Ein Steckling, auch Klon genannt, ist ein kurzes Stück Stängel von einer Mutterpflanze. Man bewurzelt es, damit es als eigene Pflanze weiterwächst. Eine Mutterpflanze ist eine Cannabispflanze, die täglich 18 Stunden Licht bekommt. So bleibt sie in der Wachstumsphase und blüht nie. Jeder bewurzelte Steckling hat genau dieselben Gene wie seine Mutter. Auf diese Weise ziehen Grower aus einer ausgewählten Pflanze eine ganze Ernte.
Dieser Teil erklärt, warum Stecklinge Wurzeln bilden können und wie Sie sie schneiden. Er zeigt auch, welche Bedingungen sie brauchen und wie Bewurzelungshormone wirken. Danach geht es um die Bewurzelung im Wasser, das Abmoosen, aeroponische Klonboxen und Weidenwasser. Am Ende stehen eine Tabelle zur Fehlerbehebung und ein Beispielplan.
Anmerkung der Übersetzung: Dieser Artikel behandelt nur die Anbautechnik. In Thailand ist die Cannabisblüte ein kontrolliertes Kraut. Das regelt die Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568, die seit dem 26. Juni 2025 gilt. Was Ihre Lizenz abdeckt, lesen Sie in Lizenzen und Compliance in Thailand.
Dies ist Teil 2. Teil 1: https://asiannabis.com/t/1218
Warum ein Steckling Wurzeln bilden kann
Wenn Sie wissen, wie ein Steckling am Leben bleibt, finden Sie leichter die Ursache, wenn einer eingeht.
Wasser steigt in der Pflanze durch das Xylem nach oben. Das sind Röhren aus abgestorbenen Zellen, die von den Wurzeln bis zu den Blättern reichen. Der Zucker aus den Blättern wandert durch das Phloem nach unten. Diese lebenden Zellen bringen Energie zu den Wurzeln. Über die Blätter verdunstet Wasser, das nennt man Transpiration. Dadurch wird weiteres Wasser durch das Xylem nach oben gezogen.
Ein frischer Steckling verliert weiter Wasser über seine Blätter. Er hat aber keine Wurzeln, die dieses Wasser ersetzen. Deshalb kürzen Sie seine Blätter. Lassen Sie genug Blattfläche für etwas Photosynthese stehen, aber nicht so viel, dass der Steckling austrocknet.
Auxin ist ein natürliches Pflanzenhormon, das das Wurzelwachstum auslöst. Untere Äste enthalten mehr davon und bewurzeln sich deshalb leichter als obere. Ein Bewurzelungshormon beschleunigt den Vorgang deutlich. Ohne Hormon braucht ein Steckling manchmal einen Monat oder länger, bis er Wurzeln bildet. Mit einem Produkt wie Clonex-Gel (3.000 ppm IBA, also Indol-3-Buttersäure) bilden sich die Wurzeln viel schneller.
Was Sie tun sollten: Schneiden Sie die meisten Stecklinge von den unteren Ästen. Kürzen Sie bei jedem Steckling die Blätter, bevor Sie ihn ins Substrat stecken.
Bewurzelungshormone: Gel, Pulver, Kurztauchen und Einweichen
IBA ist das Auxin in den meisten Bewurzelungsprodukten. Die Konzentration steht in ppm (Teile pro Million) oder in Prozent auf dem Etikett: 1.000 ppm entsprechen 0,1 %. Produkte für weiche Stecklinge wie Cannabis enthalten etwa 500 bis 1.500 ppm oder mehr. Clonex liegt mit 3.000 ppm am oberen Ende.
NAA (1-Naphthylessigsäure) ist ein künstlich hergestelltes Auxin. Es steckt ebenfalls in Bewurzelungsprodukten, teils gemischt mit IBA.
Bewurzelungsprodukte werden hauptsächlich auf vier Arten verwendet:
- Gel umhüllt die Stängelbasis und bleibt dort haften.
- Pulver haftet am feuchten Stängel. Wie Sie damit umgehen, steht unten in Schritt 5.
- Kurztauchen: Die Stängelbasis kommt für einige Sekunden in eine stärkere Lösung, meist für 1–5 Sekunden.
- Einweichen: Die Stängelbasis steht mehrere Stunden in einer viel schwächeren Lösung.
Verwenden Sie die Konzentration, die auf dem Etikett steht, und machen Sie die Lösung nicht stärker.
