Dies ist Teil 2. Teil 1: Thailand's Cannabis Rules, 2022 to 2026: From the Narcotics List to Controlled Herb (Part 1 of 2)
Im Juni 2022 hat Thailand die Cannabispflanze von der Liste der Betäubungsmittel gestrichen. Extrakte mit mehr als 0,2 % THC (Tetrahydrocannabinol, der wichtigste berauschende Wirkstoff) blieben kontrolliert. Außerdem wurde Cannabis nach Thailands Gesetz über traditionelle Medizin von B.E. 2542 (1999) zu einem „kontrollierten Kraut“. Ein eigenes Cannabisgesetz wurde nie verabschiedet. Deshalb konnten die Minister die Regeln mit einer neuen Bekanntmachung ändern, und genau das geschah im Juni 2025. Dieser Teil erklärt, was sich von Juni 2025 bis heute geändert hat.
Das thailändische Recht verwendet Jahreszahlen der buddhistischen Zeitrechnung (B.E.). Um das westliche Jahr zu erhalten, ziehen Sie 543 ab. B.E. 2568 entspricht zum Beispiel dem Jahr 2025.
Anmerkung der Übersetzung: Dieser Artikel behandelt nur thailändisches Recht. Wenn Sie in Vietnam, Laos, Kambodscha, Malaysia oder anderswo in Südostasien leben, finden Sie die Regeln für Ihr Land unter Cannabis-Gesetze in Asien und wichtigen globalen Märkten – Stand 2026.
Wer die Quellen sind
- Tilleke & Gibbins, Herrera & Partners und Silk Legal: Anwaltskanzleien mit Sitz in Bangkok (Thailand), die englische Zusammenfassungen der Regeln vom Juni 2025 veröffentlichen. Tilleke & Gibbins hat zudem Büros in anderen Ländern Südostasiens.
- FOSR Law (Formichella & Sritawat): eine Kanzlei mit Sitz in Bangkok, die beschrieben hat, wie die Regeln durchgesetzt und verschärft werden.
- Wikipedia: die Online-Enzyklopädie, hier für Hintergrundinformationen genutzt.
- Hfocus (hfocus.org): eine thailändische Nachrichtenseite zum Gesundheitswesen, die über die öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf berichtet hat.
- Thai PBS: Thailands öffentlich-rechtlicher Rundfunk.
- Ein nicht namentlich genannter Erklärtext: eine englischsprachige Website zu Thailands Cannabis-Regeln mit Stand Juli 2026. Der Originalartikel nennt ihren Namen nicht. Wo sie die einzige Quelle für eine Zahl ist, wird diese Zahl als unbestätigt gekennzeichnet.
- Die Royal Gazette (ราชกิจจานุเบกษา): das amtliche Verkündungsblatt der Regierung. Eine Regel muss dort veröffentlicht werden, bevor sie in Kraft tritt. Der thailändische Text der Bekanntmachung vom Juni 2025 wurde direkt dort gelesen.
1. Juni 2025: Blüten gibt es nur noch auf Rezept
Eine Bekanntmachung, drei englische Namen
Drei Kanzleien verwenden drei verschiedene englische Namen:
- „Notification on Controlled Herbs (Cannabis) 2025“ (Tilleke & Gibbins)
- „Ministerial Announcement on Controlled Herbal Medicine (Cannabis), B.E. 2568“ (Herrera & Partners)
- gar kein offizieller Name (Silk Legal; dort heißt es, sie sei auf Grundlage des Gesetzes über traditionelle Medizin von 1999 erlassen worden)
Alle drei beschreiben eine Bekanntmachung, kein Gesetz. Der thailändische Titel lautet ประกาศกระทรวงสาธารณสุข เรื่อง สมุนไพรควบคุม (กัญชา) พ.ศ. 2568. Einen offiziellen englischen Namen gibt es nicht. Dieser Artikel nennt sie „die Bekanntmachung vom Juni 2025“.
Die Daten laut Royal Gazette
- Unterzeichnet: 23. Juni 2025, vom Minister für öffentliche Gesundheit.
- Veröffentlicht: 25. Juni 2025, in der Royal Gazette, Band 142, Sonderteil 229 ง (Ngor).
