Dies ist Teil 2. Teil 1: Cannabis Laws Across Asia and Key Global Markets, 2026: Thailand and Southeast Asia (Part 1 of 2)
Dieser Leitfaden zeigt den rechtlichen Status von Cannabis, CBD und Hanf in Asien und in den Auslandsmärkten, die mit asiatischen Anbauern handeln. Teil 1 behandelt Thailand und Südostasien. Teil 2 behandelt Ostasien, Südasien, Israel, Deutschland und Tschechien. Am Ende stehen acht regionale Trends.
Bevor Sie lesen
- THC und CBD. THC (Tetrahydrocannabinol) erzeugt den Rausch. CBD (Cannabidiol) tut das nicht. Viele Gesetze legen einen THC-Grenzwert nach Gewicht fest.
- Hanf ist Cannabis, das für Fasern, Samen oder CBD angebaut wird. Sein THC-Gehalt liegt unter einem gesetzlichen Grenzwert.
- Entkriminalisiert heißt meist: Für eine kleine Menge gibt es ein Bußgeld statt eines Strafverfahrens. Es heißt nicht, dass Sie kaufen, verkaufen oder anbauen dürfen.
Jeder Länderabschnitt endet mit einer Anmerkung der Übersetzung. Darin finden Sie jeweils einen konkreten Schritt, den Sie selbst umsetzen können.
Japan
Status: striktes Verbot, mit einer schmalen Öffnung für Arzneimittel
Japan hat mit seinem Cannabis Control Act einige der strengsten Cannabis-Gesetze der Welt. Im Dezember 2024 hat sich das in einem Bereich geändert.
- Dezember 2024: Eine Gesetzesänderung erlaubt nun Arzneimittel in pharmazeutischer Qualität, die aus Cannabis hergestellt werden. Als Beispiel wird Epidiolex genannt, ein CBD-Medikament gegen Epilepsie.
- Damit ist zum ersten Mal in der modernen Geschichte Japans eine medizinische Verwendung von Cannabis legal.
- Freizeitkonsum, Besitz und Anbau bleiben streng verboten. Es drohen bis zu 7 Jahre Haft.
- CBD: Im Originalartikel steht, CBD sei nur mit 0 % THC legal. Das ist veraltet. Seit dem 12. Dezember 2024 legt Japan stattdessen Höchstwerte für THC-Rückstände fest. Sie betragen 10 ppm für Öle und Pulver, 0,1 ppm für Produkte auf Wasserbasis wie Getränke und 1 ppm für alle anderen Produkte. Ein Produkt über diesen Werten gilt als Betäubungsmittel.
- In den Großstädten werden CBD-Produkte überall verkauft. Der Markt wird auf mehr als 200 Millionen US-Dollar geschätzt.
Anmerkung der Übersetzung: Ein thailändisches CBD-Produkt kann THC-Spuren enthalten, die über dem japanischen Grenzwert liegen. Bevor Sie ein CBD-Produkt nach Japan schicken, brauchen Sie ein Analysezertifikat, das den THC-Gehalt in ppm angibt. Die Nachweisgrenze des Labors muss unter dem japanischen Grenzwert liegen. Ein Bericht, der nur „unter 0,2 %“ angibt, beweist nicht, dass Ihr Produkt die Regeln einhält.
Südkorea
Status: begrenzte medizinische Verwendung
- 2018 hat Südkorea als erstes Land in Ostasien medizinisches Cannabis legalisiert.
- Das Ministerium für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (Ministry of Food and Drug Safety, MFDS) genehmigt Arzneimittel auf Cannabisbasis im Einzelfall.
- Zugelassen sind unter anderem Epidiolex, Marinol und Sativex. Marinol (Dronabinol) ist ein im Labor hergestelltes THC. Sativex (Nabiximols) ist ein Mundspray mit THC und CBD. Mehr dazu unter zugelassene Cannabinoid-Arzneimittel.
- Patientinnen und Patienten stellen ihren Antrag beim MFDS. Es gibt keinen Anbau im Inland und kein System von Abgabestellen (Dispensaries).
- Freizeitkonsum bleibt streng verboten. Es drohen bis zu 5 Jahre Haft.
- CBD: nur in Arzneimitteln legal, die das MFDS zugelassen hat.