Anmerkung der Übersetzung: Gartenläden in Thailand verkaufen Bewurzelungsprodukte für die Vermehrung von Obstbäumen und Zierpflanzen. Prüfen Sie auf dem Etikett den Wirkstoff (IBA, NAA oder beides) und seine Konzentration. Zum Umrechnen von Prozent in ppm gilt: 0,1 % = 1.000 ppm. Ob es Clonex hier gibt, fragen Sie in Läden vor Ort nach.
Was Sie tun sollten: Schreiben Sie auf das Etikett jeder Schale den Produktnamen, den Wirkstoff und die ppm-Angabe. Notieren Sie danach, wie viele Stecklinge Wurzeln gebildet haben. Nach zwei oder drei Chargen wissen Sie, welches Produkt in Ihrem Raum funktioniert.
Stecklinge schneiden Schritt für Schritt
Der ideale Steckling:
- stammt von einem kräftigen unteren Ast, der mehr natürliches Auxin enthält
- ist nicht zu alt oder verholzt
- hat mindestens 2 Knoten, also Stellen, an denen Blätter und Seitenknospen aus dem Stängel wachsen
- hat junge Blätter von 3–4 cm oder größer
- ist insgesamt nicht länger als 10 cm
Vorgehen:
- Schneiden Sie im 45-Grad-Winkel dicht an einem Knoten. Nehmen Sie dafür eine sterilisierte Rasierklinge oder ein Skalpell. Eine sterile Klinge hält Krankheitserreger von der frischen Wunde fern.
- Stellen Sie den Steckling sofort in ein Glas Wasser. So gelangt keine Luft ins Xylem. Eine Luftblase dort heißt Embolie. Sie unterbricht die Wasserversorgung, und der Steckling stirbt ab.
- Entfernen Sie die unteren Blätter. Lassen Sie oben nur 1–2 junge Blätter stehen. Das verringert den Wasserverlust.
- Tragen Sie Bewurzelungshormon auf. Bestreichen Sie die unteren 2–3 cm des Stängels mit Clonex-Gel oder einem ähnlichen Produkt.
- Wenn Sie Bewurzelungspulver verwenden, schneiden Sie den Stängel vor dem Einstecken direkt unterhalb des bepuderten Teils noch einmal an. Zu viel Pulver kann die Wasseraufnahme blockieren.
- Stecken Sie den Steckling in ein Substrat, das Sie vorher angefeuchtet haben: Würfel aus Steinwolle, Jiffy-Pellets (gepresste Torfscheiben, die in Wasser aufquellen) oder eine leichte Erdmischung. Durch das Anfeuchten hat der Stängel von Anfang an Wasser.
- Decken Sie alles mit einer Feuchthaube ab. Das ist ein durchsichtiger Kunststoffdeckel über der Schale. Besprühen Sie die Innenseite des Deckels. So bleibt die Luft um die Blätter feucht, solange es noch keine Wurzeln gibt.
Laut dem Originalartikel erreichen Steinwollwürfel, ein IBA-Bewurzelungsgel und eine Anzuchthaube zusammen eine hohe Erfolgsquote. Das gilt für Hobbygrower ebenso wie für kommerzielle Farmen.
Anmerkung der Übersetzung: Schneiden Sie Stecklinge in einem klimatisierten Raum oder am kühlen frühen Morgen. Halten Sie die Stecklinge aus der Sonne. Bei Hitze verlieren Stecklinge am schnellsten Wasser.
Was Sie tun sollten: Legen Sie vor dem ersten Schnitt alles bereit: Klinge, Wasserglas, Gel, nasse Würfel und Haube. Dann ist jeder Steckling innerhalb von Sekunden im Wasser.
Bedingungen für die Bewurzelung
| Faktor | Zielbereich | Optimal |
|---|---|---|
| Temperatur | 18–25 °C (64–77 °F) | 22–23 °C (72–73 °F) |
| Luftfeuchtigkeit | 70–90 % | Anfangs etwa 90 %, dann schrittweise senken |
| Licht | Geringe Intensität, Leuchtstoffröhre oder LED | Lampe etwa 20 cm über den Stecklingen |
| Tageslänge | Mindestens 10 Stunden | Am besten 18 Stunden |
Eine gleichmäßige Temperatur ist wichtiger als ein exakter Wert. Schwankungen stressen die Stecklinge und bremsen das Wurzelwachstum. Halten Sie den Bewurzelungsbereich deshalb stabil.
Beginnen Sie mit hoher Luftfeuchtigkeit von etwa 90 %. Senken Sie sie allmählich, während sich Wurzeln bilden. So stellt sich der Steckling um: Er nimmt Wasser dann über seine neuen Wurzeln auf, statt sich auf die Feuchtigkeit an den Blättern zu verlassen.