- In Kraft: 26. Juni 2025. Ziffer 1, die erste nummerierte Bestimmung der Bekanntmachung, setzt sie am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft.
Das sind drei verschiedene Zeitpunkte. Deshalb widersprechen sich Zusammenfassungen, die nur ein Datum nennen. Silk Legal nennt den 24. Juni, Tilleke & Gibbins den 26. Juni als „Ausstellungsdatum“. Jede dieser Quellen hat einen der Zeitpunkte mit einem anderen verwechselt. Herrera & Partners überschreibt einen Abschnitt mit „Medical Prescription Requirement Effective 1 July 2025“ (Rezeptpflicht ab 1. Juli 2025). Keine andere hier verwendete Quelle nennt dieses Datum. Betrachten Sie es daher als unbestätigt.
Was Sie tun sollten: Verwenden Sie in Lizenzunterlagen, Verträgen und Mitarbeiterschulungen den 26. Juni 2025 als Datum, an dem die Bekanntmachung in Kraft trat. Nennt ein Dokument den 1. Juli 2025 für die Rezeptpflicht, vermerken Sie, dass nur Herrera & Partners dieses Datum angibt.
Das Rezept: Formular, Form und wer es ausstellen darf
Laut Tilleke & Gibbins ist ein Verkauf nur rechtmäßig, wenn der Käufer „ordnungsgemäß ein Cannabisrezept vorlegt, das von einer von sieben anerkannten Berufsgruppen ausgestellt wurde“. Nach Tilleke & Gibbins sollen Ärzte das Rezept auf Papier ausstellen, und zwar auf dem amtlichen Formular PT 33. Die Bekanntmachung erwähnt keine Fernberatung. Berichten zufolge sehen die politischen Entscheidungsträger ein Rezept, das per Chat, über soziale Medien oder per E-Mail verschickt wird, jedoch als nicht regelkonform an. Ein Arzt sollte in einer Klinik oder einem Krankenhaus tätig sein, um das Rezept auszustellen.
Tilleke & Gibbins nennt das Formular PT 33 (ภ.ท.33), Silk Legal „Phor.Thor.33“. Herrera & Partners beschreibt es als „die offizielle, vom DTAM herausgegebene Vorlage“. DTAM ist das Department of Thai Traditional and Alternative Medicine, also die Behörde für thailändische traditionelle und alternative Medizin (กรมการแพทย์แผนไทยและการแพทย์ทางเลือก).
Diese sieben Berufsgruppen dürfen Rezepte ausstellen:
- Ärzte
- Ärzte der thailändischen traditionellen Medizin
- Ärzte der angewandten thailändischen traditionellen Medizin
- Volksheiler
- Praktiker der chinesischen Medizin
- Apotheker
- Zahnärzte
Die kürzere Zusammenfassung bei Wikipedia lässt die Volksheiler und die Ärzte der angewandten thailändischen traditionellen Medizin weg.
Menge und Dauer
Tilleke & Gibbins und Herrera & Partners geben beide an, dass ein Rezept höchstens 30 Tage abdeckt. Tilleke & Gibbins ergänzt, dass jedes Rezept nur einmal eingelöst werden kann; Wiederholungsrezepte gibt es nicht. Wer das Rezept ausstellt, kann die Sorte oder Produktart, die Dosis und die Dauer festlegen.
Der nicht genannte Erklärtext erwähnt außerdem eine Grenze von 30 Gramm pro Monat. Keine der Kanzleien nennt eine Gewichtsgrenze. Betrachten Sie diese Zahl daher als unbestätigt.
Blüten müssen von zertifizierten Betrieben stammen
Laut Tilleke & Gibbins müssen Blüten, die verkauft oder exportiert werden, von einem Standort stammen, der nach der Guten Anbau- und Sammelpraxis (GACP) zertifiziert ist. GACP ist ein Standard dafür, wie Heilpflanzen angebaut, geerntet und weiterverarbeitet werden.
Tilleke & Gibbins nennt folgende Einzelheiten:
- Ein Zertifikat gilt ein bis drei Jahre.
- Der Standort wird jährlich überwacht.