Anmerkung der Übersetzung: Das südkoreanische Justizministerium warnt: Wer als koreanischer Staatsbürger im Ausland Cannabis konsumiert, auch in Thailand, kann nach der Rückkehr strafrechtlich verfolgt werden. Arbeiten Sie mit koreanischen Mitarbeitenden, Partnern oder Patienten? Dann bitten Sie diese, das zu prüfen, bevor sie in Thailand mit Cannabis arbeiten oder es konsumieren. Was in Thailand legal ist, kann in Korea trotzdem strafbar sein.
China
Status: striktes Verbot – aber der größte Hanfproduzent der Welt
- Cannabis gilt als Betäubungsmittel. Freizeitkonsum und medizinische Verwendung sind beide streng verboten.
- Es drohen Verwaltungshaft und lange Freiheitsstrafen. Nach Artikel 347 des Strafgesetzbuchs kann der Handel mit großen Mengen Drogen, wozu auch Cannabis zählen kann, mit 15 Jahren Haft, lebenslanger Haft oder der Todesstrafe bestraft werden.
- China ist der größte Produzent von Industriehanf weltweit. Angebaut wird vor allem in den Provinzen Yunnan und Heilongjiang.
- CBD: Zum Verzehr ist CBD verboten, in Kosmetik seit Mai 2021 ebenfalls. Die nationale Arzneimittelbehörde (National Medical Products Administration, NMPA) hat CBD sowie Cannabisfrüchte, Samenöl und Blattextrakt auf ihre Listen verbotener Kosmetik-Inhaltsstoffe gesetzt.
- China hält mehr Patente rund um Cannabis als jedes andere Land.
- Hanffasern und Produkte aus Hanfsamen bilden einen großen Industriezweig.
Anmerkung der Übersetzung: Die große Hanfindustrie in China macht CBD dort nicht legal. Wenn Sie Hanfsamen oder Geräte zur Faserverarbeitung aus China kaufen, lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass die Ware für den Export freigegeben ist. Prüfen Sie vor der Zahlung außerdem, welche thailändischen Einfuhrregeln gelten. So bleibt die Sendung nicht beim Zoll hängen.
Hongkong
Status: null Toleranz – CBD seit 2023 verboten
- Cannabis ist nach der Dangerous Drugs Ordinance (Verordnung über gefährliche Drogen) illegal.
- 1. Februar 2023: CBD wurde als gefährliche Droge eingestuft. CBD-Produkte, die vorher legal waren, sind seitdem vollständig verboten.
- Handel: bis zu lebenslange Haft und eine Geldstrafe von 5 Millionen HK$.
- Besitz oder Konsum: bis zu 7 Jahre Haft und eine Geldstrafe von 1 Million HK$.
- Es gibt kein Programm für medizinisches Cannabis.
- Das ist eine der drastischsten Verschärfungen in Asien. Hongkong ging an einem einzigen Stichtag von einem aktiven CBD-Markt zu einem vollständigen Verbot über.
Anmerkung der Übersetzung: Wenn Sie CBD- oder Hanfprodukte aus Thailand online verkaufen, streichen Sie Hongkong aus Ihrer Versandliste. Nehmen Sie solche Produkte auch nicht im Transit über den Flughafen Hongkong mit. CBD wird dort inzwischen wie jede andere gefährliche Droge behandelt.
Taiwan
Status: striktes Verbot – CBD nur sehr eingeschränkt
- Cannabis ist nach dem Narcotics Hazard Prevention Act (Gesetz zur Verhütung von Betäubungsmittelschäden) ein Betäubungsmittel der Kategorie 2.
- Konsum: bis zu 3 Jahre Haft.
- Besitz: bis zu 2 Jahre Haft.
- Handel: 10 Jahre bis lebenslange Haft.
- CBD: nur auf ärztliches Rezept legal, mit THC unter 0,001 %. Dieser Grenzwert ist extrem streng. Kein CBD-Produkt ist für die Herstellung im Land zugelassen. Die Versorgung läuft also nur über Importe.
- Hanf: Der Anbau ist illegal.
- Es gibt kein Programm für medizinisches Cannabis.
Anmerkung der Übersetzung: Taiwans THC-Grenzwert von 0,001 % ist 200-mal strenger als die 0,2 % in Thailand. Schicken Sie thailändische CBD-Produkte nur dann nach Taiwan, wenn ein Importeur die nötige Genehmigung hat und Ihr Laborbericht THC unter 0,001 % ausweist.
