Hanf und Cannabis mit hohem THC-Gehalt: Wo das thailändische Recht die Grenze zieht und was Anbauer tun sollten

Hanf (กัญชง) und Cannabis mit hohem THC-Gehalt (กัญชา) gehören zur selben Pflanzenart. Rechtlich trennt sie nur ein einziges Laborergebnis: wie viel THC die Pflanze enthält. Dieser Artikel behandelt vier Punkte. Er zeigt, wo dieser Grenzwert in Thailand, in der Europäischen Union und in den USA liegt. Er erklärt, was sich durch die thailändischen Vorschriften von 2025–2026 geändert hat und wofür Hanf verwendet wird. Zum Schluss erfahren Sie, was Sie bei der Ernte tun müssen, damit eine Hanfernte legal bleibt.

1. Eine Art, zwei rechtliche Bezeichnungen

Botanisch gesehen sind Hanf und Cannabis mit hohem THC-Gehalt eine einzige Art: Cannabis sativa L. Beide haben dieselbe Blattform und wachsen auf dieselbe Weise. Beide tragen auch Trichome. Trichome sind winzige Harzdrüsen auf Blüten und Blättern. Dort bildet die Pflanze ihre Cannabinoide.

Cannabinoide sind die Wirkstoffe der Pflanze. Die zwei bekanntesten sind THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol, der Stoff, der den Rausch auslöst) und CBD (Cannabidiol, das keinen Rausch auslöst).

„Hanf“ und „Marihuana“ sind keine botanischen Gruppen. Die Behörden haben die beiden Begriffe geschaffen, um Pflanzen mit wenig oder keiner Rauschwirkung von Pflanzen mit starker Rauschwirkung zu trennen. Viele ausländische Gesetze verwenden das Wort „Marihuana“. Dieser Artikel verwendet dafür den Begriff „Cannabis mit hohem THC-Gehalt“.

In der Praxis bezeichnet Hanf Kultivare (Sorten), die für Fasern, für Samen oder für die Extraktion mit niedrigem THC-Gehalt gezüchtet wurden, etwa für CBD. Ein Kultivar ist eine benannte Sorte, die von Züchtern ausgelesen wurde. Die meisten Anbauer sagen dazu „Strain“. Cannabis mit hohem THC-Gehalt bezeichnet Kultivare, die auf viel THC und eine psychoaktive Wirkung gezüchtet und ausgelesen wurden.

Die Genetik der beiden Gruppen überschneidet sich stark. Die Anbaubedingungen können das Cannabinoidprofil eines einzelnen Kultivars verändern. Manchmal reicht die Veränderung aus, um die Pflanze über den gesetzlichen Grenzwert zu bringen. Die Belege für den Einfluss von Stress sind allerdings schwächer als oft behauptet. Ein Feldversuch der Cornell University von 2021 mit drei CBD-reichen Hanfkultivaren (Toth et al., GCB Bioenergy) testete Überflutung, Echten Mehltau, Herbizideinsatz, mechanische Verletzung und einen Pflanzenwachstumsregulator. Keiner dieser Stressfaktoren erhöhte den THC-Gehalt oder das Verhältnis von THC zu CBD bei der Ernte. Wichtiger ist der Erntezeitpunkt. In einer Studie von 2020 (Yang et al., Journal of Agricultural and Food Chemistry) stieg der THC-Gehalt mit der Reife der Blüten. Einige Sorten überschritten in den späteren Wochen den US-Grenzwert von 0,3 %. Deshalb ist der THC-Grenzwert für Anbauer so wichtig.

Was Sie tun sollten: Bevor Sie eine Kultur als Hanf anpflanzen, fordern Sie vom Saatgutlieferanten einen Laborbericht über den THC-Gehalt dieses Kultivars an. Der Bericht zeigt Ihnen, wie weit der Kultivar normalerweise unter dem gesetzlichen Grenzwert liegt.