- Die Prüfer kontrollieren Boden, Wasser, Pflanzenschutzmittel, Hygiene und den Umgang mit der Ernte nach dem Schnitt.
- Der Betrieb muss Aufzeichnungen „vom Samen bis zum Verkauf“ führen: eine lückenlose Dokumentation für jede Charge, vom Samen oder Klon bis zum endgültigen Verkauf.
Silk Legal nennt dieselbe Anforderung „Good Agricultural and Harvesting Practices (GAP)“. Herrera & Partners nennt kein bestimmtes System. Die Formulierung von Tilleke & Gibbins entspricht einem Begriff aus einer Leitlinie der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Diese Behörde regelt Arzneimittel in der Europäischen Union, und die Leitlinie betrifft das pflanzliche Rohmaterial für pflanzliche Arzneimittel. Noch ist unklar, ob Thailands System genau dieser EU-Standard ist oder eine thailändische Fassung davon.
Anmerkung der Übersetzung: Wenn Sie Blüten legal verkaufen wollen, führen Sie Ihre Aufzeichnungen schon vor dem Antrag so, wie ein Prüfer sie lesen würde. Probieren Sie das zuerst an einer kleinen Charge aus. Notieren Sie für diese Charge die Herkunft von Samen oder Klon, jedes Betriebsmittel mit Datum und Menge, das Erntegewicht, die Bedingungen bei Trocknung und Lagerung sowie den Käufer. So sehen Sie, wo Ihre Aufzeichnungen Lücken haben, bevor eine echte Prüfung sie findet. Bei Pflanzenschutzmitteln ist besondere Sorgfalt nötig. Verwenden Sie nur Mittel, die beim Department of Agriculture, der thailändischen Landwirtschaftsbehörde (กรมวิชาการเกษตร), registriert sind, und wenden Sie sie so an, wie es auf dem Etikett steht. Siehe Was Sie nach dem thailändischen GACP legal spritzen dürfen.
Aufzeichnungen, Kontrollen und Strafen
Laut Tilleke & Gibbins müssen Dispensarys (Cannabis-Apotheken) jedes Rezept mindestens ein Jahr lang aufbewahren. Auf Verlangen müssen sie die Rezepte dem DTAM oder der Polizei vorlegen. Wer die Identität eines Käufers nicht prüft, riskiert die Aussetzung der Lizenz. Wer Rezepte ausstellt, muss die Diagnosebelege aufbewahren, damit die Rezepte gegengeprüft werden können.
Die Strafen unterscheiden sich je nach Quelle:
- Tilleke & Gibbins: bis zu ein Jahr Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht für eine Dispensary, die die Vorschriften nicht einhält.
- Herrera & Partners: bis zu ein Jahr Haft, eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht oder beides. Herrera & Partners ergänzt, dass falsche Angaben zu einer Anklage wegen Urkundenfälschung führen können, mit bis zu drei Jahren Haft, einer Geldstrafe von bis zu 60.000 Baht oder beidem.
- Der nicht genannte Erklärtext: wendet dieselben Zahlen auf den Verkauf ohne Lizenz nach dem Gesetz über traditionelle Medizin an.
- Silk Legal: nennt keine Strafhöhen.
Anmerkung der Übersetzung: Die Strafe nach Paragraf 78 des Gesetzes über traditionelle Medizin von 1999 beträgt bis zu ein Jahr Haft, eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht oder beides. Das entspricht der Darstellung von Herrera & Partners.
2. Was die Bekanntmachung vom Juni 2025 nicht bewirkt hat
- Sie hat Cannabis nicht wieder auf die Betäubungsmittelliste gesetzt. Silk Legal schreibt, Cannabis sei „noch nicht wieder auf die Betäubungsmittelliste gesetzt“ worden. Tilleke & Gibbins beschreibt eine Kontrolle über Rezepte, kein Verbot. Laut Wikipedia blieb der Freizeitkonsum „technisch gesehen entkriminalisiert“.
- Sie gilt nicht für die ganze Pflanze. Laut Herrera & Partners regelt sie nur die Blüten. Andere Pflanzenteile wie Blätter und Stängel bleiben gewöhnliche pflanzliche Arzneimittel.