Indien
Status: komplex – je nach Bundesstaat verschieden
In Indien treffen bei Cannabis uralte Tradition und modernes Drogenrecht aufeinander.
- Nationale Ebene: Cannabis wird durch den Narcotic Drugs and Psychotropic Substances (NDPS) Act von 1985 geregelt.
- Bhang ist ein traditionelles Getränk oder eine Paste aus Cannabisblättern. Es ist ausdrücklich von der Cannabis-Definition des Gesetzes ausgenommen.
- Die Bundesstaaten tolerieren unterschiedlich viel. Uttarakhand hat 2018 als erster Bundesstaat den Hanfanbau legalisiert.
- Hanf: Immer mehr Bundesstaaten lassen ihn zu. Uttarakhand, Uttar Pradesh, Madhya Pradesh, Manipur und Himachal Pradesh haben den Hanfanbau genehmigt, mit einem THC-Grenzwert von 0,3 %.
- CBD: rechtliche Grauzone. Es gibt keine eigene Regelung, aber CBD-Produkte aus Hanf werden verkauft.
- Ayurveda, das traditionelle Medizinsystem Indiens, und weitere Regeln zur traditionellen Medizin bieten Arzneimitteln auf Cannabisbasis einen legalen Weg.
Anmerkung der Übersetzung: Die Regeln in Indien unterscheiden sich je nach Bundesstaat. Landesweite Zusammenfassungen können deshalb in die Irre führen. Wenn Sie mit einem indischen Partner Geschäfte mit Hanfgenetik oder Hanfprodukten machen wollen, lassen Sie sich die Lizenz des Bundesstaats zeigen und prüfen Sie den dort geltenden THC-Grenzwert. Die Grenzwerte in Thailand und Indien sind verschieden (0,2 % und 0,3 %). Legen Sie deshalb vor der Unterschrift fest, welcher Grenzwert gilt.
Nepal
Status: landesweit verboten – die Provinzen bewegen sich Richtung Reform
Cannabis hat in Nepal eine lange Geschichte, doch das moderne Recht ist streng.
- Der Narcotic Drugs (Control) Act von 1976 verbietet Anbau, Herstellung und Verkauf von Cannabis.
- Juli 2026: Das Provinzparlament von Gandaki hat ein Gesetz über den Anbau von Cannabis für medizinische und industrielle Zwecke verabschiedet. Der Provinzgouverneur hat es am 3. August 2026 ausgefertigt (unterzeichnet). Lizenzen können aber erst erteilt werden, wenn die Provinzregierung Durchführungsbestimmungen erlässt.
- Das Gesetz begrenzt THC auf 0,3 %.
- CBD und Hanf: noch kein eigener rechtlicher Status. Das nationale Recht behandelt weiterhin jedes Cannabis-Derivat als kontrollierte Substanz.
- Die Gesetzentwürfe der Provinzen stehen im Widerspruch zum nationalen Narcotic Drugs Act. Dieser Konflikt ist nicht gelöst.
Anmerkung der Übersetzung: Ein Provinzgesetz in Nepal hebt das nationale Recht noch nicht auf. Betrachten Sie die Provinz Gandaki nicht als offenen Markt. Warten Sie, bis der Konflikt mit dem Gesetz von 1976 offiziell gelöst ist.
Sri Lanka
Status: im Inland verboten – Lizenzen für den Anbau zum Export
- Freizeitkonsum und medizinische Verwendung sind im Land beide weiterhin illegal.
- August 2025: Das Board of Investment (Investitionsbehörde) von Sri Lanka hat sieben ausländische Investoren zugelassen, ausgewählt aus 37 Bewerbern. Sie dürfen medizinisches Cannabis anbauen, aber nur für den Export. Ihre ersten Lizenzen waren zunächst auf sechs Monate befristet.
- Die Mindestinvestition liegt bei mehr als 5 Millionen US-Dollar.
- Kein Produkt darf auf den Inlandsmarkt gelangen.
- Cannabis hat in Sri Lanka historische Wurzeln in der ayurvedischen Medizin. Seine Verwendung ist bereits in alten Schriften aus dem Jahr 341 n. Chr. belegt, im Sarartha Sangrahaya von König Buddhadasa.