2. Der THC-Grenzwert

In den meisten Rechtssystemen entscheiden drei Dinge nicht darüber, ob eine Pflanze Hanf ist: ihr CBD-Gehalt, ihr Aussehen und ihr Verwendungszweck. Entscheidend ist eine einzige Zahl. Es ist der Prozentsatz THC, den ein Labor im getrockneten Pflanzenmaterial misst.

  • Thailand: Der Grenzwert für Hanf, der in den thailändischen Vorschriften seit Langem verwendet wird, liegt bei 1,0 % THC in getrockneten Blättern und Blüten. Er wurde 2019–2020 festgelegt, als Hanf noch als Betäubungsmittel reguliert war. Klären Sie mit der Genehmigungsbehörde, wie dieser Wert unter den aktuellen Vorschriften angewendet wird. Extrakte mit mehr als 0,2 % THC nach Gewicht bleiben Betäubungsmittel der Kategorie 5. Kategorie 5 ist eine der fünf Betäubungsmittelkategorien im thailändischen Recht. Cannabis- und Hanfpflanzen wurden am 9. Juni 2022 daraus gestrichen. Bei Cannabis und Hanf sind nur noch diese Extrakte darin enthalten. Wer diese Extrakte herstellen, importieren, exportieren, verkaufen oder besitzen will, braucht eine Lizenz nach der Ministerialverordnung über die Erlaubnis zur Herstellung, zum Import, Export, Verkauf oder Besitz von Betäubungsmitteln der Kategorie 5, insbesondere Cannabis- oder Hanfextrakten, B.E. 2569 (2026). Sie ist seit dem 26. April 2026 in Kraft.
  • Europäische Union: Der Grenzwert liegt bei 0,3 % THC bezogen auf das Trockengewicht. Er wurde am 1. Januar 2023 von 0,2 % angehoben.
  • Vereinigte Staaten (Bundesebene, nach der Farm Bill von 2018): Der Grenzwert liegt bei 0,3 % Delta-9-THC bezogen auf das Trockengewicht. Ein im November 2025 erlassenes Bundesgesetz engt diese Definition ein. Es zählt den Gesamt-THC-Gehalt einschließlich THCA und schließt bestimmte Produkte mit mehr als 0,4 mg Gesamt-THC aus. Die meisten dieser Änderungen treten nach einer Verschiebung um einen Monat am 11. Dezember 2026 in Kraft.

Anmerkung der Übersetzung: Nicht jeder kann diese Extraktlizenz erhalten. Lizenzen für Extrakte über 0,2 % THC gehen nur an drei Gruppen. Die erste Gruppe sind thailändische juristische Personen (eingetragene Unternehmen und ähnliche Rechtsträger), die nach dem Gesetz über ausländische Geschäftstätigkeit (Foreign Business Act) B.E. 2542 nicht als „ausländisch“ gelten. Die anderen beiden sind staatliche Stellen und das Thailändische Rote Kreuz. Ein einzelner Anbauer oder ein ausländisch kontrolliertes Unternehmen kann diese Lizenz nicht erhalten.

Pflanzenmaterial, das bei der Analyse über diesen Grenzwerten liegt, gilt rechtlich als Cannabis mit hohem THC-Gehalt und wird strenger reguliert. Wie es angebaut wurde und wofür es gedacht ist, spielt dabei keine Rolle.

Auch CBD entscheidet nicht über die Einstufung. Eine Pflanze kann sehr viel CBD enthalten und trotzdem als Cannabis mit hohem THC-Gehalt gelten, wenn ihr THC-Gehalt über dem Grenzwert liegt. Deshalb ist ein Labortest bei der Ernte unverzichtbar, wenn Ihre Kultur nahe am Grenzwert liegt. Das Labor stellt ein Analysezertifikat (COA) aus. Das ist ein Bericht, der die in Ihrer Probe gefundenen Cannabinoidgehalte auflistet.