- Sie hat die 0,2-%-Grenze nicht verschoben. Der Wikipedia-Eintrag zur Rechtslage von Cannabis schreibt, Produkte über 0,2 % seien „vor 2025 legal gewesen“ und „erfordern jetzt ein Rezept“.
- Sie hat kein Cannabisgesetz geschaffen. Sie ist eine Bekanntmachung. Wie schon 2022 gibt es weiterhin kein Cannabisgesetz.
- Sie hat bestehende Lizenzen nicht aufgehoben. Laut FOSR Law blieben diese Lizenzen vorerst gültig. Zum „Engpass bei der Einhaltung der Vorschriften“ wurde die Verlängerung, weil Läden im Einzelhandelsstil „möglicherweise nicht als Kliniken gelten“.
Wikipedia hält fest, dass Somsak Thepsuthin, damals Minister für öffentliche Gesundheit, „versprach, sich für weitere Beschränkungen und eine mögliche Neueinstufung“ von Cannabis als Betäubungsmittel einzusetzen. Ein Versprechen ändert das Recht nicht. Das kann nur ein neuer Rechtsakt.
3. Anfang 2026: Zwei Ministerialverordnungen
Anfang 2026 traten zwei neue Rechtsakte in Kraft. Sie sind unabhängig von der Bekanntmachung vom Juni 2025. Beide sind Ministerialverordnungen (กฎกระทรวง), keine Bekanntmachungen (ประกาศ). Eine Ministerialverordnung ist eine andere Art von Rechtsakt mit anderem rechtlichem Gewicht. Eine ausführlichere Erklärung finden Sie unter Thailands zwei Ministerialverordnungen von B.E. 2569.
Ministerialverordnung über Cannabis- oder Hanfextrakte B.E. 2569. Sie wurde am 26. März 2026 in der Royal Gazette veröffentlicht und trat am 26. April 2026 in Kraft. Sie regelt Lizenzen für die Herstellung von Cannabis- oder Hanfextrakten mit mehr als 0,2 % THC nach Gewicht. Nur drei Arten von Antragstellern können eine solche Lizenz erhalten:
- thailändische juristische Personen (eingetragene Unternehmen und andere Rechtsträger), die nach dem Foreign Business Act B.E. 2542 (Gesetz über die Geschäftstätigkeit von Ausländern) nicht als „ausländisch“ gelten
- staatliche Stellen und Behörden
- das Thailändische Rote Kreuz
Ein Unternehmen, an dem Ausländer die Hälfte der Anteile oder mehr halten, gilt nach diesem Gesetz als „ausländisch“ und kommt daher nicht in Frage.
Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2) B.E. 2569. Sie trat am 30. April 2026 in Kraft. Sie verschärft die Lizenzbedingungen für Cannabisblüten, zusätzlich zu den Anforderungen der Bekanntmachung vom Juni 2025.
Beide Verordnungen sind in Kraft. Keine von ihnen ist der Entwurf des Cannabis-Kontrollgesetzes (Cannabis Control Act), früher Entwurf des Cannabis- und Hanfgesetzes (Cannabis and Hemp Act). Dieser ist weiterhin nicht verabschiedet.
Anmerkung der Übersetzung: Manche Investoren und Partner aus Vietnam und anderen Ländern der Region halten Anteile an thailändischen Unternehmen. Wenn Ihr Unternehmen ausländische Gesellschafter hat und Extrakte mit mehr als 0,2 % THC herstellen will, lassen Sie von einer thailändischen Anwältin oder einem thailändischen Anwalt prüfen, ob es nach dem Foreign Business Act als „ausländisch“ gilt. Tun Sie das, bevor Sie Geräte kaufen oder einen Mietvertrag unterschreiben.