Anmerkung der Übersetzung: In Thailand haben Räume oft 30–35 °C. Das liegt deutlich über der Obergrenze von 25 °C in dieser Tabelle. Eine geschlossene Haube in einem warmen Raum wird noch heißer, besonders in Fensternähe. Die praktische Lösung: Bewurzeln Sie Stecklinge in einem klimatisierten Raum unter LED- oder Leuchtstofflicht, das wenig Wärme abgibt. Öffnen Sie in der Regenzeit einmal täglich die Lüftungsschlitze der Haube. So bringt die dauerhaft feuchte Luft die Stängel nicht zum Faulen. Siehe Wurzelfäule. Bei einem Stromausfall schaltet sich die Klimaanlage ab. Prüfen Sie deshalb die Temperatur unter der Haube, sobald der Strom wieder da ist.
Was Sie tun sollten: Legen Sie ein Min-Max-Thermometer unter die Haube und notieren Sie die Werte jeden Tag. Wenn Stecklinge eingehen, sehen Sie dann, ob Hitze die Ursache war.
Weitere Methoden zur Bewurzelung von Stecklingen
Bewurzelung im Wasser: die einfachste Methode
Stellen Sie den Steckling direkt in ein Glas Wasser. Sie brauchen kein Bewurzelungshormon, keine Haube und kein spezielles Substrat.
- Wählen Sie untere Äste, denn sie enthalten mehr natürliches Auxin.
- Schneiden Sie im 45-Grad-Winkel, dicht an einem Knoten.
- Halten Sie das Wasser bei etwa 21 °C.
- Wechseln Sie das Wasser täglich, wenn möglich.
- Stellen Sie das Glas unter Leuchtstofflicht oder an ein helles Fenster.
- Die ersten weißen Wurzelansätze erscheinen um Tag 12.
- Stecklinge können 2 Monate oder länger im Wasser überleben.
Die Methode ist langsamer, kostet aber fast nichts und braucht keine Ausrüstung. Sie eignet sich für Einsteiger. Außerdem dient sie als Notlösung, wenn Ihnen das Material ausgeht.
Anmerkung der Übersetzung: Ohne Klimaanlage lässt sich Wasser in Thailand kaum bei 21 °C halten. Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, und Stängel faulen darin schneller. Deshalb ist der tägliche Wasserwechsel hier noch wichtiger. Stellen Sie das Glas in den hellen Schatten und nicht in die direkte Sonne, denn die Sonne erwärmt das Wasser.
Was Sie tun sollten: Bewurzeln Sie 5 Stecklinge im Wasser und 5 mit Ihrer üblichen Methode, nebeneinander. Zählen Sie die Wurzeln an Tag 12 und noch einmal an Tag 21. So sehen Sie, ob die Bewurzelung im Wasser in Ihrem Raum funktioniert.
Abmoosen: die höchste Erfolgsquote
Beim Abmoosen bewurzeln Sie einen Ast, solange er noch an der Mutterpflanze sitzt. Während der ganzen Bewurzelung bekommt der Ast von ihr weiter Wasser und Nährstoffe. Deshalb schlägt die Methode fast nie fehl. Das Original nennt die Erfolgsquote praktisch 100 %. Verstehen Sie das als „sehr hoch“, nicht als Garantie.
Ablauf:
- Wählen Sie einen gesunden Ast an der Mutterpflanze.
- Schaben Sie 5–6 cm Rinde an der Stelle ab, an der die Wurzeln wachsen sollen.
- Tragen Sie Bewurzelungshormon auf die freigelegte Stelle auf.
- Umwickeln Sie die Stelle mit feuchter Steinwolle oder Torfmoos (Sphagnum).
- Verschließen Sie alles mit Alufolie oder Frischhaltefolie, damit es feucht bleibt.
- Nach etwa 15 Tagen bilden sich Wurzeln. Der Ast wächst in dieser Zeit normal weiter.
- Sobald Wurzeln zu sehen sind, schneiden Sie unterhalb des bewurzelten Teils ab und pflanzen ihn in einen Topf.
Vorteile:
- Kein Stress beim Umtopfen, weil sich die Wurzeln bilden, bevor Sie den Ast abtrennen
- Fast jeder abgemooste Ast bildet Wurzeln
- Sie brauchen keinen zusätzlichen Platz zum Bewurzeln
- Die Wurzeln bilden sich schneller als bei den meisten anderen Methoden
- Sie erhalten von Anfang an größere, besser entwickelte Klone
Anmerkung der Übersetzung: Mit derselben Methode vermehren viele Bauern in Thailand und Vietnam Obstbäume wie Longan und Litschi. Wenn Sie schwer an Torfmoos kommen, ist feuchtes Kokossubstrat ein gängiger Ersatz. Kontrollieren Sie die Umhüllung alle paar Tage. Das Abmoosen kann misslingen, wenn das Moos austrocknet.