Anmerkung der Übersetzung: Thailands Grenzwert von 1,0 % für Pflanzen liegt höher als die 0,3 % in der EU und in den USA. Das gibt Ihnen etwas Spielraum, wenn Sie einen Kultivar anbauen, der im Ausland als Hanf registriert ist. Dieses Ergebnis von 0,3 % wurde jedoch in einem anderen Klima gemessen. Bedenken Sie außerdem: Eine Pflanze kann legaler Hanf sein und trotzdem einen illegalen Extrakt ergeben. Bei der Extraktion werden die Cannabinoide konzentriert. Eine Pflanze unter 1,0 % THC kann daher einen Extrakt liefern, der weit über 0,2 % liegt.

Anmerkung der Übersetzung zum Testzeitpunkt: Testen Sie zweimal. Schicken Sie die erste Probe in der späten Blütephase ein, solange noch Zeit zum Planen bleibt. Die zweite Probe nehmen Sie aus der geernteten, getrockneten Charge. Erst dieses zweite Ergebnis zeigt den rechtlichen Status dessen, was Sie verkaufen.

Was Sie tun sollten: Schicken Sie von jeder Charge, die Sie als Hanf verkaufen oder verarbeiten wollen, eine Probe an ein Labor, bevor sie Ihren Betrieb verlässt. Legen Sie das COA bei den Unterlagen dieser Charge ab. So wissen Sie, ob die Charge rechtlich Hanf ist, und Sie haben einen Nachweis, wenn ein Kontrolleur danach fragt. Wählen Sie ein Labor, das für Cannabinoidanalysen nach ISO/IEC 17025 akkreditiert ist, und lassen Sie sich den Akkreditierungsumfang zeigen. Sie können andere Mitglieder auch im Bereich B2B-Dienstleistungen (Labore) nach ihren Erfahrungen mit Laboren fragen.

3. Thailands Vorschriften 2025–2026

Die wichtigste Änderung kam mit der Bekanntmachung über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568 des Gesundheitsministeriums. Sie wurde auf Grundlage des Gesetzes zum Schutz der traditionellen thailändischen Medizin (Thai Traditional Medicine Protection Act) B.E. 2542 erlassen und trat am 26. Juni 2025 in Kraft. Die Cannabisblüte (ช่อดอกกัญชา) ist jetzt ein kontrolliertes Kraut. Sie ist kein frei handelbares Agrarprodukt mehr. Die wichtigsten Punkte:

  • Zwei neuere Verordnungen regeln die Einzelheiten. Die Ministerialverordnung über Cannabis- oder Hanfextrakte B.E. 2569 ist seit dem 26. April 2026 in Kraft. Die Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2) B.E. 2569 trat am 30. April 2026 in Kraft. Sie verschärft die Lizenzkriterien für Cannabisblüten. Zusammen legen diese beiden Verordnungen die Lizenz- und Verkaufsbedingungen für Cannabis- und Hanfbetriebe fest.
  • PT 33 (ภ.ท. 33) ist ein Rezeptformular, keine Genehmigung. Eine zur Verschreibung berechtigte, zugelassene Fachperson stellt ein PT-33-Rezept für höchstens 30 Tage aus. Erst dann darf die Blüte an den Patienten abgegeben werden. Anbau, Verarbeitung und Verkauf brauchen jeweils eine eigene Lizenz. Keine davon hängt von einer „PT-33-Befreiungsgrenze“ ab, denn eine solche Grenze gibt es nicht.
  • Hanf: Hanfpflanzen sind in Thailand keine Betäubungsmittel, Hanfextrakte über 0,2 % THC dagegen schon. Ob Anbau, Verarbeitung oder Verkauf von Hanfblüten eine Genehmigung, eine Registrierung oder Aufzeichnungen zur Rückverfolgbarkeit erfordert, hängt von der Tätigkeit ab. Lassen Sie sich das von der Genehmigungsbehörde schriftlich bestätigen, bevor Sie anfangen. Rückverfolgbarkeit bedeutet Aufzeichnungen, die zeigen, woher jede Charge kam und wohin sie ging.
  • Blüten dürfen nur zur medizinischen Verwendung und nur auf ein PT-33-Rezept verkauft werden. Der Verkauf für den Freizeitkonsum ist nicht erlaubt. Werbung für Cannabisblüten und ihr Online-Verkauf sind ebenfalls verboten. Was Sie in diesem Forum posten dürfen, steht in den Werbe- und Verkaufsregeln. Die medizinische Verwendung und Industriehanf bleiben die wichtigsten legalen Wachstumsbereiche.