4. Zeitleiste
| Datum | Rechtsakt oder Ereignis | Quelle |
|---|---|---|
| B.E. 2477 (Wikipedia: 1935; die übliche Umrechnung ergibt 1934) | Cannabisgesetz macht die Pflanze strafbar | Wikipedia |
| B.E. 2522 (1979) | Betäubungsmittelgesetz macht sie erneut strafbar | Wikipedia |
| 2018 | Medizinisches Cannabis auf Rezept erlaubt | Wikipedia |
| Dezember 2021 | Betäubungsmittelgesetzbuch B.E. 2564 tritt in Kraft und ersetzt das Gesetz von 1979 | Nishimura & Asahi (Anwaltskanzlei) |
| 8.–9. Februar 2022 | Bekanntmachung zur Liste der Betäubungsmittel der Kategorie 5 erlassen, dann veröffentlicht | Nishimura & Asahi |
| 8. Juni 2022 | Repräsentantenhaus stimmt dem Entwurf des Cannabis- und Hanfgesetzes (Cannabis and Hemp Act) grundsätzlich zu, 373 zu 7 Stimmen | Thai PBS |
| um den 9. Juni 2022 | Streichung von der Betäubungsmittelliste wird wirksam, 120 Tage nach Veröffentlichung | Nishimura & Asahi |
| 14.–15. Juni 2022 | Bekanntmachung zu Belästigung durch Rauch und Geruch | Nishimura & Asahi |
| 16. Juni 2022 | Bekanntmachung zum kontrollierten Kraut nach dem Gesetz über traditionelle Medizin von 1999 | Nishimura & Asahi |
| 2022 bis 2024 | Regeln über ministerielle Rechtsakte, kein Cannabisgesetz | FOSR Law |
| 23. Juni 2025 | Bekanntmachung vom Juni 2025 unterzeichnet | Herrera & Partners; Silk Legal |
| 25. Juni 2025 | Veröffentlicht in der Royal Gazette, Band 142, Sonderteil 229 ง | Royal Gazette |
| 26. Juni 2025 | In Kraft, am Tag nach der Veröffentlichung (Ziffer 1) | Royal Gazette |
| 1. Juli 2025 | Beginn der Rezeptpflicht laut einer Kanzlei (anderswo nicht bestätigt) | Herrera & Partners |
| September 2025 | Anutin Charnvirakul, ein thailändischer Politiker, wird Premierminister | Wikipedia |
| Dezember 2025 | Weitere Verschärfung, Berichten zufolge genehmigt | FOSR Law |
| 26. März 2026 | Ministerialverordnung über Cannabis- oder Hanfextrakte B.E. 2569 veröffentlicht | Royal Gazette |
| 26. April 2026 | Ministerialverordnung über Cannabis- oder Hanfextrakte B.E. 2569 tritt in Kraft | Royal Gazette |
| 30. April 2026 | Ministerialverordnung über kontrollierte Kräuter (Nr. 2) B.E. 2569 tritt in Kraft | Royal Gazette |
| 22. April bis 1. Juli 2026 | Entwurf des Cannabis-Kontrollgesetzes (früher Cannabis- und Hanfgesetz): öffentliche Anhörung in zwei Phasen (22. April bis 21. Mai und 2. Juni bis 1. Juli), danach eine kurze Nachholrunde | Hfocus |
| 22. September 2026 | Kabinett billigt den Entwurf und leitet ihn an das Repräsentantenhaus weiter; noch kein Gesetz | Thai PBS |
5. Stand der Dinge 2026
| Frage | Antwort | Status |
|---|---|---|
| Ist Cannabis wieder ein Betäubungsmittel? | Nein | Geklärt |
| Gibt es Blüten nur auf Rezept? | Ja | Geklärt |
| Ist ein Cannabisgesetz in Kraft? | Nein | Geklärt |
| Was regelt den Verkauf von Blüten? | Eine ministerielle Bekanntmachung | Geklärt |
| Wann trat die Bekanntmachung von 2025 in Kraft? | 26. Juni 2025 | Durch die Royal Gazette geklärt |
| Wie lautet ihr offizieller Name? | ประกาศกระทรวงสาธารณสุข เรื่อง สมุนไพรควบคุม (กัญชา) พ.ศ. 2568 | Auf Thai geklärt; kein offizieller englischer Name |
| Gibt es eine Gewichtsgrenze für den Besitz? | Nur eine Quelle sagt das | Unbestätigt |
| Die zwei Ministerialverordnungen von B.E. 2569 | Lizenzen für Extrakte und für Blüten; in Kraft | Bestätigt |
| Entwurf des Cannabis-Kontrollgesetzes (früher Cannabis- und Hanfgesetz) | Am 22. September 2026 vom Kabinett gebilligt; wartet auf das Repräsentantenhaus | Entworfen, kein Gesetz |
| Neueinstufung als Betäubungsmittel | Nur ein Versprechen | Angekündigt, kein Gesetz |
FOSR Law ergänzt, dass sich die Regeln ab Dezember 2025 in Richtung eines Modells medizinischer Kliniken bewegt haben. Läden melden ihre Verkäufe über Kassensysteme, damit sich Produkte zurückverfolgen lassen. Der Konsum vor Ort ist auf Patienten unter Aufsicht beschränkt. Rezepturen werden kontrolliert. FOSR Law nennt nicht den Rechtsakt hinter diesen Änderungen. Dieser Absatz gibt also wieder, was FOSR Law berichtet, kann aber nicht als Rechtsquelle zitiert werden.