Anmerkung der Übersetzung: Das Modell in Sri Lanka zeigt, wie teuer der Einstieg in einen reinen Exportmarkt ist (mehr als 5 Millionen US-Dollar). Wenn Sie in Thailand anbauen und exportieren wollen, rechnen Sie die vollen Kosten für Zertifizierung und Sicherheit in Ihren Geschäftsplan ein. Rechnen Sie nicht nur mit den Anbaukosten.
Pakistan
Status: Freizeitkonsum illegal – ein Rahmen für Industrie und Medizin entsteht
- Cannabis zum Freizeitkonsum ist nach dem Control of Narcotic Substances Act von 1997 illegal.
- September 2020: Das Bundeskabinett hat einen Rahmen für den Anbau von Industriehanf und medizinischem Cannabis beschlossen.
- Das Ministerium für Wissenschaft und Technologie leitet das Programm.
- Die kommerzielle Umsetzung geht langsam voran, aber die politische Richtung steht fest.
- Cannabis, besonders Haschisch, ist in Teilen Pakistans kulturell tief verwurzelt, vor allem im Norden.
- CBD und Hanf: Der Rahmen existiert auf dem Papier, kommerziell passiert aber noch wenig.
Anmerkung der Übersetzung: Bevor Sie mit einem pakistanischen Hanfunternehmen Geschäfte machen, lassen Sie sich dessen Genehmigung nach dem Rahmen von 2020 zeigen. Ein Kabinettsbeschluss beweist nicht, dass ein Unternehmen eine Lizenz hat.
Israel
Status: vollständiges medizinisches Programm – pro Kopf eines der größten der Welt
Israel ist seit den 1960er-Jahren führend in der Cannabis-Forschung. Professor Raphael Mechoulam, ein israelischer Chemiker, hat 1964 THC isoliert.
- Rund 140.000 Patientinnen und Patienten haben eine Lizenz für medizinisches Cannabis. Das ist pro Kopf einer der höchsten Werte weltweit.
- Die israelische Agentur für medizinisches Cannabis (Israel Medical Cannabis Agency, IMCA) leitet das Programm. Sie folgt dem Modell der staatlichen Cannabis-Agentur.
- Importe: Israel importiert einen großen Teil seiner medizinischen Blüten, vor allem aus Kanada (2020–2023 etwa 80 % der Importe nach Gewicht).
- Exporte: Israel exportiert medizinisches Cannabis nach Deutschland, Großbritannien, Australien und in andere regulierte Märkte.
- Israel hat wegen Dumpings gegen kanadische Importe ermittelt. 2025 wurden Zölle von bis zu 165 % vorgeschlagen, aber nicht eingeführt. Im Juli 2026 wurde eine neue Beschwerde eingereicht.
- Im Mai 2026 empfahl ein Ausschuss des Gesundheitsministeriums, gerauchtes medizinisches Cannabis über drei Jahre auslaufen zu lassen. Der Gesundheitsminister stoppte die Arbeit an dieser Empfehlung wenige Tage später.
- Freizeitkonsum: Für den Eigengebrauch seit dem 1. April 2019 entkriminalisiert. Beim ersten Verstoß gibt es eine Geldbuße von 1.000 Schekel statt eines Strafverfahrens.
Anmerkung der Übersetzung: Israel kauft und verkauft medizinische Blüten, und seine Importregeln haben eigene Qualitätsstandards. Israel nutzt eigene Standards: IMC-GAP für den Anbau und IMC-GMP für die Herstellung. Ausländische Anbauer, die Israel beliefern, haben eine IMC-GAP-Zertifizierung oder eine anerkannte gleichwertige Zertifizierung erhalten. Wenn Ihre Farm in Thailand Israel beliefern möchte, fragen Sie einen israelischen Importeur nach der genauen Liste der Zertifizierungen. Tun Sie das, bevor Sie eine Ernte für diesen Markt planen.
Deutschland (wichtiger Handelsmarkt)
Status: für Erwachsene legal – Cannabis Social Clubs
Das deutsche Cannabisgesetz (CanG) ist am 1. April 2024 in Kraft getreten. Es ist eine der größten rechtlichen Änderungen für Cannabis in Europa.
- Erwachsene ab 18 Jahren dürfen in der Öffentlichkeit bis zu 25 g mitführen und zu Hause bis zu 50 g aufbewahren.
- Jeder Erwachsene darf zu Hause bis zu 3 Pflanzen anbauen.