Anmerkung der Übersetzung: § 78 des Gesetzes von 1999 sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu 1 Jahr, eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht oder beides vor. Der Entwurf des Cannabis-Kontrollgesetzes (Cannabis Control Act) ist noch kein Gesetz. Das Kabinett hat den Entwurf am 22. September 2026 gebilligt und an das Repräsentantenhaus weitergeleitet. Wird er verabschiedet, können sich die oben genannten Regeln erneut ändern.

Was Sie tun sollten: Bevor Sie einen Anbaubetrieb erweitern, erledigen Sie drei Schritte.

  1. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, welche Lizenz jede Ihrer Tätigkeiten braucht: Anbau, Verarbeitung, Verkauf. So vermeiden Sie, dass Sie eine Tätigkeit ausüben, die Ihre Lizenz nicht abdeckt.
  2. Bewahren Sie jedes Laborergebnis auf, nach Chargen geordnet. Diese Unterlagen zeigen Kontrolleuren und Käufern, dass jede Charge innerhalb des Grenzwerts lag.
  3. Prüfen Sie, ob Ihre Registrierung noch gültig ist. Eine abgelaufene Registrierung kann eine legale Ernte unverkäuflich machen.

PT 33 ist nur relevant, wenn Sie Blüten an Patienten abgeben. Ein Anbauer beantragt es nicht.

4. Wofür Industriehanf verwendet wird

Hanf ist faserreich, wächst schnell und enthält wenig THC. Deshalb hat er viele Verwendungen jenseits der Cannabinoid-Extraktion.

4.1 Fasern und Textilien

Bastfasern stammen aus der äußeren Schicht des Stängels. Sie sind lang und reißfest. Man verwendet sie für Seile und Segeltuch. Immer häufiger werden sie auch für nachhaltige Kleidung und technische Textilien verwendet. Das sind Stoffe, die für eine bestimmte Funktion hergestellt werden, etwa für den industriellen Einsatz.

4.2 Hanfbeton zum Bauen

Schäben sind der holzige Kern des Stängels. Mischt man Schäben mit Kalk und Wasser, entsteht Hanfbeton. Das ist ein leichter Baustoff, der Feuchtigkeit durchlässt. Der Originalartikel bezeichnet ihn als kohlenstoffnegativ. Das heißt, er speichert mehr Kohlenstoff, als bei seiner Herstellung freigesetzt wird. Man verwendet ihn zur Dämmung und für nichttragende Wände.

4.3 Autoteile

Mehrere Autohersteller verwenden Verbundwerkstoffe aus Hanffasern für Türverkleidungen, Armaturenbretter und Innenverkleidungen.

4.4 Lebensmittel: Samen und Öl

Hanfsamen enthalten alle neun essenziellen Aminosäuren, wobei Lysin die limitierende Aminosäure ist. Sie sind reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Kaltgepresstes Hanfsamenöl wird zum Kochen, in Nahrungsergänzungsmitteln und in Kosmetik verwendet. Anmerkung der Übersetzung: Hanfsamenöl wird aus den Samen gepresst und ist nicht dasselbe wie CBD-Öl.

4.5 Biokunststoffe

Cellulose aus Hanf lässt sich zu biologisch abbaubaren Kunststoffen verarbeiten. Sie sind eine erneuerbare Alternative zu Kunststoffen aus Erdöl für Verpackungen und Konsumgüter.