Was Sie tun sollten: Moosen Sie beim nächsten Stecklingsschnitt einen kräftigen unteren Ast ab. Vergleichen Sie nach 15 Tagen seine Wurzeln mit denen Ihrer Stecklinge unter der Haube.
Aeroponische Klonboxen
Eine aeroponische Klonbox hält Stecklinge in weichen Schaumstoffkragen über einem geschlossenen Wassertank. Eine kleine Pumpe sprüht feinen Nebel auf die nackten Stängel. Deshalb ist kein Substrat nötig. Die Stängel stehen in feuchter Luft mit viel Sauerstoff, und das fördert die Wurzelbildung.
Der gleiche warme, nasse Tank ist aber auch ideal für Krankheitserreger. Halten Sie ihn sauber:
- Leeren, waschen und desinfizieren Sie Tank, Sprühdüsen und Kragen zwischen den Chargen. Dann kann ein Problem nicht von einer Charge auf die nächste übergehen.
- Tauschen Sie das Wasser aus, statt nur nachzufüllen. So sammeln sich Schmutz und Mikroben nicht an.
- Setzen Sie nur gesunde Stecklinge ein, die Sie mit sterilen Werkzeugen geschnitten haben. Alle Stängel teilen sich einen Tank, ein kranker Stängel betrifft also alle.
- Prüfen Sie die Düsen auf Verstopfungen, damit jeder Stängel feucht bleibt.
Anmerkung der Übersetzung: Die Pumpe erwärmt das Wasser. In einem Raum mit 30–35 °C kann der Tank so warm werden, dass er Wurzelfäule begünstigt; siehe Hydroponik bei 31 °C Reservoirtemperatur. Bei einem Stromausfall steht die Pumpe still, und die nackten Stängel trocknen schnell aus. Betreiben Sie die Klonbox in einem klimatisierten Raum. Halten Sie als Reserve eine Schale mit Steinwollwürfeln und Haube bereit.
Was Sie tun sollten: Schreiben Sie nach jeder Charge das Reinigungsdatum auf die Klonbox. Beginnen Sie keine neue Charge, bevor die Box gereinigt ist.
Weidenwasser: was es kann und was nicht
Ein alter Gärtnertipp lautet: Junge Weidentriebe einweichen oder auskochen, dann hat man eine kostenlose Bewurzelungsflüssigkeit. Die Idee hat einen wahren Kern, denn Weide enthält Pflanzenhormone und Salicylsäure. Das Problem: Die Flüssigkeit ist viel zu schwach.
- Die Dosis ist viel zu niedrig. IBA löst sich bei 20 °C nur bis etwa 250 ppm in Wasser. Ein selbst gemachter Auszug aus der Küche kommt nicht annähernd an diesen Wert heran. Produkte für weiche Stecklinge enthalten etwa 500–1.500 ppm oder mehr, Clonex sogar 3.000 ppm.
- Was Weide enthält, ist umstritten. Oft heißt es, Weide enthalte IBA. In Weide wird aber häufiger das Auxin IAA (Indol-3-Essigsäure) nachgewiesen, und das zerfällt schnell. Salicylsäure ist kein Bewurzelungshormon. Sie kann aber womöglich die Wirkung eines Hormons unterstützen.
- Die Versuche sind wenig aussagekräftig. Eine kanadische Studie zu Cannabisstecklingen aus dem Jahr 2018 stammt von Caplan, Stemeroff, Dixon und Zheng (Canadian Journal of Plant Science). Ein Gel mit 0,2 % Weidenextrakt schnitt deutlich schlechter ab als ein Gel mit 0,2 % IBA (2.000 ppm). Mit dem IBA-Gel bewurzelten sich etwa 2,1-mal so viele Stecklinge, und die Wurzelqualität war 1,6-mal so hoch. Die Studie hatte keine unbehandelte Vergleichsgruppe.
Fazit: Weidenwasser kann ein Bewurzelungshormon mit angegebenem IBA-Gehalt nicht ersetzen. Wenn Sie es verwenden möchten, dann nur zusammen mit einem solchen Hormon. Sie können es zum Beispiel als Wasser zum Anrühren eines Pulverprodukts nehmen. Cannabis ist ein Grünsteckling (ein junger, grüner Stängel) und bewurzelt sich ohnehin recht leicht. Viel wichtiger als das Hormon sind saubere Werkzeuge und gleichmäßige Luftfeuchtigkeit. Ebenso wichtig ist, dass der frische Schnitt sofort ins Wasser kommt. In einem heißen Raum verdirbt jeder selbst gemachte Auszug innerhalb von ein, zwei Tagen. Setzen Sie daher nur kleine Mengen an und verwenden Sie sie frisch.