- Cannabis Social Clubs (offiziell Anbauvereinigungen) sind nicht gewinnorientierte Vereine mit bis zu 500 Mitgliedern. Sie bauen Cannabis gemeinsam für ihre Mitglieder an.
- Bis Mitte 2026 wurden mehr als 400 Clubs genehmigt.
- Einen kommerziellen Einzelhandel gibt es nicht. Clubs und Eigenanbau sind die einzigen legalen Quellen für Erwachsene.
- Medizinisches Cannabis: seit 2017 vollständig legal, mit Rezept aus der Apotheke.
- Deutschland ist der größte Markt für medizinisches Cannabis in Europa. Importiert wird vor allem aus Kanada, das Anfang 2026 etwa die Hälfte der Importe lieferte, außerdem aus Portugal und anderen Ländern.
Anmerkung der Übersetzung: Thailändische Blüten gelangen über das medizinische System nach Deutschland, nicht über die Clubs. Nach § 19 des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) dürfen Clubs nur Cannabis weitergeben, das sie gemeinsam auf ihrem eigenen Gelände angebaut haben. Importierte Blüten dürfen sie also nicht kaufen. Eine Farm in Thailand, die Deutschland beliefern will, braucht GACP für den Anbau (ein Qualitätsstandard für Arzneipflanzen) und den EU-GMP-Standard für die Verarbeitung (der europäische Herstellungsstandard). Der erste Schritt ist ein Abgleich Ihrer Farm mit den GACP-Anforderungen. So sehen Sie, was Sie vor einem Audit ändern müssen.
Tschechien (wichtiger Handelsmarkt)
Status: entkriminalisiert – etabliertes medizinisches Programm
Die tschechische Reform wird in diesem Thema ausführlicher behandelt.
- Seit dem 1. Januar 2026 (Gesetz Nr. 270/2025 Slg.) brauchen Personen über 21 Jahre für den Eigengebrauch keine Genehmigung, solange sie drei Grenzen einhalten. Sie dürfen zu Hause bis zu 100 g und anderswo bis zu 25 g besitzen und bis zu 3 Pflanzen anbauen.
- Mehr als 200 g zu Hause, mehr als 50 g anderswo oder mehr als 5 Pflanzen sind eine Straftat. Mengen dazwischen (100–200 g zu Hause, 25–50 g anderswo oder 4–5 Pflanzen) gelten als Ordnungswidrigkeit (přestupek) und werden mit einer Geldbuße geahndet.
- Medizinisches Cannabis: seit 2013 legal, über die Staatliche Agentur für medizinisches Cannabis (SAKL).
- Seit 2020 übernimmt die Krankenversicherung die Kosten, bis zu 30 g pro Monat.
- CBD-Produkte mit weniger als 1 % THC sind legal und weit verbreitet.
- Tschechien baut seine Hanfindustrie aktiv aus.
Anmerkung der Übersetzung: Der tschechische Grenzwert von 1 % THC für CBD-Produkte liegt höher als die 0,2 % in Thailand. An den thailändischen Regeln ändert das nichts. Ein in Thailand hergestelltes Produkt muss den thailändischen Grenzwert einhalten, bevor es das Land verlässt. Lassen Sie es deshalb gegen beide Grenzwerte testen.
Ostasien, Südasien, Israel und Europa im Überblick
erlaubt ·
eingeschränkt oder mit Auflagen ·
verboten
| Land | Medizinisch | Freizeitkonsum | CBD | Hanf | Risiko Todesstrafe |
|---|---|---|---|---|---|
| Japan | Nein | ||||
| Südkorea | Nein | ||||
| China | |||||
| Hongkong | Nein | ||||
| Taiwan | Nein | ||||
| Indien | Nein | ||||
| Nepal | Nein | ||||
| Sri Lanka | Nein | ||||
| Pakistan | Nein | ||||
| Israel | Nein | ||||
| Deutschland | Nein | ||||
| Tschechien | Nein |
Acht Trends, die Sie 2026 im Blick behalten sollten
- Der medizinische Zugang wird breiter. Japans Reform für Arzneimittel von 2024, das Provinzgesetz in Gandaki (Nepal) und der Gesetzentwurf zu medizinischem Cannabis auf den Philippinen deuten alle auf mehr Akzeptanz in Asien hin.
- Thailand hat seine Regeln verschärft. Zwischen 2025 und 2026 ist Thailand vom freien Verkauf zu einem geregelten, rein medizinischen System übergegangen. Das zeigt: Gelockerte Regeln können wieder zurückgenommen werden.