Anmerkung der Übersetzung: Hanf ist in Thailand nichts Neues. Die Hmong-Gemeinschaften im nördlichen Hochland bauen seit Langem Hanf an und weben seine Fasern von Hand zu traditionellen Stoffen. Die Verarbeitung im industriellen Maßstab ist eine andere Frage. Prüfen Sie daher, was es in Ihrer Nähe gibt. Hanfstängel sind sperrig und teuer zu transportieren. Ein Feld ohne Verarbeiter in der Nähe kann Ihnen eine Ernte bescheren, die Sie nicht verkaufen können.

Was Sie tun sollten: Bevor Sie Hanf für Fasern oder Samen anbauen, suchen Sie sich einen Verarbeiter oder Abnehmer und vereinbaren Sie die Qualität, die er braucht. Bauen Sie dann zuerst eine kleine Versuchsfläche an. Der Versuch zeigt Ihnen den tatsächlichen Ertrag und die Kosten, bevor Sie ein ganzes Feld bepflanzen.

5. Hanf und Cannabis mit hohem THC-Gehalt im Vergleich

Merkmal Hanf Cannabis mit hohem THC-Gehalt
THC-Gehalt Unter 1,0 % in der Pflanze; unter 0,2 % in Extrakten (Thailand) Typischerweise 5 %–30 % oder mehr
CBD-Gehalt Oft hoch Unterschiedlich; im Vergleich zu THC oft niedrig
Hauptverwendung Fasern, Lebensmittel, Baustoffe, Biokunststoffe, CBD-Wellnessprodukte Medizinische Verwendung und psychoaktive Wirkung (Verkauf für den Freizeitkonsum ist in Thailand nicht erlaubt)
Löst einen Rausch aus Nein oder nur sehr schwach Ja
Rechtsstatus in Thailand Als Pflanze kein Betäubungsmittel; Extrakte über 0,2 % THC brauchen eine Lizenz; Genehmigungs- und Registrierungspflichten für Ihre Tätigkeit klären Kontrolliertes Kraut; Blüten nur auf PT-33-Rezept abgegeben (max. 30 Tage)
Gezüchtet auf Stängel- und Samenertrag, Faserqualität Cannabinoid- und Harzbildung

6. Warum das für Anbauer wichtig ist

Wenn Sie in Thailand anbauen, hat die Hanfgrenze direkte Folgen. Sie entscheidet, welche Lizenz gilt und welche Unterlagen Sie brauchen. Sie entscheidet auch, ob Sie die Ernte überhaupt legal verkaufen können. Eine als Hanf angebaute Kultur, die bei der Ernte über 1,0 % THC bezogen auf das Trockengewicht liegt, ist rechtlich kein Hanf mehr.

Der Originalartikel nennt drei Ursachen. Die erste ist genetische Drift. Damit ist gemeint, dass sich die Eigenschaften eines Kultivars über Generationen langsam verändern. Die zweite ist Umweltstress, die dritte eine späte Ernte. Am besten belegt ist der Erntezeitpunkt. In der oben zitierten Studie von 2020 stieg der THC-Gehalt mit der Reife der Blüten weiter an. Der Cornell-Versuch von 2021 ergab, dass die getesteten Stressfaktoren den THC-Gehalt nicht erhöhten, und wies stattdessen auf die Genetik hin.

Wenn Sie wissen, wo die Grenze liegt, können Sie drei Dinge tun. Sie können stabile, getestete Genetik wählen. Sie können den THC-Gehalt während der Blüte verfolgen. Und Sie können den richtigen Erntezeitpunkt wählen. Das schützt Ihren Rechtsstatus und hält Ihren Betrieb am Laufen. Die Bekanntmachung B.E. 2568 und die beiden Ministerialverordnungen B.E. 2569 sind jetzt vollständig in Kraft. Jeder Anbauer, Verarbeiter und Verkäufer in Thailand muss bei Registrierung, Lizenzbedingungen und Testvorschriften auf dem aktuellen Stand bleiben.