6. Was das für die einzelnen Lesergruppen bedeutet
Patienten
Was sich geändert hat: Sie brauchen ein Papierrezept von einer der sieben Berufsgruppen. Es gilt für höchstens 30 Tage und kann nicht wiederholt werden.
Was Sie prüfen sollten: Arbeitet die Person, die Ihnen das Rezept ausstellt, in einer Klinik oder einem Krankenhaus? Ist Ihr Formular aktuell?
Was Sie tun sollten: Prüfen Sie vor jedem Besuch in einer Dispensary, ob Ihr PT 33 auf Papier vorliegt und noch nicht abgelaufen ist. Prüfen Sie, was darauf zu Sorte oder Produkt, Dosis und Dauer steht.
Heimgärtner
Was sich geändert hat: Seit 2022 beruht der Anbau auf der Registrierung Ihrer Pflanzen. Keine der hier verwendeten Quellen sagt, dass der Anbau zu Hause 2025 verboten wurde.
Was Sie prüfen sollten: Ist Ihre Registrierung erfasst? Hat Ihre Provinz eigene Auflagen hinzugefügt?
Was Sie tun sollten: Bewahren Sie eine ausgedruckte Kopie Ihrer Registrierung zusammen mit Ihren Anbauaufzeichnungen auf. Fragen Sie beim Gesundheitsamt Ihrer Provinz (สำนักงานสาธารณสุขจังหวัด) oder bei Ihrer örtlichen Verwaltung nach, ob Ihre Provinz Auflagen hinzugefügt hat. Verkaufen Sie keine Blüten ohne Lizenz. Für einen Verkauf brauchen Sie sowohl eine Lizenz als auch einen Käufer mit PT-33-Rezept.
Betriebe
Was sich geändert hat: Sie brauchen jetzt eine GACP-Zertifizierung und Aufzeichnungen vom Samen bis zum Verkauf, bevor Sie Blüten verkaufen oder exportieren dürfen.
Was Sie prüfen sollten: Ist Ihre Zertifizierung aktuell? Sind Ihre Prüfunterlagen vollständig?
Was Sie tun sollten: Führen Sie alle paar Monate eine eigene Probeprüfung durch und gehen Sie dabei die Prüfpunkte der Inspektoren durch: Boden, Wasser, Pflanzenschutzmittel, Hygiene, Umgang mit der Ernte und Aufzeichnungen vom Samen bis zum Verkauf. Prüfen Sie, ob jedes Pflanzenschutzmittel in Ihrem Lager beim Department of Agriculture registriert ist und so angewendet wird, wie es auf dem Etikett steht. So finden und beheben Sie Lücken, bevor die jährliche Überwachungsprüfung sie findet.
Läden und Dispensarys
Was sich geändert hat: Sie müssen Rezepte prüfen, ein Jahr lang aufbewahren und auf Verlangen vorlegen. Werbung ist verboten.
Was Sie prüfen sollten: Erfüllen Ihre Räume und Ihr Personal einen Klinikstandard, wenn Ihre Lizenz zur Verlängerung ansteht?
