Controlled Environments. Masterarbeit (MSc), University of Guelph. Die Fassung im Repositorium enthält ein Erratum.
- University of Maryland Extension. Fertilizer Toxicity or High Soluble Salts in Indoor Plants. extension.umd.edu
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken. Der Anbau von Cannabis muss den Gesetzen Ihres Landes entsprechen.
Anmerkung der Übersetzung zum thailändischen Recht: Die Cannabisblüte (ช่อดอกกัญชา) ist ein kontrolliertes Kraut gemäß der Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568. Die Bekanntmachung wurde auf Grundlage des Gesetzes zum Schutz der traditionellen Thai-Medizin B.E. 2542 erlassen und gilt seit dem 26. Juni 2025. Blüten dürfen nur gegen ein PT-33-Rezept (ภ.ท.33) verkauft werden, für höchstens 30 Tage. Werbung für Blüten und ihr Verkauf im Internet sind verboten. Die Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2) B.E. 2569 ist am 30. April 2026 in Kraft getreten. Sie verschärft die Lizenzkriterien für Cannabisblüten.