Anmerkung der Übersetzung: Die Bedingungen in Thailand bringen Stressfaktoren mit sich, die Anbauer in gemäßigtem Klima selten kennen. In der heißen Jahreszeit erreichen Räume oft 30–35 °C, die Regenzeit bringt hohe Luftfeuchtigkeit, und Stromausfälle unterbrechen Licht und Klimaanlage im Indoor-Anbau. Ein Kultivar, der im Ausland unter dem Grenzwert bleibt, tut das hier nicht zwangsläufig. Testen Sie ihn deshalb unter Ihren eigenen Bedingungen. Samen oder Stecklinge aus ungeprüften Quellen erhöhen das Risiko. Sie können den falschen Kultivar erhalten, mit einem THC-Gehalt weit über der Angabe auf dem Etikett. Stecklinge von anderen Betrieben können außerdem Schädlinge und das Hop Latent Viroid (HLVd) einschleppen, eine Krankheit, die die Pflanzen schwächt.

Anmerkung der Übersetzung: Wenn eine Hanfcharge über 1,0 % liegt, stoppen Sie zunächst alles. Verkaufen oder transportieren Sie sie nicht als Hanf. Lassen Sie eine neue Probe derselben Charge von einem zweiten Labor testen, um das Ergebnis zu bestätigen. Wenden Sie sich dann an die Genehmigungsbehörde, bevor Sie irgendetwas anderes mit der Charge tun.

Was Sie in dieser Saison tun sollten:

  1. Besorgen Sie für jeden neuen Kultivar vor dem Anbau einen Laborbericht zum THC-Gehalt. So kennen Sie seinen Abstand zur Grenze von 1,0 %.
  2. Bauen Sie den ersten Durchgang eines neuen Kultivars als kleine Charge an und testen Sie ihn. So sehen Sie, wie er sich bei Ihrer Hitze und Luftfeuchtigkeit verhält.
  3. Testen Sie in der späten Blüte und noch einmal an der getrockneten Charge. Das erste Ergebnis gibt Ihnen Zeit zum Handeln, das zweite belegt den Status der Charge.
  4. Bewahren Sie COA, Saatgutquelle und Erntedatum für jede Charge zusammen auf. So können Sie Kontrolleuren und Käufern die vollständige Dokumentation vorlegen.
  5. Prüfen Sie Ihre Lizenz und Registrierung erneut, bevor Sie Ihren Betrieb erweitern.

Haben Sie Fragen zu Tests, Lizenzen oder dazu, wie sich Ihre Kultivare unter thailändischen Bedingungen verhalten? Stellen Sie sie direkt unter diesem Thema, damit andere Anbauer ihre Erfahrungen teilen können.

Quellen

  • Gesundheitsministerium, Thailand – Bekanntmachung über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568
  • Ministerialverordnung über Cannabis- oder Hanfextrakte B.E. 2569 – in Kraft seit 26. April 2026
  • Ministerialverordnung über die Erlaubnis zu Studium, Forschung oder Export kontrollierter Kräuter oder zu Verkauf oder Verarbeitung kontrollierter Kräuter für kommerzielle Zwecke (Nr. 2) B.E. 2569 – in Kraft seit 30. April 2026
  • WHO-Expertenausschuss für Drogenabhängigkeit (WHO Expert Committee on Drug Dependence), 41. Sitzung (Genf, November 2018) – kritische Überprüfungsberichte: Cannabispflanze und -harz; Extrakte und Tinkturen von Cannabis; Delta-9-Tetrahydrocannabinol; Isomere von THC
  • U.S. Agriculture Improvement Act of 2018 (Farm Bill) – Hanfdefinition, Grenzwert 0,3 % Delta-9-THC; Definition geändert durch Bundesgesetz vom November 2025 (die meisten Änderungen gelten ab 11. Dezember 2026)
  • Europäische Union – Gemeinsame Agrarpolitik der EU, THC-Grenzwert für Industriehanf (0,3 % seit 1. Januar 2023)
  • Asiannabis-Community – Diskussionen in der Kategorie Sicherheit und Regulierung