Was Sie tun sollten: Notieren Sie Ihr Verlängerungsdatum. Listen Sie auf, was Ihrem Laden im Vergleich zu einer Klinik fehlt, zum Beispiel eine verschreibungsberechtigte Person vor Ort oder ein Beratungsraum. Das Department of Thai Traditional and Alternative Medicine (DTAM) genehmigt nach der Verordnung von 2026 die Lizenzen für Cannabisblüten. Fragen Sie dort nach, was bei der Verlängerung geprüft wird. Mehr Details finden Sie unter Einen Cannabis-Laden in Thailand betreiben, ohne die Lizenz zu verlieren und Das Problem der Blanko-Rezepte.
Besucher
Was sich geändert hat: Blüten dürfen nur gegen Vorlage eines thailändischen PT-33-Rezepts verkauft werden. Rauchen in der Öffentlichkeit gilt als Belästigung und ist strafbar. Cannabis aus dem Land mitzunehmen ist verboten.
Was Sie prüfen sollten: Verlassen Sie sich auf Informationen von 2022, die nicht mehr gelten?
Was Sie tun sollten: Lesen Sie vor der Reise Was Touristen wissen müssen: Cannabis-Regeln für Besucher in Thailand. Packen Sie keinerlei Cannabisprodukte ein, wenn Sie Thailand verlassen.
7. Berichten Sie, was Sie vor Ort erleben
Diese Regeln stehen in Bekanntmachungen, und sie werden an verschiedenen Orten unterschiedlich durchgesetzt. Zu dieser Community gehören Patienten, Anbauer und Läden in vielen Provinzen, und jede und jeder von Ihnen kann auf eine andere Auslegung derselben Regel stoßen. Bitte schreiben Sie unter diesem Thema und berichten Sie uns:
- wie Rezepte an der Theke geprüft werden;
- was GACP-Prüfer verlangen;
- ob Ihre Provinz Auflagen für den Cannabiskonsum in der Öffentlichkeit hinzugefügt hat;
- ob Lizenzverlängerungen nach dem Klinikstandard oder nach dem alten Einzelhandelsstandard beurteilt werden.
Der Text in der Royal Gazette nennt Titel, Daten und Rechtsgrundlage der Bekanntmachung vom Juni 2025, und diese sind oben festgehalten. Wie die Regel an Ihrer Theke angewendet wird, zeigt die Gazette nicht. Diesen Teil können nur Sie berichten.
Quellen
- Royal Gazette (ราชกิจจานุเบกษา), Band 142, Sonderteil 229 ง, 25. Juni 2025: Bekanntmachung des Ministeriums für öffentliche Gesundheit über kontrollierte Kräuter (Cannabis) B.E. 2568.
- Tilleke & Gibbins, Zusammenfassung der Bekanntmachung zum kontrollierten Kraut vom Juni 2025.
- Herrera & Partners, Zusammenfassung der Bekanntmachung zum kontrollierten Kraut vom Juni 2025.
- Silk Legal, Zusammenfassung der thailändischen Cannabis-Regeln.
- FOSR Law, Zusammenfassung der thailändischen Cannabis-Regeln und der Verschärfung vom Dezember 2025.
- Wikipedia, Einträge zu Cannabis in Thailand und zur Rechtslage von Cannabis.
- Nishimura & Asahi, juristische Mitteilung zu den thailändischen Cannabis-Regeln (2022).
- Hfocus, Bericht über die öffentliche Anhörung zum Entwurf des Cannabis-Kontrollgesetzes (2026).
- Thai PBS, Bericht über die Billigung des Entwurfs des Cannabis-Kontrollgesetzes durch das Kabinett (22. September 2026).
- Nicht namentlich genannter englischsprachiger Erklärtext zu den thailändischen Cannabis-Regeln (Stand Juli 2026).
Dieser Artikel gehört zur Bildungsreihe der Asiannabis Community zu Cannabisrecht und Sicherheit. Er bietet allgemeine Informationen und ist keine Rechtsberatung. Die Regeln haben sich schon oft geändert. Prüfen Sie daher die aktuelle Rechtslage, bevor Sie handeln. Die Inhalte dienen Bildungszwecken in Rechtsordnungen, in denen Cannabis gesetzlich erlaubt ist.