Was Sie tun sollten: Wenn Sie Weidenwasser testen möchten, vergleichen Sie zwei kleine Chargen. Eine bekommt IBA plus Weidenwasser, die andere nur IBA.
Fehlerbehebung
| Problem | Wahrscheinliche Ursache | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| Stecklinge welken schnell | Niedrige Luftfeuchtigkeit, Luft im Xylem | Jeden Steckling direkt nach dem Schnitt in Wasser stellen; Luftfeuchtigkeit erhöhen |
| Langsame oder keine Bewurzelung | Temperatur zu niedrig, kein Hormon, alter oder verholzter Steckling | Temperatur prüfen (22–23 °C), Bewurzelungsgel verwenden, jüngere Äste wählen |
| Stängel fault an der Basis | Zu viel Feuchtigkeit, schlechte Drainage | Weniger gießen, Luftzirkulation verbessern, prüfen, ob das Substrat gut abläuft |
| Mutterpflanze baut ab | Salzansammlung, wurzelgebunden | Mit klarem Wasser spülen, Wurzeln schneiden (Bonsai-Methode in Teil 1), umtopfen |
| Klone werden gelb | Normaler Stress am Anfang oder zu viel Licht | Lichtintensität senken; auf ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit achten |
| Blüten von Zwittern | Genetik aus feminisierten Samen unter Stress | Mutterpflanzen aus regulären Samen auswählen; Stress gering halten |
Anmerkung der Übersetzung: Prüfen Sie in Räumen in Thailand auch das Gegenteil der zweiten Zeile: Temperaturen über 25 °C, der Obergrenze für die Bewurzelung.
Was Sie tun sollten: Führen Sie für jede Charge ein Bewurzelungsprotokoll. Notieren Sie Datum, Mutterpflanze, Anzahl der Stecklinge, Hormon, Temperatur unter der Haube und die Zahl der bewurzelten Stecklinge. Wenn eine Charge misslingt, vergleichen Sie das Protokoll mit dieser Tabelle.
Alles zusammen: ein Beispiel-Setup für zu Hause
- 1–3 Bonsai-Mütter (Mutterpflanzen, die Sie durch Beschneidung von Trieben und Wurzeln klein halten; siehe Teil 1) auf 60 × 40 cm Fläche unter T5-Leuchtstoffröhren bei 18/6
- Düngung: zweimal im Monat ein Dünger für Mutterpflanzen, sonst klares Wasser
- Schnittplan: alle 2–3 Wochen, 10–20 Stecklinge pro Durchgang
- Bewurzelungsstation: ein kleines Anzuchtgewächshaus mit Steinwollwürfeln, Clonex-Gel, 22–23 °C und hoher Luftfeuchtigkeit
- Wurzelschnitt: zweimal im Jahr bei jeder Mutterpflanze
- Algenextrakt: 7 Tage vor jedem Stecklingsschnitt geben
Sobald das Setup läuft, liefert es Ihnen laufend identische Pflanzen, die sich vorhersehbar entwickeln. Wie Sie die Stecklinge so planen, dass immer ein Raum blüht, lesen Sie in Dauerernte mit zwei Räumen.
Anmerkung der Übersetzung: In Thailand gehören zwei Dinge zusätzlich auf diese Liste: ein klimatisierter Platz für die Bewurzelungsstation und eine Zeitschaltuhr, die bei Stromausfall die Uhrzeit behält.
Was Sie tun sollten: Fangen Sie klein an, mit einer Mutterpflanze und einer Charge von 10 Stecklingen. Notieren Sie, wie viele davon Wurzeln bilden. Nehmen Sie erst dann weitere Mutterpflanzen dazu, wenn sich die meisten Stecklinge zuverlässig bewurzeln.
Bewurzeln Sie Stecklinge in Thailand oder anderswo in Südostasien? Dann beschreiben Sie Ihre Methode gern unter diesem Thema. Nennen Sie Ihre Raumtemperatur, die Bewurzelungsmethode, das Hormon und wie viele Stecklinge sich bewurzelt haben. Auch Fragen sind willkommen.
Quellen
- Caplan D, Stemeroff J, Dixon M, Zheng Y (2018). Vegetative propagation of cannabis by stem cuttings: effects of leaf number, cutting position, rooting hormone, and leaf tip removal. Canadian Journal of Plant Science 98(5): 1126–1132. https://doi.org/10.1139/cjps-2018-0038