- Manche Länder verbieten CBD. Hongkong hat CBD 2023 verboten, nachdem es vorher legal war. Nicht jeder Trend geht in Richtung Lockerung.
- CBD-Regeln ändern sich oft zuerst. Nach Einschätzung des Originalartikels kommt legales CBD oft vor einer umfassenderen Reform. Als Beispiele werden Japans CBD-Markt von mehr als 200 Millionen US-Dollar und Indiens Hanfindustrie genannt.
- Reine Exportmodelle entstehen. Sri Lanka vergibt Lizenzen für den Exportanbau bei einer Mindestinvestition von mehr als 5 Millionen US-Dollar. Thailand exportiert Blüten, die nach GACP- und GMP-Standards angebaut wurden. In beiden Modellen geht die Produktion ins Ausland, während im Inland weiterhin strenge Regeln oder ein Verbot gelten.
- Handelswege bilden sich heraus. Die wichtigsten Wege sind: Thailand in die Europäische Union (Blüten nach GACP und GMP), Israel und Kanada (medizinische Blüten in beide Richtungen) sowie Sri Lanka auf die Weltmärkte (ayurvedische Exporte). Deutschland ist das wichtigste Importziel.
- Die Todesstrafe bleibt. Malaysia, Singapur und Indonesien behalten extreme Strafen für den Handel bei. Malaysia hat 2023 die zwingende Todesstrafe abgeschafft; seitdem können Gerichte sie nach eigenem Ermessen verhängen. Auch China und Vietnam sehen sie für den Handel mit großen Mengen vor. Wer in diesen Ländern arbeitet, muss äußerst vorsichtig sein.
- Die ASEAN-Staaten sind gespalten. Thailand hat einen medizinischen Rahmen, die Philippinen treiben einen Gesetzentwurf voran und Laos prüft den Hanfanbau. Indonesien, Myanmar und Singapur halten am strikten Verbot fest.
Anmerkung der Übersetzung: Die Trends 2 und 3 zeigen, dass Regeln schnell strenger werden können. Prüfen Sie alle sechs Monate jeden Exportmarkt und jedes Lieferland in Ihren Plänen. Notieren Sie bei jeder Prüfung das Datum. So bemerken Sie, wenn sich eine Regel geändert hat, auf die Sie sich verlassen.
Fragen und Aktualisierungen
Hat sich in Ihrem Land eine Regel geändert? Posten Sie es unter diesem Thema, mit Datum und einem Link zur offiziellen Quelle, damit andere Anbauer es prüfen können. Fragen zu Exportmärkten sind ebenfalls willkommen.
Dieser Artikel dient nur zur Information und Bildung. Cannabis-Gesetze ändern sich häufig. Prüfen Sie die aktuellen Regeln immer bei den offiziellen Regierungsstellen Ihres Landes, bevor Sie handeln. Dieses Forum bietet keine Rechtsberatung.
Quellen
- Japan: Änderung des Cannabis Control Act 2024
- Südkorea: Regelungen des Ministry of Food and Drug Safety (MFDS) zu medizinischem Cannabis
- China: Strafgesetzbuch, Artikel 347; NMPA-Verzeichnisse verbotener Kosmetik-Inhaltsstoffe (Mai 2021)
- Hongkong: Änderung der Dangerous Drugs Ordinance 2023
- Taiwan: Narcotics Hazard Prevention Act
- Indien: NDPS Act 1985; Regelungen der Bundesstaaten zum Hanfanbau
- Nepal: Gandaki Province Act to Regulate the Cultivation of Cannabis for Medicinal and Industrial Use, 2026
- Sri Lanka: Lizenzen des Board of Investment für den Exportanbau 2025
- Pakistan: Rahmen des Bundeskabinetts 2020
- Israel: Israel Medical Cannabis Agency (IMCA); Israelische Polizei, Geldbußen für Cannabis (gov.il)
- Deutschland: Cannabisgesetz (CanG) 2024
- Tschechien: Staatliche Agentur für medizinisches Cannabis (SAKL); zákon č. 167/1998 Sb., § 5, a trestní zákoník, § 285, ve znění zákona č. 270/2025 Sb.; zákon č. 262/2019 Sb.
- Allgemein: Cannigma Asia Cannabis Legal Map 2026